Die Geschichte eines Rings

In Thailand habe ich im März auf dem Patpong Markt einen silbernen Ring mit ausgefrästen Gecko erstanden;  als Erinnerung an einen schönen Urlaub auf den Inseln im Golf von Thailand.
Natürlich war er auch an meinem Finger, als ich die zweite Reise in nur wenigen Wochen antrat: Von München über Los Angeles und die Südsee bis nach Neuseeland. Am Ende der Kiwi Route stand uns ein langer Flug bevor. Von Christchurch über Singapur nach Denpasar. Also ein wenig Zickzack. In der Lounge in Singapur ging ich zum Duschen und weiß bis heute nicht, warum ich den Ring abgezogen habe. Dort auf dem Mamorvorsprung blieb er auch, als wir längst im Flieger nach Bali saßen. Bis ich bemerkte, was ich vergessen hatte, war es eh zu spät. Was mir blieb war eine Email an Singapore Airlines und die Lounge mit der Bitte nach dem Ring zu sehen. Und tatsächlich hat ein ehrlicher Finder den Ring in der Lounge abgegeben. Man versicherte mir, daß er dort zur Abholung verwahrt werden würde. Allerdings gab es das kleine Problem unserer Flugroute, die keinen Zwischenstop in Singapur vorsah, sondern alternativ über Bangkok nach Australien führte.
Die Loungebetreiber, sowohl als auch die Fluglinie waren sehr verständnisvoll und suchten mit mir gemeinsam nach einer Lösung den Ring zu erhalten. Kurzum verfrachtete Singapore Airlines den Ring nach Brisbane, Australien. Am Ende der Reise würden wir dort ankommen und ich könnte den Ring entgegen nehmen. Nur 2 Tage später bestätigte Brisbane Singapore Airlines den Eingang. Auch wenn der Ring keinen wirklich materiellen Wert aufweist, so stellte sich bei mir Erleichterung ein. Er war eine Verbindungsbrücke zu Thailand und damit auf andere Weise wertvoll.

Nachdem Bali hinter uns lag und wir auf dem Weg nach Australien waren, landeten wir auch in Brisbane. Noch voll "high" von den Drogen aus dem Krankenhaus am Flughafen in Bangkok suchte ich nach dem Büro am Flughafen und fand es nur ein Stockwerk tiefer. Leider war der Mitarbeiter aber gerade nicht zugegen. Also weiter zum nationalen Terminal, um den Flieger nach Cairns zu erwischen. Der Ring würde in der Lounge noch auf mich warten, wenn ich in knapp 2 Wochen von hier die finale Heimreise antreten würde.


Nun. Daraus wurde ja bekanntlich nichts. Den Urlaubsabschnitt Australien versaute uns eine kleine Mücke mit dem Virus Dengue Fieber. Wie bekannt, endete der Urlaub jäh in Cairns und wir verließen das Land ziemlich spontan.
Nachdem ich in Deutschland genesen war, nahm ich spaßeshalber Kontakt mit dem Brisbane Büro auf und traf auf einen sehr hilfreichen Angestellten. Er versprach den Ring auf einen Flieger zu packen, damit er in München ausgeliefert werden kann. Nur 3 Tage später meldete sich Singapore Airlines München und bat um meine Adresse. Der Ring sei mit einem Flieger aus Asien gekommen und sollte nun endlich dem Besitzer übergeben werden. An dieser Stelle nochmal ausdrücklichen Dank an Singapore Airlines, die sicher den Wert des Ringes einschätzen konnten, sich aber unbeeindruckt davon querlegten, um mir das Fundstück zukommen zu lassen.
Nur wenige Tage später hielt ich den Brief in Händen mit dem Aufdruck "Singapore Airlines" und konnte mein Glück nicht fassen....bis ich den aufgerissenen Seitenschlitz des Umschlags sah. Der Ring war nicht mehr da. Nach 10tausenden von Kilometern in diversen Flugzeugen, vermutlich unzähligen Händen diverser Mitarbeiter der Fluglinie, gehen meine Erinnerungen auf den letzten Metern verloren.
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Australien in 3 Tagen

Die vage Diagnose erhielt ich bereits kurz vor Abflug in Bali: Dengue Fieber. In der Klinik in Bangkok (Zwischenstopp) erhärtete sich die Prognose. Final in Cairns angekommen, sah ich mich in der Klinik. Blutabnahme, Einweisung.
Urlaub fertig, wir sind bereits auf der Rückreise.
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Interessantes von Bali und ein Fazit

Wer auf Bali ankommt und mit ein paar Einheimischen gesprochen hat, wird merken, dass deren Namen irgendwie alle gleich klingen. In der Tat heißen hier alle gleich, unabhängig ob Madl oder Bub. Das liegt am Kastensystem der Hindus. In der unteren Klasse heißt der Erstgeborene immer Wayan, Nr. 2 Made und das geht bis Vier weiter. Keine Ahnung, ob das fünfte Kind namenlos bleibt, oder ausgesetzt wird. Mit Zusatznamen wird dann die Identifizierung des Individuums erleichtert, so z.B. Wayan der Dicke. Ohne Flachs. Problem ist hier wohl, dass einige Beschreibungen auch nicht wirklich helfen.
Auch sollte der Währungstrick nicht unerwähnt bleiben. Alle Tauchschulen und einige Hotels weisen Ihre Preise in US$ aus, die hier gängige Zweitwährung. Die Anbieter rechnen bei hohen Beträgen natürlich mit keiner Barzahlung und rechnen die Dollar in Rupie um. Hier wird ein schlechter Kurs gewählt und nochmal "kassiert". Üblich ist auch der 3% Aufschlag bei Zahlung mit Kreditkarte. Dollar Noten in Bar sind hier eine willkommene Alternative. Nachteil ist, dass man Geld mit sich herumträgt. Von Diebstahl haben wir jedoch nirgendwo was gehört.

Die Insel Bali ist eine Hinduenklave in Indonesien, wo die Mehrheit muslimischen Glaubens ist. Der Islam konnte sich hier nicht durchsetzen und ist auf der Insel in der klaren Minderheit.
Deshalb hat Bali auch die vielen Tempelanlagen und keine Moscheen. Das ist wohl auch eindeutig ein interessanter Teil vom Bali Erlebnis. Natürlich auch die Strände ganz im Süden, doch hier hauptsächlich von westlichen Luxushotels eingenommen. Das Hütten Gefühl mit den passenden Stränden bleibt leider aus. Ubud ist ein idealer Ausgangspunkt für die berühmtesten Tempel und ist obendrein eine süße Stadt. Generell ist es wichtig die Saison zu beachten. Mitte Juni bis September ist Hauptsaison und die Preise gehen drastisch nach oben. Angeblich erhöhen die Restaurants auch die Preise. Da Bali schon jetzt nicht unbedingt günstig ist und das Wetter immer schön, lohnt ein Blick in den Kalender.

Dies gilt leider auch für Gili. Natürlich kann man dort total entspannen, doch ein breiter Sandstrand und Hütten direkt am Strand sucht man hier vergebens. Die drei Gili Inseln sind wiederum moslemisch und jeden Morgen um 5 und 7 Uhr wird einem die Kultur/ Religion per Audio nahegelegt. Der menschliche Körper ist ein Gewohnheitstier und nach einer Woche hört man es nicht mehr.
Aufgrund der Logistik ist hier alles ein wenig teurer, vor allem Restaurants, die Pizza, Nudeln und Burger anbieten. Es lohnt sich bei den hier wohnenden Leuten Tipps abzuholen. Statt 40' für ein Sandwich zu zahlen, gibt es indonesische Küche 30m abseits der Hauptstraße für 12'. Wasser ist auch ein rares Gut. In unserer Tauchschule wird die Flasche zu weniger als dem halben Preis aufgefüllt. Bei Dauerhitze von 30 Grad und mehr, eine nette kleine Erleichterung der Reisekasse und Umwelt. Apropos Wasser: Nur die exklusiven Anlagen bieten Frischwasserduschen. Der Rest nimmt Brunnenwasser, dass ein wenig salzig ist. Der Haut schadet es keinesfalls und zum Duschen ist es perfekt. Beim Zähneputzen schmeckt es ein wenig nach Pommes, hehe.
Die Tauchplätze sind außerordentlich. Die Sicht unglaublich und trotzdem sieht man kaum andere Taucher. Eine klare Empfehlung für Korallen und Fische. Zumal US$ 38 pro Tauchgang günstig ist.
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Sanur, Kuta und Nusa Dua

Am Tag 50 (17.06) heißt es Rückkehr in die normale Welt, konkret nach Sanur. Das uns bekannte Watering Hole hat noch immer Zimmer für 165' und interessanterweise erhalten wir exakt das gleiche wie vor der Abreise auf Nusa Lembongan. Sanur selber interessiert uns nicht so sehr und ein Abendspaziergang am Hafen ist ein einsames Unterfangen.
Tagsdrauf fährt Crystal Diver zum Manta Point. Die knapp 50min vergehen trotz starkem Seegang relativ schnell und der Tauchplatz überrascht mit kaltem Wasser - 23 Grad. Nach den letzten Tagen mit 30 grad warmem Wasser, ist das eine enorme Umstellung. Hier, direkt vor einer steilen Felswand in der Brandung lassen sich die graziösen Mantarochen putzen. Also eine Aral mit Waschanlage für Großfische und das ganz ohne Werbetafeln in leuchtenden Farben. Das Wasser ist trüb und die Sicht liegt bei ca 8-10m. Ausreichend, um bereits beim Abtauchen einen schwarzen Schatten unter uns fliegen zu sehen. Bis zu drei Mantas gleichzeitig schwammen um den Platz, unter, über und manchmal direkt auf uns zu. Trotz der vergleichsweise schlechten Sicht konnte man die Eleganz dieses einmaligen, ruhigen und graziösen Tieres genießen. Etwas störend, aber angekündigt sind all die anderen Taucher vor Ort. Zumal die Brandung uns schon meterweise vor und zurücksaugt.
Erwähnenswert sind auch die Stachelrochen, die hier in Haufen auftreten. Soll heißen, einmal lagen im Sand gestapelt 5 oder 6 Stück übereinander. Andere Fische finden sich auch, doch wer schaut schon nach denen. Der zweite Tauchgang findet in wärmeren Gewässern statt und bietet Korallen und Fische satt. Die Strömung rauscht über ein abfallendes Uferstück und innerhalb einer Stunde legt man geschätzte 1000m zurück. Die Kosten für beide Tauchgänge liegen bei US$ 145. Dafür waren die Mantas herrlich.

Die deutsche Niederlage sehen wir in einer Sportsbar im südlicheren Sanur. Hier gibt es endlich auch ein paar Touristen. Bei Diet Coke und Nudeln verfolgen wir mit Entsetzen die Fehlleistung des Spaniers. Anschließend reißen zumindest die Amis ihr Spiel noch rum.

Die letzten Tage auf Bali verbringen wir in Kuta. Dieser Touristenort ist wirklich eine Umstellung von der Ruhe auf den Gilis. Hard Rock Cafe und Hotel, Starbucks, McDo etc. Alles ziemlich aufgeregt. Der Strand indes ist wirklich schön, wenn man von den Liegen und ca 10000 Touristen absieht. Mehrere Hotels waren ausgebucht, doch im Hotel Lusa buchten wir für 185' den letzten Bungalow. Die Anlage liegt zentral, nahe am Strand und der Pool ist wirklich nett - Loose spricht von einem kleinen Pool? Eine klare Empfehlung ist das Restaurant Chasers in der gleichen Strasse. Italienisches Essen wie zu Hause. Pizza, Nudeln und Salate.
Uluwatu am südwestlichen Zipfel ist ein Surferparadies. Man klettert eine steile Treppe hinunter und findet sich in einer Art Höhle wieder. Auf den Felsen sind Aussichtspunkte für die Fotografen errichtet. Der Platz ist eher was für Fortgeschrittene. Nusa Dusa auf der anderen Seite der Halbinsel ist ein Touri Ort, hauptsächlich für Japaner. Ein ganzes Areal als Anlage, mit eigenen Straßen, die zu den einzelnen Hotels führen. Schrecklich. Furchtbar. Die leben in einer Käseglocke und sehen nur den Flughafen und Ihr Hotel.

Mittags am 55. Tag beginnt unser Horrorflug von Denpasar über Bangkok nach Brisbane. Anschließend noch mit Virgin Blue nach Cairns. Der erste Eindruck von Australien wird gleich getrübt, denn der Flughafen von Brisbane ist unorganisiert. Geldautomaten sind kaum zu finden und der Verkehr zwischen den Terminals kostet Geld! Kofferwagen sind nicht verfügbar an der Station. Ohne Worte. Es ist mittlerweile Tag 56 und wir bedient.




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WM auf Gili Trawangan

Am 44. Tag unserer Reise beginnt die Fußball WM. Hier sind es nur 6 Stunden früher und die Spielzeiten gehen noch - außer die Abendspiele.
Das Irish Pub - natürlich gibt es auch eines hier auf der Insel - überträgt alle Spiele auf einer Großleinwand. Schräg, wenn man bedenkt, dass viele Speisen der Speisekarten ausverkauft/ nicht erhältlich sind, aber ein Projektor und ne Leinwand. Übrigens ist das Pub nicht der einzige yort, an dem die Spiele übertragen werden. Für das richtige englische Bargefühl wurden gestern Kisten von Bintang heran gekarrt - indonesisch für Bier. Die Brühe schmeckt eher wie Budlight, aber es gibt nix anderes hier.
Den Anstoß verpassen wir, weil die Technik in der Bar versagt. Doch gegenüber wird bereits gefeiert und die Menschen stehen auf der Straße, auf Stühlen, Mauern und Tischen. Die WM hat hier auch die Einheimischen im Griff. Seltsam, dass Indonesien nicht qualifiziert ist. Bei 200 Mio Einwohnern und Fußballfeldern überall, sollte doch das Gesetz der Großen Zahl greifen. Die 2 Mädels neben uns gehören auf jeden Fall nicht zum Potential, kreischen die doch bei nahezu jeder Torszene von Südafrika und (!) Mexiko. Auf der anderen Seite ist das vermutlich einfach das Spiel. Es vereint und elektrisiert wirklich viele Nationen.
Kann Nordkroea eigentlich auf die USA treffen ? Das wäre was, hehe.

Deutschlands erstes Spiel ist am 46. Tag. Die Bar ist voll und die Übertragung steht diesmal. Allerdings zehrt es ziemlich an der Substanz um 02:30 Uhr aufzustehen. Naja, was soll ich sagen, es lohnt sich. Gestern habe ich unfreiwillig bereits das Spiel der Engländer gesehen, da jemand "leicht beschwipst" trampelnd wie eine Elefantenherde nachts vom Feiern zurück kam. Leider konnte ich nicht mehr einschlafen und der Weg zur Übertragung ist mit 50m überschaubar. Was sagt eigentlich die Presse zu der Leistung des Fußballheimatlands?

Wir sind schon ziemlich lange auf der Insel und gehören irgendwie schon zum Inventar der Tauchschule. Die tägliche Routine mit Frühstück - Kaba kaufen - Tauchen, Entspannen, Mittagessen besorgen und Abendprogramm lässt einen total das andere, hektische, effiziente und effektive westliche Lebensprogramm vergessen. Hier auf der Insel sind die wirklich wichtigen Fragen:
Wo essen wir zu Mittag?
Tauchen oder Sonnen wir heute?

Damit sich das nicht zu einem pathologischen Inselkoller ausweitet, verlassen wir für die letzten 2 Nächte Big Bubble und ziehen an die Nordspitze der Insel. Das Resort heißt Pondok Windy Bungalows und alle die hier arbeiten sind wirklich durch den Wind. Total nett werden wir als einzige Gäste umsorgt und mehrfach am Tag nach Pilzen gefragt. Es erstaunt schon nicht mehr, dass Jugendliche auf dem Fahrrad vorbeikommen, um sich eine Packung zu genehmigen. Das Zeug muss gut knallen, denn die Kleinen sind innerhalb weniger Minuten voll druff.
Ansonsten ist dieser Teil der Insel auf jeden Fall für Romantiker geeignet. Der Sonnenuntergang ist in Bambusliegen auf dem Strand zu beobachten, während leckere Milchgetränke oder Cocktails serviert werden. Der gekühlte Raum (jetzt mit Klima) ist eher ein Schock und wir sind bei 22 Grad gestartet und mittlerweile bei 26 angelangt. Das ist noch immer so, als würden wir einen Kühlschrank betreten.
Die windigen Bungis bieten leckere Milchschüttler und das übliche Essen. Die Anlage ist sauber, doch vor allem ist die Lage, der Strand und der allabendliche Sonnenuntergang einen Besuch wert. Viele Gäste kommen abends und speisen auf den Bambussofas am Strand im Licht der Öllampen. Wirklich Crusoe mässig.

Am letzten Abend gehen wir dann noch mal in die Stadt - ein Fußmarsch von ca 25min. Das Weibchen möchte unbedingt die Kas'nockerl probieren (siehe auch unten) und anschließend nochmal richtig feiern. Unsere Inselkollegen treffen wir in den einschlägigen Bars und landen zum Schluß in Kates Lieblingsetablissment - dessen Name ich nicht mehr weiß. Dort überredet Roger meine süße Reisebegleitung auch zu einer Pilzerfahrung. Die wird in einem Schnapsglas serviert, ist pechschwarz und schmeckt wohl nicht allzu lecker. Nach 10min tut sich nichts und Roger legt nochmal eine Runde nach. Interessanterweise merkt er nach weiteren 10min sehr deutlich die Wirkung, während S Große mit mir wieder die halbe Insel umrundet und gar nichts spürt. Vielleicht machen solch kleine Dosen und Drogen nichts mehr.


Folgende Restaurants sind empfehlenswert: "Bu'de" mit dem günstigen aber leckeren Essen, "Living Room" mit gutem und günstigem Essen an der Hauptstrasse und dann noch "Mo.zart", mit echtem österreichischem Essen. Die Kas'Nockerl sind der Kracher.
Wichtig für die Gili Inseln ist folgender Hinweis: BARGELD. Die 2 Automaten ( einer akzeptiert nur Visa) sind chronisch leer und es gibt sonst nur die Möglichkeit bei Halsabschneidern für 10% Kommission zu wechseln. Die Automaten spucken nur 1.5 Mio aus, also ca 160€, die meisten Restaurants und Hotels nehmen nur Bares. Also gilt es BARGELD einzupacken.
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Gili Islands

Am 38. Tag (05.06) fahren wir mit Sea Marlin Cruises Sea Marlin von Ubud über Padangbei nach Gili. Das Schnellboot kostet 600' hin und zurück inkl. Transport zu einem beliebigen Ort; laut Preisliste soll das doppelt soviel kosten. Keine Ahnung wieso wir es billiger bekommen. Am Boot liegt es nicht, dass ist relativ neu und macht einen guten Eindruck. Der Transfer ist mit 1Std 20 sogar sehr schnell.

Die drei Archipele vor Lombok sollen Strandurlaub von seiner schönsten Seite ermöglichen. Gili Trawangan ist die größte der Inseln mit einem Berg, äh Hügel, von beachtlichen 75m. Sonst nur Palmen und Strand. Gili Meno ist die kleinste, aber auch teuerste Insel. Dort gibt es wenige Unterkünfte, dafür zu gehobenen Preisen. Gili Air ist kleiner und ruhiger als Trawanga - Einheimische sagen, so wie diese vor 10 Jahren.
Da wir tauchen wollen, haben wir bei Big Bubble einen Bungi für 250' / Nacht gebucht. Die Tauchpreise sind inselweit auf US$ 38 festgesetzt, somit ist das kein Grund zur Unterkunftssuche. Die Mischung aus wackeligen Holzhütten und luxuriösen Bungalows an der Promenade ist durchaus ein wenig irritierend. Sehr schön ist dagegen die Tatsache, dass keinerlei motorgetriebene Fahrzeuge erlaubt sind. Stattdessen nur Pferdekutschen im Miniformat.
Eine Straße aus Staub und hier und da Pflastersteinen führt einmal um Trawanga herum. Diese trennt auch die Resorts vom Strand, was das "Thailand Gefühl" vermissen läßt. Eine Inselumrundung dauert zu Fuß ca. 2 Std und auf der Rück- (West)seite sind neue, teilweise exklusive Resorts entstanden. Der Strand ist schmal und teilweise mit Korallenresten bedeckt, das Wasser glasklar, grün und warm - zur Abkühlung gänzlich ungeeignet.

Big Bubble hat einen Pool, spartanisches Frühstück und saubere Bungis mit Dusche, Klo und Ventilator. Für AC bezahlt man nochmal 100' extra, da halten wir es wie die Einheimischen und schwitzen lieber. Apropos Schwitzen: meine Reisebegleitung aus der Weltstadt München ist total angetan von den überall angebotenen Pilzen, die so himmlisch sein sollen (mushrooms send you straight to Heaven); etwas irritiert über die Abenteuerlust erkläre ich vor der Bestellung lieber, was das ist. Hach, in München aufzuwachsen muß herrlich sein. So beschützt und behütet von all dem Bösen und Ungesunden in dieser Welt. Da fällt mir ein: Wie sieht s denn mit dem Rauchverbot aus ? Ist das endlich durch oder ist die Schickeria in M noch der Meinung, Rauchen sei schick und interpretiert diese Weigerung zu einem wirklich hippen rauchfreien Lebensstil noch immer als rebellisches Verhalten ?

Der erste Tauchgang führt uns zum Han's Riff. Sehr klares Wasser, viele Fische und bunte Korallen. Zumindest bunter, als je zuvor. Nach 54min ist die Luft alle, und wir müssen uns von all den Tieren verabschieden.
Ein weiterer Tauchplatz ist Shark Point im Norden von Trawanga. Die Strömung ist stark und wir schweben in 20m ohne einen Flossenschlag über Korallen, Schildkröten etc. Leider sehen wir keine Haie, dafür mehrere Schildkröten, Batfish und Tintenfischunterarten. Sehr sehr schöner Ort. Auch Manta Point ist ähnlich tief, bietet leichte Strömung und ziemlich viele Fische. Die Korallengärten erstrecken sich, soweit das Auge reicht. Interessant sind hier die vielen Temperaturschichten. Das Wasser flimmert oft vor den Augen und man schwimmt in eine Badewanne oder eben einen kühlen Lufthauch hinein.
Hallik's Reef ist ein weiterer Platz mit Schildkröten und Großfischen. Hier ist das bestechendste die Sicht. Wir können bereits an der Oberfläche den Grund in 30m Tiefe erkennen. Toll ! Die gute Sicht ist hier - ähnlich wie beim Tauchgang auf den Cook Islands - fantastisch und erlaubt auch in großer Tiefe relativ gute Farben und natürlich das Erspähen allerlei Getier.

