Australien in 3 Tagen

Die vage Diagnose erhielt ich bereits kurz vor Abflug in Bali: Dengue Fieber. In der Klinik in Bangkok (Zwischenstopp) erhärtete sich die Prognose. Final in Cairns angekommen, sah ich mich in der Klinik. Blutabnahme, Einweisung.
Urlaub fertig, wir sind bereits auf der Rückreise.
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Interessantes von Bali und ein Fazit

Wer auf Bali ankommt und mit ein paar Einheimischen gesprochen hat, wird merken, dass deren Namen irgendwie alle gleich klingen. In der Tat heißen hier alle gleich, unabhängig ob Madl oder Bub. Das liegt am Kastensystem der Hindus. In der unteren Klasse heißt der Erstgeborene immer Wayan, Nr. 2 Made und das geht bis Vier weiter. Keine Ahnung, ob das fünfte Kind namenlos bleibt, oder ausgesetzt wird. Mit Zusatznamen wird dann die Identifizierung des Individuums erleichtert, so z.B. Wayan der Dicke. Ohne Flachs. Problem ist hier wohl, dass einige Beschreibungen auch nicht wirklich helfen.
Auch sollte der Währungstrick nicht unerwähnt bleiben. Alle Tauchschulen und einige Hotels weisen Ihre Preise in US$ aus, die hier gängige Zweitwährung. Die Anbieter rechnen bei hohen Beträgen natürlich mit keiner Barzahlung und rechnen die Dollar in Rupie um. Hier wird ein schlechter Kurs gewählt und nochmal "kassiert". Üblich ist auch der 3% Aufschlag bei Zahlung mit Kreditkarte. Dollar Noten in Bar sind hier eine willkommene Alternative. Nachteil ist, dass man Geld mit sich herumträgt. Von Diebstahl haben wir jedoch nirgendwo was gehört.

Die Insel Bali ist eine Hinduenklave in Indonesien, wo die Mehrheit muslimischen Glaubens ist. Der Islam konnte sich hier nicht durchsetzen und ist auf der Insel in der klaren Minderheit.
Deshalb hat Bali auch die vielen Tempelanlagen und keine Moscheen. Das ist wohl auch eindeutig ein interessanter Teil vom Bali Erlebnis. Natürlich auch die Strände ganz im Süden, doch hier hauptsächlich von westlichen Luxushotels eingenommen. Das Hütten Gefühl mit den passenden Stränden bleibt leider aus. Ubud ist ein idealer Ausgangspunkt für die berühmtesten Tempel und ist obendrein eine süße Stadt. Generell ist es wichtig die Saison zu beachten. Mitte Juni bis September ist Hauptsaison und die Preise gehen drastisch nach oben. Angeblich erhöhen die Restaurants auch die Preise. Da Bali schon jetzt nicht unbedingt günstig ist und das Wetter immer schön, lohnt ein Blick in den Kalender.

Dies gilt leider auch für Gili. Natürlich kann man dort total entspannen, doch ein breiter Sandstrand und Hütten direkt am Strand sucht man hier vergebens. Die drei Gili Inseln sind wiederum moslemisch und jeden Morgen um 5 und 7 Uhr wird einem die Kultur/ Religion per Audio nahegelegt. Der menschliche Körper ist ein Gewohnheitstier und nach einer Woche hört man es nicht mehr.
Aufgrund der Logistik ist hier alles ein wenig teurer, vor allem Restaurants, die Pizza, Nudeln und Burger anbieten. Es lohnt sich bei den hier wohnenden Leuten Tipps abzuholen. Statt 40' für ein Sandwich zu zahlen, gibt es indonesische Küche 30m abseits der Hauptstraße für 12'. Wasser ist auch ein rares Gut. In unserer Tauchschule wird die Flasche zu weniger als dem halben Preis aufgefüllt. Bei Dauerhitze von 30 Grad und mehr, eine nette kleine Erleichterung der Reisekasse und Umwelt. Apropos Wasser: Nur die exklusiven Anlagen bieten Frischwasserduschen. Der Rest nimmt Brunnenwasser, dass ein wenig salzig ist. Der Haut schadet es keinesfalls und zum Duschen ist es perfekt. Beim Zähneputzen schmeckt es ein wenig nach Pommes, hehe.
Die Tauchplätze sind außerordentlich. Die Sicht unglaublich und trotzdem sieht man kaum andere Taucher. Eine klare Empfehlung für Korallen und Fische. Zumal US$ 38 pro Tauchgang günstig ist.
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Sanur, Kuta und Nusa Dua

Am Tag 50 (17.06) heißt es Rückkehr in die normale Welt, konkret nach Sanur. Das uns bekannte Watering Hole hat noch immer Zimmer für 165' und interessanterweise erhalten wir exakt das gleiche wie vor der Abreise auf Nusa Lembongan. Sanur selber interessiert uns nicht so sehr und ein Abendspaziergang am Hafen ist ein einsames Unterfangen.
Tagsdrauf fährt Crystal Diver zum Manta Point. Die knapp 50min vergehen trotz starkem Seegang relativ schnell und der Tauchplatz überrascht mit kaltem Wasser - 23 Grad. Nach den letzten Tagen mit 30 grad warmem Wasser, ist das eine enorme Umstellung. Hier, direkt vor einer steilen Felswand in der Brandung lassen sich die graziösen Mantarochen putzen. Also eine Aral mit Waschanlage für Großfische und das ganz ohne Werbetafeln in leuchtenden Farben. Das Wasser ist trüb und die Sicht liegt bei ca 8-10m. Ausreichend, um bereits beim Abtauchen einen schwarzen Schatten unter uns fliegen zu sehen. Bis zu drei Mantas gleichzeitig schwammen um den Platz, unter, über und manchmal direkt auf uns zu. Trotz der vergleichsweise schlechten Sicht konnte man die Eleganz dieses einmaligen, ruhigen und graziösen Tieres genießen. Etwas störend, aber angekündigt sind all die anderen Taucher vor Ort. Zumal die Brandung uns schon meterweise vor und zurücksaugt.
Erwähnenswert sind auch die Stachelrochen, die hier in Haufen auftreten. Soll heißen, einmal lagen im Sand gestapelt 5 oder 6 Stück übereinander. Andere Fische finden sich auch, doch wer schaut schon nach denen. Der zweite Tauchgang findet in wärmeren Gewässern statt und bietet Korallen und Fische satt. Die Strömung rauscht über ein abfallendes Uferstück und innerhalb einer Stunde legt man geschätzte 1000m zurück. Die Kosten für beide Tauchgänge liegen bei US$ 145. Dafür waren die Mantas herrlich.

Die deutsche Niederlage sehen wir in einer Sportsbar im südlicheren Sanur. Hier gibt es endlich auch ein paar Touristen. Bei Diet Coke und Nudeln verfolgen wir mit Entsetzen die Fehlleistung des Spaniers. Anschließend reißen zumindest die Amis ihr Spiel noch rum.

Die letzten Tage auf Bali verbringen wir in Kuta. Dieser Touristenort ist wirklich eine Umstellung von der Ruhe auf den Gilis. Hard Rock Cafe und Hotel, Starbucks, McDo etc. Alles ziemlich aufgeregt. Der Strand indes ist wirklich schön, wenn man von den Liegen und ca 10000 Touristen absieht. Mehrere Hotels waren ausgebucht, doch im Hotel Lusa buchten wir für 185' den letzten Bungalow. Die Anlage liegt zentral, nahe am Strand und der Pool ist wirklich nett - Loose spricht von einem kleinen Pool? Eine klare Empfehlung ist das Restaurant Chasers in der gleichen Strasse. Italienisches Essen wie zu Hause. Pizza, Nudeln und Salate.
Uluwatu am südwestlichen Zipfel ist ein Surferparadies. Man klettert eine steile Treppe hinunter und findet sich in einer Art Höhle wieder. Auf den Felsen sind Aussichtspunkte für die Fotografen errichtet. Der Platz ist eher was für Fortgeschrittene. Nusa Dusa auf der anderen Seite der Halbinsel ist ein Touri Ort, hauptsächlich für Japaner. Ein ganzes Areal als Anlage, mit eigenen Straßen, die zu den einzelnen Hotels führen. Schrecklich. Furchtbar. Die leben in einer Käseglocke und sehen nur den Flughafen und Ihr Hotel.

Mittags am 55. Tag beginnt unser Horrorflug von Denpasar über Bangkok nach Brisbane. Anschließend noch mit Virgin Blue nach Cairns. Der erste Eindruck von Australien wird gleich getrübt, denn der Flughafen von Brisbane ist unorganisiert. Geldautomaten sind kaum zu finden und der Verkehr zwischen den Terminals kostet Geld! Kofferwagen sind nicht verfügbar an der Station. Ohne Worte. Es ist mittlerweile Tag 56 und wir bedient.




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WM auf Gili Trawangan

Am 44. Tag unserer Reise beginnt die Fußball WM. Hier sind es nur 6 Stunden früher und die Spielzeiten gehen noch - außer die Abendspiele.
Das Irish Pub - natürlich gibt es auch eines hier auf der Insel - überträgt alle Spiele auf einer Großleinwand. Schräg, wenn man bedenkt, dass viele Speisen der Speisekarten ausverkauft/ nicht erhältlich sind, aber ein Projektor und ne Leinwand. Übrigens ist das Pub nicht der einzige yort, an dem die Spiele übertragen werden. Für das richtige englische Bargefühl wurden gestern Kisten von Bintang heran gekarrt - indonesisch für Bier. Die Brühe schmeckt eher wie Budlight, aber es gibt nix anderes hier.
Den Anstoß verpassen wir, weil die Technik in der Bar versagt. Doch gegenüber wird bereits gefeiert und die Menschen stehen auf der Straße, auf Stühlen, Mauern und Tischen. Die WM hat hier auch die Einheimischen im Griff. Seltsam, dass Indonesien nicht qualifiziert ist. Bei 200 Mio Einwohnern und Fußballfeldern überall, sollte doch das Gesetz der Großen Zahl greifen. Die 2 Mädels neben uns gehören auf jeden Fall nicht zum Potential, kreischen die doch bei nahezu jeder Torszene von Südafrika und (!) Mexiko. Auf der anderen Seite ist das vermutlich einfach das Spiel. Es vereint und elektrisiert wirklich viele Nationen.
Kann Nordkroea eigentlich auf die USA treffen ? Das wäre was, hehe.

Deutschlands erstes Spiel ist am 46. Tag. Die Bar ist voll und die Übertragung steht diesmal. Allerdings zehrt es ziemlich an der Substanz um 02:30 Uhr aufzustehen. Naja, was soll ich sagen, es lohnt sich. Gestern habe ich unfreiwillig bereits das Spiel der Engländer gesehen, da jemand "leicht beschwipst" trampelnd wie eine Elefantenherde nachts vom Feiern zurück kam. Leider konnte ich nicht mehr einschlafen und der Weg zur Übertragung ist mit 50m überschaubar. Was sagt eigentlich die Presse zu der Leistung des Fußballheimatlands?

Wir sind schon ziemlich lange auf der Insel und gehören irgendwie schon zum Inventar der Tauchschule. Die tägliche Routine mit Frühstück - Kaba kaufen - Tauchen, Entspannen, Mittagessen besorgen und Abendprogramm lässt einen total das andere, hektische, effiziente und effektive westliche Lebensprogramm vergessen. Hier auf der Insel sind die wirklich wichtigen Fragen:
Wo essen wir zu Mittag?
Tauchen oder Sonnen wir heute?

Damit sich das nicht zu einem pathologischen Inselkoller ausweitet, verlassen wir für die letzten 2 Nächte Big Bubble und ziehen an die Nordspitze der Insel. Das Resort heißt Pondok Windy Bungalows und alle die hier arbeiten sind wirklich durch den Wind. Total nett werden wir als einzige Gäste umsorgt und mehrfach am Tag nach Pilzen gefragt. Es erstaunt schon nicht mehr, dass Jugendliche auf dem Fahrrad vorbeikommen, um sich eine Packung zu genehmigen. Das Zeug muss gut knallen, denn die Kleinen sind innerhalb weniger Minuten voll druff.
Ansonsten ist dieser Teil der Insel auf jeden Fall für Romantiker geeignet. Der Sonnenuntergang ist in Bambusliegen auf dem Strand zu beobachten, während leckere Milchgetränke oder Cocktails serviert werden. Der gekühlte Raum (jetzt mit Klima) ist eher ein Schock und wir sind bei 22 Grad gestartet und mittlerweile bei 26 angelangt. Das ist noch immer so, als würden wir einen Kühlschrank betreten.
Die windigen Bungis bieten leckere Milchschüttler und das übliche Essen. Die Anlage ist sauber, doch vor allem ist die Lage, der Strand und der allabendliche Sonnenuntergang einen Besuch wert. Viele Gäste kommen abends und speisen auf den Bambussofas am Strand im Licht der Öllampen. Wirklich Crusoe mässig.

Am letzten Abend gehen wir dann noch mal in die Stadt - ein Fußmarsch von ca 25min. Das Weibchen möchte unbedingt die Kas'nockerl probieren (siehe auch unten) und anschließend nochmal richtig feiern. Unsere Inselkollegen treffen wir in den einschlägigen Bars und landen zum Schluß in Kates Lieblingsetablissment - dessen Name ich nicht mehr weiß. Dort überredet Roger meine süße Reisebegleitung auch zu einer Pilzerfahrung. Die wird in einem Schnapsglas serviert, ist pechschwarz und schmeckt wohl nicht allzu lecker. Nach 10min tut sich nichts und Roger legt nochmal eine Runde nach. Interessanterweise merkt er nach weiteren 10min sehr deutlich die Wirkung, während S Große mit mir wieder die halbe Insel umrundet und gar nichts spürt. Vielleicht machen solch kleine Dosen und Drogen nichts mehr.


Folgende Restaurants sind empfehlenswert: "Bu'de" mit dem günstigen aber leckeren Essen, "Living Room" mit gutem und günstigem Essen an der Hauptstrasse und dann noch "Mo.zart", mit echtem österreichischem Essen. Die Kas'Nockerl sind der Kracher.
Wichtig für die Gili Inseln ist folgender Hinweis: BARGELD. Die 2 Automaten ( einer akzeptiert nur Visa) sind chronisch leer und es gibt sonst nur die Möglichkeit bei Halsabschneidern für 10% Kommission zu wechseln. Die Automaten spucken nur 1.5 Mio aus, also ca 160€, die meisten Restaurants und Hotels nehmen nur Bares. Also gilt es BARGELD einzupacken.
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Gili Islands

Am 38. Tag (05.06) fahren wir mit Sea Marlin Cruises Sea Marlin von Ubud über Padangbei nach Gili. Das Schnellboot kostet 600' hin und zurück inkl. Transport zu einem beliebigen Ort; laut Preisliste soll das doppelt soviel kosten. Keine Ahnung wieso wir es billiger bekommen. Am Boot liegt es nicht, dass ist relativ neu und macht einen guten Eindruck. Der Transfer ist mit 1Std 20 sogar sehr schnell.

Die drei Archipele vor Lombok sollen Strandurlaub von seiner schönsten Seite ermöglichen. Gili Trawangan ist die größte der Inseln mit einem Berg, äh Hügel, von beachtlichen 75m. Sonst nur Palmen und Strand. Gili Meno ist die kleinste, aber auch teuerste Insel. Dort gibt es wenige Unterkünfte, dafür zu gehobenen Preisen. Gili Air ist kleiner und ruhiger als Trawanga - Einheimische sagen, so wie diese vor 10 Jahren.
Da wir tauchen wollen, haben wir bei Big Bubble einen Bungi für 250' / Nacht gebucht. Die Tauchpreise sind inselweit auf US$ 38 festgesetzt, somit ist das kein Grund zur Unterkunftssuche. Die Mischung aus wackeligen Holzhütten und luxuriösen Bungalows an der Promenade ist durchaus ein wenig irritierend. Sehr schön ist dagegen die Tatsache, dass keinerlei motorgetriebene Fahrzeuge erlaubt sind. Stattdessen nur Pferdekutschen im Miniformat.
Eine Straße aus Staub und hier und da Pflastersteinen führt einmal um Trawanga herum. Diese trennt auch die Resorts vom Strand, was das "Thailand Gefühl" vermissen läßt. Eine Inselumrundung dauert zu Fuß ca. 2 Std und auf der Rück- (West)seite sind neue, teilweise exklusive Resorts entstanden. Der Strand ist schmal und teilweise mit Korallenresten bedeckt, das Wasser glasklar, grün und warm - zur Abkühlung gänzlich ungeeignet.

Big Bubble hat einen Pool, spartanisches Frühstück und saubere Bungis mit Dusche, Klo und Ventilator. Für AC bezahlt man nochmal 100' extra, da halten wir es wie die Einheimischen und schwitzen lieber. Apropos Schwitzen: meine Reisebegleitung aus der Weltstadt München ist total angetan von den überall angebotenen Pilzen, die so himmlisch sein sollen (mushrooms send you straight to Heaven); etwas irritiert über die Abenteuerlust erkläre ich vor der Bestellung lieber, was das ist. Hach, in München aufzuwachsen muß herrlich sein. So beschützt und behütet von all dem Bösen und Ungesunden in dieser Welt. Da fällt mir ein: Wie sieht s denn mit dem Rauchverbot aus ? Ist das endlich durch oder ist die Schickeria in M noch der Meinung, Rauchen sei schick und interpretiert diese Weigerung zu einem wirklich hippen rauchfreien Lebensstil noch immer als rebellisches Verhalten ?

Der erste Tauchgang führt uns zum Han's Riff. Sehr klares Wasser, viele Fische und bunte Korallen. Zumindest bunter, als je zuvor. Nach 54min ist die Luft alle, und wir müssen uns von all den Tieren verabschieden.
Ein weiterer Tauchplatz ist Shark Point im Norden von Trawanga. Die Strömung ist stark und wir schweben in 20m ohne einen Flossenschlag über Korallen, Schildkröten etc. Leider sehen wir keine Haie, dafür mehrere Schildkröten, Batfish und Tintenfischunterarten. Sehr sehr schöner Ort. Auch Manta Point ist ähnlich tief, bietet leichte Strömung und ziemlich viele Fische. Die Korallengärten erstrecken sich, soweit das Auge reicht. Interessant sind hier die vielen Temperaturschichten. Das Wasser flimmert oft vor den Augen und man schwimmt in eine Badewanne oder eben einen kühlen Lufthauch hinein.
Hallik's Reef ist ein weiterer Platz mit Schildkröten und Großfischen. Hier ist das bestechendste die Sicht. Wir können bereits an der Oberfläche den Grund in 30m Tiefe erkennen. Toll ! Die gute Sicht ist hier - ähnlich wie beim Tauchgang auf den Cook Islands - fantastisch und erlaubt auch in großer Tiefe relativ gute Farben und natürlich das Erspähen allerlei Getier.

Mit dem Inselhüpfer kann man auf die anderen Insel fahren. Vorsicht beim Fahrscheinkauf, denn nur direkt an der Kasse bekommt man die Überfahrt zu Gili Meno für 20'. Andere nehmen dreist 30', auch wenn das jetzt finanziell keinen Bankrott nach sich zieht.
In ca 25min legt das Longtail an der Ostseite von Meno an. Die Umrundung dauert hier nur 1 Stunde, jedoch sollte man gleich mit dem Süden beginnen. Die Resorts nördlich der Anlegestelle sind ziemlich herunter gekommen, auf der Westseite eigentlich mitunter sehr nett. Die 2-3 Besten liegen jedoch südlich des Hafens. Preislich leicht über Trawanga, empfinden wir jedoch die Abgeschiedenheit einiger Resorts als großes Problem. Wo Essen gehen ? Wo Wasser kaufen ? Spannend wird es bei der Abreise. Das Boot ist wie immer absichtlich rückwärts gestrandet, bewegt sich allerdings keinen cm vom Strand weg. Jede Planke ist belegt und da es Kiel auflegt, legt es sich mit jeder Welle auf eine andere Seite fast bis das Wasser über die Reling schwappt. Selbst einer einheimischen Oma ist das zu viel und sie meckert lautstark, während die Tochter und andere Indonesier nur lauthals lachen.
Nach einem Tag vor Ort bleiben wir in Trawanga. Hier geht es mitunter ein wenig lauter zu, jedoch ist hier wenigstens halbwegs gewährleistet, dass das auf der Karte stehende auch vorhanden ist. Abgesehen davon, gibt es auf der Insel auch abgelegenere Bungalows.



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Ubud und um Umgebung

Tag 35: Der Transport von Nusa Lembongan erfolgt erst mit dem Boot und anschließend mit dem Bus nach Ubud. Für die Sehenswürdigkeiten im Landesinnere ist das der zentrale Anlaufpunkt.
Um ehrlich zu sein, ich bin noch nie so ahnungslos irgendwo angekommen. Da wir den Reiseführer vor Wochen angelesen hatten und wieder an Philipp zurück gegeben hatten, schwimme ich mit Ortsnamen, Höhepunkten und jeglichen Infos zu Bali. Denpasar als Flughafen ist mir geläufig, doch Transport und weiteres einfach nicht. Ein komisches Gefühl sich auf andere verlassen zu müssen. Doch wir sind in guten Händen und lesen fleißig für den Rest der Reise.

Mit einem Fahrer wickeln wir die Tempel in der Umgebung ab. Dafür sind 400' (tausend) fällig - Handeln ist hier auch nötig. Der erste Halt ist "Pura Gunug Kawi" nördlich von Ubud. Die Anlage liegt in einer Schlucht nahe eines kleinen Flusses und ist in einem schlechten Zustand. Sehenswert sind die riesigen in den Fels getriebenen Grabsteine. Zu beachten ist, dass sowohl der Mann, als auch die Frau einen Sarong tragen muss. Vor den Tempeln haben sich Händler angesiedelt, die diese verkaufen. Handeln ist hier Pflicht und mehr als 30' Rp zu teuer. In Pura Gunung Kawi kann man sich sogar einen Sarong leihen.
Die größte und zugleich wichtigste Anlage ist "Besakih" am gleichnamigen Ort. Die Bauten sind gut erhalten und wunderschön in den Hang gebaut. Bis zu 11 Dächer sind auf einen Turm gestapelt, was den Grad der Wichtigkeit repräsentiert. Leider ist es hier sehr touristisch, was vielmehr auf die Abzocke bezogen sein soll. Zuerst wird vorne von einem Mann in Uniform Eintritt verlangt. Um den Parkplatz befinden sich Buden, die alles möglich anbieten. Die Preise sind astronomisch und Feilschen einfach Pflicht. Die Balinesen sind hier einfach ziemlich versaut - wirtschaftlich. An der Strasse sitzen dann ein paar Jungs in einer Hütte, haben sich ein Schild mit Touri Information gemalt und verlangen nochmal Geld für einen Führer. Denn ohne diesen darf der Tempel nicht betreten werden. Man solle doch 500' spenden. Für 40' latscht ein gut englisch sprechender knarziger Alter mit uns durch die Gegend und wir staunen nicht schlecht, als wir deutsch und französischsprachige Führer auf dem Weg treffen. Die Tempelanlage ist absolut sehenswert und zeigt balinesische Kultur, sowohl als auch Hinweise auf den Hindu Glauben.

In Ujung soll noch ein Tempel sein. Die Fahrt führt durch eine Stichstraße ans Meer und malerisch vor dem Wasser liegen die Bauten in Süßwasserseen. Alles von Hand angelegt und wirklich schön anzusehen. Dieser Ort ist von Touristen weitestgehend verschont und so ist ein Foto ohne Rucksäcke möglich.
Am "Goa Lawah Wassertempel" haben wir Glück, denn parallel zu Christi Himmelfahrt ist hier auch eine Zeremonie. Selbstverständlich gibt es da keinen Zusammenhang, schon alleine die Andacht verläuft total anders. Die Familie bringt dem Gott ein Geschenk mit - meine Interpretation - und die Frauen tragen dies auf dem Kopf. Es handelt sich dabei meist um Speisen. Interessanterweise bringen alle wieder die Gaben mit aus dem Tempel, woraus folglich lediglich eine Segnung passiert. Der Trubel um den Tempel ist groß, kommen die Balinesen mit Mopeds, Autos und Fahrrädern an.

In Ubud selber gibt es den Affenwald und Reisterassen. Beides auf seine Art sehenswert. Die Makaken sind einfach niedlich und ziemlich zutraulich. Mitunter wird man von Ihnen beklettert und verliert ein Papierstück, weil s der Affe aus der Hosentasche zieht. Als Vorsichtsmaßnahme sollte Geld verschlossen werden. Die possierlichen Tiere ähneln uns Menschen sehr und von Babies bis alten graubärtigen Exemplaren ist alles dabei. Der Wald liegt in einer Art Schlucht, die Wege sind weitläufig und Füttern ist erlaubt.
Während der Affenwald ein wenig Eintritt kostet (10'), ist die Besichtigung der Reisterassen frei. Der Anbau ist so aufwendig, langwierig und anstrengend, da weiß man plötzlich das Nahrungsmittel zu schätzen !
Wer eine Stunde Zeit hat, sollte unbedingt in den "Nur Salon" gehen und die traditionelle Massage für 180' Rp buchen. Herrlich, wenn s hier und da auch mal zwickt. Oh, und mit Sonnenbrand nicht machen, denn das Peeling kribbelt ein wenig. Danach ist eine Stärkung willkommen. Die Restaurants Ibu Rai, Café Wayan und Café Luna sind zu empfehlen. Letzteres vor allem für den Nachtisch. Der Schoko Kuchen muß eine Sünde sein, weil er so gut schmeckt.
Im Hotel Gayatri haben wir uns für drei Nächte einquartiert und für 250'/ Nacht ein sauberes Zimmer, inkl. Frühstück und einen goilen Pool gezahlt - ich sag nur "Arschbombe". WLAN gibt s auch gratis - mal was anderes nach der Zahlerei in Neuseeland - doch die Kapriolen des € sieht man so umso genauer.

Die Zeit in Ubud war super und zu viert machen viele Dinge einfach mehr Spass. Abgesehen von diversen Sparpotentialen. Hier auch nochmal ausdrücklich Danke für die Hilfe an P&V :-)
Abschließend noch kurz was zum Markt in Ubud. Auch wenn der von der Strasse eher wie zwei Ladenfronten aussieht, so erstreckt er sich nach hinten heraus und verbreitert sich auch immens. Die angebotenen Waren reichen von Schnitzereien, über Kleidung bis hin zu Accessoires. Ein 3 Schalen Set wurde im ersten Schritt zu 750' angeboten und ohne unser Zutun landeten wir innerhalb von 90 Sekunden bei 100'. Das erinnert mich fast an die Akitenindizes derzeit.
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Nusa Lembongan

Am Tag 32 sehen wir im Grunde nur Flugzeugkabinen. Von Christchurch mit Air Newzealand nach Melbourne und dann mit dem A380 nach Singapur. Was ein toller Zufall, wollte ich in dem Baby doch unbedingt mal mitfliegen.
Um 23 Uhr erreichen wir Sanur und finden auch gleich ein Hotel. Nur ins Bett. Trotz Lounges sind wir 24 Stunden unterwegs und das schlaucht ganz schön.

Das Hotel liegt direkt an der Strasse zum Hafen und mit Scoot Cruises setzen wir am 31.05 auf die Insel Nusa Lembogan über, um Philipp und Vio zu treffen. Bei hohem Wellengang erreichen wir das südöstlich von Bali liegende Eiland und die Anlage Waka Nusa. Trotz Nebensaison liegt der Preis bei US$ 170/ Zimmer. Dank Verhandlungsgeschick von Philipp sind es nur 100. In Anbetracht der Leistung und im direkten Vergleich zu Thailand ist das sehr teuer. Alles ist sehr sauber, die Bungis wirklich groß, mit AC und Minibar, doch vor allem der Strand kann nicht mit dem nördlichen Nachbarn mithalten. Eine entsprechende Anlage würde da vermutlich eher 50-70 kosten.
Am meisten stören jedoch die Tagestouristen, die von Schiffen, die militärischen Landungsbooten ähneln heran gekarrt werden. Dazu kommen Animateure mit den üblichen Pauschaltouristen Angeboten. Banane fahren, Glasbodenboot etc. Die Liegen sind dann fast alle voll und es muss leider !! auf die Handtuch-Reservier-Methode zurück gegriffen werden. Sehr schade und irgendwie nicht sehr passend.
Nach Rücksprache scheint Bali generell nicht wirklich für Individualurlauber gemacht zu sein. Der öffentliche Transport ist sehr rudimentär und ein privater Fahrer samt Auto das übliche Fortbewegungsmittel. Auch die Strände zählen nicht zu den Höhepunkten Balis. Außer am südlichsten Zipfel, wo all die Luxus Hotelmarken Ihre Paläste errichtet haben. Zudem machen die Japaner die Preise kaputt, da sie alles zahlen.