Mit dem Inselhüpfer kann man auf die anderen Insel fahren. Vorsicht beim Fahrscheinkauf, denn nur direkt an der Kasse bekommt man die Überfahrt zu Gili Meno für 20'. Andere nehmen dreist 30', auch wenn das jetzt finanziell keinen Bankrott nach sich zieht.
In ca 25min legt das Longtail an der Ostseite von Meno an. Die Umrundung dauert hier nur 1 Stunde, jedoch sollte man gleich mit dem Süden beginnen. Die Resorts nördlich der Anlegestelle sind ziemlich herunter gekommen, auf der Westseite eigentlich mitunter sehr nett. Die 2-3 Besten liegen jedoch südlich des Hafens. Preislich leicht über Trawanga, empfinden wir jedoch die Abgeschiedenheit einiger Resorts als großes Problem. Wo Essen gehen ? Wo Wasser kaufen ? Spannend wird es bei der Abreise. Das Boot ist wie immer absichtlich rückwärts gestrandet, bewegt sich allerdings keinen cm vom Strand weg. Jede Planke ist belegt und da es Kiel auflegt, legt es sich mit jeder Welle auf eine andere Seite fast bis das Wasser über die Reling schwappt. Selbst einer einheimischen Oma ist das zu viel und sie meckert lautstark, während die Tochter und andere Indonesier nur lauthals lachen.
Nach einem Tag vor Ort bleiben wir in Trawanga. Hier geht es mitunter ein wenig lauter zu, jedoch ist hier wenigstens halbwegs gewährleistet, dass das auf der Karte stehende auch vorhanden ist. Abgesehen davon, gibt es auf der Insel auch abgelegenere Bungalows.



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Ubud und um Umgebung

Tag 35: Der Transport von Nusa Lembongan erfolgt erst mit dem Boot und anschließend mit dem Bus nach Ubud. Für die Sehenswürdigkeiten im Landesinnere ist das der zentrale Anlaufpunkt.
Um ehrlich zu sein, ich bin noch nie so ahnungslos irgendwo angekommen. Da wir den Reiseführer vor Wochen angelesen hatten und wieder an Philipp zurück gegeben hatten, schwimme ich mit Ortsnamen, Höhepunkten und jeglichen Infos zu Bali. Denpasar als Flughafen ist mir geläufig, doch Transport und weiteres einfach nicht. Ein komisches Gefühl sich auf andere verlassen zu müssen. Doch wir sind in guten Händen und lesen fleißig für den Rest der Reise.

Mit einem Fahrer wickeln wir die Tempel in der Umgebung ab. Dafür sind 400' (tausend) fällig - Handeln ist hier auch nötig. Der erste Halt ist "Pura Gunug Kawi" nördlich von Ubud. Die Anlage liegt in einer Schlucht nahe eines kleinen Flusses und ist in einem schlechten Zustand. Sehenswert sind die riesigen in den Fels getriebenen Grabsteine. Zu beachten ist, dass sowohl der Mann, als auch die Frau einen Sarong tragen muss. Vor den Tempeln haben sich Händler angesiedelt, die diese verkaufen. Handeln ist hier Pflicht und mehr als 30' Rp zu teuer. In Pura Gunung Kawi kann man sich sogar einen Sarong leihen.
Die größte und zugleich wichtigste Anlage ist "Besakih" am gleichnamigen Ort. Die Bauten sind gut erhalten und wunderschön in den Hang gebaut. Bis zu 11 Dächer sind auf einen Turm gestapelt, was den Grad der Wichtigkeit repräsentiert. Leider ist es hier sehr touristisch, was vielmehr auf die Abzocke bezogen sein soll. Zuerst wird vorne von einem Mann in Uniform Eintritt verlangt. Um den Parkplatz befinden sich Buden, die alles möglich anbieten. Die Preise sind astronomisch und Feilschen einfach Pflicht. Die Balinesen sind hier einfach ziemlich versaut - wirtschaftlich. An der Strasse sitzen dann ein paar Jungs in einer Hütte, haben sich ein Schild mit Touri Information gemalt und verlangen nochmal Geld für einen Führer. Denn ohne diesen darf der Tempel nicht betreten werden. Man solle doch 500' spenden. Für 40' latscht ein gut englisch sprechender knarziger Alter mit uns durch die Gegend und wir staunen nicht schlecht, als wir deutsch und französischsprachige Führer auf dem Weg treffen. Die Tempelanlage ist absolut sehenswert und zeigt balinesische Kultur, sowohl als auch Hinweise auf den Hindu Glauben.

In Ujung soll noch ein Tempel sein. Die Fahrt führt durch eine Stichstraße ans Meer und malerisch vor dem Wasser liegen die Bauten in Süßwasserseen. Alles von Hand angelegt und wirklich schön anzusehen. Dieser Ort ist von Touristen weitestgehend verschont und so ist ein Foto ohne Rucksäcke möglich.
Am "Goa Lawah Wassertempel" haben wir Glück, denn parallel zu Christi Himmelfahrt ist hier auch eine Zeremonie. Selbstverständlich gibt es da keinen Zusammenhang, schon alleine die Andacht verläuft total anders. Die Familie bringt dem Gott ein Geschenk mit - meine Interpretation - und die Frauen tragen dies auf dem Kopf. Es handelt sich dabei meist um Speisen. Interessanterweise bringen alle wieder die Gaben mit aus dem Tempel, woraus folglich lediglich eine Segnung passiert. Der Trubel um den Tempel ist groß, kommen die Balinesen mit Mopeds, Autos und Fahrrädern an.

In Ubud selber gibt es den Affenwald und Reisterassen. Beides auf seine Art sehenswert. Die Makaken sind einfach niedlich und ziemlich zutraulich. Mitunter wird man von Ihnen beklettert und verliert ein Papierstück, weil s der Affe aus der Hosentasche zieht. Als Vorsichtsmaßnahme sollte Geld verschlossen werden. Die possierlichen Tiere ähneln uns Menschen sehr und von Babies bis alten graubärtigen Exemplaren ist alles dabei. Der Wald liegt in einer Art Schlucht, die Wege sind weitläufig und Füttern ist erlaubt.
Während der Affenwald ein wenig Eintritt kostet (10'), ist die Besichtigung der Reisterassen frei. Der Anbau ist so aufwendig, langwierig und anstrengend, da weiß man plötzlich das Nahrungsmittel zu schätzen !
Wer eine Stunde Zeit hat, sollte unbedingt in den "Nur Salon" gehen und die traditionelle Massage für 180' Rp buchen. Herrlich, wenn s hier und da auch mal zwickt. Oh, und mit Sonnenbrand nicht machen, denn das Peeling kribbelt ein wenig. Danach ist eine Stärkung willkommen. Die Restaurants Ibu Rai, Café Wayan und Café Luna sind zu empfehlen. Letzteres vor allem für den Nachtisch. Der Schoko Kuchen muß eine Sünde sein, weil er so gut schmeckt.
Im Hotel Gayatri haben wir uns für drei Nächte einquartiert und für 250'/ Nacht ein sauberes Zimmer, inkl. Frühstück und einen goilen Pool gezahlt - ich sag nur "Arschbombe". WLAN gibt s auch gratis - mal was anderes nach der Zahlerei in Neuseeland - doch die Kapriolen des € sieht man so umso genauer.

Die Zeit in Ubud war super und zu viert machen viele Dinge einfach mehr Spass. Abgesehen von diversen Sparpotentialen. Hier auch nochmal ausdrücklich Danke für die Hilfe an P&V :-)
Abschließend noch kurz was zum Markt in Ubud. Auch wenn der von der Strasse eher wie zwei Ladenfronten aussieht, so erstreckt er sich nach hinten heraus und verbreitert sich auch immens. Die angebotenen Waren reichen von Schnitzereien, über Kleidung bis hin zu Accessoires. Ein 3 Schalen Set wurde im ersten Schritt zu 750' angeboten und ohne unser Zutun landeten wir innerhalb von 90 Sekunden bei 100'. Das erinnert mich fast an die Akitenindizes derzeit.
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Nusa Lembongan

Am Tag 32 sehen wir im Grunde nur Flugzeugkabinen. Von Christchurch mit Air Newzealand nach Melbourne und dann mit dem A380 nach Singapur. Was ein toller Zufall, wollte ich in dem Baby doch unbedingt mal mitfliegen.
Um 23 Uhr erreichen wir Sanur und finden auch gleich ein Hotel. Nur ins Bett. Trotz Lounges sind wir 24 Stunden unterwegs und das schlaucht ganz schön.

Das Hotel liegt direkt an der Strasse zum Hafen und mit Scoot Cruises setzen wir am 31.05 auf die Insel Nusa Lembogan über, um Philipp und Vio zu treffen. Bei hohem Wellengang erreichen wir das südöstlich von Bali liegende Eiland und die Anlage Waka Nusa. Trotz Nebensaison liegt der Preis bei US$ 170/ Zimmer. Dank Verhandlungsgeschick von Philipp sind es nur 100. In Anbetracht der Leistung und im direkten Vergleich zu Thailand ist das sehr teuer. Alles ist sehr sauber, die Bungis wirklich groß, mit AC und Minibar, doch vor allem der Strand kann nicht mit dem nördlichen Nachbarn mithalten. Eine entsprechende Anlage würde da vermutlich eher 50-70 kosten.
Am meisten stören jedoch die Tagestouristen, die von Schiffen, die militärischen Landungsbooten ähneln heran gekarrt werden. Dazu kommen Animateure mit den üblichen Pauschaltouristen Angeboten. Banane fahren, Glasbodenboot etc. Die Liegen sind dann fast alle voll und es muss leider !! auf die Handtuch-Reservier-Methode zurück gegriffen werden. Sehr schade und irgendwie nicht sehr passend.
Nach Rücksprache scheint Bali generell nicht wirklich für Individualurlauber gemacht zu sein. Der öffentliche Transport ist sehr rudimentär und ein privater Fahrer samt Auto das übliche Fortbewegungsmittel. Auch die Strände zählen nicht zu den Höhepunkten Balis. Außer am südlichsten Zipfel, wo all die Luxus Hotelmarken Ihre Paläste errichtet haben. Zudem machen die Japaner die Preise kaputt, da sie alles zahlen.

Trotz allem genießen wir die Tage, spannen aus und liegen in der Sonne. Eine Schnorcheltour zu einem nahegelegenem Riff entpuppt sich als angenehme Überraschung. Die Korallen liegen in 2-4m und sind gut erhalten. Fische sind auch da und nebenan surfen die Meister große Wellen und wir gucken in die Röhre, wenn sie durch die Welle gleiten. Beeindruckend.
Den Tauchausflug zum Manta Point schaffen wir nicht. Leider. Der Seegang ließ das nicht zu und am nächsten Tag geht unser Taxiboot bereits morgens. Also gucken wir uns die Putzerstrasse der Mantas auf den Gillis an - drei kleine Inseln vor Lombok.
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Kuriositäten,interessante Randbemerkungen und Fazit

Neben all den Sehenswürdigkeiten, oder vielmehr der Natur, gibt es aber auch andere Dinge zu entdecken. Vielleicht sind es Kleinigkeiten, oder sogar Belanglosigkeiten, doch ich entscheide hier und jetzt, dass sie einen extra Eintrag wert sind.
Obwohl Japan gemeinhin als das Land der aufgehenden Sonne bezeichnet wird, stimmt die Aussage nicht. Denn die Kiwi sind das Land des Sonnenaufgangs und früher dran als die asiatischen Kollegen. Auch wenn das nicht 100% korrekt ist, schließlich liegt die Inselgruppe Tonga mehr oder weniger auf der Datumsgrenze. Legt man aber die Defintion Land zu Grunde, schummelt Japan - oder kopiert, so wie bei den Autos :-)
Wo ich gerade ein wenig lehrerhaft unterwegs bin, gleich noch was hinterher. Mich hat es überrascht, dass Sydney nördlicher liegt als Auckland. Somit sind die Kiwis wirklich ziemlich weit unten. Daher auch der Spruch: "if the world goes arse up, then we will be on top"

Kurios war Diederik, der fliegende Holländer. Das erste Mal haben wir dem sympathischen Euro in Whangarei getroffen. Nach einem kurzen Plausch trennten sich unsere Wege. In Opononi trafen wir ihn am Parkplatz mit Aussicht erneut. In Wellington im Cable Car und wir stellten fest, dass wir alle einen Tag später auf die Südinsel übersetzen. Gleichzeitig, nicht aber mit dergleichen Reederei. In Havelock rannten wir erneut ineinander und tauschten Mobilnummern aus.


Naja, bei den Pfannkuchen verpassten wir uns knapp, in Franz Josef hat es wieder geklappt. Das Land ist offensichtlich ziemlich übersichtlich.
Wo ich gerade von Kuriositäten schreibe. In Sandspit am Campingplatz tappel ich morgens in die Dusche und entdecke im Waschbecken ein Insekt, dass ich noch nie gesehen hatte. Dafür betrat sogar das Weibchen die Herrenabteilung der Campingdusche und staunte nicht schlecht über die Gottesanbeterin.

Neulich im Supermarkt waren die Schlangen so lange und die Selbst Scanner Kassen leer. Folglich ging s da weiter. Nun ist die Tatsache an sich kein Knaller, allerdings hat mich die Technik geschockt. Nach jedem Scan muss das Produkt in die Tüte gepackt werden, denn unter der gleicht eine Waage das Gewicht der Tüte mit dem Produkt ab und erlaubt erst nach dem Eintüten weiteres Scannen. Augen wie Bauklötze, abgesehen von allen erdenklichen Zahlungsmöglichkeiten. Sind die Kassen bei uns auch schon so weit ?

Vermutlich ist den meisten klar, dass Neuseeland im Grunde nur eine große Insel ist. Um genauer zu sein, gibt es keinen Ort von dem man nicht in 3 Stunden das Meer erreichen könnte. Und doch können ziemlich viele Kiwi nicht schwimmen. Im TV laufen Spots, die Eltern ans Herz legen, Ihren Sprößlingen das Paddeln beizubringen. Jedes Jahr saufen wohl einige mangels Fähigkeiten schlicht weg ab. Also ich trage noch immer ein großes ? im Gesicht !


Dazu passen auch die vielen lustigen Schilder und Warnungen hinsichtlich Alkohol. Da werden diverse Straßenzüge als Bannmeilen eingerichtet, auf denen der Verzehr oder Transport nicht erlaubt ist. Ausnahme ist der Weg vom Kofferraum zur Haustür. Sonst nix. Ohne Scheiß. Mir sind in Auckland bereits die Hinweise aufgefallen, aber das Schild in Rotorua hat den Vogel abgeschossen und stellt keine Ausnahme dar !

Bei Ausnahmen fällt mir die ausnahmslos schlechte Isoliering der Häuser ein. In einem Land, dass klimatisch doch recht kühle bis kalte Winter hat, ist es für mich unbegreiflich, dass es kein zentrales Heizungssystem gibt. Da werden Radiatoren gekauft und an die Steckdose angeschlossen. Die E-Kosten müssen immens sein, abgesehen vom Wirkungsgrad. Einfachverglasung, Null Isolierung und haareraufende Spaltmaße sorgen für kalte Räume, wie man sie sich nicht vorstellen kann. Selbst in Sebis Neubau hat man das nicht beachtet. Ganz abgesehen von älteren Gebäuden. In Greymouth kam ein Hostel nicht in Frage, weil es außer in der Küche überall wirklich eisig kalt war und der Atem sichtbar wurde. Also nennt mich verwöhnt, aber ich sitze definitiv nicht mit der Winterjacke auf dem Klo oder Dusche im Neoprenanzug.


Fazit
Neuseeland hat vieles zu bieten, vor allem Natur in den unterschiedlichsten Nuancen von Grün. Sobald die Sonne scheint, beginnen die Wiesen und Wälder zu leuchten und es wird gleich warm; was wohl auch mit an dem Ozonloch hängt.
Die von uns gewählte Jahreszeit hatte Vorteile, da wir nie anstehen mussten und fast immer alleine waren. Doch ist sie definitiv ungeeignet die viele wunderbaren Strände badend zu genießen. Neuseeland steht gemeinhin nicht für Strandurlaub, doch nach 3 Woche und ca 3.500km ist es Zeit, diese Einstellung zu revidieren. Die Buchten und Klippen sind wunderschön und dabei haben wir die Halbinsel "Coromandle" sowie die "bay of plenty" gar nicht gesehen.
Kiwi = Natur. Sei es die Küste oder aber die aktive Gegend um Rotorua; es ist definitiv eine Reise wert. Als Fortbewegung diente uns der Minicamper, weil der lustigerweise günstiger als ein kleines Auto war. Da das Essen selber angerichtet werden kann, ist der Urlaub neben einer gewissen Nähe zur Natur auch noch günstig. Campingplätze verlangen im Schnitt NZ$ 35 für 2 Personen, bei Jugendherbergen etwa 55. €/ NZ$ = 1/ 0,56.
Zum Thema Kosten sollte erwähnt werden, dass die meisten Attraktionen kein Geld kosten. Die Nationalparks sind frei, einzige Ausnahme Waiotaupo. Doch das ist jeden Pfennig wert. Darüber hinaus werden diverse Aktivitäten angeboten, die mitunter viel Geld kosten: Jetboat, Bungy, Skydive, Gletschertouren, Höhlenexpeditionen usw. Dies hängt wohl vom Geldbeutel der Reisenden ab. Doch läßt sich die Natur auch billiger betrachten, so z.B. mit einer Tagestour auf den Franz Josef Gletscher, statt mit dem Heli drüber fliegen.
Zu guter letzt kann ich jedem nur empfehlen, sich auf der anzumelden. Nicht nur, weil das günstiger als die oben erwähnten Möglichkeiten ist, sonder weil man auf diese Weise wirklich Kiwis besser kennenlernt und u.U. von dessen Wissen was mitnimmt. Durch unseren direkten Kontakt zu den Insulanern haben wir nicht nur nette Tipps erhalten, sondern auch die Konfrontation mit surrealen Fragestellungen erlebt. So wird hier die Erkundung von Europa, allen voran Deutschland, als eine Dauerbesichtigung von Kirchen interpretiert. In jedem Ort/ jeder Stadt dreht es sich meist um ein Gotteshaus. Ob wir denn nichts anderes in petto haben ? Mal ehrlich, der Mann hat recht. Nicht, daß es in D nur Kirchen und sonst nix gäbe, doch Touren drehen sich wirklich hauptsächlich um die christlichen Prunkbauten. Das muss einem einer am Ende der Welt sagen.
Einem anderen ist die dt Sprache ziemlich unverständlich. Nun ja, damit ist er nicht alleine. Schaut man mittags bei uns TV, teilen das Problem Mio Deutsche mit ihm. Vor allem der Satzbau hat es ihm angetan. So wird bei uns aufgrund der Anordnung der Wörter erst am Ende des Satzes klar, worauf er hinausläuft - das Verb kommt sehr oft zum Schluß. Kurz drüber nachdenken - Huch, schon wieder - es stimmt.
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Südinsel: Christchurch

Auf den Tag genau vor einem Monat begann das Abenteuer.
Und aufregend geht es weiter. Ein Blick aus dem Küchenfenster zeigt die Berge mit weißen Spitzen. Es hat also geschneit. Der Umweg über den Lewis Pass sollte uns eigentlich vor Schnee verschonen, da die Kiwi relativ schnell Kettenpflicht ausrufen und dann sind wir in den Arsch gekniffen.
Also los und hopp hopp, Rückgabe ist spätestens um 16:30 Uhr. Kaum haben wir den Pass erreicht, lassen erste kleine Schneereste am Straßenrand erahnen, was uns erwartet. Auch wenn die Strasse geräumt sind, so fahren wir ca eine Stunde durch eine Winterlandschaft und es ist richtig kalt. Die Wettervorhersage für Christchurch ist leider nur leicht besser: Regen, Regen und kalter Regen. Die Abgabe klappt und das backpacker Vagabond nimmt uns auf. Auch hier wirkt sich die wohlige Wärme positiv auf die Entscheidung aus. Unfaßbar, was wir da schon erlebt haben.
Das Wetter zeigt sich von seiner wirklich schlechtesten Seite. Kalter windiger Regen verleiden einem jedes Interesse an einer Freitagabendsause. So gibt es ein wenig Kultur mittles Video. "The world's fastest Indian" fehlt natürlich in keinem Kiwi Haushalt und wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte das sofort nachholen. Den 31. Tag verbringen wir auch weitestgehend im Haus. Es ist einfach scheiße draußen. Ein wenig umherwandern tun wir schon, aber von Christchurch sehen wir nicht viel. Das ist vielleicht einerseits sehr schade, andererseits ist die Vorfreude auf die Wärme in Bali gerade ungleich größer.



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Südinsel: Franz Josef

Die Nacht im Montrose Backpacker ist ein wenig laut, das Zimmer, Dusche, Klo und Küche sauber. Das erste Mal ist ein Haus auch richtig geheizt. Angenehme Wärme macht es richtig heimelig.
Für heute, Tag 29, steht die Besteigung des Gletschers auf dem Programm. Es gibt nur einen Anbieter vor Ort mit verschiedenen Touren, inkl. einer Heli Landung am Gletscher. Die Preise variieren stark, doch von Seiten der Backpacker kommt die eindeutige Empfehlung zur Tagestour. Hier wird man für NZ$ 160/ Pers. hoch ins blaue Eis geführt (Ausrüstung wird komplett gestellt, Essen und Trinken nicht). Nach der kurzen Bustour gilt es ein Geröllfeld zu durchqueren, den Gletscher bereits fest im Blick. Bei der Distanzschätzung täuscht der Tunnelblick durch die hohen Felswände, denn es sind fast 40min bis zum Eis, obwohl es eher nach zehn aussieht.
Mit einem Führer geht es hoch auf das ewige Eis - leider ist es nicht mehr ewig, die Zunge hat sich in den letzten 200 Jahren ca 4km zurückgezogen. Am Gletscher selber kraxelt die Gruppe mit Steigeisen über, unter und im Eis und es bleibt tatsächlich jemand in einer Spalte hängen. Also die Dame fiel nicht in die Spalte, sondern es ging darum, sich durchzuquetschen. Da das Eis aber auch schmilzt, flutschte sie nach ein paar Minuten lässig durch. Am beeindruckendsten von der Erfahrung ist das leuchtende Blau des Eises, an das die Sonne nicht herankommt. Fantastisch.
Nach sechs Stunden bei starkem Wind und dem ersten Schnee der Saison - war klar, oder ? - gibt man die Ausrüstung zurück und legt sich in die heißen Quellen am Ort. Wir leider nicht. Denn morgen ist Autorückgabe und zudem der Arthur s Pass nur mit Schneeketten befahrbar. Darum düsen wir gleich los, um in Greymouth zu schlafen. Das Ausweichmanöver zwingt uns den nördlicheren Lewis Pass zu wählen - Nr. 7.

In Greymouth schlafen wir in Noah s Arche. Eine kleine, saubere Villa mit Kaminöfen im Eßzimmer und Flur und einem Golden Retriever als Wache. Naja, soweit der irgendjemand anbellen würde, sobald er gekrabbelt wird. Dort arbeiten zwei "woofer", die als Reinigungspersonal umsonst wohnen und essen dürfen. Auf diese Weise bereisen sie etwas langfristiger das Land. Sicher aber auch günstiger als wir. Das Hostel ist zu empfehlen, schon alleine wegen der großen DVD Bibliothek. Sonst ist nämlich absolut nichts los im Ort.
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Südinsel: Greymouth, Pancake Felsen, Hokitika

Wie bereits gestern angedeutet, gibt es heute (28. Tag) Pfannkuchen zum Frühstück. Diese sind bei Licht noch viel beeindruckender. Der Name rührt daher, dass die einzelnen Felsplatten in Schichten wie Pfannkuchen gestapelt sind. Das ganze gibt es in brauner und schwarzer Ausführung.
Die unterspülten Felsen lassen die Flut in


Kratern nach oben ausbrechen, doch leider ist der Wellengang dafür nicht stark genug. Auf Bildern im Park bekommt man jedoch eine Vorstellung. Nach reichlich Video & Fotomaterial durstet es nach richtigem Essen. An der Küsten Richtung Norden finden wir in einer Kurve einen schönen Platz mit klasse Aussicht. Tisch und Stühle raus, Pfanne erhitzen, Rühreier. Bei dem Ausblick lässt es sich aushalten.


Was in diesem Abschnitt noch fehlt, ist der Truman Walk. Nein, das hat nichts mit dem Film tun. Dieser Pfad führt von der Küstenstraße durch Regenwald an einen verlassenen Strandabschnitt. Der grobe Vulkansand ist grau bis schwarz und leider voller Sandfliegen. Das hält uns jedoch nicht ab, über die Treppe runter zu gehen. Sehr schön und vor allem so einsam. Kaum haben wir den Rückweg angetreten, kommt uns eine komplette Schulklasse entgegen. Soviel zum Thema "allein".



In südlicher Fahrtrichtung folgt der Ort Hokitika - laut Führer das schönste Städtchen an der Westküste. Genauso wenig wie Greymouth groß ist, strahlt Hokitika irgendeinen architektonischen Reiz aus. Schon gar nicht das Denkmal für gestrandete Schiffe an der Flußmündung. Erneut beschleicht uns die Vermutung, dass sich der Verlag manchmal zu Orten irgendwas aus den Fingern saugt. Gleiches gilt für die alte Minenstadt Shantytown, unweit von Greymouth. Während fast alles in NZ gratis ist, wenn es um wirklich einzigartige Naturparks geht (Mauri, Pancakes, etc.), verlangt man für diese Pseudo Cowboy Kulisse NZ$ 27. Ohne uns. Auf dem Absatz kehrt gemacht und weiter. D.h. für heute Franz Josef, Ort am gleichnamigen Gletscher. Der Streckenabschnitt ist überraschend gerade und in weniger als 2Std erreichen wir das Bergdorf.
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Südinsel: Westport, Greymouth

Da es auch heute noch regnet, nutzen wir den 27. Tag für KM machen. Also auf nach Westport. Dort liegt ein Leuchtturm am Kap Foulwind. Ein Wanderweg führt in einer Stunde zu einer Robbenkolonie. Aufgrund des Wetters fällt das Laufen aus und das Auto bringt uns in die Tauranga Bucht. Dort ist ein Weg um eine


Klippe angelegt, der direkt über einem Felsen voller Robben zwei Aussichtsplattformen bereithält. Die Heuler sind ziemlich aktiv in den Fluten, oder aber ziemlich faul auf den Felsen. Sogar der Kindergarten ist klar zu erkennen. In sicherer Entfernung zu den Menschen unter einem großen Felsen geschützt vor den Wellen tummeln sich die Kleinen.
und von da nach Greymouth. Je weiter südlicher, desto besser wird das Wetter. Was für Europa logisch erscheint, ist hier eigentlich sonderbar. Uns ist s Wurst, dafür zeigt sich Westküste von Ihrer schönsten Seite. Die Landstraße führt in der Regel direkt an der Küste entlang. Die im Meer stehenden Felsen, Landzungen und die tollen Strände bieten eine herrliche Kulisse. Toll, und wir kommen gut voran.



Die Pancake Felsen liegen kurz vor Greymouth und gerade noch sehen wir den glutroten Sonnenuntergang am Aussichtspunkt. Das verheißt Gutes für morgen. Abgesehen davon sind die Pfannkuchen bei Tageslicht ein Muss.
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Südinsel: Picton und Nelson

Mit der Fähre setzen wir am Tag 25 über. Was bleibt uns auch anderes übrig, der Camper muß ja auf die Südinsel. Also


morgens aufstehen und um 7:00 am Pier anstellen. Die Tage in Wellington vergingen wie im Flug und zum Abschied geniessen wir ein weiteres Mal die schöne Bucht. Das Schiff ist ziemlich groß und braucht doch 3 Stunden bis nach Picton auf der Südinsel. Überbrückt wird die Fahrt durch einen Film mit "the rock", dem Ex Wrestlingstar. Naja, aber besser als rausgucken und sich die Felsen und Fjorde betrachten.

Sebi und Barbara fliegen parallel nach Nelson. Wir treffen uns in Havelock, nachdem wir den Queen Charlotte Dr entlang gefahren sind. Der ist der Schnellstraße nach Nelson in jedem Fall vorzuziehen. Schon nur die Governors Bay ist all das Gekurve wert.
Weiter auf der 6 liegt der Ort Rai Valley mit der Abzweigung nach Okiwi Bay. Wir wussten nicht, worauf wir uns einlassen. Kurven wie sie in der Schweiz nicht schärfer sein können. Doch die Fjorde sind toll. In einer Ecke ist ein Wanderweg zu einem Aussichtspunkt, an dem wir Meer oder weniger den Sonnenuntergang abwarten. Anschließend geht es weiter nach Nelson. Nach kurzer Suche finden wir auch ein total süßes Hostel bei einer Shell Tanke. Ein verschlungener Pfad führt zu einer alten Holzvilla hinauf. Sieht aus wie ein verwunschenes Hexenhäuschen, aber total nett. Leider ist eines der Doppelzimmer im Gartenhaus untergebracht. Wir entscheiden uns dafür. Dann wird halt nachts in die Rabatte geschifft,hehe.


Tag 26 weckt uns mit Regen. Toll, sollte heute doch Abel Tasman dran sein. Auch die Vorhersage für die nächsten Tage verheißt nichts Gutes. Aber am Franz Josef Gletscher soll die Sonne scheinen.
Den heutigen Tag verbringen wir mit Sebi und Barbara und bleiben noch eine weitere Nacht in der in der Jugendherberge. Die beiden müssen jedoch wieder zurück nach Wellington; der Flug dauert keine 30 Min, derweil prüfen wir die Möglichkeiten der kommenden Tage. Die Variable ist einfach das Wetter.
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Nordinsel: Wellington und der Süden

Nach exakt drei Wochen wachen wir wie immer früh am Campingplatz auf, doch die anfänglichen Sonnenstrahlen täuschen. Es ist diesig und wir überdenken die Route.


Eigentlich wollten wir nach Masterton fahren und uns die Weingegend ansehen. Doch im Regen ist das nicht so toll.
Also fahren wir Richtung Wellington auf dem1er und machen 2x Halt. Zum einen in Otaki. Dort steht die älteste Kirche Neuseelands und es hat einen Strand, der mich an die Nordsee mit Ihren Dünen erinnert. Die Inneneinrichtung der besagten Kirche ist mal ganz anders. Hier sieht man selbst bei den Christen den Einfluss der Mauri.
Der zweite Halt ist im Renterstädtchen Waikanae. Hier sehen wir Boule spielende Renter und generell viele alte Leute. Laut Reiseführer ist das auch eher ein Ort für den Alterswohnsitz. Umso überraschter sind wir über ein Neubaugebiet, an dem wir zufällig vorbei kommen. Dort steht ein architektonisch ultra-modernes Haus als Muster. Kaum gucken wir interessiert, kommt auch schon ein älterer, enthusiastischer Verkäufer angeschlurft und stellt uns bereitwillig alle Details dieses umweltfreundlichen Wunderhauses vor. Alles wirklich beeindruckend und vom Design her ein Knaller. Das Ganze für 1 Mio, das sind knapp 560 T€ inkl Grund. Ok, nicht wirklich zentral, weil 1 Std von Wellington entfernt, doch trotzdem ziemlich günstig. All die Umwelttricks habe ich mir versucht zu merken. Man kann ja nie wissen !

Nun aber direkt nach Wellington. Das Wetter wird zunehmend schlechter und schließlich mal wieder richtig schiet bis wir ankommen. Sebi und Barbara wohnen ziemlich zentral gegenüber dem Te Papa Museum, mehr oder weniger direkt am Hafen. Tolle Aussicht und alles in der Nähe. Bis Sonntag bleiben wir hier. Auch Wellington entpuppt sich als eine sehr schnuckelige Stadt, die ähnlich wie Auckland viele kleine Holzhäuser und enge, kurvige Hangstraßen bietet. Der Geschäftsteil der Stadt protzt mit Hochhäusern, die Hongkong-gleich


die Hafenrundung bevölkern. Bei Tag und bei Nacht eine beeindruckende Kulisse. Der Stadtstrand ist zu Fuß auch nur 20min weg und es sind sogar Kiwis im Wasser. Überhaupt deren Temperaturempfinden ist wirklich erwähnenswert. Egal wie zapfig, beinfrei geht immer. Auch wenn man eine Wollmütze und nen Parka oben trägt. Das sieht mitunter sehr seltsam und lustig aus.

Wir tauchen hier ein wenig ins normale Leben ab und schauen uns nebenher die Stadt an. Das Museum ist gratis und gut für einen langen Nachmittag. Ein wenig Geschichte und viel Natur. Bilder und Kunststücke sind nebensächlich - ein Glück. Mir hat es der riesige Tintenfisch angetan. Ein Monster aus der Tiefe und 4m groß. Der liegt in Formaldehyde (schreibt man das so?) für die Ewigkeit konserviert. Aber den Fang haben sie auf Video festgehalten. Kino testen wir auch, "Iron man 2". Solides Popcorn Kino, aber die Handlung ist ein wenig dünn im Vergleich zum ersten Teil.
Durch die Fjorde ist Wellington ziemlich verwinkelt, doch bietet es dadurch viele Seiten. Vor allem die


Ecke hinter dem Flughafen ist wunderschön. Kleine süße Häuser an Hängen oder direkt am Meer und das Ufer abwechselnd dunkle Felsen oder Strand. Da kommt sofort Strand/ Urlaubsgefühl auf. Ja, ich bin im Urlaub, denke aber daran wie es wäre hier zu wohnen. Bis auf heiße Weihnachten bietet NZ ja eigentlich alles wie zu Hause. Nur die Leute - auch an der Arbeit - sind soviel entspannter ! Die Südinsel sorgt dann für den Ausgleich im Winter, mit all den Gletschern und Skigebieten. Folglich alles da, was ich bräuchte. Laut Sebi ist in Wellington sogar eine große Filmindustrie und die Stadt trägt den Beinamen Welliwood. Hm !?

Position:Cable St,Wellington,Neuseeland

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Nordinsel: Zentrum (Waitomo Caves, Rotorua, Taupo)


Hamilton ist die 5. größte Stadt mit 120.000 Einwohnern. Das merkt man auch gleich beim Reinfahren. Bekannte Restaurantketten, Autohändler und Supermärkte. Da wir um 19:00 Uhr mit Jonathan, einem Studenten, verabredet sind (CS), schauen wir im Zentrum der Stadt vorbei. Danach folgen wir seiner Wegbeschreibung. Ein wenig auswärts fahren wir an langen Koppeln vorbei. Hier und da ein Haus. Als wir in die Einfahrt einbiegen, liegt ein langer Schotterweg vor uns, bis wir vor einem Eisentor mit Mauerpfeilern stehen bleiben. Ein Blick auf die Beschreibung; hm, stimmt, also klingel ich. Prompt öffnet sich die Pforte und wir fahren eine Allee zum Haupthaus entlang.
Wer auch immer "Denver Clan" gesehen hat, weiß wo wir waren. Jonathan entpuppte sich als Studi, der nach einem London Aufenthalt wieder bei seinen Eltern wohnt. Gemeinsam gab es Lamm zum Abendessen und wir fühlten und ein wenig dämlich mit einem 6er Pack Dosenbier und Kartoffelchips. Eigentlich habe ich eine Studi WG erwartet.
Mit vielen Tipps fand ich mich um 21 Uhr auf einem Tennisplatz wieder und drosch nach zwanzig Jahren wieder die Filzkugel über s Netz. Kein Eigenlob, doch das ging recht gut. Zum Glück war Jo wohl aus der Übung. Der Abend klang bei Bier aus und wir zogen uns in unseren Flügel zurück. Bad und Dusche hatten wir für uns. Sicher ist das atypisch CS, aber dennoch total nett.


Den 17. begehen wir wie immer ziemlich früh. Der Vater hat schon ein wenig Frühstück vorbereitet, während Jo zum Rudern los ist. Nach Kiwis im Überfluß düsen wir los und erblicken die Ländereien bei Tageslicht erst richtig. Wow.






Kurz nach der Kreuzung zu den Waitomo Caves (Glühwürmchen Höhlen), liegt auch schon der Anbieter "blackwater". Eine Empfehlung von Jo. Die machen just eine Gruppe fertig. NZ$ 135 für 5 Std, inkl. Abseilen, Glühen, Reifenrafting und Klettern. Das klingt fair, wenn auch nach einem Nebensaison Angebot. Wir haben ein Prospekt, da kostet nur das Reifenrafting soviel.
Die Tour ist naß und kalt. Die Wassertemperatur beträgt schlappe 14 Grad und zerrt zum Ende hin ziemlich an der Motivation. Die 27m Abseilen am Anfang sind wirklich eine lockere Übung, die Würmchen und Ihr Lebensraum faszinierend, wenn das Zähneklappern nicht wäre. Leider ist Niedrigwasser und das Rafting ist mäßig. Die Kletterei aus der Höhle ist nicht so schwer wie gedacht, aber mit Sicherung läßt sich ja leicht reden. Das Beste an der Sache war der Führer Brendon und seine Witze über Amerikaner. Herrlich. Laut seiner Aussage stellt niemand Fragen wie die. Kostprobe gefällig (die Fragen kommen wohl regelmäßig) ?
"Wieviel % der Höhlen befinden sich denn unter der Erde ?"
"Wenn wir raften, schwimmen wir im Kreis und kommen wieder an der Einstiegsstelle heraus, oder ?" - Disneyland, klarer Fall :)

Nachdem wir aufgewärmt sind, läuft die Heizung im Mitsubitschbatsch trotzdem volles Programm, genau wie der Motor. Rotorua wollen wir noch erreichen. Das Thermalmekka von Kiwi wartet auf uns. Und Sebi, der ist auch auf dem Weg. Der Campingplatz kostet NZ$ 20/ Per, was ziemlich viel ist dafür bietet er dann aber eigene Thermalquellen; ok, nun nicht wirklich der Hammer in Rotorua.
Nach dem Abendbrot fahren wir kurz in die Stadt, um mal wieder zu bloggen. Bei der Fenster-Version dauert das natürlich wieder ewig. Klar, oder. Dafür gibt es gratis Live-Gesang und der eine Mauri kann wirlich gut Karaoke.


Heute, am 16.05 (18. Tag), haben wir uns mit Sebi in Waiotaupo verabredet. Vorher laufen wir wie empfohlen einfach durch Rotorua. Die leben da in einer aktiven Vulkangegend und es zischt und brodelt wirklich überall. Zwischen, unter, neben Häusern steigt Wasserdampf auf. Die Erde an sich ist richtig warm. Logischerweise ist das Wasser kochend heiß. Nachteil dieser Gratisheizung - Schwefelgeruch. Es muffelt überall leicht nach faulen Eiern. Als wir einen Platz passieren, der nach einer Mauri Stätte aussieht, kommt ein Wächter und verlangt im ersten Schritt NZ$ 20 von uns. Dann halbiert er.





Wir verlieren sofort das Interesse an der Kirche und deren Vorplatz und trollen uns.
Etwa 20min südlich liegt das thermale Wunderland Waiotaupo. Dieser von Kratern durchzogene Park ist ziemlich aktiv. Zum Themen Zischen legt er die Latte gleich mal höher. Beeindruckend sind hier die bunten Farben des Gesteins: leuchtend Gelb (Schwefel) oder knall Orange (Antimonsulfide) z.B. Die lange Runde dauert etwa 90min und am Ende liegt ein Kratersee, der aussieht wie eine Riesensuppe Mountain Dew. So richtig quietsch-grün.

Am Restaurant an der Hauptstraße gesellt sich Sebi zu uns. Meine Herren, das letzte Mal als wir uns gesehen hatten, war etwa vor einem Jahr am Münchner Flughafen. Die nächsten Tage reisen wir nun gemeinsam. Er und ich sind alte Reisehasen. Das ist mittlerweile das siebte Land, in dem wir gemeinsam was unternehmen. Zuerst steuern wir denn die mudpools an. Leider hatte es während des Essen geregnet und so konnte noch nicht alles Wasser versickern. Am Rand konnte man aber deutlich die kleinen Schlammblasen beobachten. Die heißen Wasserfälle - ein Tipp eines Kiwi - fanden wir nicht. Wir wähnten uns auf dem richtigen Weg, stolperten aber über verwesten Tiere. Unzählige Knochen und die Reste von Kadavern lagen am Waldrand eines Weges. Naja, auch ein heißer Fund, wenn auch anders.






Die Badeecke nach dem Wunderland finden wir sofort. Ab in die Badehose und rein ins Vergnügen. Eine heiße Quelle fließt in den normalen Fluß. Je näher man gen Quelle geht, desto heißer wird ist. Lustigerweise nur an der Oberfläche. Durch Schaufeln kann man von unten kaltes Wasser nach oben bringen. Die Partikelchen sind Baumrinde und anderer Dreck, der sich dann meist in der Badehose wiederfindet. Mein Betteln und Flehen um eine Dusche fand kein Erbarmen, wir campen wild. Ferkel, pfff :)
Taupo wird abends noch unsicher gemacht. Was heißt, das wir in einer leeren Kneipe sitzen und uns nett unterhalten.


Die Nacht ist sehr frisch, zumal unser Heizlüfter nicht mehr geht. Auf dem verlassenen Parkplatz in der Nähe der Huka Wasserfälle schmieren wir am Tag 19 gemeinsam Honig/ Marmeladen/ Nutellabrote. Zu den Fällen ist es nur ein Katzensprung. Der Wasserstand ist ziemlich niedrig und daher ist der Kanal nicht voll gefüllt. Man muss wissen, dass sich das Wasser aus dem Taupo See durch ein felsiges Nadelohr presst, an dessen Ende besagte Fälle sind. Hier rauschen pro Minute 5 Olmypiapools aus 10m in das Becken. Die in Kiwi erfundenen Jetboote fahren ganz an den Wasserfall heran. Allerdings kosten 30Min NZ$ 90 und bei Morgennebel auch nicht wirklich toll.
Ein Spektakel ist jedoch die Öffnung der Schleusen weiter flussabwärts. Dreimal täglich wird hier Wasser ins nächste Flußbett gelassen. Faszinierend, wie sich die Wassermassen langsam die Schlucht hinunter drücken. Während oben bereits reißende Gischt entsteht, ruht das Flußbett weiter unten vollkommen. Für kurze Zeit erwägen wir einen Heliflug, doch die NZ$ 99 sind nur für die 10Min Runde. Die Mittagspause legen wir panoramaoptimiert direkt am Taupo See ein. Auf einerakrbank brutzeln wir Nudeln a la Arabita, bevor wir noch ein wenig in der Sonne liegen. Entlang der Ostküste führt der Motorway nach Süden und wir suchen den empfohlenen Felsvorsprung. Wie beschrieben werden wir auch fündig, doch der niedrige Wasserstand macht es unmöglich oder zumindest gefährlich. Mach reichlicher Überlegung bleiben wir trocken. Schade !

In Turangi kehren wir bei Johanna ein, einer Freundin von Sebastian. Sie ist voll im CS Fieber und hatte kürzlich bei einem Kiwi Treffen 80 Leute zu Gast. Sehr witzig, vor allem wenn man weiß, dass Sie 65 ist ! Voll die coole Oma mit 2 süßen Hunden. Bei Kaminfeuer - das scheint hier irgendwie Standard zu sein - und Kürgissuppe quatschen wir noch ein wenig und gehen früh schlafen. Morgen steht ja die Überquerung des Tongario an.








Hui ui huiuiui, heute für Tag 20 steht der Mt Dume (Herr der Ringe) auf dem Programm. Wie die Gefährten, Frodo und Sam kraxeln wir gut 700 Höhenmeter auf dem Rücken des Vulkans. Am Parkplatz brechen wir gegen 6:45 Uhr auf und erreichen den Gipfel um 11:00. Die Sonne blieb uns während des Aufstiegs treu, versteckte sich nun aber zunehmends hinter Wolken. Die Rückseite wollten wir eh nicht laufen und so kehren wir um. Auf dem Weg nach unten bekommt man einen anderen Blick und die Eindrücke dieser unwirtlichen Gegend verstärken sich noch. Graues, schwarzes, rotes Lavagestein wechseln sich mit schroffen Felsen und großen Ebenen ab. Ab und an zischt es auch noch gehörig. Sehr beruhigend, dass der Vulkan im letzten Jhr dreimal ausgebrochen ist, das letzte Mal '75. Da in Europa noch immer Island für viel Asche sorgt und Griechenland davon nicht genug kriegen kann, steht hier auch ein Schild mit Handlungsanweisungen für den Ausbruch. Kurzum: Renne um Dein Leben. Danke, den Tipp habe ich wirklich gebraucht.
Nach 2/3 des Rückwegs beginnt es zu regnen und wir sind echt froh, oben nicht noch ein wenig rumgestöbert zu haben. Verwundert sind wir über all die Leute, die uns hier unten noch entgegen kommen. Es ist 13:00 Uhr und der Gipfel gut und gerne 3 Stunden entfernt. Aber vielleicht haben die auch Taschenlampen dabei !?





Johanna ist ziemlich überrascht uns schon zu sehen. Das Wetter in Turangi ist gut und sie spielt mit den Hunden draußen im Garten. Nach einer Dusche führt Sebi die Kolonne nach Bulls an. Zu einer Döner Bude. Jaja, aber der Döner ist wirklich lecker. Allerdings zieht sich der Weg dahin. Wir brauchen drei Std. Hier heißt es vorerst "bye bye Sebi", weil wir nach Palmerston North weiterfahren, während er nach Wellington düst. Übermorgen sind wir auch dort. Vorher wollen wir aber noch ein wenig den Süden angucken.
Für die Nacht steuern wir einen Campingplatz an und verkrümeln wir uns in den Wagen und verdauen noch den Döner bis zum Einschlafen.