Trotz allem genießen wir die Tage, spannen aus und liegen in der Sonne. Eine Schnorcheltour zu einem nahegelegenem Riff entpuppt sich als angenehme Überraschung. Die Korallen liegen in 2-4m und sind gut erhalten. Fische sind auch da und nebenan surfen die Meister große Wellen und wir gucken in die Röhre, wenn sie durch die Welle gleiten. Beeindruckend.
Den Tauchausflug zum Manta Point schaffen wir nicht. Leider. Der Seegang ließ das nicht zu und am nächsten Tag geht unser Taxiboot bereits morgens. Also gucken wir uns die Putzerstrasse der Mantas auf den Gillis an - drei kleine Inseln vor Lombok.
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Kuriositäten,interessante Randbemerkungen und Fazit

Neben all den Sehenswürdigkeiten, oder vielmehr der Natur, gibt es aber auch andere Dinge zu entdecken. Vielleicht sind es Kleinigkeiten, oder sogar Belanglosigkeiten, doch ich entscheide hier und jetzt, dass sie einen extra Eintrag wert sind.
Obwohl Japan gemeinhin als das Land der aufgehenden Sonne bezeichnet wird, stimmt die Aussage nicht. Denn die Kiwi sind das Land des Sonnenaufgangs und früher dran als die asiatischen Kollegen. Auch wenn das nicht 100% korrekt ist, schließlich liegt die Inselgruppe Tonga mehr oder weniger auf der Datumsgrenze. Legt man aber die Defintion Land zu Grunde, schummelt Japan - oder kopiert, so wie bei den Autos :-)
Wo ich gerade ein wenig lehrerhaft unterwegs bin, gleich noch was hinterher. Mich hat es überrascht, dass Sydney nördlicher liegt als Auckland. Somit sind die Kiwis wirklich ziemlich weit unten. Daher auch der Spruch: "if the world goes arse up, then we will be on top"

Kurios war Diederik, der fliegende Holländer. Das erste Mal haben wir dem sympathischen Euro in Whangarei getroffen. Nach einem kurzen Plausch trennten sich unsere Wege. In Opononi trafen wir ihn am Parkplatz mit Aussicht erneut. In Wellington im Cable Car und wir stellten fest, dass wir alle einen Tag später auf die Südinsel übersetzen. Gleichzeitig, nicht aber mit dergleichen Reederei. In Havelock rannten wir erneut ineinander und tauschten Mobilnummern aus.


Naja, bei den Pfannkuchen verpassten wir uns knapp, in Franz Josef hat es wieder geklappt. Das Land ist offensichtlich ziemlich übersichtlich.
Wo ich gerade von Kuriositäten schreibe. In Sandspit am Campingplatz tappel ich morgens in die Dusche und entdecke im Waschbecken ein Insekt, dass ich noch nie gesehen hatte. Dafür betrat sogar das Weibchen die Herrenabteilung der Campingdusche und staunte nicht schlecht über die Gottesanbeterin.

Neulich im Supermarkt waren die Schlangen so lange und die Selbst Scanner Kassen leer. Folglich ging s da weiter. Nun ist die Tatsache an sich kein Knaller, allerdings hat mich die Technik geschockt. Nach jedem Scan muss das Produkt in die Tüte gepackt werden, denn unter der gleicht eine Waage das Gewicht der Tüte mit dem Produkt ab und erlaubt erst nach dem Eintüten weiteres Scannen. Augen wie Bauklötze, abgesehen von allen erdenklichen Zahlungsmöglichkeiten. Sind die Kassen bei uns auch schon so weit ?

Vermutlich ist den meisten klar, dass Neuseeland im Grunde nur eine große Insel ist. Um genauer zu sein, gibt es keinen Ort von dem man nicht in 3 Stunden das Meer erreichen könnte. Und doch können ziemlich viele Kiwi nicht schwimmen. Im TV laufen Spots, die Eltern ans Herz legen, Ihren Sprößlingen das Paddeln beizubringen. Jedes Jahr saufen wohl einige mangels Fähigkeiten schlicht weg ab. Also ich trage noch immer ein großes ? im Gesicht !


Dazu passen auch die vielen lustigen Schilder und Warnungen hinsichtlich Alkohol. Da werden diverse Straßenzüge als Bannmeilen eingerichtet, auf denen der Verzehr oder Transport nicht erlaubt ist. Ausnahme ist der Weg vom Kofferraum zur Haustür. Sonst nix. Ohne Scheiß. Mir sind in Auckland bereits die Hinweise aufgefallen, aber das Schild in Rotorua hat den Vogel abgeschossen und stellt keine Ausnahme dar !

Bei Ausnahmen fällt mir die ausnahmslos schlechte Isoliering der Häuser ein. In einem Land, dass klimatisch doch recht kühle bis kalte Winter hat, ist es für mich unbegreiflich, dass es kein zentrales Heizungssystem gibt. Da werden Radiatoren gekauft und an die Steckdose angeschlossen. Die E-Kosten müssen immens sein, abgesehen vom Wirkungsgrad. Einfachverglasung, Null Isolierung und haareraufende Spaltmaße sorgen für kalte Räume, wie man sie sich nicht vorstellen kann. Selbst in Sebis Neubau hat man das nicht beachtet. Ganz abgesehen von älteren Gebäuden. In Greymouth kam ein Hostel nicht in Frage, weil es außer in der Küche überall wirklich eisig kalt war und der Atem sichtbar wurde. Also nennt mich verwöhnt, aber ich sitze definitiv nicht mit der Winterjacke auf dem Klo oder Dusche im Neoprenanzug.


Fazit
Neuseeland hat vieles zu bieten, vor allem Natur in den unterschiedlichsten Nuancen von Grün. Sobald die Sonne scheint, beginnen die Wiesen und Wälder zu leuchten und es wird gleich warm; was wohl auch mit an dem Ozonloch hängt.
Die von uns gewählte Jahreszeit hatte Vorteile, da wir nie anstehen mussten und fast immer alleine waren. Doch ist sie definitiv ungeeignet die viele wunderbaren Strände badend zu genießen. Neuseeland steht gemeinhin nicht für Strandurlaub, doch nach 3 Woche und ca 3.500km ist es Zeit, diese Einstellung zu revidieren. Die Buchten und Klippen sind wunderschön und dabei haben wir die Halbinsel "Coromandle" sowie die "bay of plenty" gar nicht gesehen.
Kiwi = Natur. Sei es die Küste oder aber die aktive Gegend um Rotorua; es ist definitiv eine Reise wert. Als Fortbewegung diente uns der Minicamper, weil der lustigerweise günstiger als ein kleines Auto war. Da das Essen selber angerichtet werden kann, ist der Urlaub neben einer gewissen Nähe zur Natur auch noch günstig. Campingplätze verlangen im Schnitt NZ$ 35 für 2 Personen, bei Jugendherbergen etwa 55. €/ NZ$ = 1/ 0,56.
Zum Thema Kosten sollte erwähnt werden, dass die meisten Attraktionen kein Geld kosten. Die Nationalparks sind frei, einzige Ausnahme Waiotaupo. Doch das ist jeden Pfennig wert. Darüber hinaus werden diverse Aktivitäten angeboten, die mitunter viel Geld kosten: Jetboat, Bungy, Skydive, Gletschertouren, Höhlenexpeditionen usw. Dies hängt wohl vom Geldbeutel der Reisenden ab. Doch läßt sich die Natur auch billiger betrachten, so z.B. mit einer Tagestour auf den Franz Josef Gletscher, statt mit dem Heli drüber fliegen.
Zu guter letzt kann ich jedem nur empfehlen, sich auf der anzumelden. Nicht nur, weil das günstiger als die oben erwähnten Möglichkeiten ist, sonder weil man auf diese Weise wirklich Kiwis besser kennenlernt und u.U. von dessen Wissen was mitnimmt. Durch unseren direkten Kontakt zu den Insulanern haben wir nicht nur nette Tipps erhalten, sondern auch die Konfrontation mit surrealen Fragestellungen erlebt. So wird hier die Erkundung von Europa, allen voran Deutschland, als eine Dauerbesichtigung von Kirchen interpretiert. In jedem Ort/ jeder Stadt dreht es sich meist um ein Gotteshaus. Ob wir denn nichts anderes in petto haben ? Mal ehrlich, der Mann hat recht. Nicht, daß es in D nur Kirchen und sonst nix gäbe, doch Touren drehen sich wirklich hauptsächlich um die christlichen Prunkbauten. Das muss einem einer am Ende der Welt sagen.
Einem anderen ist die dt Sprache ziemlich unverständlich. Nun ja, damit ist er nicht alleine. Schaut man mittags bei uns TV, teilen das Problem Mio Deutsche mit ihm. Vor allem der Satzbau hat es ihm angetan. So wird bei uns aufgrund der Anordnung der Wörter erst am Ende des Satzes klar, worauf er hinausläuft - das Verb kommt sehr oft zum Schluß. Kurz drüber nachdenken - Huch, schon wieder - es stimmt.
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Südinsel: Christchurch

Auf den Tag genau vor einem Monat begann das Abenteuer.
Und aufregend geht es weiter. Ein Blick aus dem Küchenfenster zeigt die Berge mit weißen Spitzen. Es hat also geschneit. Der Umweg über den Lewis Pass sollte uns eigentlich vor Schnee verschonen, da die Kiwi relativ schnell Kettenpflicht ausrufen und dann sind wir in den Arsch gekniffen.
Also los und hopp hopp, Rückgabe ist spätestens um 16:30 Uhr. Kaum haben wir den Pass erreicht, lassen erste kleine Schneereste am Straßenrand erahnen, was uns erwartet. Auch wenn die Strasse geräumt sind, so fahren wir ca eine Stunde durch eine Winterlandschaft und es ist richtig kalt. Die Wettervorhersage für Christchurch ist leider nur leicht besser: Regen, Regen und kalter Regen. Die Abgabe klappt und das backpacker Vagabond nimmt uns auf. Auch hier wirkt sich die wohlige Wärme positiv auf die Entscheidung aus. Unfaßbar, was wir da schon erlebt haben.
Das Wetter zeigt sich von seiner wirklich schlechtesten Seite. Kalter windiger Regen verleiden einem jedes Interesse an einer Freitagabendsause. So gibt es ein wenig Kultur mittles Video. "The world's fastest Indian" fehlt natürlich in keinem Kiwi Haushalt und wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte das sofort nachholen. Den 31. Tag verbringen wir auch weitestgehend im Haus. Es ist einfach scheiße draußen. Ein wenig umherwandern tun wir schon, aber von Christchurch sehen wir nicht viel. Das ist vielleicht einerseits sehr schade, andererseits ist die Vorfreude auf die Wärme in Bali gerade ungleich größer.



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Südinsel: Franz Josef

Die Nacht im Montrose Backpacker ist ein wenig laut, das Zimmer, Dusche, Klo und Küche sauber. Das erste Mal ist ein Haus auch richtig geheizt. Angenehme Wärme macht es richtig heimelig.
Für heute, Tag 29, steht die Besteigung des Gletschers auf dem Programm. Es gibt nur einen Anbieter vor Ort mit verschiedenen Touren, inkl. einer Heli Landung am Gletscher. Die Preise variieren stark, doch von Seiten der Backpacker kommt die eindeutige Empfehlung zur Tagestour. Hier wird man für NZ$ 160/ Pers. hoch ins blaue Eis geführt (Ausrüstung wird komplett gestellt, Essen und Trinken nicht). Nach der kurzen Bustour gilt es ein Geröllfeld zu durchqueren, den Gletscher bereits fest im Blick. Bei der Distanzschätzung täuscht der Tunnelblick durch die hohen Felswände, denn es sind fast 40min bis zum Eis, obwohl es eher nach zehn aussieht.
Mit einem Führer geht es hoch auf das ewige Eis - leider ist es nicht mehr ewig, die Zunge hat sich in den letzten 200 Jahren ca 4km zurückgezogen. Am Gletscher selber kraxelt die Gruppe mit Steigeisen über, unter und im Eis und es bleibt tatsächlich jemand in einer Spalte hängen. Also die Dame fiel nicht in die Spalte, sondern es ging darum, sich durchzuquetschen. Da das Eis aber auch schmilzt, flutschte sie nach ein paar Minuten lässig durch. Am beeindruckendsten von der Erfahrung ist das leuchtende Blau des Eises, an das die Sonne nicht herankommt. Fantastisch.
Nach sechs Stunden bei starkem Wind und dem ersten Schnee der Saison - war klar, oder ? - gibt man die Ausrüstung zurück und legt sich in die heißen Quellen am Ort. Wir leider nicht. Denn morgen ist Autorückgabe und zudem der Arthur s Pass nur mit Schneeketten befahrbar. Darum düsen wir gleich los, um in Greymouth zu schlafen. Das Ausweichmanöver zwingt uns den nördlicheren Lewis Pass zu wählen - Nr. 7.

In Greymouth schlafen wir in Noah s Arche. Eine kleine, saubere Villa mit Kaminöfen im Eßzimmer und Flur und einem Golden Retriever als Wache. Naja, soweit der irgendjemand anbellen würde, sobald er gekrabbelt wird. Dort arbeiten zwei "woofer", die als Reinigungspersonal umsonst wohnen und essen dürfen. Auf diese Weise bereisen sie etwas langfristiger das Land. Sicher aber auch günstiger als wir. Das Hostel ist zu empfehlen, schon alleine wegen der großen DVD Bibliothek. Sonst ist nämlich absolut nichts los im Ort.
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Südinsel: Greymouth, Pancake Felsen, Hokitika

Wie bereits gestern angedeutet, gibt es heute (28. Tag) Pfannkuchen zum Frühstück. Diese sind bei Licht noch viel beeindruckender. Der Name rührt daher, dass die einzelnen Felsplatten in Schichten wie Pfannkuchen gestapelt sind. Das ganze gibt es in brauner und schwarzer Ausführung.
Die unterspülten Felsen lassen die Flut in


Kratern nach oben ausbrechen, doch leider ist der Wellengang dafür nicht stark genug. Auf Bildern im Park bekommt man jedoch eine Vorstellung. Nach reichlich Video & Fotomaterial durstet es nach richtigem Essen. An der Küsten Richtung Norden finden wir in einer Kurve einen schönen Platz mit klasse Aussicht. Tisch und Stühle raus, Pfanne erhitzen, Rühreier. Bei dem Ausblick lässt es sich aushalten.


Was in diesem Abschnitt noch fehlt, ist der Truman Walk. Nein, das hat nichts mit dem Film tun. Dieser Pfad führt von der Küstenstraße durch Regenwald an einen verlassenen Strandabschnitt. Der grobe Vulkansand ist grau bis schwarz und leider voller Sandfliegen. Das hält uns jedoch nicht ab, über die Treppe runter zu gehen. Sehr schön und vor allem so einsam. Kaum haben wir den Rückweg angetreten, kommt uns eine komplette Schulklasse entgegen. Soviel zum Thema "allein".



In südlicher Fahrtrichtung folgt der Ort Hokitika - laut Führer das schönste Städtchen an der Westküste. Genauso wenig wie Greymouth groß ist, strahlt Hokitika irgendeinen architektonischen Reiz aus. Schon gar nicht das Denkmal für gestrandete Schiffe an der Flußmündung. Erneut beschleicht uns die Vermutung, dass sich der Verlag manchmal zu Orten irgendwas aus den Fingern saugt. Gleiches gilt für die alte Minenstadt Shantytown, unweit von Greymouth. Während fast alles in NZ gratis ist, wenn es um wirklich einzigartige Naturparks geht (Mauri, Pancakes, etc.), verlangt man für diese Pseudo Cowboy Kulisse NZ$ 27. Ohne uns. Auf dem Absatz kehrt gemacht und weiter. D.h. für heute Franz Josef, Ort am gleichnamigen Gletscher. Der Streckenabschnitt ist überraschend gerade und in weniger als 2Std erreichen wir das Bergdorf.
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Südinsel: Westport, Greymouth

Da es auch heute noch regnet, nutzen wir den 27. Tag für KM machen. Also auf nach Westport. Dort liegt ein Leuchtturm am Kap Foulwind. Ein Wanderweg führt in einer Stunde zu einer Robbenkolonie. Aufgrund des Wetters fällt das Laufen aus und das Auto bringt uns in die Tauranga Bucht. Dort ist ein Weg um eine


Klippe angelegt, der direkt über einem Felsen voller Robben zwei Aussichtsplattformen bereithält. Die Heuler sind ziemlich aktiv in den Fluten, oder aber ziemlich faul auf den Felsen. Sogar der Kindergarten ist klar zu erkennen. In sicherer Entfernung zu den Menschen unter einem großen Felsen geschützt vor den Wellen tummeln sich die Kleinen.
und von da nach Greymouth. Je weiter südlicher, desto besser wird das Wetter. Was für Europa logisch erscheint, ist hier eigentlich sonderbar. Uns ist s Wurst, dafür zeigt sich Westküste von Ihrer schönsten Seite. Die Landstraße führt in der Regel direkt an der Küste entlang. Die im Meer stehenden Felsen, Landzungen und die tollen Strände bieten eine herrliche Kulisse. Toll, und wir kommen gut voran.



Die Pancake Felsen liegen kurz vor Greymouth und gerade noch sehen wir den glutroten Sonnenuntergang am Aussichtspunkt. Das verheißt Gutes für morgen. Abgesehen davon sind die Pfannkuchen bei Tageslicht ein Muss.
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Südinsel: Picton und Nelson

Mit der Fähre setzen wir am Tag 25 über. Was bleibt uns auch anderes übrig, der Camper muß ja auf die Südinsel. Also


morgens aufstehen und um 7:00 am Pier anstellen. Die Tage in Wellington vergingen wie im Flug und zum Abschied geniessen wir ein weiteres Mal die schöne Bucht. Das Schiff ist ziemlich groß und braucht doch 3 Stunden bis nach Picton auf der Südinsel. Überbrückt wird die Fahrt durch einen Film mit "the rock", dem Ex Wrestlingstar. Naja, aber besser als rausgucken und sich die Felsen und Fjorde betrachten.

Sebi und Barbara fliegen parallel nach Nelson. Wir treffen uns in Havelock, nachdem wir den Queen Charlotte Dr entlang gefahren sind. Der ist der Schnellstraße nach Nelson in jedem Fall vorzuziehen. Schon nur die Governors Bay ist all das Gekurve wert.
Weiter auf der 6 liegt der Ort Rai Valley mit der Abzweigung nach Okiwi Bay. Wir wussten nicht, worauf wir uns einlassen. Kurven wie sie in der Schweiz nicht schärfer sein können. Doch die Fjorde sind toll. In einer Ecke ist ein Wanderweg zu einem Aussichtspunkt, an dem wir Meer oder weniger den Sonnenuntergang abwarten. Anschließend geht es weiter nach Nelson. Nach kurzer Suche finden wir auch ein total süßes Hostel bei einer Shell Tanke. Ein verschlungener Pfad führt zu einer alten Holzvilla hinauf. Sieht aus wie ein verwunschenes Hexenhäuschen, aber total nett. Leider ist eines der Doppelzimmer im Gartenhaus untergebracht. Wir entscheiden uns dafür. Dann wird halt nachts in die Rabatte geschifft,hehe.


Tag 26 weckt uns mit Regen. Toll, sollte heute doch Abel Tasman dran sein. Auch die Vorhersage für die nächsten Tage verheißt nichts Gutes. Aber am Franz Josef Gletscher soll die Sonne scheinen.
Den heutigen Tag verbringen wir mit Sebi und Barbara und bleiben noch eine weitere Nacht in der in der Jugendherberge. Die beiden müssen jedoch wieder zurück nach Wellington; der Flug dauert keine 30 Min, derweil prüfen wir die Möglichkeiten der kommenden Tage. Die Variable ist einfach das Wetter.
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Nordinsel: Wellington und der Süden

Nach exakt drei Wochen wachen wir wie immer früh am Campingplatz auf, doch die anfänglichen Sonnenstrahlen täuschen. Es ist diesig und wir überdenken die Route.


Eigentlich wollten wir nach Masterton fahren und uns die Weingegend ansehen. Doch im Regen ist das nicht so toll.
Also fahren wir Richtung Wellington auf dem1er und machen 2x Halt. Zum einen in Otaki. Dort steht die älteste Kirche Neuseelands und es hat einen Strand, der mich an die Nordsee mit Ihren Dünen erinnert. Die Inneneinrichtung der besagten Kirche ist mal ganz anders. Hier sieht man selbst bei den Christen den Einfluss der Mauri.
Der zweite Halt ist im Renterstädtchen Waikanae. Hier sehen wir Boule spielende Renter und generell viele alte Leute. Laut Reiseführer ist das auch eher ein Ort für den Alterswohnsitz. Umso überraschter sind wir über ein Neubaugebiet, an dem wir zufällig vorbei kommen. Dort steht ein architektonisch ultra-modernes Haus als Muster. Kaum gucken wir interessiert, kommt auch schon ein älterer, enthusiastischer Verkäufer angeschlurft und stellt uns bereitwillig alle Details dieses umweltfreundlichen Wunderhauses vor. Alles wirklich beeindruckend und vom Design her ein Knaller. Das Ganze für 1 Mio, das sind knapp 560 T€ inkl Grund. Ok, nicht wirklich zentral, weil 1 Std von Wellington entfernt, doch trotzdem ziemlich günstig. All die Umwelttricks habe ich mir versucht zu merken. Man kann ja nie wissen !

Nun aber direkt nach Wellington. Das Wetter wird zunehmend schlechter und schließlich mal wieder richtig schiet bis wir ankommen. Sebi und Barbara wohnen ziemlich zentral gegenüber dem Te Papa Museum, mehr oder weniger direkt am Hafen. Tolle Aussicht und alles in der Nähe. Bis Sonntag bleiben wir hier. Auch Wellington entpuppt sich als eine sehr schnuckelige Stadt, die ähnlich wie Auckland viele kleine Holzhäuser und enge, kurvige Hangstraßen bietet. Der Geschäftsteil der Stadt protzt mit Hochhäusern, die Hongkong-gleich


die Hafenrundung bevölkern. Bei Tag und bei Nacht eine beeindruckende Kulisse. Der Stadtstrand ist zu Fuß auch nur 20min weg und es sind sogar Kiwis im Wasser. Überhaupt deren Temperaturempfinden ist wirklich erwähnenswert. Egal wie zapfig, beinfrei geht immer. Auch wenn man eine Wollmütze und nen Parka oben trägt. Das sieht mitunter sehr seltsam und lustig aus.

Wir tauchen hier ein wenig ins normale Leben ab und schauen uns nebenher die Stadt an. Das Museum ist gratis und gut für einen langen Nachmittag. Ein wenig Geschichte und viel Natur. Bilder und Kunststücke sind nebensächlich - ein Glück. Mir hat es der riesige Tintenfisch angetan. Ein Monster aus der Tiefe und 4m groß. Der liegt in Formaldehyde (schreibt man das so?) für die Ewigkeit konserviert. Aber den Fang haben sie auf Video festgehalten. Kino testen wir auch, "Iron man 2". Solides Popcorn Kino, aber die Handlung ist ein wenig dünn im Vergleich zum ersten Teil.
Durch die Fjorde ist Wellington ziemlich verwinkelt, doch bietet es dadurch viele Seiten. Vor allem die


Ecke hinter dem Flughafen ist wunderschön. Kleine süße Häuser an Hängen oder direkt am Meer und das Ufer abwechselnd dunkle Felsen oder Strand. Da kommt sofort Strand/ Urlaubsgefühl auf. Ja, ich bin im Urlaub, denke aber daran wie es wäre hier zu wohnen. Bis auf heiße Weihnachten bietet NZ ja eigentlich alles wie zu Hause. Nur die Leute - auch an der Arbeit - sind soviel entspannter ! Die Südinsel sorgt dann für den Ausgleich im Winter, mit all den Gletschern und Skigebieten. Folglich alles da, was ich bräuchte. Laut Sebi ist in Wellington sogar eine große Filmindustrie und die Stadt trägt den Beinamen Welliwood. Hm !?

Position:Cable St,Wellington,Neuseeland

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Nordinsel: Zentrum (Waitomo Caves, Rotorua, Taupo)


Hamilton ist die 5. größte Stadt mit 120.000 Einwohnern. Das merkt man auch gleich beim Reinfahren. Bekannte Restaurantketten, Autohändler und Supermärkte. Da wir um 19:00 Uhr mit Jonathan, einem Studenten, verabredet sind (CS), schauen wir im Zentrum der Stadt vorbei. Danach folgen wir seiner Wegbeschreibung. Ein wenig auswärts fahren wir an langen Koppeln vorbei. Hier und da ein Haus. Als wir in die Einfahrt einbiegen, liegt ein langer Schotterweg vor uns, bis wir vor einem Eisentor mit Mauerpfeilern stehen bleiben. Ein Blick auf die Beschreibung; hm, stimmt, also klingel ich. Prompt öffnet sich die Pforte und wir fahren eine Allee zum Haupthaus entlang.
Wer auch immer "Denver Clan" gesehen hat, weiß wo wir waren. Jonathan entpuppte sich als Studi, der nach einem London Aufenthalt wieder bei seinen Eltern wohnt. Gemeinsam gab es Lamm zum Abendessen und wir fühlten und ein wenig dämlich mit einem 6er Pack Dosenbier und Kartoffelchips. Eigentlich habe ich eine Studi WG erwartet.
Mit vielen Tipps fand ich mich um 21 Uhr auf einem Tennisplatz wieder und drosch nach zwanzig Jahren wieder die Filzkugel über s Netz. Kein Eigenlob, doch das ging recht gut. Zum Glück war Jo wohl aus der Übung. Der Abend klang bei Bier aus und wir zogen uns in unseren Flügel zurück. Bad und Dusche hatten wir für uns. Sicher ist das atypisch CS, aber dennoch total nett.


Den 17. begehen wir wie immer ziemlich früh. Der Vater hat schon ein wenig Frühstück vorbereitet, während Jo zum Rudern los ist. Nach Kiwis im Überfluß düsen wir los und erblicken die Ländereien bei Tageslicht erst richtig. Wow.






Kurz nach der Kreuzung zu den Waitomo Caves (Glühwürmchen Höhlen), liegt auch schon der Anbieter "blackwater". Eine Empfehlung von Jo. Die machen just eine Gruppe fertig. NZ$ 135 für 5 Std, inkl. Abseilen, Glühen, Reifenrafting und Klettern. Das klingt fair, wenn auch nach einem Nebensaison Angebot. Wir haben ein Prospekt, da kostet nur das Reifenrafting soviel.
Die Tour ist naß und kalt. Die Wassertemperatur beträgt schlappe 14 Grad und zerrt zum Ende hin ziemlich an der Motivation. Die 27m Abseilen am Anfang sind wirklich eine lockere Übung, die Würmchen und Ihr Lebensraum faszinierend, wenn das Zähneklappern nicht wäre. Leider ist Niedrigwasser und das Rafting ist mäßig. Die Kletterei aus der Höhle ist nicht so schwer wie gedacht, aber mit Sicherung läßt sich ja leicht reden. Das Beste an der Sache war der Führer Brendon und seine Witze über Amerikaner. Herrlich. Laut seiner Aussage stellt niemand Fragen wie die. Kostprobe gefällig (die Fragen kommen wohl regelmäßig) ?
"Wieviel % der Höhlen befinden sich denn unter der Erde ?"
"Wenn wir raften, schwimmen wir im Kreis und kommen wieder an der Einstiegsstelle heraus, oder ?" - Disneyland, klarer Fall :)

Nachdem wir aufgewärmt sind, läuft die Heizung im Mitsubitschbatsch trotzdem volles Programm, genau wie der Motor. Rotorua wollen wir noch erreichen. Das Thermalmekka von Kiwi wartet auf uns. Und Sebi, der ist auch auf dem Weg. Der Campingplatz kostet NZ$ 20/ Per, was ziemlich viel ist dafür bietet er dann aber eigene Thermalquellen; ok, nun nicht wirklich der Hammer in Rotorua.
Nach dem Abendbrot fahren wir kurz in die Stadt, um mal wieder zu bloggen. Bei der Fenster-Version dauert das natürlich wieder ewig. Klar, oder. Dafür gibt es gratis Live-Gesang und der eine Mauri kann wirlich gut Karaoke.


Heute, am 16.05 (18. Tag), haben wir uns mit Sebi in Waiotaupo verabredet. Vorher laufen wir wie empfohlen einfach durch Rotorua. Die leben da in einer aktiven Vulkangegend und es zischt und brodelt wirklich überall. Zwischen, unter, neben Häusern steigt Wasserdampf auf. Die Erde an sich ist richtig warm. Logischerweise ist das Wasser kochend heiß. Nachteil dieser Gratisheizung - Schwefelgeruch. Es muffelt überall leicht nach faulen Eiern. Als wir einen Platz passieren, der nach einer Mauri Stätte aussieht, kommt ein Wächter und verlangt im ersten Schritt NZ$ 20 von uns. Dann halbiert er.





Wir verlieren sofort das Interesse an der Kirche und deren Vorplatz und trollen uns.
Etwa 20min südlich liegt das thermale Wunderland Waiotaupo. Dieser von Kratern durchzogene Park ist ziemlich aktiv. Zum Themen Zischen legt er die Latte gleich mal höher. Beeindruckend sind hier die bunten Farben des Gesteins: leuchtend Gelb (Schwefel) oder knall Orange (Antimonsulfide) z.B. Die lange Runde dauert etwa 90min und am Ende liegt ein Kratersee, der aussieht wie eine Riesensuppe Mountain Dew. So richtig quietsch-grün.

Am Restaurant an der Hauptstraße gesellt sich Sebi zu uns. Meine Herren, das letzte Mal als wir uns gesehen hatten, war etwa vor einem Jahr am Münchner Flughafen. Die nächsten Tage reisen wir nun gemeinsam. Er und ich sind alte Reisehasen. Das ist mittlerweile das siebte Land, in dem wir gemeinsam was unternehmen. Zuerst steuern wir denn die mudpools an. Leider hatte es während des Essen geregnet und so konnte noch nicht alles Wasser versickern. Am Rand konnte man aber deutlich die kleinen Schlammblasen beobachten. Die heißen Wasserfälle - ein Tipp eines Kiwi - fanden wir nicht. Wir wähnten uns auf dem richtigen Weg, stolperten aber über verwesten Tiere. Unzählige Knochen und die Reste von Kadavern lagen am Waldrand eines Weges. Naja, auch ein heißer Fund, wenn auch anders.






Die Badeecke nach dem Wunderland finden wir sofort. Ab in die Badehose und rein ins Vergnügen. Eine heiße Quelle fließt in den normalen Fluß. Je näher man gen Quelle geht, desto heißer wird ist. Lustigerweise nur an der Oberfläche. Durch Schaufeln kann man von unten kaltes Wasser nach oben bringen. Die Partikelchen sind Baumrinde und anderer Dreck, der sich dann meist in der Badehose wiederfindet. Mein Betteln und Flehen um eine Dusche fand kein Erbarmen, wir campen wild. Ferkel, pfff :)
Taupo wird abends noch unsicher gemacht. Was heißt, das wir in einer leeren Kneipe sitzen und uns nett unterhalten.