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Nordinsel: Northland

Auf dem Motorway No 1 fahren wir gen Norden. Anfangs ähnelte der einer dt. Autobahn, doch kaum sind wir über die Brücke, wir bei jeder Abfahrt eine Spur abgezwackt bis wir einspurig sind. Unser Tagesziel ist Whangarei. Doch in der Zwischenzeit wollen wir die Gegend genießen. Als es Maut kosten soll, fahren wir auf die Umleitung über Orewa und gelangen zufällig an die Whangaparaoa bay. Der langgezogene Sandstrand scheint ein Kite Surfer Paradies zu sein. Die Sonne scheint, doch weht eine steife Brise - wie ich als alter Fulderaner zu sagen pflege.


Kaum fahren wir ein paar Kilometer weiter, beginnt es zu regnen. Teilweise richtig heftig. Daher sehen wir Whangarei auch nur im Nassen. Zumindest hört es zeitweilig auf, als wir auf den Berg am Hafen fahren, der eine schöne Aussicht bieten soll. Also der Blick auf die Stadt ist dürftig, blickt man doch auf das Industrieviertel. Die Bucht sieht ganz nett aus, soweit das eben bei dem Wetter geht. Wieder im Hafen, stellen wir fest, dass stadT gegen 17 Uhr wirklich die Bordsteine hochklappt. Wir bummeln durch die Fußgängerzone und fast alle Läden haben zu. Das Esquire Cafe hat nich auf und überbrückt die Stunde bis zu unserem Couchsurfer Brendon. Die Cafe Kette gibt es in jeder großen Stadt und mit einer Bestellung gibt es gleich einen Internetgutschein dazu. Dafür kostet ein Kakao auch NZ$ 4,90.
Brendon wohnt in einem Holzhaus, wie es auch in USA stehen könnte. Sogar der Schnitt innen ist identisch. Das gemeinsame Abendessen nehmen wir in der Stadt ein. Da hat doch sogar was auf. Bei einem oder mehreren Gläsern Wein klingt der Abend aus.


Tag 13 / 11.05
Als erste Aufgabe steht Einkaufen an. Es gibt ein wenig Diskussion, was in die Tüte soll. Da der Kühlschrank und anderer Platz begrenzt ist, ergibt sich das meiste von alleine. Das Frühstück besteht aus einem Muffin für jeden. Das muß besser werden :) Auf dem Weg nach Tutukaka ( ja, die Ortsnamen sind wirklich der Knaller) halten wir kurz bei den Whangarei Falls. Ich schätze mal 15m hoch. Leider beginnt es auf dem Weg nach unten zu regnen - zumindest haben wir ein wenig Bewegung.
Der Regen begleitet uns leider weiter auf der Fahrt und die kleinen Städte an der Küste lassen nur erahnen, wie es hier wohl im Sommer aussieht. Die Küste ist sensationell. Begrünt bis ans Meer, dann die Übergänge zum Sandstrand. Toll. Irgendwo brutzeln wir quer unter einem Baum geparkt unsere Dosenravioli und bemerken, dass genau gegenüber die Bullerei Station liegt.



Die von Brendon empfohlene "Whale Bay" bei Matapouri hat nicht umsonst den Titel als eine der besten Strände Neuseelands bekommen. Von der Straße führt ein schmaler Weg durch dschungelartig begrünte Hänge zu einer kleinen, verschlafenen Bucht. Der Blick geht entweder raus auf s Meer oder auf die schwarzen Felsen der Nachbarbucht.

Die "bay of plenty" bei Paihia erreichen wir wenig später. Leider bleibt uns der Regen treu und wir disponieren um. Wenn schon unwirtlich, dann doch ans "cap reinga"; der nördliche Zipfel der Nordinsel samt Leuchtturm.
Bevor wir wieder vom 10er auf die Nr. 1 abbiegen, wird der Wagen getankt. Wir düsen in der Dunkelheit gen Kap, mit Böen, die den Wagen teilweise einen Meter versetzen. Aufregend. Kurz nach Waitiki Landing finden wir eine Einfahrt zum Parken und Pennen. Die camping-erfahrene Mitreisende hat auf einmal Angst vor Mördern, Kühen und der absoluten Dunkelheit. Dafür leuchten die Sterne so hell, es ist die wahre Pracht. Die Milchstrasse ist mit bloßem Auge zu erkennen.


Wir haben gerade die Augen zum Tag 14 geöffnet, da kommt auch schon ein Ranger und ermahnt uns. So wild dürften wir dann doch nicht campen. Aha, ich spare mir die Frage nach dem Gradmesser für wild.
Das Kap empfängt uns stürmisch und einsam. Neben uns ist nur ein anderer Wagen dort und endlich lacht auch mal die Sonne vom Himmel. Die Stimmung paßt hierher. Sturmwind, hohe Brecher und ein auf einem Felsen thronender Leuchtturm. Die Fahrt hat sich gelohnt. Jetzt geht es dengleichen Weg wieder zurück. Überraschend stellen wir fest, daß an der "Tapotupotu bay" ein Campingplatz direkt am Meer gewesen wäre; sogar für lau. Mmh.


Der Abstecher zu "Rarawa Beach" ist ok, allerdings kann ich nicht so ganz die Begeisterung für den Sand des Reiseführers teilen. Hingegen löst der verbotene Abstecher auf den "90mi Beach" wahre Glücksmomente aus. Es gibt 2-3 Stellen, wo man offiziell mit einem Allrad auf dem Strand entlangdüsen darf. Unser Mitsubishi schafft das auch mit Heckantrieb, und so Brettern wir mit 120km/h über den nassen Sand und manchmal auch durch s Wasser gen Süden, hihi. Kaum ist das abgehakt, wird es wieder nass von oben. Das bleibt quasi auf der ganzen Strecke von Kaitaia bis Rawena so. Doch auch im Regen sind die Serpentinen auf diesem Abschnitt des Motorway 1 beeindruckend. Schlimmer als an einem Alpenpass und dabei begrünt, als wäre man in einem Tarzanfilm gelandet.
Die Fähre bei Rawena zu nehmen ist schneller als außen herum nach Opononi zu fahren. Auf dem Schiff sehen wir gar nichts mehr. Im Ort drüben angekommen, plagt mich der Hunger. Ein "take Away" direkt im Hafen gehört mir. Wenn die Kiwis alle nur dort essen würden, könnten sie den Amis Konkurrenz machen. Nur fettige Speisen, aber sie schmecken. Die Dinger gibt es in jedem Kaff. Nach der kleinen Pause kommt die Sonne ein wenig durch. Das Wechselhafte bleibt uns bis Opononi erhalten. Dort gibt es eine riesige Sanddüne und schöne Küstenabschnitte. Nur im Regen ist das nicht so toll. Am Hafen setzen wir uns in eine Kneipe vor den Kamin und wärmen uns. Danach fahren wir zu Chris & Liz, die uns netterweise Ihre Couch überlassen. In totaler Dunkelheit fahren wir auf unbefestigter Strasse den Ort Waiotemarama ab. Das Haus liegt wunderschön in einer Senke und man ahnt von draußen nicht, welch Schatz sich darin verbirgt. Die beiden haben aus einem alten Holzhaus eine kleine Villa gebaut - mit 2 Terassen, einer rustikalen Küche und schnuckeligem Bad inkl freistehender Wanne. Wir bekommen ein Extrazimmer mit NZ Kissen und sitzen abends am Kamin mit Chris und plaudern. Chris erzählt vom Hausbau und seinen Weltreisen - ja, Mehrzahl, seufz.


Der 15. Tag bricht mit Sonnenschein an und soll so bis Abends bleiben. Wir holen unser Frühstück aus dem Wagen. Endlich mal wieder im Sitzen essen. Beim Camping haben wir bis jetzt aus der Heckklappe heraus im Stehen gespeist.
Unser Tagesziel ist der "Waipaua Forest" mit den riesigen Kauri Bäumen. Diese Bäume wachsen teilweise über 100m und sind bis zu 1500 Jahre alt. Die verschiedenen Wanderungen dauern ca 1,5 Std und führen uns zu verschiedenen Höhepunkten.
Es ist auf jeden Fall empfehlenswert nicht nur den größten Kauri anzusehen. Der steht keine 3 min von der Strasse. Ein wenig weiter auf Nr. 12 gibt es einen weiteren Parkplatz.


Hier läuft man durch einen herrlichen Wald und findet ausgewiesen die anderen Baum celebritiies wie "die 4 Schwestern". Weiter geht es zur Düne. Die wollen wir auch mal in besserem Licht sehen. Und siehe da, hervorragend. Der Ort Opononi wurde uns von jedem Kiwi ans Herz gelegt. Dort kann man Segeln, Dünenrutschen und baden. Leider war es schon ein wenig frisch, aber Ort steht noch in kaum einem Buch, ist demnach ein wenig verschlafen. Absolut empfehlenswert. Zumal auch Wanderer auf Ihre Kosten kommen. Es gibt ausgewiesene Strecken.
Wir beschließen die "poor Knights" nicht zu tauchen. Erstens kostet das NZ$ 225 und dann in voller Kalttauchmontur. Das Geld sparen wir uns für Tauchen in Bali oder später in Port Douglas in Aussie. Stattdessen verabschieden wir uns von Chris und Düsen gen Süden. Auf dem 12er über Dargaville nach Sandspit. Die Route ist schnell und die Strasse ungewöhnlich gerade. Da kann ich s auch mal laufen lassen. Generell kommt die Schönheit von NZ erst mit ein wenig Licht. Dieses Grün ist unbeschreiblich. Vermutlich haben wir zig Fotos mit grünen Hügeln und saftigen Wiesen bis wir heimkommen. Man fühlt sich im Auenland, auch wenn ich nie Fan der Triologie war. Ein kleiner Tipp:


Kurz nachdem Waipaua Forest geht rechts ein Feldweg weg - "Maunganui Bluff". Wer auch immer hier ist, muß da runter. Es dauert ca 15 min bis an den Strand, aber dann...wer kennt die Szene mit Vater und Tochter am Strand, wartend auf die Welle, aus "Deep Impact"? Ein paar wenige Strandhäuser mit hölzernen Geländern an der Treppe über die Dünen zum Strand hinunter. Und ein breiter, einsamer Sandstrand soweit das Auge reicht. Wie aus dem Bilderbuch.
Hier wird es bereits gegen 17:30 dunkel und so erreichen wir unseren Zeltplatz in Sandspit in schwarzer Finsternis. Auch hier ist der Sternenhimmel noch deutlich erkennbar, wenn auch nicht ganz so schön wie am Kap. Das verheißt Gutes für morgen.


Die Nacht ist klamm und kühl. Unser Heizer kommt zum Einsatz, da wir den Hippie Camper das erste Mal an den Strom anschließen. Den 16. Tag beginnen wir mit einem Frühstück vor dem Bus. In der Sonne. Ich tippe gerade den Text in Shorts.
Es ist also schon morgens sehr warm. Ein kurzer Abstecher an die Bucht und dann wieder auf die Autobahn nach Auckland. Dort bummeln wir nochmal durch die Häuserschluchten und fahren nachmittags weiter nach Hamilton.
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Nordinsel: Hauptstadt Auckland

Tag10 bzw 11 (wir sind über die Datumsgrenze geflogen): Am Flughafen angekommen, erhalten wir eine Spezialbehandlung. Die Wanderschuhe meiner Reisebegleitung mussten inspiziert werden. Die Kiwis schützen Ihre einzigartige Flora und Fauna durch restriktive Einfuhrkontrollen. Verständlich, gleichzeitig jedoch


auch ein wenig seltsam. Zoll und Einreise verlaufe tadellos, leider nicht die erste couchsurfing Erfahrung. Tom kann erst abends zu Hause sein, nur wissen wir nicht wohin mit dem ganzen Geraffel. Also Queensstreet Backpacker im Zentrum für NZD 65. Das Hostel liegt zentral, ist sauber und das Personal echt freundlich. Wir können sofort ins Zimmer.
Auckland zeigt sich von seiner schönsten Seite, auch das Wetter spielt mit. Leicht bewölkt bei ca 16'. Schon auf der Busfahrt vom Flughafen spürt man eine Mischung aus San Francisco wegen der Hügel und des Klimas, als auch Venice wegen der kleinen süssen Häuser. Am Hafen nehmen wir ein Touri Paket und tappen sogleich in die erste Falle. Es sei uns verziehen, aber nach 3,5 Std Schlaf und Kopfschmerzen funktionieren wir beide noch nicht so richtig. Die Fähre nach Devenport ist eine gute Idee, die



Touribusfahrt nur in Maßen. Der Ort ist wunderhübsch, die kleinen Häuserlein einfach total wohnlich. Hier würde ich wirklich sofort bleiben. Aber NZ$ 20/ Pers für die Bustour ist Nepp, auch wenn der Fahrer wirklich nett ist. So wie eigentlich jeder hier. Die Kiwis werden ihrem Ruf gerecht !
Um Auckland sind neun Vulkane verstreut und zwei davon sind in Devenport. Von hier aus kann man einerseits die Innenstadt von AKL, sowie die Inseln der Bucht sehen. Die eine oder andere Marina läßt erahnen, weshalb man auch "Stadt der Segel" sagt.

Zurück im Hostel genehmigen wir uns ein Nickerchen, bevor es zum Abendessen geht. Die kurze Internetsession beendet dann den Tag und wir bereiten die weitere Reise vor.

Den Morgen des Tages Nr. 12 verbringe ich auf der Vermietstation von Apollo. Hier haben wir einen Minicamper gebucht. Neben der Einführung aller Details am Fahrzeug, vergeht auch einige Zeit für den Vertrag. Kurzum, ich würde niemandem empfehlen, diesen Autovermieter zu nutzen. Die versteckten Kosten und die Dreistigkeit sind einfach eine Frechheit. Zum Einen wird die Mietkaution iHv NZ$ 2500 nicht auf der Kreditkarte reserviert - wie das eigentlich üblich ist - sondern gebucht. Bei Rückgabe wird dann zurück gebucht. So entstehen Währungsverluste und Gebühren für die Auslandsnutzung. Desweiteren erlaubt sich Apollo dafür auch noch eine 2% Gebühr zu erheben, weil man ja eine Kreditkarte nutzt. Zu guter letzt versucht der Typ mir dann noch eine Zusatzversicherung aufzuschwatzen, die die Kaution auf NZ$ 100 reduziert, aber NZ$ 20 am Tag kostet. Nach seiner Rechnung kommt das kostenmäßig auf dasselbe heraus wie die ganzen Gebühren, doch der Versicherungsschutz ist besser.






Den Camper nehme ich trotzdem, die Storno war zu hoch. Im Hostel wurde Escape beworben und jetzt verstehe ich auch, was die mit "keine versteckten Kosten" im Prospekt meinten. Ein Anruf dort bestätigt mir das. Die Gesamtkosten sind zwar bei Apollo nicht höher (Schätzung), doch enttäuscht so ein Geschäftsgebaren.

Den Weg zurück in die Innenstadt finde ich überraschend schnell und wir beladen das kleine Autochen. Raus aus der schönen Stadt, die uns mit blauem Himmel Sonnenschein verabschiedet. Als wir über dem Motorway 1 die Harbor Bridge nehmen, wird ersichtlich wieso Auckland den Namen "Stadt der Segel" trägt. Östlich der Brücke sehen wir einen riesigen Yachthafen und im Hintergrund die Skyline der Stadt. Ein Foto ist nicht drin, halten auf der Brücke ist nicht. Vielleicht schauen wir in Auckland auf der Rückfahrt nochmal vorbei.



Position:Customs St E,Auckland City,Neuseeland

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Zurück auf Rarotonga für zwei Nächte



Am Flughafen in Rarotonga warten wir vergebens auf den Bus vom Hostel. Erst nach einem weiteren Anruf kommt man uns abholen. Sollte das ein Omen sein ?
Auf der Terasse begrüßen uns einige kartenspielenden Rucksackreisende und beäugen uns ein wenig skeptisch.
Das legt sich aber schnell, als wir unsere Sachen im Zimmer abgestellt und uns dazugesellen. Das scheint eine nette kleine Gemeinschaft zu sein, die gemeinsam zu Abend ißt, feiert und spielt. Neben Kanadier, Franzosen und Engländer sind die Deutschen natürlich in der Überzahl. Wir feiern nicht zu lange, schließlich stehen morgen Tauchgänge an. Das frühe Aufstehen scheint ein permanenter Begleiter zu werden.
Ohne Wecker schlafe ich natürlich zu lange. Sonst wache ich um 6 Uhr auf und kann nicht wieder einschlafen, heute döse ich bis 7:30 durch. D.h. in einer halben Std werden wir abgeholt.




So beginnt Tag 9 etwas hektisch. Der Supermarkt um die Ecke hat noch geschlossen, doch die Hausherrin des international backpacker hat ein Herz und gibt uns Toast und Milch. Tom von Pacific Divers fährt uns zur Station, wo es eine kurze Einführung gibt. Die Ausrüstung ist komplett vorbereitet und aufgebaut. Auch vorgeprüft. Im Hafen steigen wir um ins Boot und fahren lediglich 2 min raus. Kurz hinter dem Riff liegt der erste Tauchplatz. Tangaroa Rocks. Da es nur bei diesem bleibt, fehlt uns der Vergleich. Allerdings ist fest zu halten, dass das Wasser unglaublich blau und gleichzeitig unfassbar klar ist. Die Sicht unter Wasser beträgt leicht 20m plus und so erkennen wir relativ schnell den Riffhai, der uns umkreist. Nein, auf sicherem Abstand. Ansonsten gibt es nichts besonderes zu sehen, nur eben alles so scharf. Der Korallengarten erstreckt sich soweit das Auge reicht und ist sogar ein ganz klein wenig farbig. Den zweiten Tauchgang lassen wir aus, da unser Flug in weniger als 17 Std geht.

Zurück im Hostel gesellen wir uns zu den anderen.


Für den Abend ist Party angesagt. Die Bar hat uns auch die Tauchlehrerin empfohlen. Während die anderen Mittag essen, trollen wir uns zum Strand. Es ist ein abgelegener, ruhiger Strandabschnitt und ich kann verstehen, wieso einige Rucksacker zwei Wochen bleiben. Das Hostel liegt keine 5 min vom Strand in der Nähe von einem kleinen Cafe, einem Supermarkt und einer Bushaltestelle. Auch ein Rollervermieter ist in Laufdistanz.
Die Dämmerung bricht heran und wir essen im Cafe an der Hauptstraße. Lecker, aber mich wundert nicht das Übergewicht fast aller Einheimischen bei der Menüauswahl.
Mit der heiß ersehnten Dusche machen wir uns ausgehfertig. Was bei mir keinen anderen Kleidungsstil bedeutet. Die Damen im Hostel tragen aber ausnahmslos Sommerkleider. Nett. Zum Hostel selber kann ich nur nettes sagen. Sauber, das Niveau aber schon sehr sehr einfach. Abstoßend finde ich einzig den Geruch, der aus dem Zimmer der Eigentümer wabert. Die leben und schlafen zu viert in einem ca 16qm großen Zimmer.
Jeder hat ein Fach im Kühlschrank und auf dem Regal, auch wenn sich im Nachhinein niemand wirklich daran hält. Neben Surfen, Quatschen und Reiseerfahrungen austauschen vergeht der Abend bis zur Abfahrt zur Bar wie im Flug. Die Fahrt mit dem öffentlichen Busverkehr - zur vollen Stunde stündlich im Uhrzeigersinn und zur halben Stunde stündlich dagegen - entfällt aus praktischen Gründen. Stattdessen buchen alle den Bus des Hostel. Für NZ$ 7/ Pers chauffiert man 16 Leute in einem Kleinbus. Wir bekommen von Carl das Moped, weil wir ja früher zurück müssen.
Die Whatever Bar entpuppt sich als echter Partyschlager und in einer so großen Gruppe macht es gleich doppelt soviel Spass. Gegen halb 12 fahren wir zurück, packen ein wenig vor und legen uns für knapp 3 Std nochmal hin. Wecker ist gestellt. Als wir um 4:30 vom Chef geweckt werden, stehen wir tatsächlich senkrecht im Bett. Unser Flieger geht um 5:20 Uhr !
Um es kurz zu machen, wir haben es locker geschafft und saßen am Flughafen auch noch bis 5:30 rum. Allerdings brauche ich das kein zweites Mal. Zumal so kleine unkomplizierte Abfertigungen eher die Ausnahme bleiben dürften.
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Der kleine Pickel am Popo von Rarotonga - Aitutaki



Steve vom Ranguini Retreat holt uns am Flughafen ab. Die Hütte liegt direkt an der Lagune, soweit man das in der stockfinsteren Nacht erkennen kann. Wir beide sind ziemlich geschafft und gehen gleich ins Bett. Für einen Schreck sorgt kurz vor der Nachtruhe ein kleiner Besucher - obwohl für eine Kakerlake ist es ein prächtiges Exemplar. Als Sabine mir aus der Küche kreischend entgegen rennt, denke ich eher an eine Tarantel o.ä.

Der sechste Tag beginnt nachts mit einem heftigen Sturm. Aufgeweckt durch ein lautes Pfeiffen lauschen wir den Naturkräften. Das alles klingt nach einem Wirbelsturm, ist wohl aber eher nur ein normaler Windstoß im Pazifik. Die Schlafenszeiten haben sich hier eher dem Tag/ Nachtrythmus angepasst. Dafür bin ich konsequent auch um 7 Uhr ausgeschlafen.
Morgens müssen wir erstmal den Kühlschrank füllen. Die diversen Läden in der Stadt auf der anderen Seite der Insel bieten das Nötigste. Milch, Brot, Käse, Wasser, Coke, Wein etc. Allerdings kostet der Einkauf ohne Luxusartikel ein Vermögen. Schätzungsweise Frühstück und Abendessen für drei Tage und eine Mittagsmahlzeit kosten NZ$ 150. Nach dem Wirbelsturm im Februar hat man Baumaterial aus Neuseeland geliefert und die Lebensmittel vergessen. Die Marktwirtschaft reagiert mit Inflation. Auf der Heimfahrt kommt dann auch die Sonne heraus und die Lagune glitzert smarragdgrün. Ziel des heutigen Tages: nichts weiter. Lesen, entspannen, schwimmen usw.




Den Nachmittag verbringen wir auf einer Sandzunge in der Lagune. Dorthin rudern wir mit einem Böotchen. Die Lagune schimmert grün, das Meer draußen blau und am Himmel stapeln sich die Wolken. Alles in allem wunderschön, wenn nur der Rückweg nicht gegen die Strömung wäre. Natürlich laufen wir auch noch auf einer Sandbank auf :-) Alles halb so wild.
Vor dem Abendessen noch ein Schwätzchen mit Steve, der sich als alter Weltenbummler entpuppt. 15 Jahre seines Lebens auf Reisen und nur arbeiten, um die nächste Etappe zu finanzieren. Seine Enkel planschen derweil im Pool. Ein anderes Lebensmodell - nicht richtig, sicherlich auch nicht falsch. Nur ehrlich gesagt hat er vielleicht keinen 5er BMW, 3 Zimmer Wohnung und 10 Boss Anzüge, doch die Welt hat er gesehen. Da wir alle nur einmal hier sind, gilt es sich vielleicht vom Konsummammon ein wenig frei zu schwimmen.
So, die Spaghetti warten köchelnd auf 2 Elektroherdplatten. Mahlzeit. Wir raffen uns nochmal auf und gehen ins Nachbarressort. Dort ist Musik und Tanz, was bedeutet, dass ein Insulaner auf einer E-Orgel alte "smash Hits" von Elvis & Co spielt und die Gäste samt Einwohner dazu schunkeln. Der aufkommende Regen verheißt allerdings nichts gutes für morgen.