Die Nacht ist sehr frisch, zumal unser Heizlüfter nicht mehr geht. Auf dem verlassenen Parkplatz in der Nähe der Huka Wasserfälle schmieren wir am Tag 19 gemeinsam Honig/ Marmeladen/ Nutellabrote. Zu den Fällen ist es nur ein Katzensprung. Der Wasserstand ist ziemlich niedrig und daher ist der Kanal nicht voll gefüllt. Man muss wissen, dass sich das Wasser aus dem Taupo See durch ein felsiges Nadelohr presst, an dessen Ende besagte Fälle sind. Hier rauschen pro Minute 5 Olmypiapools aus 10m in das Becken. Die in Kiwi erfundenen Jetboote fahren ganz an den Wasserfall heran. Allerdings kosten 30Min NZ$ 90 und bei Morgennebel auch nicht wirklich toll.
Ein Spektakel ist jedoch die Öffnung der Schleusen weiter flussabwärts. Dreimal täglich wird hier Wasser ins nächste Flußbett gelassen. Faszinierend, wie sich die Wassermassen langsam die Schlucht hinunter drücken. Während oben bereits reißende Gischt entsteht, ruht das Flußbett weiter unten vollkommen. Für kurze Zeit erwägen wir einen Heliflug, doch die NZ$ 99 sind nur für die 10Min Runde. Die Mittagspause legen wir panoramaoptimiert direkt am Taupo See ein. Auf einerakrbank brutzeln wir Nudeln a la Arabita, bevor wir noch ein wenig in der Sonne liegen. Entlang der Ostküste führt der Motorway nach Süden und wir suchen den empfohlenen Felsvorsprung. Wie beschrieben werden wir auch fündig, doch der niedrige Wasserstand macht es unmöglich oder zumindest gefährlich. Mach reichlicher Überlegung bleiben wir trocken. Schade !

In Turangi kehren wir bei Johanna ein, einer Freundin von Sebastian. Sie ist voll im CS Fieber und hatte kürzlich bei einem Kiwi Treffen 80 Leute zu Gast. Sehr witzig, vor allem wenn man weiß, dass Sie 65 ist ! Voll die coole Oma mit 2 süßen Hunden. Bei Kaminfeuer - das scheint hier irgendwie Standard zu sein - und Kürgissuppe quatschen wir noch ein wenig und gehen früh schlafen. Morgen steht ja die Überquerung des Tongario an.








Hui ui huiuiui, heute für Tag 20 steht der Mt Dume (Herr der Ringe) auf dem Programm. Wie die Gefährten, Frodo und Sam kraxeln wir gut 700 Höhenmeter auf dem Rücken des Vulkans. Am Parkplatz brechen wir gegen 6:45 Uhr auf und erreichen den Gipfel um 11:00. Die Sonne blieb uns während des Aufstiegs treu, versteckte sich nun aber zunehmends hinter Wolken. Die Rückseite wollten wir eh nicht laufen und so kehren wir um. Auf dem Weg nach unten bekommt man einen anderen Blick und die Eindrücke dieser unwirtlichen Gegend verstärken sich noch. Graues, schwarzes, rotes Lavagestein wechseln sich mit schroffen Felsen und großen Ebenen ab. Ab und an zischt es auch noch gehörig. Sehr beruhigend, dass der Vulkan im letzten Jhr dreimal ausgebrochen ist, das letzte Mal '75. Da in Europa noch immer Island für viel Asche sorgt und Griechenland davon nicht genug kriegen kann, steht hier auch ein Schild mit Handlungsanweisungen für den Ausbruch. Kurzum: Renne um Dein Leben. Danke, den Tipp habe ich wirklich gebraucht.
Nach 2/3 des Rückwegs beginnt es zu regnen und wir sind echt froh, oben nicht noch ein wenig rumgestöbert zu haben. Verwundert sind wir über all die Leute, die uns hier unten noch entgegen kommen. Es ist 13:00 Uhr und der Gipfel gut und gerne 3 Stunden entfernt. Aber vielleicht haben die auch Taschenlampen dabei !?





Johanna ist ziemlich überrascht uns schon zu sehen. Das Wetter in Turangi ist gut und sie spielt mit den Hunden draußen im Garten. Nach einer Dusche führt Sebi die Kolonne nach Bulls an. Zu einer Döner Bude. Jaja, aber der Döner ist wirklich lecker. Allerdings zieht sich der Weg dahin. Wir brauchen drei Std. Hier heißt es vorerst "bye bye Sebi", weil wir nach Palmerston North weiterfahren, während er nach Wellington düst. Übermorgen sind wir auch dort. Vorher wollen wir aber noch ein wenig den Süden angucken.
Für die Nacht steuern wir einen Campingplatz an und verkrümeln wir uns in den Wagen und verdauen noch den Döner bis zum Einschlafen.

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Nordinsel: Northland

Auf dem Motorway No 1 fahren wir gen Norden. Anfangs ähnelte der einer dt. Autobahn, doch kaum sind wir über die Brücke, wir bei jeder Abfahrt eine Spur abgezwackt bis wir einspurig sind. Unser Tagesziel ist Whangarei. Doch in der Zwischenzeit wollen wir die Gegend genießen. Als es Maut kosten soll, fahren wir auf die Umleitung über Orewa und gelangen zufällig an die Whangaparaoa bay. Der langgezogene Sandstrand scheint ein Kite Surfer Paradies zu sein. Die Sonne scheint, doch weht eine steife Brise - wie ich als alter Fulderaner zu sagen pflege.


Kaum fahren wir ein paar Kilometer weiter, beginnt es zu regnen. Teilweise richtig heftig. Daher sehen wir Whangarei auch nur im Nassen. Zumindest hört es zeitweilig auf, als wir auf den Berg am Hafen fahren, der eine schöne Aussicht bieten soll. Also der Blick auf die Stadt ist dürftig, blickt man doch auf das Industrieviertel. Die Bucht sieht ganz nett aus, soweit das eben bei dem Wetter geht. Wieder im Hafen, stellen wir fest, dass stadT gegen 17 Uhr wirklich die Bordsteine hochklappt. Wir bummeln durch die Fußgängerzone und fast alle Läden haben zu. Das Esquire Cafe hat nich auf und überbrückt die Stunde bis zu unserem Couchsurfer Brendon. Die Cafe Kette gibt es in jeder großen Stadt und mit einer Bestellung gibt es gleich einen Internetgutschein dazu. Dafür kostet ein Kakao auch NZ$ 4,90.
Brendon wohnt in einem Holzhaus, wie es auch in USA stehen könnte. Sogar der Schnitt innen ist identisch. Das gemeinsame Abendessen nehmen wir in der Stadt ein. Da hat doch sogar was auf. Bei einem oder mehreren Gläsern Wein klingt der Abend aus.


Tag 13 / 11.05
Als erste Aufgabe steht Einkaufen an. Es gibt ein wenig Diskussion, was in die Tüte soll. Da der Kühlschrank und anderer Platz begrenzt ist, ergibt sich das meiste von alleine. Das Frühstück besteht aus einem Muffin für jeden. Das muß besser werden :) Auf dem Weg nach Tutukaka ( ja, die Ortsnamen sind wirklich der Knaller) halten wir kurz bei den Whangarei Falls. Ich schätze mal 15m hoch. Leider beginnt es auf dem Weg nach unten zu regnen - zumindest haben wir ein wenig Bewegung.
Der Regen begleitet uns leider weiter auf der Fahrt und die kleinen Städte an der Küste lassen nur erahnen, wie es hier wohl im Sommer aussieht. Die Küste ist sensationell. Begrünt bis ans Meer, dann die Übergänge zum Sandstrand. Toll. Irgendwo brutzeln wir quer unter einem Baum geparkt unsere Dosenravioli und bemerken, dass genau gegenüber die Bullerei Station liegt.



Die von Brendon empfohlene "Whale Bay" bei Matapouri hat nicht umsonst den Titel als eine der besten Strände Neuseelands bekommen. Von der Straße führt ein schmaler Weg durch dschungelartig begrünte Hänge zu einer kleinen, verschlafenen Bucht. Der Blick geht entweder raus auf s Meer oder auf die schwarzen Felsen der Nachbarbucht.

Die "bay of plenty" bei Paihia erreichen wir wenig später. Leider bleibt uns der Regen treu und wir disponieren um. Wenn schon unwirtlich, dann doch ans "cap reinga"; der nördliche Zipfel der Nordinsel samt Leuchtturm.
Bevor wir wieder vom 10er auf die Nr. 1 abbiegen, wird der Wagen getankt. Wir düsen in der Dunkelheit gen Kap, mit Böen, die den Wagen teilweise einen Meter versetzen. Aufregend. Kurz nach Waitiki Landing finden wir eine Einfahrt zum Parken und Pennen. Die camping-erfahrene Mitreisende hat auf einmal Angst vor Mördern, Kühen und der absoluten Dunkelheit. Dafür leuchten die Sterne so hell, es ist die wahre Pracht. Die Milchstrasse ist mit bloßem Auge zu erkennen.


Wir haben gerade die Augen zum Tag 14 geöffnet, da kommt auch schon ein Ranger und ermahnt uns. So wild dürften wir dann doch nicht campen. Aha, ich spare mir die Frage nach dem Gradmesser für wild.
Das Kap empfängt uns stürmisch und einsam. Neben uns ist nur ein anderer Wagen dort und endlich lacht auch mal die Sonne vom Himmel. Die Stimmung paßt hierher. Sturmwind, hohe Brecher und ein auf einem Felsen thronender Leuchtturm. Die Fahrt hat sich gelohnt. Jetzt geht es dengleichen Weg wieder zurück. Überraschend stellen wir fest, daß an der "Tapotupotu bay" ein Campingplatz direkt am Meer gewesen wäre; sogar für lau. Mmh.


Der Abstecher zu "Rarawa Beach" ist ok, allerdings kann ich nicht so ganz die Begeisterung für den Sand des Reiseführers teilen. Hingegen löst der verbotene Abstecher auf den "90mi Beach" wahre Glücksmomente aus. Es gibt 2-3 Stellen, wo man offiziell mit einem Allrad auf dem Strand entlangdüsen darf. Unser Mitsubishi schafft das auch mit Heckantrieb, und so Brettern wir mit 120km/h über den nassen Sand und manchmal auch durch s Wasser gen Süden, hihi. Kaum ist das abgehakt, wird es wieder nass von oben. Das bleibt quasi auf der ganzen Strecke von Kaitaia bis Rawena so. Doch auch im Regen sind die Serpentinen auf diesem Abschnitt des Motorway 1 beeindruckend. Schlimmer als an einem Alpenpass und dabei begrünt, als wäre man in einem Tarzanfilm gelandet.
Die Fähre bei Rawena zu nehmen ist schneller als außen herum nach Opononi zu fahren. Auf dem Schiff sehen wir gar nichts mehr. Im Ort drüben angekommen, plagt mich der Hunger. Ein "take Away" direkt im Hafen gehört mir. Wenn die Kiwis alle nur dort essen würden, könnten sie den Amis Konkurrenz machen. Nur fettige Speisen, aber sie schmecken. Die Dinger gibt es in jedem Kaff. Nach der kleinen Pause kommt die Sonne ein wenig durch. Das Wechselhafte bleibt uns bis Opononi erhalten. Dort gibt es eine riesige Sanddüne und schöne Küstenabschnitte. Nur im Regen ist das nicht so toll. Am Hafen setzen wir uns in eine Kneipe vor den Kamin und wärmen uns. Danach fahren wir zu Chris & Liz, die uns netterweise Ihre Couch überlassen. In totaler Dunkelheit fahren wir auf unbefestigter Strasse den Ort Waiotemarama ab. Das Haus liegt wunderschön in einer Senke und man ahnt von draußen nicht, welch Schatz sich darin verbirgt. Die beiden haben aus einem alten Holzhaus eine kleine Villa gebaut - mit 2 Terassen, einer rustikalen Küche und schnuckeligem Bad inkl freistehender Wanne. Wir bekommen ein Extrazimmer mit NZ Kissen und sitzen abends am Kamin mit Chris und plaudern. Chris erzählt vom Hausbau und seinen Weltreisen - ja, Mehrzahl, seufz.


Der 15. Tag bricht mit Sonnenschein an und soll so bis Abends bleiben. Wir holen unser Frühstück aus dem Wagen. Endlich mal wieder im Sitzen essen. Beim Camping haben wir bis jetzt aus der Heckklappe heraus im Stehen gespeist.
Unser Tagesziel ist der "Waipaua Forest" mit den riesigen Kauri Bäumen. Diese Bäume wachsen teilweise über 100m und sind bis zu 1500 Jahre alt. Die verschiedenen Wanderungen dauern ca 1,5 Std und führen uns zu verschiedenen Höhepunkten.
Es ist auf jeden Fall empfehlenswert nicht nur den größten Kauri anzusehen. Der steht keine 3 min von der Strasse. Ein wenig weiter auf Nr. 12 gibt es einen weiteren Parkplatz.


Hier läuft man durch einen herrlichen Wald und findet ausgewiesen die anderen Baum celebritiies wie "die 4 Schwestern". Weiter geht es zur Düne. Die wollen wir auch mal in besserem Licht sehen. Und siehe da, hervorragend. Der Ort Opononi wurde uns von jedem Kiwi ans Herz gelegt. Dort kann man Segeln, Dünenrutschen und baden. Leider war es schon ein wenig frisch, aber Ort steht noch in kaum einem Buch, ist demnach ein wenig verschlafen. Absolut empfehlenswert. Zumal auch Wanderer auf Ihre Kosten kommen. Es gibt ausgewiesene Strecken.
Wir beschließen die "poor Knights" nicht zu tauchen. Erstens kostet das NZ$ 225 und dann in voller Kalttauchmontur. Das Geld sparen wir uns für Tauchen in Bali oder später in Port Douglas in Aussie. Stattdessen verabschieden wir uns von Chris und Düsen gen Süden. Auf dem 12er über Dargaville nach Sandspit. Die Route ist schnell und die Strasse ungewöhnlich gerade. Da kann ich s auch mal laufen lassen. Generell kommt die Schönheit von NZ erst mit ein wenig Licht. Dieses Grün ist unbeschreiblich. Vermutlich haben wir zig Fotos mit grünen Hügeln und saftigen Wiesen bis wir heimkommen. Man fühlt sich im Auenland, auch wenn ich nie Fan der Triologie war. Ein kleiner Tipp:


Kurz nachdem Waipaua Forest geht rechts ein Feldweg weg - "Maunganui Bluff". Wer auch immer hier ist, muß da runter. Es dauert ca 15 min bis an den Strand, aber dann...wer kennt die Szene mit Vater und Tochter am Strand, wartend auf die Welle, aus "Deep Impact"? Ein paar wenige Strandhäuser mit hölzernen Geländern an der Treppe über die Dünen zum Strand hinunter. Und ein breiter, einsamer Sandstrand soweit das Auge reicht. Wie aus dem Bilderbuch.
Hier wird es bereits gegen 17:30 dunkel und so erreichen wir unseren Zeltplatz in Sandspit in schwarzer Finsternis. Auch hier ist der Sternenhimmel noch deutlich erkennbar, wenn auch nicht ganz so schön wie am Kap. Das verheißt Gutes für morgen.


Die Nacht ist klamm und kühl. Unser Heizer kommt zum Einsatz, da wir den Hippie Camper das erste Mal an den Strom anschließen. Den 16. Tag beginnen wir mit einem Frühstück vor dem Bus. In der Sonne. Ich tippe gerade den Text in Shorts.
Es ist also schon morgens sehr warm. Ein kurzer Abstecher an die Bucht und dann wieder auf die Autobahn nach Auckland. Dort bummeln wir nochmal durch die Häuserschluchten und fahren nachmittags weiter nach Hamilton.
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Nordinsel: Hauptstadt Auckland

Tag10 bzw 11 (wir sind über die Datumsgrenze geflogen): Am Flughafen angekommen, erhalten wir eine Spezialbehandlung. Die Wanderschuhe meiner Reisebegleitung mussten inspiziert werden. Die Kiwis schützen Ihre einzigartige Flora und Fauna durch restriktive Einfuhrkontrollen. Verständlich, gleichzeitig jedoch


auch ein wenig seltsam. Zoll und Einreise verlaufe tadellos, leider nicht die erste couchsurfing Erfahrung. Tom kann erst abends zu Hause sein, nur wissen wir nicht wohin mit dem ganzen Geraffel. Also Queensstreet Backpacker im Zentrum für NZD 65. Das Hostel liegt zentral, ist sauber und das Personal echt freundlich. Wir können sofort ins Zimmer.
Auckland zeigt sich von seiner schönsten Seite, auch das Wetter spielt mit. Leicht bewölkt bei ca 16'. Schon auf der Busfahrt vom Flughafen spürt man eine Mischung aus San Francisco wegen der Hügel und des Klimas, als auch Venice wegen der kleinen süssen Häuser. Am Hafen nehmen wir ein Touri Paket und tappen sogleich in die erste Falle. Es sei uns verziehen, aber nach 3,5 Std Schlaf und Kopfschmerzen funktionieren wir beide noch nicht so richtig. Die Fähre nach Devenport ist eine gute Idee, die



Touribusfahrt nur in Maßen. Der Ort ist wunderhübsch, die kleinen Häuserlein einfach total wohnlich. Hier würde ich wirklich sofort bleiben. Aber NZ$ 20/ Pers für die Bustour ist Nepp, auch wenn der Fahrer wirklich nett ist. So wie eigentlich jeder hier. Die Kiwis werden ihrem Ruf gerecht !
Um Auckland sind neun Vulkane verstreut und zwei davon sind in Devenport. Von hier aus kann man einerseits die Innenstadt von AKL, sowie die Inseln der Bucht sehen. Die eine oder andere Marina läßt erahnen, weshalb man auch "Stadt der Segel" sagt.

Zurück im Hostel genehmigen wir uns ein Nickerchen, bevor es zum Abendessen geht. Die kurze Internetsession beendet dann den Tag und wir bereiten die weitere Reise vor.

Den Morgen des Tages Nr. 12 verbringe ich auf der Vermietstation von Apollo. Hier haben wir einen Minicamper gebucht. Neben der Einführung aller Details am Fahrzeug, vergeht auch einige Zeit für den Vertrag. Kurzum, ich würde niemandem empfehlen, diesen Autovermieter zu nutzen. Die versteckten Kosten und die Dreistigkeit sind einfach eine Frechheit. Zum Einen wird die Mietkaution iHv NZ$ 2500 nicht auf der Kreditkarte reserviert - wie das eigentlich üblich ist - sondern gebucht. Bei Rückgabe wird dann zurück gebucht. So entstehen Währungsverluste und Gebühren für die Auslandsnutzung. Desweiteren erlaubt sich Apollo dafür auch noch eine 2% Gebühr zu erheben, weil man ja eine Kreditkarte nutzt. Zu guter letzt versucht der Typ mir dann noch eine Zusatzversicherung aufzuschwatzen, die die Kaution auf NZ$ 100 reduziert, aber NZ$ 20 am Tag kostet. Nach seiner Rechnung kommt das kostenmäßig auf dasselbe heraus wie die ganzen Gebühren, doch der Versicherungsschutz ist besser.






Den Camper nehme ich trotzdem, die Storno war zu hoch. Im Hostel wurde Escape beworben und jetzt verstehe ich auch, was die mit "keine versteckten Kosten" im Prospekt meinten. Ein Anruf dort bestätigt mir das. Die Gesamtkosten sind zwar bei Apollo nicht höher (Schätzung), doch enttäuscht so ein Geschäftsgebaren.

Den Weg zurück in die Innenstadt finde ich überraschend schnell und wir beladen das kleine Autochen. Raus aus der schönen Stadt, die uns mit blauem Himmel Sonnenschein verabschiedet. Als wir über dem Motorway 1 die Harbor Bridge nehmen, wird ersichtlich wieso Auckland den Namen "Stadt der Segel" trägt. Östlich der Brücke sehen wir einen riesigen Yachthafen und im Hintergrund die Skyline der Stadt. Ein Foto ist nicht drin, halten auf der Brücke ist nicht. Vielleicht schauen wir in Auckland auf der Rückfahrt nochmal vorbei.



Position:Customs St E,Auckland City,Neuseeland

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Zurück auf Rarotonga für zwei Nächte



Am Flughafen in Rarotonga warten wir vergebens auf den Bus vom Hostel. Erst nach einem weiteren Anruf kommt man uns abholen. Sollte das ein Omen sein ?
Auf der Terasse begrüßen uns einige kartenspielenden Rucksackreisende und beäugen uns ein wenig skeptisch.
Das legt sich aber schnell, als wir unsere Sachen im Zimmer abgestellt und uns dazugesellen. Das scheint eine nette kleine Gemeinschaft zu sein, die gemeinsam zu Abend ißt, feiert und spielt. Neben Kanadier, Franzosen und Engländer sind die Deutschen natürlich in der Überzahl. Wir feiern nicht zu lange, schließlich stehen morgen Tauchgänge an. Das frühe Aufstehen scheint ein permanenter Begleiter zu werden.
Ohne Wecker schlafe ich natürlich zu lange. Sonst wache ich um 6 Uhr auf und kann nicht wieder einschlafen, heute döse ich bis 7:30 durch. D.h. in einer halben Std werden wir abgeholt.




So beginnt Tag 9 etwas hektisch. Der Supermarkt um die Ecke hat noch geschlossen, doch die Hausherrin des international backpacker hat ein Herz und gibt uns Toast und Milch. Tom von Pacific Divers fährt uns zur Station, wo es eine kurze Einführung gibt. Die Ausrüstung ist komplett vorbereitet und aufgebaut. Auch vorgeprüft. Im Hafen steigen wir um ins Boot und fahren lediglich 2 min raus. Kurz hinter dem Riff liegt der erste Tauchplatz. Tangaroa Rocks. Da es nur bei diesem bleibt, fehlt uns der Vergleich. Allerdings ist fest zu halten, dass das Wasser unglaublich blau und gleichzeitig unfassbar klar ist. Die Sicht unter Wasser beträgt leicht 20m plus und so erkennen wir relativ schnell den Riffhai, der uns umkreist. Nein, auf sicherem Abstand. Ansonsten gibt es nichts besonderes zu sehen, nur eben alles so scharf. Der Korallengarten erstreckt sich soweit das Auge reicht und ist sogar ein ganz klein wenig farbig. Den zweiten Tauchgang lassen wir aus, da unser Flug in weniger als 17 Std geht.

Zurück im Hostel gesellen wir uns zu den anderen.


Für den Abend ist Party angesagt. Die Bar hat uns auch die Tauchlehrerin empfohlen. Während die anderen Mittag essen, trollen wir uns zum Strand. Es ist ein abgelegener, ruhiger Strandabschnitt und ich kann verstehen, wieso einige Rucksacker zwei Wochen bleiben. Das Hostel liegt keine 5 min vom Strand in der Nähe von einem kleinen Cafe, einem Supermarkt und einer Bushaltestelle. Auch ein Rollervermieter ist in Laufdistanz.
Die Dämmerung bricht heran und wir essen im Cafe an der Hauptstraße. Lecker, aber mich wundert nicht das Übergewicht fast aller Einheimischen bei der Menüauswahl.
Mit der heiß ersehnten Dusche machen wir uns ausgehfertig. Was bei mir keinen anderen Kleidungsstil bedeutet. Die Damen im Hostel tragen aber ausnahmslos Sommerkleider. Nett. Zum Hostel selber kann ich nur nettes sagen. Sauber, das Niveau aber schon sehr sehr einfach. Abstoßend finde ich einzig den Geruch, der aus dem Zimmer der Eigentümer wabert. Die leben und schlafen zu viert in einem ca 16qm großen Zimmer.
Jeder hat ein Fach im Kühlschrank und auf dem Regal, auch wenn sich im Nachhinein niemand wirklich daran hält. Neben Surfen, Quatschen und Reiseerfahrungen austauschen vergeht der Abend bis zur Abfahrt zur Bar wie im Flug. Die Fahrt mit dem öffentlichen Busverkehr - zur vollen Stunde stündlich im Uhrzeigersinn und zur halben Stunde stündlich dagegen - entfällt aus praktischen Gründen. Stattdessen buchen alle den Bus des Hostel. Für NZ$ 7/ Pers chauffiert man 16 Leute in einem Kleinbus. Wir bekommen von Carl das Moped, weil wir ja früher zurück müssen.
Die Whatever Bar entpuppt sich als echter Partyschlager und in einer so großen Gruppe macht es gleich doppelt soviel Spass. Gegen halb 12 fahren wir zurück, packen ein wenig vor und legen uns für knapp 3 Std nochmal hin. Wecker ist gestellt. Als wir um 4:30 vom Chef geweckt werden, stehen wir tatsächlich senkrecht im Bett. Unser Flieger geht um 5:20 Uhr !
Um es kurz zu machen, wir haben es locker geschafft und saßen am Flughafen auch noch bis 5:30 rum. Allerdings brauche ich das kein zweites Mal. Zumal so kleine unkomplizierte Abfertigungen eher die Ausnahme bleiben dürften.
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Der kleine Pickel am Popo von Rarotonga - Aitutaki



Steve vom Ranguini Retreat holt uns am Flughafen ab. Die Hütte liegt direkt an der Lagune, soweit man das in der stockfinsteren Nacht erkennen kann. Wir beide sind ziemlich geschafft und gehen gleich ins Bett. Für einen Schreck sorgt kurz vor der Nachtruhe ein kleiner Besucher - obwohl für eine Kakerlake ist es ein prächtiges Exemplar. Als Sabine mir aus der Küche kreischend entgegen rennt, denke ich eher an eine Tarantel o.ä.

Der sechste Tag beginnt nachts mit einem heftigen Sturm. Aufgeweckt durch ein lautes Pfeiffen lauschen wir den Naturkräften. Das alles klingt nach einem Wirbelsturm, ist wohl aber eher nur ein normaler Windstoß im Pazifik. Die Schlafenszeiten haben sich hier eher dem Tag/ Nachtrythmus angepasst. Dafür bin ich konsequent auch um 7 Uhr ausgeschlafen.
Morgens müssen wir erstmal den Kühlschrank füllen. Die diversen Läden in der Stadt auf der anderen Seite der Insel bieten das Nötigste. Milch, Brot, Käse, Wasser, Coke, Wein etc. Allerdings kostet der Einkauf ohne Luxusartikel ein Vermögen. Schätzungsweise Frühstück und Abendessen für drei Tage und eine Mittagsmahlzeit kosten NZ$ 150. Nach dem Wirbelsturm im Februar hat man Baumaterial aus Neuseeland geliefert und die Lebensmittel vergessen. Die Marktwirtschaft reagiert mit Inflation. Auf der Heimfahrt kommt dann auch die Sonne heraus und die Lagune glitzert smarragdgrün. Ziel des heutigen Tages: nichts weiter. Lesen, entspannen, schwimmen usw.




Den Nachmittag verbringen wir auf einer Sandzunge in der Lagune. Dorthin rudern wir mit einem Böotchen. Die Lagune schimmert grün, das Meer draußen blau und am Himmel stapeln sich die Wolken. Alles in allem wunderschön, wenn nur der Rückweg nicht gegen die Strömung wäre. Natürlich laufen wir auch noch auf einer Sandbank auf :-) Alles halb so wild.
Vor dem Abendessen noch ein Schwätzchen mit Steve, der sich als alter Weltenbummler entpuppt. 15 Jahre seines Lebens auf Reisen und nur arbeiten, um die nächste Etappe zu finanzieren. Seine Enkel planschen derweil im Pool. Ein anderes Lebensmodell - nicht richtig, sicherlich auch nicht falsch. Nur ehrlich gesagt hat er vielleicht keinen 5er BMW, 3 Zimmer Wohnung und 10 Boss Anzüge, doch die Welt hat er gesehen. Da wir alle nur einmal hier sind, gilt es sich vielleicht vom Konsummammon ein wenig frei zu schwimmen.
So, die Spaghetti warten köchelnd auf 2 Elektroherdplatten. Mahlzeit. Wir raffen uns nochmal auf und gehen ins Nachbarressort. Dort ist Musik und Tanz, was bedeutet, dass ein Insulaner auf einer E-Orgel alte "smash Hits" von Elvis & Co spielt und die Gäste samt Einwohner dazu schunkeln. Der aufkommende Regen verheißt allerdings nichts gutes für morgen.

Für den Tag Nr. 7 haben wir die Laguntour gebucht. Die ganze Nacht hat es gestürmt und geregnet und das tut es jetzt um 07:30 Uhr leider immer noch. Das Internet ist ausgefallen, was wohl am Regen liegt. Der Cafe Betreiber meint, das wir glücklich sein können, denn das Telefon funktioniert noch. Als ich nach meinem morgendlichen Ausflug zurückkomme, steht Steve bei uns auf der Veranda und erzählt mal wieder. Zum Einen verstehe ich die Leute so schlecht und zum Anderen haben wir Kohldampf.
Die Zubereitung des Essen ist lustig, mit 2 kleinen Herdplatten und begrenztem Geschirr/ Pfannen etc; aber es geht irgendwie und die wenige Abwechslung hat ja bald auch ein Ende. In NZ wird s wohl auch Wurst und Gemüse geben, vor allem zu Preisen die nicht auf dem Niveau vom Feinkost Käfer sind. Die Runde in der Lagune ist auf morgen verschoben.