Für den Tag Nr. 7 haben wir die Laguntour gebucht. Die ganze Nacht hat es gestürmt und geregnet und das tut es jetzt um 07:30 Uhr leider immer noch. Das Internet ist ausgefallen, was wohl am Regen liegt. Der Cafe Betreiber meint, das wir glücklich sein können, denn das Telefon funktioniert noch. Als ich nach meinem morgendlichen Ausflug zurückkomme, steht Steve bei uns auf der Veranda und erzählt mal wieder. Zum Einen verstehe ich die Leute so schlecht und zum Anderen haben wir Kohldampf.
Die Zubereitung des Essen ist lustig, mit 2 kleinen Herdplatten und begrenztem Geschirr/ Pfannen etc; aber es geht irgendwie und die wenige Abwechslung hat ja bald auch ein Ende. In NZ wird s wohl auch Wurst und Gemüse geben, vor allem zu Preisen die nicht auf dem Niveau vom Feinkost Käfer sind. Die Runde in der Lagune ist auf morgen verschoben.

Gegen Mittag wird das Wetter besser und mit dem Roller erkunden wir die Insel. Es ist ziemlich windig und die neuen Jacken ( eigentlich für NZ) kommen zum Einsatz. Der Wind der letzten 24 Std hat Kokosnüsse, Palmenwedel und Gestrüpp auf der Insel und der Strasse verteilt. Einzelne Teile scheinen sich zu bewegen; und in der Tat laufen riesige Krabben über die Strasse. Darauf aufmerksam gemacht, entdecken wir ganze Kolonien in den Sümpfen entlang der Strasse. Die ducken sich aber sofort weg, wenn man den Foto zückt. Blitzlicht scheues Gesindel ;-)
Die Insulaner entlang der Wegstrecke sind sowas vom freundlich. Immerzu wird gelacht und die Hand zum Gruss gehoben. Man kommt sich nach 3km Scooter fahren schon als Gemeindemitglied vor. Die Dunkelheit bricht an und wir machen uns schnell nach Hause. Es gibt wieder Spaghetti.










Es ist der 06.05.10 und der 8. Tag. Und es regnet immer noch. Die Lagune sehen wir ein klein wenig, als wir uns mit einem Kajak selber auf dem Weg machen. Einmal um die Landzunge des Aitutaki Resort& Spa herum. Dieses Luxusresort liegt nämlich gegenüber. In der Nähe des Riff wird es richtig gut, leider tröpfelt es unentwegt.
Die Korallen sind weitgehend in Takt, das Wasser seicht und die Sicht nach unten grandios. Hinter der Landzunge vorne am Riff ragen unzählige groteske schwarze Felsen aus dem Wasser. Surreal. Trotz Regen mache ich ein paar Bilder von der Brandung. Wir haben uns mit dem Kajak auf ca 10m ans Riff herangewagt. Die Brecher sind riesig und die Riffkante nur selten auszumachen. Danach paddeln wir gemächlich in den Kanal zwischen den beiden Ressorts und werden mit bunten Fischen und blauen Seesternen belohnt. Hier die klare Empfehlung das Kajak direkt dorthin zu steuern. Also wenn man auf die Landzunge blickt, links lang. Kurz nach dem "Fährbetrieb" des Luxusresorts den Blick stets ins Wasser richten.
Den Nachmittag regnet es ununterbrochen. Leider war das Paradies nur einen Tag perfekt, empfehlenswert ist es allemal.

Paradiesisch auch die Abfertigung am Flughafen. 25 min vor Abflug da sein, das Ticket ist handgeschrieben und ähnelt einem Fährticket in Thailand. Am Besten jedoch, keine Sicherheitsmaßnahmen. Keine. Der Flieger landet, die Passagiere steigen aus und laufen durch ein Viehgitter vom Flugplatz an und vorbei. Anschließend nehmen wir denselben Weg.
Gerade hat der Pilot mit einem Passagier den Platz getauscht. Jaja, das glaubt mir wieder keiner. Guckt bei Sabine in den Blog, die schreibt das bestimmt auch. ( der co Pilot ist noch vorne, sonst würde ich sicher nicht bloggen, hehe)
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Cook Islands: Näher am Arsch der Welt







Der 5. Tag beginnt im Anflug auf eine kleine Insel namens Rarotonga; Teil der Inselgruppe Cook Islands. NZ hat fast 45min gewonnen und so kommen wir in totaler Dunkelheit auf der kleinen Insel an.
Eine Start/ Landebahn mit Wendehammer kurz vor dem Riff; das realisieren wir aber erst später. Bei der Gepäckausgabe steht ein Mann mit Gitarre auf dem Rondell und singt exotische Texte - wie von Sebi vorhergesagt. Die großen Rucksäcke lassen wir sogleich bei Air Rarotonga und laufen vom Flughafen in die Stadt.
20min zu Fuß dem Sonnenuntergang entgegen. Zu der Zeit trainieren hier die Menschen wohl für ein Radrennen. Diverse Radler in hautenger Montur rauschen an uns vorbei.
Gegen 6:00 Uhr zeigt sich der erste feine gelbe Streifen am endlosen Meereshorizont. Ohne Umschweife stellen wir fest, das muß das Paradies sein. Die satte grüne Vegetation samt Palmen mit der weißen Sandgrenze zum glasklaren blauen Meer. Wir beide waren noch nie auf einem Atoll. Um die Insel herum ist eine Lagune, vom Meer durch ein Riff getrennt. Die hohen Wellen brechen donnernd am Riff und schäumen über das schwarze Gestein in die Lagune. Das Wasser in der Lagune hingegen ist ruhig und überraschend frisch.






Um einen Roller zu mieten, benötigt man einen Cook Island Führerschein. Entgegen einiger anders lautenden Berichten, lege ich keine Prüfung ab. Sondern nur die NZ$ 20 auf den Tresen. Die ca 31km lange Straße führt einmal um die Insel. Wir fahren mit dem Mietroller, den es praktischerweise direkt neben der Polizei gibt, der Uhr nach um die Insel, denn so immer auf der linken Seite am Meer - Cleverle ;-)
Für die Nächte nach der Rückkehr von Aitutaki suchen wir noch eine Bleibe. Die schönste Ecke ist bei Muri, am südöstlichen Zipfel der Insel. Die vorgelagerten Insel bieten ein wunderschönes Panorama. Allerdings schlägt sich das auch auf die Preise nieder. Zwischen NZ$ 100-360/ N8 sind dann doch ein wenig viel. Für ein Mittagsschläfchen am Strand aber genau richtig. Das Donnern der Brandung draußen am Riff bietet einen herrlich beruhigenden Geräuschteppich zum Dösen. Das Restaurant Sail serviert dann leckere Pasta in übersichtlicher Größe und einen griechischen Salat, der an Zuhause erinnert. Abgesehen davon unterstützen wir unseren Schummelnachbarn aus der EU auch in 15.000km.

Wir fahren weiter um die Insel und suchen neben der Bewunderung der Natur noch nach der Bleibe. Im Backpacker auf der Westseite finden wir ein DZ mit Sanitärbereich am Gang.
Als wir den Roller abgeben, ist die Lust auf eine Wanderung an der Straße zum Flughafen gering. Ich versuche es per Anhalter. Witzig, denn offensichtlich kennt hier niemand den ausgestreckten Daumen. Ich ernte meist nur ein Lachen oder selbiges Zeichen vom Fahrer. Eine Inderin mit Ihrer Tochter erbarmt sich und fährt uns. Auf der Fahrt lernen wir ein wenig Ihre Sicht der Einheimischenstütze kennen. Der Staat gibt Ihnen Geld zum Leben und arbeiten tun wenige.





Die meisten faulenzen herum. Für die Arbeit holt sich das Land dann z.B. Inder. Das klingt ein wenig nach dem Stützesystem der US Regierung für die Ureinwohner. Die hocken in Reservaten und haben keine Chance auf Beschäftigung. Letztlich verfallen viele dem Alkohol. Ein Teufelskreis.
Beim Rauslassen verlangt Sie dann NZ$ 10 Benzingeld, was wir für ein wenig übertrieben halten. Die Hälfte muß reichen. Windiges Persönchen. Was soll s. Taxi habe ich keine gesehen und €1 / Nase war ok.
Die kleine Turboprop wartet bereits am Flugfeld und hebt bebend in den lauen Abendhimmel ab. Am Horizont türmen sich Wolkenberge und zeugen von einem Gewitter. Die beiden Piloten umfliegen das gröbste und landen sicher 45min später in Aitutaki.

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USA: Kurze Stippvisite in Los Angeles

Mit zwei Stunden Verspätung kommen wir in LA. Zum Glück geht die Einreiseprozedur sehr schnell und nur 30min später sitzen wir in unserem Mietwagen.

Tag 1 verbringe ich mehr oder weniger im Abercrombie und dem Camarillo outlet. Meine Güte, mir war nicht klar was man alles kaufen kann ?! Das Wetter ist herrlich sonnig, aber durchaus frisch. Von der Umgebung sehen wir nicht viel. Das steht für die folgenden Tage auf dem Programm.








Tag 2 beginnt ähnlich früh. Um 6 Uhr muss Philipp aufstehen, um an einer Telko teilzunehmen. Wir machen Frühstück und düsen Richtung Malibu los, am PCH 1 entlang. Surfer gucken, Strandhäuser bestaunen und kurvige Hügel mit dem Auto erklimmen. Nachmittags ist der Hollywood Blvd dran - Sterne gucken. Nach der Tour am Morgen darf auch mal der typische Tourikram nicht fehlen.
Um 15:00 Uhr finden wir uns auf 3 rd Street in Santa Monica ein. Apple verkauft heute das iPad mit 3G. Die Schlange ist nicht allzu lang, doch zum Verkauf um 17 Uhr wird das volle Obstmotivationsprogramm geboten. Inkl kreischender Mitarbeiter, die "high 5" an der Menge vorbeirennen. Nur damit das klar ist: ich habe mich erst um kurz nach Vier eingereiht und habe das iPad um 17:32 gekauft. Nicht so schlimm, also.
Aus Marketing Sicht ein Renner. Mein eigener Verkäufer holt mich ab, verkauft und berät mich. Apple ist einfach kundenorientiert !

Mit Henrik - Mitbewohner von Philipp und Sonia - tauchen wir im SLS Hotel noch spät abends in die Szene ein. Vorher waren wir kurz auf dem Sofa eingenickt. Der Türsteher fegt uns um 2 Uhr aus dem Hotel, Sperrstunde.





Tag 3 dient der netbook Jagd. Endlich werden wir fündig. Nein keine Bange, ich (!) habe mir keins geholt. Anschließend fahren wir Highland Ave gen Norden zum Mullholland Dr. Nebst Aussichtspunkt über dem Hollywood Bowl bietet sich die Strecke hervorragend zum Schwärmen an: welches Haus würde ich kaufen, wenn ich Geld hätte? Coldwater Cyn links ab Richtung Beverly Hills und unter den Palmenalleen des Canon Dr rein ins teure Viertel von BH. Rodeo, Beverly und Wilshire sind die wohl bekannten Str.Namen der Gegend.
Den Nachmittag lassen wir lässig in Venice auf der Veranda ausklingen. Mittlerweile herrscht auch eine T Shirt Temperatur, denn der Wind hat nachgelassen.
Für 20:30 haben wir auf Abbot Kinney einen Tisch beim Spalenier. Im "other room" trinken wir mit Philipp und Sonia noch einen Wein. Wen treffe ich da ? Bianca, Ex Mitarbeiterin von der Ex Audi Agentur. Kleine Welt. Die Mädels sind angeschwipst und nicht müde, als wir zu Hausen sind. Spontan wird eine Fl Wein geköpft und die Herrschaften saufen und rauchen auf der Veranda.







Tag Nr. 4 bricht an. Wieder nur bis 6:00 gepennt. Die Couch kann s eigentlich nicht sein. Die ist bequem. Senile Bettflucht :-)?
Philipp hat sich einen neuen Designertisch rausgelassen und der alte gehört ins Büro. Vorher muß er aber dem Farbtrend des Hauses angepasst werden. Also im "Hardware Store" auf Lincoln Schmiergelpapier und Farbe kaufen und los geht's. Hier haben die Läden ja auf am Sonntag. Die Prozedur dauert nicht lange und der Tisch hat die erste Schicht weiße Farbe drauf. Anschließend ein ruhiges Schwätzchen auf der Veranda und dann noch ab nach Venice mit dem Fahrrad. Am ocean front walk entlang gen Santa Monica. Am Pier bummeln und zurück ins wilden Treiben von Venice. DienSchausteller am Strand sind immer wieder sehenswert. Gemütlich radeln wir durch ruhige Straßen zurück. Der Tag neigt sich dem Ende und die Etappe 2 nähert sich - Cook Islands.

Position:Courtland St,Venice,Vereinigte Staaten

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Noch 9 Tage und dann bin ich mal weg

Am 28. April bin ich für fast 70 Tage auf Tour. Ziel ist der Arsch der Welt. Naja, und weil der in der Regel so weit weg ist, haben wir uns Zeit genommen.
Die Idee entstand ehrlich gesagt neulich am Pier in Koh Tao, als wir auf die Fähre warteten. Ich kam mit einem Kanadier ins Gespräch, der mit seiner Freundin 9 Monate durch die Welt tingelt und gerade erst am Anfang seiner Reise stand. Daraus entstand eine kleine Unterhaltung zwischen meiner Urlaubsbegleitung und mir. Die Sehnsucht nach etwas vergleichbaren schwoll an und führte letztlich zu einer chaotisch spontanen Reisebuchung.
Mit Hilfe von Meilen, langen Gesprächen mit der Senator Hotline und netten Helferleins rund um den Globus haben wir das Grundgerüst für die Reise aufgestellt. Noch gerade eben haben wir einen Flugplan noch mal geändert. Hier gleich die Empfehlung, sowas vielleicht ein wenig länger als 3 Wochen zu planen. Aber hey, man wächst mit seinen Herausforderungen !
Es wurden keine neun Monate aber immerhin 70 Tage. Auf der Reise treffen wir alte Bekannte, fremdverreiste Freunde und haben ein Treffen auf einer Insel mit einem befreundeten Paar arrangiert, weil s hier in München einfach viel zu schwierig ist sich zu verabreden. Also schlürfen wir Anfang Juni einfach Cocktails am Strand und glotzen gemeinsam in den glutroten Sonnenuntergang. Oh und die WM schauen wir eben zum Frühstück.
Wir freuen uns drauf. Kia Ora
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Übersicht Weltkarte

Es gibt noch viel zu tun. Packen wir's an ?
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Rückflug über Doha

Auf dem Flughafen in BKK habe ich mir spontan ein Nackenkissen gekauft. Nachdem ich in der Nacht schon nicht viel geschlafen habe, ist jede Erleichterung im Flieger willkommen. Was soll ich sagen? Es hilft: Geschlafen wie ein Baby.

In Doha dann die Überraschung: das Visa ist zwar 4 Wochen gültig, aber nur für eine Route. Aus BKK kommend brauchen wir ein neues. Super, nochmal € 20 ! Dafür entschädigt uns Doha mit einer Ruhe und Gelassenheit in den Strassen, die fast schon befremdlich wirkt. Im alten Doha - Souq Waqif - schlendern wir durch enge Gassen der historischen Altstadt. Händler bieten hier vieles feil und sind dabei wunderbar unaufdringlich. Der Duft führt uns geradewegs in einen Gewürzladen. Dort verbreiten die Gewürze Ihr Aroma in großen Schalen bis auf die Gasse und bilden gleichzeitig bunte Hügellandschaften. Toll.

Als der Akku schlapp macht und wir das Ladegerät im aufgegebenem Gepäck liegen haben, gibt es einen Grund ein EK Zentrum aufzusuchen. Im Grunde gleicht ein EKZ dem anderen auf dieser Welt, dieses hat ne Eisbahn Keller. Ohne Worte. Im Carrefour erbarmt man sich und lädt den Akku, während wir mal wieder bummeln !
Dann aber raus ins Leben. Zu unserer Überraschung ist es gar nicht so heiß und gegen Nachmittag schon eher frisch. An der Bucht entlang laufen wir bis zur Altstadt. Hier ist nun keine Rede mehr von Ruhe. Touristen und Einheimische drängen durch die Gassen, während wir versuchen nicht einzuschlafen. Gegen 21 Uhr erreichen wir den Flughafen und haben noch 6 Std bis Abflug vor uns. Um es kurz zu machen: nie wieder. Die Warterei macht einen fertig ! Dann lieber direkt für ein bisserl mehr, oder zumindest eine kurze Wartezeit.

Pünktlich um 6:45 Uhr landet die Maschine in M und gegen 8:00 sind wir zu Hause.
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Bangkok - Einkaufen zum 2.

Die Rückreise mit Boot, Bus und Bangkok Airways hat super funktioniert. Auch wenn der Flug etwas teurer war, so wurden wir mit einer schnellen Anreise belohnt. Als Hotel dient wieder The Tawana für € 40/ N8.

Zu gestern Abend kann ich nur sagen: was für eine Plörre! Bier schmeckt einfach nicht und ich habe wirklich 4-5 tiefe Schlücke genommen. Danach mußte ich jedoch mit einer Coke Zero nachspülen.

Als wichtiger Hinweis sei hier allen BKK Reisenden ans Herz gelegt, das Taxi dem Tuk Tuk vorzuziehen. Die Preise des 3rädrigen Transpormittel sind für Touristen versaut und mitunter doppelt so teuer wie ein Taxi. Bei letzterem jedoch immer auf das Taxameter bestehen, auch wenn dies evtl bedeutet nochmal auszusteigen. Die Fahrer schlagen Preise vor, die oft auch doppelt so hoch wie der normale Fahrpreis sind. Alles Schlitzohren. Letztlich ist das Taxi aber sicherer.

Die Demos haben das Regierungsviertel in Griff, leider auch den Königspalast; wie uns an der Rezeption mitgeteilt wird. Folglich sieht das Alternativprogramm "einkaufen" vor. Nach gestern Abend Kao San Rd sind heute MBK und Patpong an der Reihe. Ein wahrer Rausch und der Ami würde sagen: "she melted down the magnetic strip". Als wir ins Hotel zurückkehren, laufen uns Verena und Nina in die Arme. Beide hatten wir auf Koh Tao kennengelernt. In deren Zimmer können wir uns für den Abend umziehen. Denn...Den krönenden Abschluß für Thailand bildet der Besuch der "skybar" im State Tower - am Ende der Silom Rd. Die Aussicht im 62. Stock ist atemberaubend schön und übertrifft die Erwartungen gänzlich.
Die Kleiderordnung paßt zu den Münchner Getränkepreisen. Die Besucher passen wohl in jedes Luxushotel dieser Welt. Aber das macht nix; mit einem Mai tai verabschieden wir uns von der Metropole.

Mitten in der N8 rast anschl. unser Taxifahrer zum Flughafen. Hier gilt es nun 3 Std tot zu schlagen. Gute N8
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Koh Phan Gan- Thong Pan Bucht

Mit Lomprayah geht es eine Insel weiter. Nach nur einer Std Fahrtzeit suchen wir am Pier ein Taxi für die Fahrt an die Nordostküste.
Schnell sind wir zu Siebt, doch der liebe Taxifahrer beharrt auf 300B / Pers, obwohl laut seiner eigenen Preisliste lediglich 250B anfallen. Letztlich einigen wir uns auf 200. Na also.
Das Resort Longtail Beach liegt am südlichen Ende der Bucht. Unser Bungi ist der dritte vom Meer, doch wir können es zumindest noch sehen. Die Küche ist direkt gegenüber, doch das stellt sich als gar nicht schlimm heraus.
Die Anlage und der Bungi sind sehr schön und vor allem sauber. An der Rezeption wurden wir auf Kniffe der Umgebung hingewiesen, z.B. Mopedverleiher die Touris abzocken. Sehr gut.
Das Essen ist tadellos. Die Buchf und der Strand sind der Kracher. Ganz so wie vor Jahren, als ich hier war. Das damalige Resort Dreamland hat sich aber leider zum TUI Bunker gewandelt und bietet sogar einen Pool - schrecklich, wo doch die Badewanne direkt vor einem liegt!
Hauptaufgabe hier: Seele baumeln lassen, Farbe bekommen, Bücher lesen. Man glaubt gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht.

Damit ein wenig Abwechslung in den Alltag kommt, leihen wir uns am letzten Tag ein Moped aus. Für 200B kann man den ganzen Tag fahren. Naja und dasgleiche nochmal für Sprit. Den gibt's mittlerweile an jeder Ecke. In Glasflaschen im 1L Format praktisch abgepackt.
Als erstes wollen wir uns die Than Sadet Wasserfälle angucken. Nun, das Moped ist keine Enduro und die Dschungelwege dann doch eine Herausforderung. Man schickt regelmäßig Stoßgebete gen Himmel ob der Bremsen. Die Steigungen und Gefälle sind krass, dagegen sind Alpenpässe ein Kindergeburtstag.
Die Wasserfälle entpuppen sich als zartes Rinnsal und da der Schweiß auch rinnt und das die Mücken lieben, kratzen wir die Kurve. Auf nach Haad Rin.
Auch ohne Full Moon Party ist es nett da. Allerdings wirklich nur für einen Tagesausflug. Viel zu touristisch. Am Strand nutzen wir die rauhe See für ein paar Sprünge in den Wellen. Der Hunger wird im Restaurante Monna Lisa - ja, mit 2n - mit einer Pizza gestillt. Der Wirt kommt aus Napoli und das schmeckt man, mmmh. Klare Empfehlung, liegt in der Nähe vom Pier.

Auf dem Weg nach Hause halten wir noch am Markt in Thong Sala und bummeln über die offene Küche. Mit dem Duft von Asien s Gerichten in der Nase und einem leckeren Nachtisch in der Tasche nehmen wir in der Dämmerung die Rückfahrt in Angriff. Ein Wunder das der kleine Motor uns plus Pizza die Berge hochschleppt.

Am letzten Abend muss ich dann auch noch mein Versprechen einlösen. Bier trinken unterm Sternenzelt @würg@ Ich hatte ja gehofft, die charmante Begleitung hätte das vergessen. Mist !

Morgen um 6:00 Uhr holt uns das Taxi ab zur Fähre nach Koh Samui. Falls die vom Alkohol klinischtote Deutsche überhaupt transportieren. Wie das so gelaufen ist, schreibe ich dann (vielleicht) aus Bangkok.
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Koh Tao

Die Fahrt mit dem Bus ist eine Qual. Die nächste Nacht ohne Schlaf. Zu müde zum Lesen, zu wach zum Schlafen. 6 Std durch die Pampa und dann noch auf die Fähre warten.