Gegen Mittag wird das Wetter besser und mit dem Roller erkunden wir die Insel. Es ist ziemlich windig und die neuen Jacken ( eigentlich für NZ) kommen zum Einsatz. Der Wind der letzten 24 Std hat Kokosnüsse, Palmenwedel und Gestrüpp auf der Insel und der Strasse verteilt. Einzelne Teile scheinen sich zu bewegen; und in der Tat laufen riesige Krabben über die Strasse. Darauf aufmerksam gemacht, entdecken wir ganze Kolonien in den Sümpfen entlang der Strasse. Die ducken sich aber sofort weg, wenn man den Foto zückt. Blitzlicht scheues Gesindel ;-)
Die Insulaner entlang der Wegstrecke sind sowas vom freundlich. Immerzu wird gelacht und die Hand zum Gruss gehoben. Man kommt sich nach 3km Scooter fahren schon als Gemeindemitglied vor. Die Dunkelheit bricht an und wir machen uns schnell nach Hause. Es gibt wieder Spaghetti.










Es ist der 06.05.10 und der 8. Tag. Und es regnet immer noch. Die Lagune sehen wir ein klein wenig, als wir uns mit einem Kajak selber auf dem Weg machen. Einmal um die Landzunge des Aitutaki Resort& Spa herum. Dieses Luxusresort liegt nämlich gegenüber. In der Nähe des Riff wird es richtig gut, leider tröpfelt es unentwegt.
Die Korallen sind weitgehend in Takt, das Wasser seicht und die Sicht nach unten grandios. Hinter der Landzunge vorne am Riff ragen unzählige groteske schwarze Felsen aus dem Wasser. Surreal. Trotz Regen mache ich ein paar Bilder von der Brandung. Wir haben uns mit dem Kajak auf ca 10m ans Riff herangewagt. Die Brecher sind riesig und die Riffkante nur selten auszumachen. Danach paddeln wir gemächlich in den Kanal zwischen den beiden Ressorts und werden mit bunten Fischen und blauen Seesternen belohnt. Hier die klare Empfehlung das Kajak direkt dorthin zu steuern. Also wenn man auf die Landzunge blickt, links lang. Kurz nach dem "Fährbetrieb" des Luxusresorts den Blick stets ins Wasser richten.
Den Nachmittag regnet es ununterbrochen. Leider war das Paradies nur einen Tag perfekt, empfehlenswert ist es allemal.

Paradiesisch auch die Abfertigung am Flughafen. 25 min vor Abflug da sein, das Ticket ist handgeschrieben und ähnelt einem Fährticket in Thailand. Am Besten jedoch, keine Sicherheitsmaßnahmen. Keine. Der Flieger landet, die Passagiere steigen aus und laufen durch ein Viehgitter vom Flugplatz an und vorbei. Anschließend nehmen wir denselben Weg.
Gerade hat der Pilot mit einem Passagier den Platz getauscht. Jaja, das glaubt mir wieder keiner. Guckt bei Sabine in den Blog, die schreibt das bestimmt auch. ( der co Pilot ist noch vorne, sonst würde ich sicher nicht bloggen, hehe)
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Cook Islands: Näher am Arsch der Welt







Der 5. Tag beginnt im Anflug auf eine kleine Insel namens Rarotonga; Teil der Inselgruppe Cook Islands. NZ hat fast 45min gewonnen und so kommen wir in totaler Dunkelheit auf der kleinen Insel an.
Eine Start/ Landebahn mit Wendehammer kurz vor dem Riff; das realisieren wir aber erst später. Bei der Gepäckausgabe steht ein Mann mit Gitarre auf dem Rondell und singt exotische Texte - wie von Sebi vorhergesagt. Die großen Rucksäcke lassen wir sogleich bei Air Rarotonga und laufen vom Flughafen in die Stadt.
20min zu Fuß dem Sonnenuntergang entgegen. Zu der Zeit trainieren hier die Menschen wohl für ein Radrennen. Diverse Radler in hautenger Montur rauschen an uns vorbei.
Gegen 6:00 Uhr zeigt sich der erste feine gelbe Streifen am endlosen Meereshorizont. Ohne Umschweife stellen wir fest, das muß das Paradies sein. Die satte grüne Vegetation samt Palmen mit der weißen Sandgrenze zum glasklaren blauen Meer. Wir beide waren noch nie auf einem Atoll. Um die Insel herum ist eine Lagune, vom Meer durch ein Riff getrennt. Die hohen Wellen brechen donnernd am Riff und schäumen über das schwarze Gestein in die Lagune. Das Wasser in der Lagune hingegen ist ruhig und überraschend frisch.






Um einen Roller zu mieten, benötigt man einen Cook Island Führerschein. Entgegen einiger anders lautenden Berichten, lege ich keine Prüfung ab. Sondern nur die NZ$ 20 auf den Tresen. Die ca 31km lange Straße führt einmal um die Insel. Wir fahren mit dem Mietroller, den es praktischerweise direkt neben der Polizei gibt, der Uhr nach um die Insel, denn so immer auf der linken Seite am Meer - Cleverle ;-)
Für die Nächte nach der Rückkehr von Aitutaki suchen wir noch eine Bleibe. Die schönste Ecke ist bei Muri, am südöstlichen Zipfel der Insel. Die vorgelagerten Insel bieten ein wunderschönes Panorama. Allerdings schlägt sich das auch auf die Preise nieder. Zwischen NZ$ 100-360/ N8 sind dann doch ein wenig viel. Für ein Mittagsschläfchen am Strand aber genau richtig. Das Donnern der Brandung draußen am Riff bietet einen herrlich beruhigenden Geräuschteppich zum Dösen. Das Restaurant Sail serviert dann leckere Pasta in übersichtlicher Größe und einen griechischen Salat, der an Zuhause erinnert. Abgesehen davon unterstützen wir unseren Schummelnachbarn aus der EU auch in 15.000km.

Wir fahren weiter um die Insel und suchen neben der Bewunderung der Natur noch nach der Bleibe. Im Backpacker auf der Westseite finden wir ein DZ mit Sanitärbereich am Gang.
Als wir den Roller abgeben, ist die Lust auf eine Wanderung an der Straße zum Flughafen gering. Ich versuche es per Anhalter. Witzig, denn offensichtlich kennt hier niemand den ausgestreckten Daumen. Ich ernte meist nur ein Lachen oder selbiges Zeichen vom Fahrer. Eine Inderin mit Ihrer Tochter erbarmt sich und fährt uns. Auf der Fahrt lernen wir ein wenig Ihre Sicht der Einheimischenstütze kennen. Der Staat gibt Ihnen Geld zum Leben und arbeiten tun wenige.





Die meisten faulenzen herum. Für die Arbeit holt sich das Land dann z.B. Inder. Das klingt ein wenig nach dem Stützesystem der US Regierung für die Ureinwohner. Die hocken in Reservaten und haben keine Chance auf Beschäftigung. Letztlich verfallen viele dem Alkohol. Ein Teufelskreis.
Beim Rauslassen verlangt Sie dann NZ$ 10 Benzingeld, was wir für ein wenig übertrieben halten. Die Hälfte muß reichen. Windiges Persönchen. Was soll s. Taxi habe ich keine gesehen und €1 / Nase war ok.
Die kleine Turboprop wartet bereits am Flugfeld und hebt bebend in den lauen Abendhimmel ab. Am Horizont türmen sich Wolkenberge und zeugen von einem Gewitter. Die beiden Piloten umfliegen das gröbste und landen sicher 45min später in Aitutaki.

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USA: Kurze Stippvisite in Los Angeles

Mit zwei Stunden Verspätung kommen wir in LA. Zum Glück geht die Einreiseprozedur sehr schnell und nur 30min später sitzen wir in unserem Mietwagen.

Tag 1 verbringe ich mehr oder weniger im Abercrombie und dem Camarillo outlet. Meine Güte, mir war nicht klar was man alles kaufen kann ?! Das Wetter ist herrlich sonnig, aber durchaus frisch. Von der Umgebung sehen wir nicht viel. Das steht für die folgenden Tage auf dem Programm.








Tag 2 beginnt ähnlich früh. Um 6 Uhr muss Philipp aufstehen, um an einer Telko teilzunehmen. Wir machen Frühstück und düsen Richtung Malibu los, am PCH 1 entlang. Surfer gucken, Strandhäuser bestaunen und kurvige Hügel mit dem Auto erklimmen. Nachmittags ist der Hollywood Blvd dran - Sterne gucken. Nach der Tour am Morgen darf auch mal der typische Tourikram nicht fehlen.
Um 15:00 Uhr finden wir uns auf 3 rd Street in Santa Monica ein. Apple verkauft heute das iPad mit 3G. Die Schlange ist nicht allzu lang, doch zum Verkauf um 17 Uhr wird das volle Obstmotivationsprogramm geboten. Inkl kreischender Mitarbeiter, die "high 5" an der Menge vorbeirennen. Nur damit das klar ist: ich habe mich erst um kurz nach Vier eingereiht und habe das iPad um 17:32 gekauft. Nicht so schlimm, also.
Aus Marketing Sicht ein Renner. Mein eigener Verkäufer holt mich ab, verkauft und berät mich. Apple ist einfach kundenorientiert !

Mit Henrik - Mitbewohner von Philipp und Sonia - tauchen wir im SLS Hotel noch spät abends in die Szene ein. Vorher waren wir kurz auf dem Sofa eingenickt. Der Türsteher fegt uns um 2 Uhr aus dem Hotel, Sperrstunde.





Tag 3 dient der netbook Jagd. Endlich werden wir fündig. Nein keine Bange, ich (!) habe mir keins geholt. Anschließend fahren wir Highland Ave gen Norden zum Mullholland Dr. Nebst Aussichtspunkt über dem Hollywood Bowl bietet sich die Strecke hervorragend zum Schwärmen an: welches Haus würde ich kaufen, wenn ich Geld hätte? Coldwater Cyn links ab Richtung Beverly Hills und unter den Palmenalleen des Canon Dr rein ins teure Viertel von BH. Rodeo, Beverly und Wilshire sind die wohl bekannten Str.Namen der Gegend.
Den Nachmittag lassen wir lässig in Venice auf der Veranda ausklingen. Mittlerweile herrscht auch eine T Shirt Temperatur, denn der Wind hat nachgelassen.
Für 20:30 haben wir auf Abbot Kinney einen Tisch beim Spalenier. Im "other room" trinken wir mit Philipp und Sonia noch einen Wein. Wen treffe ich da ? Bianca, Ex Mitarbeiterin von der Ex Audi Agentur. Kleine Welt. Die Mädels sind angeschwipst und nicht müde, als wir zu Hausen sind. Spontan wird eine Fl Wein geköpft und die Herrschaften saufen und rauchen auf der Veranda.







Tag Nr. 4 bricht an. Wieder nur bis 6:00 gepennt. Die Couch kann s eigentlich nicht sein. Die ist bequem. Senile Bettflucht :-)?
Philipp hat sich einen neuen Designertisch rausgelassen und der alte gehört ins Büro. Vorher muß er aber dem Farbtrend des Hauses angepasst werden. Also im "Hardware Store" auf Lincoln Schmiergelpapier und Farbe kaufen und los geht's. Hier haben die Läden ja auf am Sonntag. Die Prozedur dauert nicht lange und der Tisch hat die erste Schicht weiße Farbe drauf. Anschließend ein ruhiges Schwätzchen auf der Veranda und dann noch ab nach Venice mit dem Fahrrad. Am ocean front walk entlang gen Santa Monica. Am Pier bummeln und zurück ins wilden Treiben von Venice. DienSchausteller am Strand sind immer wieder sehenswert. Gemütlich radeln wir durch ruhige Straßen zurück. Der Tag neigt sich dem Ende und die Etappe 2 nähert sich - Cook Islands.

Position:Courtland St,Venice,Vereinigte Staaten

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Noch 9 Tage und dann bin ich mal weg

Am 28. April bin ich für fast 70 Tage auf Tour. Ziel ist der Arsch der Welt. Naja, und weil der in der Regel so weit weg ist, haben wir uns Zeit genommen.
Die Idee entstand ehrlich gesagt neulich am Pier in Koh Tao, als wir auf die Fähre warteten. Ich kam mit einem Kanadier ins Gespräch, der mit seiner Freundin 9 Monate durch die Welt tingelt und gerade erst am Anfang seiner Reise stand. Daraus entstand eine kleine Unterhaltung zwischen meiner Urlaubsbegleitung und mir. Die Sehnsucht nach etwas vergleichbaren schwoll an und führte letztlich zu einer chaotisch spontanen Reisebuchung.
Mit Hilfe von Meilen, langen Gesprächen mit der Senator Hotline und netten Helferleins rund um den Globus haben wir das Grundgerüst für die Reise aufgestellt. Noch gerade eben haben wir einen Flugplan noch mal geändert. Hier gleich die Empfehlung, sowas vielleicht ein wenig länger als 3 Wochen zu planen. Aber hey, man wächst mit seinen Herausforderungen !
Es wurden keine neun Monate aber immerhin 70 Tage. Auf der Reise treffen wir alte Bekannte, fremdverreiste Freunde und haben ein Treffen auf einer Insel mit einem befreundeten Paar arrangiert, weil s hier in München einfach viel zu schwierig ist sich zu verabreden. Also schlürfen wir Anfang Juni einfach Cocktails am Strand und glotzen gemeinsam in den glutroten Sonnenuntergang. Oh und die WM schauen wir eben zum Frühstück.
Wir freuen uns drauf. Kia Ora
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Übersicht Weltkarte

Es gibt noch viel zu tun. Packen wir's an ?
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Rückflug über Doha

Auf dem Flughafen in BKK habe ich mir spontan ein Nackenkissen gekauft. Nachdem ich in der Nacht schon nicht viel geschlafen habe, ist jede Erleichterung im Flieger willkommen. Was soll ich sagen? Es hilft: Geschlafen wie ein Baby.

In Doha dann die Überraschung: das Visa ist zwar 4 Wochen gültig, aber nur für eine Route. Aus BKK kommend brauchen wir ein neues. Super, nochmal € 20 ! Dafür entschädigt uns Doha mit einer Ruhe und Gelassenheit in den Strassen, die fast schon befremdlich wirkt. Im alten Doha - Souq Waqif - schlendern wir durch enge Gassen der historischen Altstadt. Händler bieten hier vieles feil und sind dabei wunderbar unaufdringlich. Der Duft führt uns geradewegs in einen Gewürzladen. Dort verbreiten die Gewürze Ihr Aroma in großen Schalen bis auf die Gasse und bilden gleichzeitig bunte Hügellandschaften. Toll.

Als der Akku schlapp macht und wir das Ladegerät im aufgegebenem Gepäck liegen haben, gibt es einen Grund ein EK Zentrum aufzusuchen. Im Grunde gleicht ein EKZ dem anderen auf dieser Welt, dieses hat ne Eisbahn Keller. Ohne Worte. Im Carrefour erbarmt man sich und lädt den Akku, während wir mal wieder bummeln !
Dann aber raus ins Leben. Zu unserer Überraschung ist es gar nicht so heiß und gegen Nachmittag schon eher frisch. An der Bucht entlang laufen wir bis zur Altstadt. Hier ist nun keine Rede mehr von Ruhe. Touristen und Einheimische drängen durch die Gassen, während wir versuchen nicht einzuschlafen. Gegen 21 Uhr erreichen wir den Flughafen und haben noch 6 Std bis Abflug vor uns. Um es kurz zu machen: nie wieder. Die Warterei macht einen fertig ! Dann lieber direkt für ein bisserl mehr, oder zumindest eine kurze Wartezeit.