Im Lose wurde empfohlen von dtac - Thailand s staatlicher Mobilfunker - eine Sim Karte zu kaufen. Auch wenn es hier um kleine Beträge geht, folgender Hinweis:
Ich habe mich für happy entschieden. Für 99 B gibt s eine Nr plus 35B Guthaben. Der Tarif ist mit 1B/ min günstig. Nach D sind es 7B. Wie empfohlen buche ich das Inet Paket mit 2 Std für 30 Tage. Ein Anruf nach D für ca 45Sek und ein paar Mal Emails und Internet; schon ist die Karte leer. Der Trick: das inet Paket läuft ab. Einmal gestartet ticken die 2Std runter. Dann wird vom Telefonguthaben abgerechnet.

Morgens um 4:30 Uhr sitzen wir mit zig Urlaubern am Pier und warten in der Dunkelheit auf das Boot. Um 7 Uhr geht s dann endlich los. Koh Tao kommt 3 Std später in Sicht und nach dem Geldwechsel suchen wir uns ein Allrad Taxi. Die Tanote Bucht liegt im Osten und ist in der Tat schwer erreichbar. Der Toyota - übrigens ohne Brems und Gasprobleme - ächzt und schaukelt mächtig hin und her. Der Wasserweg ging nicht, da die Wellen zu hoch sind.

Das Diamond Resort bietet Stein Bungis in der gewohnt spartanischen Ausstattung. Soweit alles iO. Als Nachbarn haben wir ein spanisches Paar Mitte 40, die abends hier mit zugegebenermaßen guter Musik Disko machen. Das ist alles allerdings nichts gegen Mütterchen Natur. Wenn hier die Zirpen loslegen, macht jede Box schlapp.
Statt des Hahns wecken einen hier die Zirpen um Sechs ! Womit wir bei Ralf s Frage sind, woher das Geräusch vom "Rauchmonster" aus Lost kommt. Es sind Zirpen ! Als ich am Strand lag und es das erste Mal hörte, dachte ich John, Jack oder Kate ;-) kommen gleich um mich zu retten.

Der Strand ist schön gelegen, eingerahmt von schwarzen, runden Felsen. Der Sand ist ein wenig grob und gelb. Heute geht s auf jeden Fall ins Wasser. Gestern konnten wir beide halbwegs noch laufen. Nach 2 Nächten mit insgesamt 4 Std Schlaf waren wir einfach platt.
Sie beginnt gerade mit dem Tauchkurs, während ich s mir auf der Veranda gemütlich mache. Wellenrauschen, Palmen, Sonne und Strand. Oh und ein gutes Buch.

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Koh Tao - Tauchen

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass die Insel ein Taucherparadies ist. Auf einigen Seiten im Netz werden die Tauchplätze jedoch als "kaputt" beschrieben. Zugegeben, farbenfrohe Korallenriffe in rot, gelb, etc findet man hier nicht mehr. Aber zumindest die Fiacharten bieten reichlich Abwechslung.
Hier auszugsweise einige Tauchplätze und die gemachten Erfahrungen (subjektiv und eine Momentaufnahme):
Southwest Pinnacle
20m bei mäßiger Sicht; viele Schwebeteilchen und noch mehr Taucher - es lagen 5 Boote vor Anker; Korallen ja, doch farblos; Fische reichlich

King Kong
15m bei guter Sicht; Fischreich und viele Korallen, doch farblos; nettes Trigger Fisch Ehepaar ;-)

Tanote Bay
17m bei guter Sicht; beim Wrack viele Fische. Wenig Korallen

Shark Island
17m bei relativ guter Sicht; ein paar Schwebeteilchen; Trigger Fisch Päarchen mit kleinen Attacken, Baracuda Schule

Hin Nagm
15m bei guter Sicht; großer Korallengarten mit ein wenig Farben; viele Fische

Oh und wieder gibt es eine zertifizierte Sporttaucherin mehr. So langsam sollte ich vom Fremdenverkehrsbüro Prozente erhalten, hehe.

Mal abgesehen vom Tauchen sind die Nächte der Hammer. Da es so gut wie keine Lichtquellen gibt, sieht man die Sterne viel deutlicher. Bei klarem Sternenhimmel kann man die Milchstrasse deutlich erkennen. Beeindruckend.

Im Poseidon Resort kann man auf dem Oberdeck mit Blick über die Bucht und dem Himmel essen. Zudem schmeckt es. Unser Resort Diamond hatte ne gute Küche, auch wenn das Ambiente ein wenig nach Bahnhofshalle aussieht. Blacktip im Gegenzug konnte weder Lassies noch lecker kochen, bietet jedoch morgens um 7:00 Frühstück für die Taucher an.

Am Nachmittag des 16. nehmen wir den Katermaran nach Koh Phan Gan. Trotz der japanischen Version von Fear Factor auf den Bildschirmen, nicken wir sogleich ein. Das Meer ist ruhig, eine entsprechend unspektakuläre Fahrt.
Am Pier geht dann das Schleppen wieder los. Zumindest finden wir noch ein Paar, dass in die gleiche Bucht möchte. Der Fahrer verlangt stoisch 300B / Pers, obwohl auf seiner Preisliste 250 stehen. Als die Gruppe bis auf 7 anwächst landen wir endlich bei den regulären 200B. Quer durch den Dschungel geht es über üble Straßen/ Feldwege nach Osten.
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Bangkok EinkaufsFLASH

Gleich nach Ankunft im Hotel geht s raus. Nachtmarkt, Kneipe und Leute gucken. Gegen 23:00 Uhr Ortszeit machen wir schlapp und tigern zum Hotel. Für mich endet die N8 bereits um 2:30 Uhr. Scheiß Jetlag. Sitze in der Lobby und lese SZ. Nach einer Stunde geh ich wieder auf s Zimmer. Wir bleiben wach und sind um 6:15 Uhr nicht die Ersten beim Frühstück.

Mit dem Boot fahren wir in den Norden der Stadt. Die Ernüchterung stellt sich im Reisebüro ein. Der N8zug nach Chumpon ist ausgebucht. Wir müssen stattdessen den Bus nehmen. Also kein Bett auf dem Weg zu den Inseln.
Den Rest des Tages verbringen wir hauptsächlich mit Bummeln oder Geld ausgeben. Der N8markt Patpong direkt um die Ecke vom Hotel, die Khaosan Road oder eben die Zentren MBK bzw Siam Paragon. Die Preise auf dem Nachtmarkt sind trotz 50% unter dem Erstgebot des Händlers teuer. Stoffhosen für den Strand waren nochmal 50% günstiger auf der Khaosan. Naja und das ist schon Tourinepp.
Aber auch die Tauchsäcke (oceanpack) sind in einem offiziellen Laden im Siam Paragon mit 360 Baht um 40 B günstiger als auf der Khaosan. Demnach gilt: In Ruhe einkaufen und vergleichen !
Beim Schneider des Vertrauens lasse ich mir 3 Hemden raus. Eine Bluse für die Dame ist auch noch drin. Alles andere wie zB oakley Sonnenbrille, North Face Rucksack etc im Original ist gleich oder teurer als in D.
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Mal schnell nach Thailand - der Hinflug


Abflug mit Qatar Airways von München nach Doha. Na wenigstens gibt es für diese Strecke Meilen bei der Star Alliance, hehe.

Da der Flieger erst um 23:00 Uhr ankommt und der Weiterflug am Folgetag morgens um 08:00 Uhr nach Bangkok geht, haben wir uns ein Hotel in Doha gebucht. Was sonst sollen wir mit der N8 anfangen ? Auf dem Rückflug ist der Aufenthalt wenigstens nachmittags, so daß man sich die Stadt auch mal näher ansehen kann.

Gleich hier eine Empfehlung der iPhone App Hotel Search Travel IQ. Die Hotelpreise in Doha und Bangkok waren unschlagbar günstiger - vg
l mit HRS z.B. Leichte Bedienung und gute Übersicht. In Doha ist es La Villa Palace. Viel vom Hotel werden wir wohl nicht sehen, außer dem Bett. Aber besser als auf dem Flughafen 8 Std abhängen.

Eine Nacht in Bangkok, um einzukaufen, äh, einzukaufen und äh ok, auch was anzusehen. Deswegen das Tawana Hotel in der Nähe zum Siam Centre und dem Nachtmarkt. Gleich der richtige Einstieg für den Neuling.
Richtung "Urlaub" geht es dann heute Abend mit dem Nachtzug nach Chumpon und dann nach Koh Tao.
Diesmal aber nicht zu Big Bubble. Wir konnten uns auf eine einsame, touriferne Bucht im Südosten der Insel einigen.

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Saisonabachluss in Hochfügen

Es hatte N8s ein wenig geschneit und die Sonne brannte vom blauen Himmel. Doof nur, wenn man die Vorhersage nicht prüft und mit dem falschen Brett abreist.
In M Punkt 6:15 los und um 8:40 in der Gondel. Die Hänge waren noch unverspurt und so mussten eben die Knie ein wenig leiden. Ab mit dem Raceboard. Feinster Staub. Ein Jammer.

Die Kollegen mit dem Bus kamen erst gegen 11:00 in Kaltenbach an. Stau. Früh aufstehen lohnt sich.
So und nun ab nach Thailand :)
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"freeride" experience in Saalbach/ Zell am See/ Hinterglemm

Zufällig im Internet entdeckt: Voll organisiertes Tiefschneefahren in Zell am See und Umgebung.
Am Donnerstag abend war Anreise und erste Einführung bei einem Abendessen. Dort lernten wir auch einen der Bergführer kennen.
Von Freitag bis Sonntag hieß es dann in drei Gruppen den ganzen Tag dem Bergführer in Tiefschneehänge folgen. Nici, Bengt und Tom haben drei Gruppen eingeteilt und los ging es. Jeder machte auf diese Weise seine eigenen Erfahrungen. Abends ging es dann immer nett essen und die Erfahrungen des Tages wurden rege ausgetauscht.
Der Bergführer fand immer wieder Bereich unverspurten Schnees, wenn wir auch manchmal Slalom im dichten Wald und schwerem Schnee fahren mußten. Das Pulvererlebnis entschädigte dafür. Der Freitag war gut, wenn auch einfach frischer Schnee fehlte. Der kam dann in der Nacht und "leider" auch den ganzen Samstag. Es war nebelig und teilweise vollkommen kontrastlos. Waldabfahrten boten hier Hilfe, machten aber trotzdem nicht unbedingt viel Spaß. Am nachmittag wurde es besser und wir fuhren auch den Puder.
Der Sonntag war der krönende Abschluß. Heiter bis wolkig, gut unter Null Grad und einiges an Neuschnee. Meine Herren hatten wir Spaß. Da fiel die Mittagspause auch gleich ein wenig kürzer aus.

Für Snowboarder sei der Hinweis ernst gemeint, daß "Laufen" einfach dazu gehört; und damit meine ich nun nicht das Aufsteigen am Hang, sondern eher am Ende einer Abfahrt die Rückkehr zu einem Lift. Forstwege sind oft der einzige Weg raus aus dem Tal und es bedarf netter Skikollegen, die einen ziehen, schubsen oder ähnliches. Hier nochmal ausdrücklichen Dank für Hilfe !
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Schnalstal - das erste Mal in Italien zum Skifahren

Die schneeweißen Wochen im Schnalstal wurden uns ans Herz gelegt, samt des Hotel Firn. Es ist die Zeit Ende Januar, in der die meisten nicht an Urlaub denken. Daraus resultieren günstige Preise ( € 47 HP) und leere Pisten.
Kurze Hotelkritik: Das Haus ist absolut weiter zu empfehlen. Das Zimmer war sauber, nett eingerichtet, das Essen tadel.l.o.s und Sauna und Hallenbad erholsam nach einem Skitag.
Der Skigebiet liegt ca 2000m hoch im Tal und von dort geht eine Gondel auf den Gletscher und diverse Lifte in die umliegenden Hänge. Die Pisten sind 1a präpariert, waren aber sehr vereist. Es blies ein konstanter Wind und es war saukalt. Leider hatte es lange nicht mehr geschneit. Aufgrund der riesigen Möglichkeiten neben der Piste wirklich schade.
Die Lifte Hintereis, Teufelseck und Lazaun dürften wohl die mit den größten "freerider" Möglichkeiten sein. Sei es im Wald oder auf großen weiten Hängen, es ist alles vorhanden. Leider war der Schnee ziemlich alt und windgepreßt. Nur selten lag noch Pulver.
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Pitztal zum Ersten

Auf der Suche nach einem freien Hotelzimmer über Sylvester sind wir Pitztal fündig geworden. Das Hotel Hotpiz konnte uns für 4 Nächte noch was anbieten.Das Gletscherskigebiet ist ziemlich groß und mit der U Bahn komfortabel zu erreichen. Oben auf gibt es zahlreiche Variante, auch abseits der Piste. Prompt haben wir unter der Gondel noch unverspurten Schnee gefunden und generalstabsmäßig durchpflügt. Natürlich kamen dann auch die Nachahmer. Man muß dann eben schnell sein.
Aus vier Nächten wurden dann aber nur drei, was einzig an der Unterbringung und dem gebotenen Service lag. Für € 80 / HP wurde ein sauberes - wenn auch kaltes - Zimmer und Essen auf Mensaniveau geboten. Am meisten störte jedoch das Rauchen. Schon am Empfang wurde man von einer rauchenden Dame empfangen und das Frühstücks- und Salatbüffet stand im Raucherbereich.
Das Skigebiet und der tollte Schnee samt Sonne waren super. Es wurde auf der Piste - und auch daneben - nie langweilig.
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911er Ausfahrt II

Langes Wochenende Italien.
Also nach der Arbeit raus aus München, vorbei an Kochel am See/ Walchensee (Karte) und die ersten Kuven genießen. Das Wetter spielt mit, der Himmel ist blau und so soll es bleiben. Aufgabe ist es der Autobahn aus dem Weg zu gehen und das klappt wunde
rbar bis nach Italien. Aber erstmal erreichen wir das Nachtquartier in Landeck.
Eine kleine Pension mit Bett und Dusche.
Ausruhen ist angesagt, denn das Stilfer Joch muß erklommen werden. Am Samstag geht es auf der 180 Richtung Italien, vorbei an der Festung von Nauders. In Prato allo Stelvio beginnt der langsame, aber stetige Aufstieg auf der SS38. Herrliche Serpentinen, voller Motorradler und Fahrradfahrer. Letzteren gehört meine ganze Bewunderung, denn diese unendlich anmutenden Steigungen ohne die Musik meines
6 Zylinder Boxer zu erklimmen - ein Alptraum. Umgekehrt ist es purer Genuß. Targadach weg, Sonnencreme drauf, 2. Gang rein und der Symphonie lauschen. Oben am Stilfser Joch (Karte) angekommen, laufen sogar einige in Skianzügen umher. Der Gletscher ist offen.
Achtung in Bormio, nicht der Straße folgen, sondern auf die 300. Da geht es mit den Kurven weiter. Ein nicht enden wollendes Winden. Nur gut, daß man nicht Karten lesen muß. Irgendwo auf dem Weg zwischen den Tälern folgen wir einem Schild für ein Mittagessen. Mit ca 9,50 EUR in der Tasche wird das ziemlich spärlich. Umso lustiger ist das Restaurant. Eine Skihütte mittem in einem Skigebiet, während des Sommers als Alm ausgebaut. Die Wiesen sind satig grün, Romantik will aber keine aufkommen, sieht man doch die Liftmasten und Stationen.
Im nächsten Kuhdörflein ist endlich der langersehnte Geldautomat -puh.
Von Ponte di Legno über Cles führt uns der Weg zum Ziel: Molveno. Hier, nicht weit vom Gardasee heißt es für die Folgetage entspannen. Das Hotel du Lac ist ein Italo-Hotel und wir die einzigen Ausländer. Die Sprachbarriere sorgt für Unterhaltung und am 2. Abend bekomme ich dann auch meine Coke Zero.
Na also geht doch.
Der See ist viel kleiner, aber idyllischer. Allerdings reicht er nicht an den Ledro See heran.
Am dritten Tag düsen wir noch zum Gardasee und biegen kurz vorher nach Westen ab. Ein Tipp einer Kollegin. Ein absoluter Bringer und zum Abschluß des Tages gehört der Sprung ins kalte Naß.
Für Die Rückfahrt wurde der schnellste Weg über die Autobahn gewählt. An einer Raststätte vor dem Brenner treffe ich einen alten Schulkameraden aus meiner Heimatstadt. Wie hoch stehen hier eigentlich die Chancen ?
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Cannes Film Festival

Es ist Samstag abend an der Cote d'Azur, die Sonne glitzert im Mittelmeer wo noch Platz zwischen all den Yachten ist.

Die 62. Filmfestspiele laufen bereits seit dem 13. Mai und seit heute ist das Wetter auch entsprechend südfranzösisch. Der Zoo hat also wieder geöffnet und an der Croissette stapeln sich die dunklen Limousinen, Motorroller, Harleys und zum Auffallen diverse flache italienische Sportwagen mit nicht immer ergrauten Piloten. Allen gleich das Schneckentempo entlang der Küste. Nur wenn man da Aufsehen erregen will, muß man sich etwas besonderes einfallen lassen. Zum Beispiel seinen SLR verchromen - auch wenn es nur eine Folie ist, guter Einfall.

Wenn es dunkel wird an der "croisette" fahren immer noch die schnelle Wagen auf und ab; nur nimmt die Geschwindigkeit rapide mit abnehmenden Verkehr zu. Letztlich müssen sich Jungs selbst mit Nobleschlitten produzieren wie ehemals pubertierende 15jährige auf frisierten Mofas.
Neben diversen Strandpartys mit Türstehern, in deren Arme Starkstromkabel verbaut zu sein scheinen, öffnet jedes Jahr pünktlich zum Filmfestival der Vip Room im Casino auf der Landzunge im Osten sein Pforten. Der Name ist Programm.
Nur per Gästeliste. Der club ist eine Revolution vom P1, mit der coolnes vom alten Dorian Gray und einer Stardichte wie am Rodeo Dr. Der Geldadel, Industriemagnat und einfach Ferrari Besitzer bestellen kübelweise Champagner in Waschschüsseln samt bengalischen Feuer. Der Preis dürfte das Monatsgehalts eines €400 Arbeiters locker übersteigen. Daür wird was für s Augen geboten, für die Ohren sowieso. siehe auch hier.
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911er Ausfahrt I

Das Osterwetter lädt geradezu ein, den Kleinen an die lange Leine zu nehmen; Autobahnen zu meiden und kurvige Landstraßen zu suchen.
Ein Ausflug zum Chiemsee ist die Idee, der Weg das Ziel und ein Eis die Belohnung. Also raus aus der Tiefgarage und auf den Teer. Vorbei an satten Gebirgswiesen, kleinen Kapellen und herrlich frischer Frühlingsluft um die Haare.
Der Chiemsee liegt ruhig vor dem Alpenpanorama und die Berge tragen noch eine Mütze aus Schnee. Der Winter stemmt sich gegen die nächste Jahreszeit. Abgesehen davon ist der Chiemsee sicher mal eine Reise mit dem Fahrrad wert. Kleine Gasthöfe zum Nächtigen und viel Strecke entlang am See und in Seitenstraßen.
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Hong Kong und Fazit

Die Überfahrt mit der Fähre von Macau nach Hong Kong dauert ca 60 min. Wie lange das sein kann, wenn die Temperatur auf ca 10 Grad herunter gekühlt wird, erzählen einem nachher die Hals- und Kopfschmerzen - ich habe mir ne Grippe eingefangen.

Hong Kong ist die letzte Stufe des Erfolges der "emerging markets". Abgesehen davon, dass hier die Inselaffen wieder mal das links Fahren eingeführt haben, ist diese Stadt einfach grandios. Die Skyline auf der Insel und dem Festland ist mit all den Bürotürmen vor allem in der Nacht ein klarer Hingucker. Wobei die angepriesene tägliche Lichtschau gegen 20:00 Uhr nicht wirklich sehenswert ist. Der ganze Pier ist voller Zuschauer, Gaukler und Verkäufer und die dargebotene Lasershow wirklich etwas in die Jahre gekommen. Mein Tipp daher, entweder weit vorher oder eben deutlich später an den Pier zu gehen und die Stadt wirken lassen.
Es gibt hier und da auch versteckte alte Häuser, doch dominierend sind die Häuserschluchten die Erinnerungen an New York City hervorrufen. Die Fahrt mit der Zahnradbahn auf den Gipfel bietet einen wunderbaren Ausblick auf die Bucht - wenn das Wetter mitspielt. Leider war bei uns ziemlich viel Nebel und nur einige Häuser erkennbar.

In jedem Reiseführer wird zudem die Überfahrt mit der Fähre angepriesen. Ok, für 20 Cent kann man eigentlich nichts falsch machen, doch aufregend ist das nicht. Erwähnenswert ist auf jeden Fall die U-Bahn, die mit einem leicht verständlichen Fahrkartenautomaten aufwartet; hier sollten sich deutsche Städte mal ein Beispiel nehmen. Wichtig allerdings ist das Kleingeld. Die mitunter ulkig aussehenden Münzen sind sehr gefragt und nur selten akzeptiert der Automat (oder auch andere) Scheine über 20 HK$ (umgerechnet ca. 2 Euro).
Für Hong Kong braucht man eigentlich keinen Reiseführer. Die wichtigsten Punkte sind überall nach zu lesen. Ansonsten streunert man einfach durch die Gassen und Einkaufsparadiese und streckt sich das Genick, um den Himmel zu sehen.

Den letzten Abend verbringen wir im "expat" Viertel Lan Kwai Fong. Die Nuttendichte hält sich anfangs in Grenzen, doch je später der Abend desto mehr von Ihnen arbeiten offensichtlich auch hier. Allerdings kann man auch normale Damen kennenlernen, wenn man ein paar wichtige Regeln beachtet: Frauen, die Ihre Getränke selber bestellen und bezahlen sind relativ sicher nicht aus diesem Berufsumfeld. Auf jeden Fall zappeln wir bis ca 01:00 Uhr und fahren mit der letzten U-Bahn ins Grandstanford Intercontinental. Ein sehr schön gelegenes Hotel.
Morgens um 05:00 Uhr klingelt der Wecker und ein Taxi bringt uns zum Flughafen. Gegen 20:00 Uhr sind wir alle wieder zu Hause.

Fazit
Vietnam ist eine Reise wert, doch wer Strandurlaub sucht, ist mit Thailand eindeutig besser bedient. Kulturell gibt es vieles zu sehen, doch nach dem 10. Tempel tritt spätestens ein leichter Gewöhnungseffekt ein.
Die Menschen sind sehr freundlich und Unterschiede zwischen Nord und Süd haben wir nicht festgestellt. Überall findet man englischsprachige Einwohner und saubere Unterkünfte. Internet gibt es im Grunde überall, eigentlich immer DSL. Das Essen ist sehr lecker, allerdings empfiehlt es sich nicht, die Touristenpfade hier zu verlassen. Denn traditionell wird z.B. das Huhn in kleine Teile zerhackt, ohne dass man Knochen, Knorpel etc vom Fleisch trennt. Der Döner in Hanoi war ein Höhepunkt und super lecker, hehe.