Pünktlich um 6:45 Uhr landet die Maschine in M und gegen 8:00 sind wir zu Hause.
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Bangkok - Einkaufen zum 2.

Die Rückreise mit Boot, Bus und Bangkok Airways hat super funktioniert. Auch wenn der Flug etwas teurer war, so wurden wir mit einer schnellen Anreise belohnt. Als Hotel dient wieder The Tawana für € 40/ N8.

Zu gestern Abend kann ich nur sagen: was für eine Plörre! Bier schmeckt einfach nicht und ich habe wirklich 4-5 tiefe Schlücke genommen. Danach mußte ich jedoch mit einer Coke Zero nachspülen.

Als wichtiger Hinweis sei hier allen BKK Reisenden ans Herz gelegt, das Taxi dem Tuk Tuk vorzuziehen. Die Preise des 3rädrigen Transpormittel sind für Touristen versaut und mitunter doppelt so teuer wie ein Taxi. Bei letzterem jedoch immer auf das Taxameter bestehen, auch wenn dies evtl bedeutet nochmal auszusteigen. Die Fahrer schlagen Preise vor, die oft auch doppelt so hoch wie der normale Fahrpreis sind. Alles Schlitzohren. Letztlich ist das Taxi aber sicherer.

Die Demos haben das Regierungsviertel in Griff, leider auch den Königspalast; wie uns an der Rezeption mitgeteilt wird. Folglich sieht das Alternativprogramm "einkaufen" vor. Nach gestern Abend Kao San Rd sind heute MBK und Patpong an der Reihe. Ein wahrer Rausch und der Ami würde sagen: "she melted down the magnetic strip". Als wir ins Hotel zurückkehren, laufen uns Verena und Nina in die Arme. Beide hatten wir auf Koh Tao kennengelernt. In deren Zimmer können wir uns für den Abend umziehen. Denn...Den krönenden Abschluß für Thailand bildet der Besuch der "skybar" im State Tower - am Ende der Silom Rd. Die Aussicht im 62. Stock ist atemberaubend schön und übertrifft die Erwartungen gänzlich.
Die Kleiderordnung paßt zu den Münchner Getränkepreisen. Die Besucher passen wohl in jedes Luxushotel dieser Welt. Aber das macht nix; mit einem Mai tai verabschieden wir uns von der Metropole.

Mitten in der N8 rast anschl. unser Taxifahrer zum Flughafen. Hier gilt es nun 3 Std tot zu schlagen. Gute N8
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Koh Phan Gan- Thong Pan Bucht

Mit Lomprayah geht es eine Insel weiter. Nach nur einer Std Fahrtzeit suchen wir am Pier ein Taxi für die Fahrt an die Nordostküste.
Schnell sind wir zu Siebt, doch der liebe Taxifahrer beharrt auf 300B / Pers, obwohl laut seiner eigenen Preisliste lediglich 250B anfallen. Letztlich einigen wir uns auf 200. Na also.
Das Resort Longtail Beach liegt am südlichen Ende der Bucht. Unser Bungi ist der dritte vom Meer, doch wir können es zumindest noch sehen. Die Küche ist direkt gegenüber, doch das stellt sich als gar nicht schlimm heraus.
Die Anlage und der Bungi sind sehr schön und vor allem sauber. An der Rezeption wurden wir auf Kniffe der Umgebung hingewiesen, z.B. Mopedverleiher die Touris abzocken. Sehr gut.
Das Essen ist tadellos. Die Buchf und der Strand sind der Kracher. Ganz so wie vor Jahren, als ich hier war. Das damalige Resort Dreamland hat sich aber leider zum TUI Bunker gewandelt und bietet sogar einen Pool - schrecklich, wo doch die Badewanne direkt vor einem liegt!
Hauptaufgabe hier: Seele baumeln lassen, Farbe bekommen, Bücher lesen. Man glaubt gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht.

Damit ein wenig Abwechslung in den Alltag kommt, leihen wir uns am letzten Tag ein Moped aus. Für 200B kann man den ganzen Tag fahren. Naja und dasgleiche nochmal für Sprit. Den gibt's mittlerweile an jeder Ecke. In Glasflaschen im 1L Format praktisch abgepackt.
Als erstes wollen wir uns die Than Sadet Wasserfälle angucken. Nun, das Moped ist keine Enduro und die Dschungelwege dann doch eine Herausforderung. Man schickt regelmäßig Stoßgebete gen Himmel ob der Bremsen. Die Steigungen und Gefälle sind krass, dagegen sind Alpenpässe ein Kindergeburtstag.
Die Wasserfälle entpuppen sich als zartes Rinnsal und da der Schweiß auch rinnt und das die Mücken lieben, kratzen wir die Kurve. Auf nach Haad Rin.
Auch ohne Full Moon Party ist es nett da. Allerdings wirklich nur für einen Tagesausflug. Viel zu touristisch. Am Strand nutzen wir die rauhe See für ein paar Sprünge in den Wellen. Der Hunger wird im Restaurante Monna Lisa - ja, mit 2n - mit einer Pizza gestillt. Der Wirt kommt aus Napoli und das schmeckt man, mmmh. Klare Empfehlung, liegt in der Nähe vom Pier.

Auf dem Weg nach Hause halten wir noch am Markt in Thong Sala und bummeln über die offene Küche. Mit dem Duft von Asien s Gerichten in der Nase und einem leckeren Nachtisch in der Tasche nehmen wir in der Dämmerung die Rückfahrt in Angriff. Ein Wunder das der kleine Motor uns plus Pizza die Berge hochschleppt.

Am letzten Abend muss ich dann auch noch mein Versprechen einlösen. Bier trinken unterm Sternenzelt @würg@ Ich hatte ja gehofft, die charmante Begleitung hätte das vergessen. Mist !

Morgen um 6:00 Uhr holt uns das Taxi ab zur Fähre nach Koh Samui. Falls die vom Alkohol klinischtote Deutsche überhaupt transportieren. Wie das so gelaufen ist, schreibe ich dann (vielleicht) aus Bangkok.
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Koh Tao

Die Fahrt mit dem Bus ist eine Qual. Die nächste Nacht ohne Schlaf. Zu müde zum Lesen, zu wach zum Schlafen. 6 Std durch die Pampa und dann noch auf die Fähre warten.

Im Lose wurde empfohlen von dtac - Thailand s staatlicher Mobilfunker - eine Sim Karte zu kaufen. Auch wenn es hier um kleine Beträge geht, folgender Hinweis:
Ich habe mich für happy entschieden. Für 99 B gibt s eine Nr plus 35B Guthaben. Der Tarif ist mit 1B/ min günstig. Nach D sind es 7B. Wie empfohlen buche ich das Inet Paket mit 2 Std für 30 Tage. Ein Anruf nach D für ca 45Sek und ein paar Mal Emails und Internet; schon ist die Karte leer. Der Trick: das inet Paket läuft ab. Einmal gestartet ticken die 2Std runter. Dann wird vom Telefonguthaben abgerechnet.

Morgens um 4:30 Uhr sitzen wir mit zig Urlaubern am Pier und warten in der Dunkelheit auf das Boot. Um 7 Uhr geht s dann endlich los. Koh Tao kommt 3 Std später in Sicht und nach dem Geldwechsel suchen wir uns ein Allrad Taxi. Die Tanote Bucht liegt im Osten und ist in der Tat schwer erreichbar. Der Toyota - übrigens ohne Brems und Gasprobleme - ächzt und schaukelt mächtig hin und her. Der Wasserweg ging nicht, da die Wellen zu hoch sind.

Das Diamond Resort bietet Stein Bungis in der gewohnt spartanischen Ausstattung. Soweit alles iO. Als Nachbarn haben wir ein spanisches Paar Mitte 40, die abends hier mit zugegebenermaßen guter Musik Disko machen. Das ist alles allerdings nichts gegen Mütterchen Natur. Wenn hier die Zirpen loslegen, macht jede Box schlapp.
Statt des Hahns wecken einen hier die Zirpen um Sechs ! Womit wir bei Ralf s Frage sind, woher das Geräusch vom "Rauchmonster" aus Lost kommt. Es sind Zirpen ! Als ich am Strand lag und es das erste Mal hörte, dachte ich John, Jack oder Kate ;-) kommen gleich um mich zu retten.

Der Strand ist schön gelegen, eingerahmt von schwarzen, runden Felsen. Der Sand ist ein wenig grob und gelb. Heute geht s auf jeden Fall ins Wasser. Gestern konnten wir beide halbwegs noch laufen. Nach 2 Nächten mit insgesamt 4 Std Schlaf waren wir einfach platt.
Sie beginnt gerade mit dem Tauchkurs, während ich s mir auf der Veranda gemütlich mache. Wellenrauschen, Palmen, Sonne und Strand. Oh und ein gutes Buch.

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Koh Tao - Tauchen

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass die Insel ein Taucherparadies ist. Auf einigen Seiten im Netz werden die Tauchplätze jedoch als "kaputt" beschrieben. Zugegeben, farbenfrohe Korallenriffe in rot, gelb, etc findet man hier nicht mehr. Aber zumindest die Fiacharten bieten reichlich Abwechslung.
Hier auszugsweise einige Tauchplätze und die gemachten Erfahrungen (subjektiv und eine Momentaufnahme):
Southwest Pinnacle
20m bei mäßiger Sicht; viele Schwebeteilchen und noch mehr Taucher - es lagen 5 Boote vor Anker; Korallen ja, doch farblos; Fische reichlich

King Kong
15m bei guter Sicht; Fischreich und viele Korallen, doch farblos; nettes Trigger Fisch Ehepaar ;-)

Tanote Bay
17m bei guter Sicht; beim Wrack viele Fische. Wenig Korallen

Shark Island
17m bei relativ guter Sicht; ein paar Schwebeteilchen; Trigger Fisch Päarchen mit kleinen Attacken, Baracuda Schule

Hin Nagm
15m bei guter Sicht; großer Korallengarten mit ein wenig Farben; viele Fische

Oh und wieder gibt es eine zertifizierte Sporttaucherin mehr. So langsam sollte ich vom Fremdenverkehrsbüro Prozente erhalten, hehe.

Mal abgesehen vom Tauchen sind die Nächte der Hammer. Da es so gut wie keine Lichtquellen gibt, sieht man die Sterne viel deutlicher. Bei klarem Sternenhimmel kann man die Milchstrasse deutlich erkennen. Beeindruckend.

Im Poseidon Resort kann man auf dem Oberdeck mit Blick über die Bucht und dem Himmel essen. Zudem schmeckt es. Unser Resort Diamond hatte ne gute Küche, auch wenn das Ambiente ein wenig nach Bahnhofshalle aussieht. Blacktip im Gegenzug konnte weder Lassies noch lecker kochen, bietet jedoch morgens um 7:00 Frühstück für die Taucher an.

Am Nachmittag des 16. nehmen wir den Katermaran nach Koh Phan Gan. Trotz der japanischen Version von Fear Factor auf den Bildschirmen, nicken wir sogleich ein. Das Meer ist ruhig, eine entsprechend unspektakuläre Fahrt.
Am Pier geht dann das Schleppen wieder los. Zumindest finden wir noch ein Paar, dass in die gleiche Bucht möchte. Der Fahrer verlangt stoisch 300B / Pers, obwohl auf seiner Preisliste 250 stehen. Als die Gruppe bis auf 7 anwächst landen wir endlich bei den regulären 200B. Quer durch den Dschungel geht es über üble Straßen/ Feldwege nach Osten.

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Bangkok EinkaufsFLASH

Gleich nach Ankunft im Hotel geht s raus. Nachtmarkt, Kneipe und Leute gucken. Gegen 23:00 Uhr Ortszeit machen wir schlapp und tigern zum Hotel. Für mich endet die N8 bereits um 2:30 Uhr. Scheiß Jetlag. Sitze in der Lobby und lese SZ. Nach einer Stunde geh ich wieder auf s Zimmer. Wir bleiben wach und sind um 6:15 Uhr nicht die Ersten beim Frühstück.

Mit dem Boot fahren wir in den Norden der Stadt. Die Ernüchterung stellt sich im Reisebüro ein. Der N8zug nach Chumpon ist ausgebucht. Wir müssen stattdessen den Bus nehmen. Also kein Bett auf dem Weg zu den Inseln.
Den Rest des Tages verbringen wir hauptsächlich mit Bummeln oder Geld ausgeben. Der N8markt Patpong direkt um die Ecke vom Hotel, die Khaosan Road oder eben die Zentren MBK bzw Siam Paragon. Die Preise auf dem Nachtmarkt sind trotz 50% unter dem Erstgebot des Händlers teuer. Stoffhosen für den Strand waren nochmal 50% günstiger auf der Khaosan. Naja und das ist schon Tourinepp.
Aber auch die Tauchsäcke (oceanpack) sind in einem offiziellen Laden im Siam Paragon mit 360 Baht um 40 B günstiger als auf der Khaosan. Demnach gilt: In Ruhe einkaufen und vergleichen !
Beim Schneider des Vertrauens lasse ich mir 3 Hemden raus. Eine Bluse für die Dame ist auch noch drin. Alles andere wie zB oakley Sonnenbrille, North Face Rucksack etc im Original ist gleich oder teurer als in D.
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Mal schnell nach Thailand - der Hinflug


Abflug mit Qatar Airways von München nach Doha. Na wenigstens gibt es für diese Strecke Meilen bei der Star Alliance, hehe.

Da der Flieger erst um 23:00 Uhr ankommt und der Weiterflug am Folgetag morgens um 08:00 Uhr nach Bangkok geht, haben wir uns ein Hotel in Doha gebucht. Was sonst sollen wir mit der N8 anfangen ? Auf dem Rückflug ist der Aufenthalt wenigstens nachmittags, so daß man sich die Stadt auch mal näher ansehen kann.

Gleich hier eine Empfehlung der iPhone App Hotel Search Travel IQ. Die Hotelpreise in Doha und Bangkok waren unschlagbar günstiger - vg
l mit HRS z.B. Leichte Bedienung und gute Übersicht. In Doha ist es La Villa Palace. Viel vom Hotel werden wir wohl nicht sehen, außer dem Bett. Aber besser als auf dem Flughafen 8 Std abhängen.

Eine Nacht in Bangkok, um einzukaufen, äh, einzukaufen und äh ok, auch was anzusehen. Deswegen das Tawana Hotel in der Nähe zum Siam Centre und dem Nachtmarkt. Gleich der richtige Einstieg für den Neuling.
Richtung "Urlaub" geht es dann heute Abend mit dem Nachtzug nach Chumpon und dann nach Koh Tao.
Diesmal aber nicht zu Big Bubble. Wir konnten uns auf eine einsame, touriferne Bucht im Südosten der Insel einigen.

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