Macau muss man nicht gesehen haben. Abwarten heisst hier die Devise, vielleicht entwickelt sich der Cotai Strip und man kann wirklich Las Vegas in Asien haben. Für "hardcore" Zocker schon empfehlenswert.

Hong Kong ist eine Weltmetropole mit allem was dazu gehört. 3 Tage/ 2 Nächte einsaugen und geniessen. Herrlich. Als Knotenpunkt von Air Asia ist Hong Kong neben Bangkok und Kuala Lumpur mit Sicherheit unter den besten Ausgangsbasen für Asienreisen. Abgesehen davon fliegt Air New Zealand über HKG-LHR-LAX und die BC ist einzigartig - sensationell.
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Zocken und Rocken in Macau

Der Flug von Bangkok nach Macau verlaeuft ereignislos. Bereits im Anflug sieht man das Venetian Hotel von Macau. Zuerst aber erstmal die Einreise erledigen. Verwundert sitzen wir im Flieger, waehrend die anderen Fluggaeste kurz nach der Landung bereits aufspringen und gen Ausgang stuermen. Den vehementen Spruechen der Flugbegleiterinnen zum Trotz. Der Grund erschliesst sich in der Schlange bei der Immigration. Den Kameraden kann man beim Laufen die Schuhe besohlen.

Das Venetian in Macau liegt am sogenannten Cotai Strip und hat gigantische Ausmasse. Nach Aussage einiger Infoseiten angeblich 3.5 groesser als das Exemplar in Las Vegas. Die Inneneinrichtung ist zwar ebenso liebevoll gestaltet, aber die "Hallen" der Casinos in Las Vegas wirken authentischer. Hier sind die Gemaelde auf Stoff gedruckt, waehrend in Nevada alles mehr oder weniger gemalt ist - als Bsp. Die Suite ist sehr nett eingerichtet und das Ausziehsofa nach Aussage von Anna bequem.
Die Bewertung des Casinos als solches und dem drumherum faellt allerdings etwas mau aus. Der Cotai Strip existiert praktisch noch nicht, da das Venetian derzeit das einzige Casino auf dieser Insel ist. Alle anderen stehen auf der anderen Seite der Bruecke (Wynn, Lisboa, MGM, Sands, etc.) und eine Fahrt dauert mit dem Taxi/ Shuttle ca. 10-15min. Dort kommt so ein wenig Las Vegas Gefuehl auf, entsteht ein wenig Flair und das Bummeln durch die diversen Etablisments macht auch Spass. Generell ist die Stimmung im Casino aber eine andere. Es ist irgendwie schwer zu definieren, es geht ruhiger zu. Das gilt auch fuer die Unterhaltung. Abseits der Spieltische wird im Grunde nichts geboten. Keine Clubs, Bars, Lounges oder aehnliches. Von Fahrgeschaeften mal komplett abgesehen. Die Gaeste in den Casinos sind wohl wirklich nur aus einem einzigen Zweck vor Ort - Geld verspielen. Die Bellini Bar beherbergte am Freitag abend ca 8 Gaeste, die einer 10koepfigen Live Band lauschten. Das denke ich, sagt alles.

Christoph konnte nicht ruhig sitzen bleiben und ging auch an die Spieltische. Mit Erfolg, ein Fruehstuecksbuffet fuer alle - ein Danke schoen an den noblen Spender. Zwischendurch hatte ich jedoch ein wenig Angst um ihn, vor allem als durchsickerte, dass die Damen jedes Getraenk fuer lau bringen, so lange er zockt.
Apropos Ausdauer. Die Asiaten muessen ziemlich ausgiebig spielen und sich dabei gefaehrlich verkrampfen. Denn im ganzen Casino laufen junge Maedchen herum und bieten sich oder gleich eine Freundin als Masseuse an. Gott, die armen Zocker. Aber ich finde das wirklich nett vom Venetian, dass die auch an sowas denken. Obwohl es manchmal auch ein wenig anstrengend war; schliesslich genuegte nur ein overflaechlicher Blick in die Runde und schon kamen sie gelaufen. Interessanterweise gab es solche Momente nicht im Wynn Hotel. Ueberhaupt ist dieses Hotel vom Stil her viel schicker, eleganter. Gleiches gilt auch fuer das Sands.

Fazit fuer Macau: Die Stadt bietet im Grunde nicht viel. Das eine Restaurant in der Altstadt servierte mittelmaessiges Essen und wer was "erleben" will, sollte nach Hong Kong fliegen oder eben doch Las Vegas besuchen. Ggf aendert sich das alles mittelfristig, denn rund um das Venetian wird gebaut ohne Ende. Das W Hotel steht schon im Grundriss und auch sonst schiessen Bauten in die Luft. Vielleicht hat der Cotai"Strip" noch Potential, aber die Planer sollten mal auch an die Unterhaltung denken.
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Ha Noi oder long mit und ohne Bucht

Ueber Hanoi hoert man vieles. Manche die Saigon moegen, verabscheuen Hanoi und umgekehrt. Die Erfahrungen hier vor Ort sind im Grunde jedoch gleich. Die Leute sprechen halbwegs englisch, die Strassen sind voller Mopeds und es gibt gute und guenstige (Mini) Hotels en masse.
Wir uns soll es die Altstadt sein. Mit den kleinen Gassen, die alle nach dem Handwerk benannt sind, dass sie anbieten, verliert man sehr leicht die Orientierung. Ein guter Stadtplan ist hilfreich.
Der LP gibt uns eine Route vor, die allerdings wenig Abwechslung bietet. Der Hoan Kiem See mit seiner roten Bruecke ist hier eine echte Abwechslung. Der Paradeplatz vor dem Ho Chi Minh Denkmal ist beeindruckend, aber es fehlen einfach die Militaers. Onkel Ho ist nicht da, der wird gerade restauriert. Abgesehen davon ist eine Wachsmaske eines vor Jahren Verstorbenen ja nicht wirklich sehenswert, oder ?

Am Sonntag entscheiden wir uns fuer den Ausflug mit Oceantours in die Halong Bucht. 1 Nacht auf einer Dschunke und eine Nacht auf einer privaten Insel. Die 3std Busfahrt nehmen wir mit Leichtigkeit, mittlerweile gewoehnt man sich an alles. Vor Ort im Hafen liegen zahlreiche Dschunken und das ganze ist sehr touristisch. Letztlich landen wir auf einem sehr schoenen Schiff mit sauberen Kajueten und einer Tour, die nicht in die Buchten fuehrt, wo all die anderen bereits vor Anker liegen. Kajakfahren, Amazing Caves (Tropfsteinhoehle) und Baden stehen auf dem Programm. Den zweiten Tag verbringen wir leider mehr oder weniger auf dem Tender, der uns zur Insel bringen sollte. Denn der Motor streikt. Weit nach mittag erreichen wir das kleine Eiland und beziehen nach einem ueppigen Essen den Bungalow.
Das Programm besteht von nun an eigentlich nur noch aus Abhaengen, Lesen, Doesen - Urlaub eben. Die Rueckfahrt am heutigen Dienstag ist sehr frueh - 08:00 Uhr und am nachmittag sind wir wieder in Hanoi. Wir haben einige Urlauber getroffen und die einhellige Meinung hier ist, man solle hier nicht mit dem Geld knausern. Die Boote und die Qualitaet des Essen variieren sehr stark. In unserem Fall haben wir Premium bestellt und Premium erhalten. Das Essen war koestlich, ueppig und erlesen.

Die letzte Nacht in Hanoi schlafen wir erneut in unserem Prince Hanoi Hotel. Guenstig (gelegen), sauber und modern eingerichtet. Morgen am 08.10 fliegen wir mit Air Asia nach Bangkok.
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One night in Bangkok

Die Fluglinie Air Asia bringt uns sicher nach Bangkok. Dessen neuer internationaler Flughafen ist echt ne Wucht. Da durfte sich jemand aber so richtig austoben mit Stahl und Glas. Nachdem das Gepaeck in Lichtgeschwindigkeit auf dem Band ankam, faehrt uns ein Taxifahrer mit grossem Leitwerk auf dem Kofferraum und F1-gleichen Zusatzinstrumenten auf dem Amaturenbrett in seinem mit Gas betriebenen Corolla im Tiefflug ins Stadtzentrum.
Eines sticht sofort ins Auge, das andere fuehrt so gehoerloser Stille: Keine Mopeds wuseln auf der Strasse umher, kommen einem in falscher Richtung entgegen und zu unseren grossen Ueberraschung fliesst der Verkehr geraeuschlos. Nur der Wind rauscht ein wenig und der Motor brummt. Doch selbst in der Innenstadt gibt es kein permanentes Gehupe und Geklirre. Dieser Laermteppich ist eine echte Erholung fuer die stressgeplagte mitteleuropaeische Autofahrerseele. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.

Das Century Hotel ist ein echter Kracher. Ab jetzt wird sowieso nicht mehr gewohnt, sondern residiert, hehe. Nach einer kurzen Besichtigung des Pools auf dem Dach bereiten wir uns die eine und einzige N8 in Bangkok vor. Mit der Hochbahn geht es zum Siam Center. Ein Einkaufstempel der seines Gleichen sucht. Da koennen meines Erachtens selbst US-Malls einpacken. Mit einem Mal sieht man den krassen Unterschied zwischen Thailand und Vietnam. Ohne (volks)wirtschaftliches Hintergrundwissen ist klar, dass Thailand im Grunde fast aufgeschlossen hat mit dem Westen. Natuerlich ist hier das Einkommen niedriger als bei uns, aber das "Leben" verlaeuft in aehnlichen Bahnen. Und die, die es sich leisten koennen, konsumieren. In keinem mir bekannten Markt in Deutschland finden sich solche Ansammlungen von Nobelmarken. Max.str in Muenchen, pfff. Selbst der Rodeo Dr in Los Angeles wird blass. Naja und was soll ich sagen, Audi ist mitten drin. Wenn auch nur durch MTM, die hier Tuning am TT und R8 vorstellen.
Der Hoehepunkt und die Kernschmelze des bisher im Urlaub gelebten Einkaufens erfolgt am Nachtmarkt Pat Pong. Flankiert von Sexshops - die wirklich kuriose Darstellungen anbieten wie "Pussy Ping Pong" und "Pussy shooting bananas" ??? - tobt dort der Handel. Uhren, Socken, T-Shirts, Schuhe, Schmuck, CDs etc. Die Uhren - natuerlich alles echt - starten meist um die 4000 Baht (ca 80 EUR). Am Ende sollte man nicht mehr als 1400 bezahlen, und das ist vermutlich noch zu teuer. Die Haendler laufen und schreien einem noch Meter hinterher. Sehr witzitg.

Die gekauften Gegenstaende sichern wir im Hotelzimmer und schnappen uns ein TukTuk zum RCA. Ohne Tacho brezelt der Kamerad durch die Stadt. So wie frueher in der Kindheit, als Kinder noch keine Helme trugen und Menschen sich nicht anschnallten. Adrenalllliin.
Die Rezeption hat uns diese Gegend empfohlen, nachdem wir klar vermittelt hatten, mit Musik und nicht mit Sex unterhalten werden zu wollen. Der Tipp war erstklassig. Ein Viertel fuer die Thaijungnd zum Aus-der-Haut-fahren. Wie in angesagten Dissen in der Welt, muss man sich Tische kaufen, der Johnnie oder Smirnoff fliesst in Stroemen und der eine oder andere hat sich einfach zuviel zugemutet. Mittendrin eine augenreizende Lichtschau und ohrenzerschmetternde Musik. Ich geb s zu, ich werde allmaehlich zu alt fuer diesen Scheiss *seufz*. Allerdings haben wir ziemlich viel Spass bis ca 1:30 und duesen im Taxi nach Hause.

Heute steht packen und eine kurze Stadtrundfahrt auf dem Programm (ohne mich, ich kenn den Palast schon). Gegen nachmittag fliegen wir nach Macau. Der Spass faengt jetzt erst an...
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DaDaDaDananggg

Der Aufenthalt ist kurz und das Mittagessen in einem einheimischen Restaurant wird zum Experiment. Waehrend Christoph durch seine beruflichen Asienaufenthalte offensichtlich schmerzfreier ist, picken Anna und ich Reis&Gemuese zwischen dem Fleisch heraus. Die Bedienungen war super freundlich und wir die Attraktion im sonst nur von Vietnamesen bevoelkerten Restaurant.
Der int. Flughafen von Danang hat diesen Namen wohl nur, weil hier eine US Basis waehrend des Krieges war. In den 2 Std vor Ort, starteten zwei Maschinen und wir waren Nr drei. Vermutlich haben die nicht mal Radar - war nur ein Scherz, oder vielleicht auch nicht *hhhhhh*

Jetstar's Boieng gehoerte frueher wohl Pacific Airlines. Den Aufkleber kann man noch sehen. Das Landen keine Geheimsache ist, hat uns der Pilot eindrucksvoll bewiesen. Die Maschine schwebt sanft ein und kracht mit markerschuetternder Haerte in Hanoi auf. Wenn der das staendig macht, faellt mir ein Stein von Herzen. Jestar fliegen wir hier nicht mehr. *puh*
Das Taxi nach Hanoi braucht fast 2 Stunden bis zum Hotel. Unser Wunschkandidat hat keine Zimmer mehr frei, doch wir finden ein anderes - in der Altstadt sind sehr viele Hotels, nur wenige Meter von einander entfernt.
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Verboten verboten verboten - Hue

Die Fahrt von Hoi An nach Hue verlief ereignislos und ging sehr schnell. Im Hotel angekommen suchen wir uns was zu essen und auf Stadttour. Das interessante Hue ist auf der anderen Flussseite in der Zitadelle untergebracht - die verbotene Stadt. Eines der buddistischen Zentren Vietnams und sitz des Kaisers, der innerhalb der verbotenen Stadt in der purpurnen Stadt hauste, samt all seiner Angehoerigen. Ein monumentales Bauwerk inkl. Wassergraben, Wachtuermen etc.
Eine Gruppe Vietnamesen laedt uns zum Kicken ein. Leider vergeht diese Chance ungenutzt, da zwischen den potentiellen deutschen Spielern Uneinigkeit herrscht.
Das Abendessen nehmen wir im Tropical Garden auf der anderen Strassenseite ein. Auch wenn ich kein Restaurantexperte bin, aber der Service ist wirklich unterirdisch. Das Essen ist ok.

In unmittelbarer Naehe zur Stadt liegen die Kaiser in riesigen Parkanlagen begraben. Diese Mahnmale sind beeindruckend und ueber eine Schiffstour zu erreichen. Es gilt zu beachten, dass der guenstige Preis nicht den Eintritt in die Graeber inkludiert. All das geht extra.
Die drei Kaisergraeber sind einen Besuch wert. Bitte den Tipp beachten, dass im Regelfall ein Motorradtaxi inkludiert ist. An einer Stelle liegen auf beiden Seiten des Flusses Graeber. Zum Grab von Khai Dinh benoetigt man jedoch ein Taxi. Bei uns wurden einige Passagiere bei Minh Mang herausgelassen und fuer 60min dort belassen, obwohl sie auch fuer das andere Monument bezahlt hatten. Chance verpasst, denn Khai Dinh ist wirklich das beeindruckendste, was ich bisher in Vietnam an Sehenswuerdigkeiten gesehen habe. Da wurde wirklich nicht gekleckert, sondern geklotzt.

Das von uns gewaehlte Orchid Hotel bestach mit zuvorkommenden Service, sauberem Zimmer mit Vollausstattung (PC, Stereo, Flat TV, DVD) und zentraler Lage.

Am 3. Oktober probieren wir den Zug aus. Es geht nach Danang zum Flughafen.
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Modestadt Hoi An

Der N8bus faehrt 11 Stunden bis nach Hoi An. Der neue Bus der Hanh Cafe (genauso wie Sinh Cafe eine halbstaatliche Bude) ist neu, die Einrichtung fuer Europaer echt innovativ. In 3 Reihen auf zwei Ebenen ziehen sich Schlafsessel durch den Bus. Die Liegewiese am hinteren Ende haben wir leider nicht gebucht. Da kann auch eine "Langnase" wie ich die Beine ausstrecken.
Die Sitze lassen sich fast komplett flach legen und der Hintermann deponiert in einem Fach unter der Lehne seine Beine. Schon nach 30min habe ich das Bodenblech unbeabsichtigt durchgetreten. Allerdings ist der frei gewordene Raum stetig verjuengend und so auch nicht wirklich zu gebrauchen. Die Klimaanlage temperiert nicht konstant, sondern eher "full throttle" und "off"; was dazu fuehrt, dass man entweder friert und einen Zug am Nacken spuert. Schlafen ging dann doch.

Am Ziel angekommen gehen wir zuerst unter die Dusche. Nach 2 Tagen ohne in den gleichen Klamotten kommt doch ein klein wenig Reinigungsbeduerfnis auf. Das Hotel Serene ist zentral gelegen und verfuegt ueber geraeumige und saubere Zimmer. Auch ein Pool ist da.

Hoi An zeigt seine Schoenheit erst gegen Abend, wenn die Daemmerung eingebrochen ist. Dann sind die Restaurants am Fluss mit den kunterbunten Lampions erleuchtet und die Strassenlaternen werfen ein schales Licht in die kleinen Gassen der Altstadt - die im Vietnam Krieg als "free fire zone" deklariert war und deshalb gut erhalten ist. Tagsueber ist die Auswahl an Schneidern, Schuhmachern und dem Markt schier ueberwaeltigend. Kimonos, Anzuege, Blusen, Jacken, Sandalen, Lederschuhe, T's etc. Am Besten man kauft eine der angebotenen Taschen/ Rucksaecke und macht es voll mit Guetern. Die Verlockung ist wirklich gross. Die Stadt wurde im 4 Jhr von den Cham gegruendet und war Teil der Seidenstrasse. Dieses Erbe wird heute durch die vielen Schneider hochgehalten.
Daneben kann man eine Tour durch die Altstadt machen und in einige der Tempel und alten Gebaeude gehen. Das alles ist interessant, nur wiederholen sich die Verzierungen in den Anlagen und es ist ein gewisser Verschleiss zu spueren. Zumindest verlangt hier die Stadtverwaltung einen kleinen Obulus, um die alten Gebaeude zu erhalten. Ein Vorgehen, was in Vietnam mit all den alten architektonischen Werken Schule machen sollte.

Der Montag begruesst uns mit einem wahren Monsum- bzw der Taifun im chinesischen Meer praesentiert seine Auslaeufer. Es regnet hier, als gaebe es kein Morgen. Die Strassen stehen unter Wasser und die Besichtigungsrunde laeuft ohne mich. Ich war schon nass bis auf die Haut, als ich vom kleinen Bummel nach Hause rannte. Lustig auch hier die Dienstleistung der Vietnamesen. Da laufe ich quietschenass durch die Strassen und man bietet mir einen Poncho an :-)

Am fruehen Dienstag Morgen wartet bei strahlendem Sonnenschein der Bus auf uns. Naja, ich will ehrlich sein, natuerlich warten wir auf den Bus. Die Besichtung der Tempelanlange in My Son steht auf dem Programm. "Schoene Berge" heisst die Stadt oder Anlage uebersetzt. Im 2-3 Jhr von den Cham errichtet, wurden grosse Teile der Tempel waehrend des Vietnamkrieges zerstoert. Die US Bomber warfen auch hier Bomben in den Dschungel.
Der Bus benoetigt etwa 45min von Hoi An zun dem Tempeln. Entlang eines gepflasterten Weges kann man einige der Anlagen besichtigen (A-K), wobei die meisten zerstoert und teilweise nicht zugaenglich sind. Wenn ich das richtig verstanden habe, liegen noch immer Bomben im Dschungel. Daimler AG und Wuerth GmbH unterstuetzen die Instandsetzung des Weltkulturerbes. In der schwuelen Hitze im Dschungel braucht man viel Wasser, doch die Umgebung und die Bauten bieten eine schoene Atmosphaere. Fuer den Heimweg teilt sich die Gruppe. Fuer uns geht es per Boot auf dem Fluss zurueck. Es gibt ein kleines Mittagessen und kurz vor Schluss noch eine Verkaufsveranstaltung.

Zurueck im Hotel springen wir schnell in die Badehose und duesen mit dem Taxi an den naheliegenden Strand von Hoi An. Kleine Bambuspilze bieten schatten und geschaeftstuechtige Barbesitzer stellen Liegen gegen Getraenkebestellungen bereit. Das Meer ist ein wenig unruhig, also ab in die Brandung. Ein Nachmittag zum Entspannen.
Gegen Abend bummeln wir noch einmal an den Fluss und lassen uns in einem der vielen niedlichen Restaurants gut gehen. Damit klingt der 3taegige Aufenthalt in Hoi An gemuetlich - fast romantisch aus. Morgen frueh werden wir wieder mit dem Bus weiterfahren - Ziel: Hue und die verbotene Kaiserstadt.
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Abtauchen in Nha Trang

Die Busfahrt dauert lange 5.5 Std bis Nha Trang. Vor Ort checken ins Hai Yen Hotel ein. Ein altkommunistischer Plattenbau, mit ebensoviel Charme und Personal, dass sich wohl noch im Zeitalter von Hammer und Sichel waehnt - die Fahnen flattern am Strandboulevard. Die Zimmer sind sauber, aber karg. Nach dem Fruehstueck faellt eine demokratische 2:1 Wahl gegen den Ort und vor allem das Hotel.
Bei Rainbow Diving haben wir einen Ausflug um 07:00 gebucht. Mit dem Schiff geht es in ca 40min zum Tauchplatz. Beide Plaetze (seahorse bay & madonna rock) sind nicht so beeindruckend. Die Sicht betraegt zwischen 5-1om, evtl haben wir aber auch nur Pech. Bei Madonna gibt es mehrere Hoehlen/ Durchgaenge mit unzaehligen Fischen. Das Personal von Rainbow ist sehr nett, die Ausruestung gut.
Gegen mittag ist auch die Entscheidung gegen eine weitere Nacht in Nha Trang gefallen. Mit dem Schlafbetten-Bus fahren wir im N8sprung nach Hoi An. Dort ist ein Hotel mit Pool gebucht, hoffentlich mit mehr Glueck als hier.

Nha Trang ist wie Mallorca oder Ibiza, eben nur auf Vietnamesisch. Die wenigen Sehens- wuerdigkeiten (Thap Ba Cham Towers, christl Kathedrale & Long Son Pagode - hier ist vielleicht erwaehnenswert, dass das beruechtigte Sonnenzeichen praktisch ueber der Stadt, gleich neben dem Buddha thront.) haben wir mit einer kleinen Taxitour abgehakt. Wer Strand erleben will, der ist mit Mui Ne um vieles besser bedient. Die Straende in der Umgebung von Nha Trang haben wir freilich nicht gesehen - irgendwie wollen wir hier nur weg.
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Vom Winde verweht in Mui Ne

Die Busfahrt von Saigon in den Kuestenort dauert ca 5 Stunden, je nachdem wie der Verkehr in Saigon ist. Theoretisch kann man in den weit nach hinten klappenden Sesseln auch schlafen, wenn nicht alle 5min die Hupe betaetigt wuerde - von irgendwem. Hupen ist hier so eine Art Kommunikationsmittel, dessen Code sich uns bisher nicht erschlossen hat.



Eine langgezogene Bucht mit feinem weiss-gelben Sand ist verziert mit allerlei Hotels und Ressorts. Vermutlich wird hier in wenigen Jahren die ganze Kueste touristisch erschlossen sein. Und damit wohl auch die Ruhe. Sicherlich ist die Einsamkeit am Strand bedingt durch die fruehe Reisezeit, aber viele der Hotels befinden sich noch im Bau.

Mui Ne ist beruehmt fuer seinen Wind. Staendig blaesst es hier und die Surfer und Kite Surfer sind unterwegs. Gegen Abend zieht mit dunklen tiefhaengenden Wolken ein Gewitter landeinwaerts, dessen Blitze man mehrfach vom Strand sehen kann. Der Wind steigt stetig an und schwups stehen ein paar Einheimisch auf dem Brett und sausen auf den Wellenkronen ueber das stuermisch Meer. Der Regen bleibt letztlich aus, das Gewitter verpasst den Strandabschnitt. Beim Abendessen mit einer Schweizerin und Australierin beschliessen wir alle um 4:15 Uhr den Sonnenaufgang in den roten Sandduenen zu beobachten.

Als der Wecker dann wirklich klingelt, ist es doch sehr schwer mit dem Aufstehen. Der Sonnenaufgang findet letztlich unsichtbar statt, zumindest bezogen auf rot-gelbe Lichtspiele. Eine Wolkendecke verhindert die Sicht. Doch die Atmosphaere auf den Duenen und das sanft heller werdende Licht sind das fruehe Aufstehen wert. Zum Paket gehoert auch die Fahrt zu den weissen Duenen, die im Landesinnern in der Naehe einer Wasserstelle liegen. Oasengleich mitten Nirgendwo tuermen sich weisse Huegellandschaften. Das Unwirklichste an der Szenerie waren jedoch zwei Hochzeitspaare, die professionell abgelichtet wurden. Vor allem ein Paar hatte sieben Helfer (Fotograf, Assi, Licht, Assi, und weitere) am Start und nutzte auch noch einen alten Armee Jeep als Kulisse. Ohne Worte. Das Fischersdorf - auch Teil der Tour entpuppte sich als ein Halt an einer Kuestenstrasse mit Blick auf den Strand voller alter Fischerboote. "Ferry Stream" hingegen ist ein farbenpraechtiger Flusslauf. Auf der einen Seite schimmern roter und weisser Sand, weggespuelt durch das Wasser, waehrend auf der anderen Seite ein kleiner Dschungel waechst. Die Farben erinnern an den Bryce Canyon, USA.

Zurueck im Ressort steht Fruehstueck, Sonnen, Baden, Schlafen, Lesen etc auf dem Programm. Diese Prozedur wiederholt sich im Grunde bis Fr., 26. Sept - herrlich. Die Abreise nach Na Trang steht an. Unser Hotel war hervorragend: guenstig, gelegen, sauber und ausgestattet - Volltreffer.
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Ho Chi Minh - erste Eindruecke bei Onkel Ho

Die Landung in Saigon verlief reibungslos im Flieger der Lufthansa. Interessanterweise flog ich bis Bangkok mit Thai, um dann auf die Frankfurt Maschine der LH umzusteigen.

Der Flughafen wird auch vom Militaer genutzt und die treiben oben ohne auf dem Taxiway Sport. Sehr lustig mit an zu sehen. Das Gebaeude ist im krassen Gegensatz zu den Militaeranlagen modern, sauber und architektonisch ansehnlich. Die Fahrt im Taxi zum Hotel ist eine Studie fuer den Verkehr der Zukunft. Unzaehlige Roller und Motorraeder schlengeln sich wie ein Fischschwarm die Strassen entlang, umgleiten die grossen Fische (Autos) ohne allzu oft anzuecken. Laeuft dieser Strom aus Hupen, Knattern und Gebrummel auf Baustellen oder Hindernisse auf, so teilt er sich gleich dem Wasser um einen Stein in der Stroemung - mitunter auch ueber den Gehsteig. Die Helme sind in einer Vielfalt vorhanden, dass man fast Moden fuer Europa davon ableiten koennte. Baseball Caps, Armeehelme, Jeansbezug, oder leuchtende Farben und Muster wechseln einander ab, die Menschen tragen laessige oder aber auch geschaeftliche Kleidung bis hin zu Stoeckelschuhen. Waehrend in denen Damen auf diversen Anlaessen bei uns kaum stehen koennen, faehrt hier die Frau auch noch einen Roller Slalom durch den Verkehr.


Ein Tagesausflug ins Mekong Delta soll uns die Lebensweise und die Gegend naeherbringen. Fuer US$ 9 sind Fuehrer, Bus und Boot inklusive. Der Transfer bis an den Steg dauert knapp zwei Stunden ein Weg, die Bootstour von einer Insel zu anderen insgesamt ca 4. Die erste Insel serviert uns exotische Fruechte, die zweite bietet Ihre Kokosnuesse in Form von Naschzeug an, waehrend es per Esel letztlich zu einer Honigfarm mit Pythons zum um den Kopf wickeln geht. Der verabreichte Honigtee / wein schmeckt etwas gewoehnungsbeduerftig, waehrend die Kokosnussfarm auch Kokosschnaps und Schlangenschnaps anbietet. Beide Derivate brennen wohl angeblich ganz schrecklich - vor allem der Schlangenschnaps mit einer Cobra samt Skorpion eingelegt wirkt eher als eine Mutprobe.

Das Mittagessen gibt es auf der letzten Insel und anschliessend geht es per Ruderboot durch einen schmalen Kanal zum Mekong, wo die Dschunke wartet. Das Wetter war sehr wechselhaft, aber zumindest stets warm, manchmal aber auch sehr sehr nass. Den Ausflug kann ich bedingt empfehlen, da relativ wenig "Leben" gezeigt wird. Allerdings sind die Kosten ueberschaubar.

Abends kommen dann Anna und Christoph an, schwer bepackt im Regen. Nach dem Abladen des Gepaecks machen wir uns noch nachts auf den Weg durch den Ben Than Markt und zum alten Hotel de Ville, in direkter Nachbarschaft zum Hotel Rex. Das de Ville ist hell erleuchtet und spiegelt sich auf dem nassen Beton des vorliegenden Gartens.



Der Sonntag steht ganz im Zeichen des Touristen. Nachdem wir lange geschlafen haben haken wir diverse Sehenswuerdigkeiten (Notre Dame, Alte Post, etc.) ab und sind immer wieder auf der Suche nach North Face. Auf Wikipedia und anderen Seiten wird immer wieder von den fantastischen Einkaufsmoeglichkeiten hier vor Ort berichtet. Nur wo ? Wir erwischen Europaeer mit Wohnort in Saigon; stets immer negative Antworten. Beim Mittagessen haelt endlich ein Spanier mit franz Frau und suessen Kindern im Bekleidungsgeschaeft taetig den richtigen Tipp bereit: Der Russen Markt ist gegenueber dem Hotel Duxton in der Nguyen Hue. Dort im 1. Stock verkaufen Sie North Face und Columbia. Das Material ist hochwertig, die Verabeitung 1a und der Preis unaussprechlich ;-) Den Abend beschliessen wir im Hotel Rex in der Bar, hoch ueber dem Platz vor der Oper mit einem Cocktail. Die Aussicht und das Ambiente verdienen auf jeden Fall Lob, doch die Qualitaet des Mixgetraenkes ist eher mittelmaessig. Vermutlich lebt die Bar mehr von Ihrem verschwindenen Ruf.



Am Montag (22.) lassen wir uns erneut auf eine organisierte Tour ein. Mit dem Bus zu den Chu Chi Tunnel; dem legendaeren System noerdlich Saigon, dass die invasierenden Amerikaner verzweifeln und letztlich verlieren liess. Doch vorher hielt der Bus bei einer Behindertenwerkstatt. Angekuendigt wurden hier Kriegsgeschaedigte, doch wie sich herausstellte war es eine gewoehnliche Einrichtung fuer behinderte Menschen. Die angebotenen Waren sind jedoch so ueberteuert, dass einem der Gedanken einer klassischen Touristenfalle nicht mehr loslaesst. Einige Produkte hatten wir einen Tag vorher auf den Markt fuer 60-70% guenstiger entdeckt.

An der historischen Kriegsstaette angekommen, stiess mir die komplett fehlende Pietaet auf. Zwar wurde eingehend die Strategie des Vietcongs und deren Menschenfallen erlaeutert. Doch Fotokulissen wie explodierte Panzer mitten im ehemaligen Kampffeld zeugen irgendwie fuer fehlende Sensibilitaet gegenueber den Toten beider Seiten. Das alles gipfelte im sogenannten Sportschiessen mit AK/47. Vergleichbare Mahnmale um den Globus nehmen etwas mehr Ruecksicht auf die bluttriefende Geschichte. Abgesehen davon entpuppte sich die Tour als eine 3/4 Tagestour und Essen ist nicht inkludiert noch gibt es etwas zu kaufen, von Erdnuessen mal abgesehen. Daher trotz US$9 ein klares Nein.

Am Abend touren wir durch Saigon, nehmen ein spaetes Mittagessen irgendwo im Viertel um Pham Ngu Lao ein. Das ist die eigentliche Empfehlung. Hier an einer Strassenecke draussen sitzen und die Leute beobachten. Unzaehlige Mopeds (angeblich 4 Mio) brausen vorbei, Fahrradhaendler, Strassenverkaeufer und Touristen. Das Leben in Ho Chi Minh ist so am Besten zu beobachten, ob im backpacker Viertel oder sonst wo. Die Sehenswuerdigkeiten lassen sich an einer Hand abzaehlen, die Einkaufsmoeglichkeiten hingegend sind schier unermesslich.

Unser Hotel: Bi Saigon Hotel ist eine klare Empfehlung. Das Essen ist guenstig und lecker - nur das kostenlose Fruehstueck muss man nicht einnehmen.

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Trackday, die Zweite

Die letzte Rennattacke war ja nun schon mehr als zwei Jahre her, folglich bedurfte es einer Wiederholung. Ernsthaft betrachtet, haben wir erreicht, was wir wollten. Die Teilnehmer hatten viel Spass und konnten obendrein noch etwas für die tägliche Fahrt zur Arbeit mitnehmen.
Hiermit wurden Los Angeles Strassen wieder etwas sicherer. Ein kleiner Beitrag, damit man sich dort ein klein wenig besser fühlt, falls das überhaupt geht. Ich bezweifel das. Jeden Tag scheint die Sonne. Jeden Tag ist es warm. Jeden Tag ist der Himmel so blau. Ein Hoch auf den deutschen Sommer, denn hier holen die Gastwirte die Tische und Stühle nach draussen und die Gäste sitzen bis spät in die Nacht draussen. Genussvoll werden Bier & Co konsumiert, mediterane Musik durchströmt leise und unaufdringlich die kleinen verspielten Gassen. Schliesslich weiss man nie, wie lange dieses die Röcke-kürze und Tops-enger werdende Wetter anhält.
Zurück zum Renntag in Fontana. Das Hinterland machte seinem Ruf als Glutofen mal wieder alle Ehre. Der Asphalt schmolz förmlich dahin, und das nicht nur, weil die Gäste mit den RS4s über die Strecke bretterten und dabei immer wieder neue Bestzeiten in den Kies hämmerten. Dem Organisationsteam sei Dank, dass die auf eine Klimaanlage für die Box bestanden. Der Zufluchtsort gegen die Hitze wurde auch für Besprechungen und Essen genutzt.
Als Andenken an dem Tag, hatte mein linker Unterarm eindeutig mehr Sonne abbekommen, als der Rest von mir. Hm ? *überleg*, wie das nur passieren konnte.

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Deutsche Alpenstrasse

Früh aufstehen (07:00) um gut zu frühstücken. Für heute steht eine fast 4 stündige Wanderung auf einen nahen Gipfel an.
Vom Schwaighof (Rottach) über den Riederstein (1207m) auf den Gipfel des Baumgartenschneid (1444m). Schon der Parkplatz ist verdächtig schräg und die ersten hunderte Meter gehen steil bergauf. Die Hinweisschilder (Warnung, keine Schlittenbahn !) sagen eigentlich, dass das hier oberaffengeil sein muss im Winter. (Gedankliches Memo). 
Das Erreichen der Gaststätte Galaun ist nicht die Siegerehrung mit Nationalhymne und Champagnerdusc
he, sondern lediglich der Meilenstein für "Jetzt sind Sie warm".
Von hier aus führen unzählige Stufen vorbei an vierzehn Kreuzwegstationen hinauf zu der kleinen Kapelle durch Buchenwald. Es sei bereits hier vermerkt, dass die Stufen noch einen Tag später im Hintern deutlich spürbar sind, so oben auf dem Knackpopo, also an ganz ungewöhnlicher Stelle. Am Grat angekommen, der nun rechter Hand zum Gipfel führt, liegt die Kapelle aus dem Jahre 1863 linker Hand auf einem steilen Hügel hinter altem Wald verborgen. Noch steilere Stufen als zuvor führen dem ersten Gipfel entgegen.

Auf dem Höhenrücken entlang durch alten Bergwald  fällt der Hang links sehr steil ab ins Alpbachtal. Als der Wald lichter wird, hören wir leises Geläut. Das Glockenspiel wird mit jedem Schritt lauter, bis wir in einem Steilhang ein Dutzend Kühe zwischen Bäumen in aller Seelenruhe Grass fressen sehen. 
Vollkommen gelassen ob der Annäherung durch die Wanderer kauen Sie wider und stapfen am Hang entlang. In diesem Zusammenhang wird "Kühe umwerfen" völlig neu definiert. Die Muh wird das wohl nicht überleben, vermutlich wäre eine norddeutsche Kuh mit diesem Hang auch überfordert. Auf jedem Fall ist dieser Augenblick auch ohne Ziegen ein echter Heidi-Moment und wunderschön deutsch. Pünktlich beim Erblicken der letzten Steigung zum Gipfel ziehen die ersten Wolken zusammen und versperren uns bis zum vollendeten Ausstieg die angebliche sagenhafte Aussicht auf Schlier- und Tegernsee. Stattdessen hocken wir im Nebel. Zeit für eine romantische Brotzeit in klammer Bergluft. Ohne Nebelrürckschlussleuchte beginnen wir mit dem Abstieg. An der Baumgartenalm angekommen ist der Blick zum Gipfel wieder frei und wir frustriert. Das unterhaltsame Gespräch mit den beiden Kuhhirten, die bei Brot und Bier  zünftig vor der Alm sassen, ist aber Entschädigung genug. Die 2 Stunden bis zum Parkplatz unterbrechen wir auf der Galaun Gaststätte für eine Süssspeise und kleine Rast. Im Sonnenschein und offenem Dach geht es wieder Richtung Minga.

Kurz und bündig: Deutschland ist wunderschön, wenn der Nebel nicht wäre.
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Deutsche Alpenstrasse

Von Berchtesgaden zum Tegernsee

Bei blauem Himmel auf der A8 östlich unterwegs gen Salzburg. Vorbei am Chiemsee und dabei den Kopf recken. Eindeutig ein Ziel für sich alleine.
Auf der B305/6 fahren wir bereits einen Teil der deutschen Alpenstrasse ab, in herrlich gewundenen Strassen, vorbei an saftige grünen Wiesen und die typisch frische Landluft in der Nase. Etappenziel für heute ist das Hotel in Ramsau, kurz vor Berchtesgaden. Auf einer kleinen Anhöhe gelegen, mit urigen Zimmern und einem grosszügigen Wohlfühlbereich genau das richtige, um sich für einen Kurzurlaub einzustimmen.

Nach einem Frühstück mit Ausblick steht der Königsee auf dem Programm. Dort verkehren bereits seit 1909 nur Elektro-Boote, wohl wissend um das einmalige Echo. Der Blick auf den See und vom See ist gleichzeitig beruhigender und tiefgehender, als es jedes Foto zu vermitteln mag. Beim Echo-Stopp auf halber Fahrt nach St. Bartholomä wird heute zwar nicht mehr geschossen (bis zu 8x Echo), doch das kleine geblasene Ständchen auf dem Horn hallt mindestens ein weiteres Mal an der steil abfallenden halbrunden Wand wider. Auf der Insel findet zudem zufälliger weise eine Hochzeit statt, was dem Ambiente den Rest gibt.

Entlang der Alpenstrasse führt der Weg am Weitsee nach Reit im Winkl, wo wir falsch abbiegen und Österreich betr
eten. Der Walchsee bietet sich für eine kleine Rast an; ein netter Ösi teilt mit uns das Parkticket, darauf einen Kaffee am Strandhaus. Für die kleinsten Menschen sind Eisberg und Trampolin im See verankert, um den Spassfaktor zu erhöhen. Wie Mama und Papa das nervlich durchstehen ist nicht hinterlegt. Zumindest die Brut hat lautstark Ihren Spass. Weiter nach Kufstein entlang der Passstrasse zur Bäckeralm. 
Wer Kurven etwas abgewinnen kann, der sollte sich hier emporarbeiten. Die Abfahrt auf deutscher Seite hingegen ist nicht so spektakulär. In Schliersee wird zum späten Mittagessen gehalten, während diverse Familien in kleinen wankenden Booten ersten Wasser-Planken-Kontakt pflegen. Am späten nachmittag erreichen wir das Etappenziel Tegernsee. Nach einem Spaziergang am Ufer geht der Tag früh zu Ende - aber vorher noch ein Eis.



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amfar Gala, Cannes


Sharon Stone rief und über 700 Gäste kamen. Wenn auch nicht mit so dicken Geldbeutel wie letztes Jahr. Die (Ehren)Vorsitzende rief eine neue Initiative für Kinderabteilungen in Krankenhäuser aus und sammelte binnen Minuten 2 Mio US$. Ab diesem Zeitpunkt galt dann aber EUR als Standardwährung.
In einigen Reden kam immer wieder das Wort Rezession zur Sprache und offensichtlich sass das Geld dieses Jahr nicht ganz so locker. Vor allem die Stücke und Ihre erzielten Preise sind manchmal nicht nachvollziehbar. So brachte ein 76er 911 Targa von Sharon Stone unglaubliche 500.000 EUR, obwohl die Restaurierung amateurhaft ausgeführt war. Gleichzeitig blieb die Auktion für "nine" von Harvey Weinstein beim Startgebot stehen - neun Tickets zur Premiere von "nine", Tickets für Neun in einem Edelrestaurant in NYC, neun einzelnen Abendessen mit diversen Persönlichkeiten aus der Unterhaltungsindustrie und zu guter letzt das Original Manuskript von Starauto Paulo Coelho's neuem Buch.
Während dieser Auktion war auch einer der zwei magischen Momente der Veranstaltung. Die zauberhafte Präsentatorin Natalie Portman. In einem wunderschönen weissen Kleid begann Sie zu den Zungenkunststücken des Auktionators zu tanzen, um die Leute im Saal zum Bieten zu animieren. Schon nach kurzer Zeit tanzte mit ihr Coelho gemeinsam für ca. 3 min. Vollkommen unverständlich, wieso dieses Paket nur das Startgebot iHv 150 TEUR erzielte. Der zweite Höhepunkt des Abends war Marie J Blige. Ebenfalls in weiss, sang sie "one" und zwei weitere Songs. Wunderschön.
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Filmfestspiele in Cannes


Vom 14.-25. Mai 08 finden die 61. FFS in Cannes statt.

Auch wenn das Wetter nicht optimal war, so scheint Besserung in Sicht. Das ändert jedoch nichts an der Stimmung vor Ort. Die Croisette ist wieder überfüllt, die Kellner stolpern an den Strandbars übereinander und die Clubs am Abend konkurrieren miteinander. Löblich Ausnahme hier der VIP Room. Am Ende der Croisette etwas abseits gelegen, brennt hier jeden Abend ein wahres Feuerwerk. Nicht nur die Champagnerflaschen werden mit Fackeln gebracht, sondern auch an den Plattentellern brennt die Hütte. Gestern abend legte Busta Rhymes auf, heute abend folgt P.Diddy. Nicht zu vergessen die schier unglaubliche Darbietung von Mark Ronson am Montag. Ich habe noch nie solche Mixes gehört und mit seiner Anzugsordnung ist dieser Junge eine echte Ausnahme an der Musikbox.

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Städtereise: Mailand

Die Modehauptstadt ist unser. Für 2.5 Tage gehen wir ausdrücklich nicht auf Einkaufstour, sondern wandern durch die Gassen von Milano und dessen grossen Park. Jakob, unser CS Host (couchsurfer) feiert am Samstag abend mit anderen CSlern in einer 80/90er Jahre Disse. Am Sonntag treffen wir uns alle im Park Sempione zum Picknick, lauschen den Bongo Spielern sonnen und entspannen uns.
Eine klare Empfehlung an alle diese Gemeinde mal näher zu betrachten. Am Montag morgen bringt uns Lufthansa wieder sicher zurück nach Deutschland.
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Iron Man Premiere, Los Angeles

Am 30. April fand die Weltpremiere von Iron Man in Los Angeles statt. Einer der Gründe nach Kalifornien zu fliegen. Der (unbekannte) Superheld aus dem Marvel Universum spielte am ersten Wochenende in US über US$ 100 Mio und US$ 96 im Rest der Welt ein. Damit reiht sich Tony Stark und Pepper Potts ein in die legendäre Riege der 100 Mio Klasse.

Neben Häppchen und Palmen ist das wohl die beste Nachricht. Am Samstag abend ging es dann nach einer ereignisreichen Woche wieder gen Deutschland. Bereits um 18:00 in der Lounge vertrieb ich mir die Zeit mit Arbeiten. Als ich gen Toilette aufbrach stellte ich mit Schrecken fest, dass es bereits 20:28 Uhr ist. Wo war der Aufruf seitens der Lounge ? Zurück zum Laptop, einpacken und in Höchstgeschwindigkeit zum Gate. Dort angekommen, reihte Singapur gerade seine Passagiere ein ? Wo zum Henker ist mein Lufthansa Flieger? Mist, die haben das Gate geändert. Andere Seite vom Terminal. Als ich umdrehte kam schon die Durchsage:"Wir suchen Passagier Röder, bitte begeben Sie sich sofort zum Gate, wir schliessen in zwei Minuten". Es rennt sich so beschissen mit Sandalen...in der Flugzeugtür bin ich dann fast zusammengebrochen, zur Belustigung des Kabinenpersonals. Auf 4G hingesetzt die nächste Durchsage: "Wir suchen Passagier Röder, bitte melden Sie sich unverzüglich beim Personal, wenn Sie an Bord sind." Oh je, jetzt gibt s heisse Ohren.
Dann kam auch noch der Purser und fragte mich, wo ich denn sei. "Äh, hier, wieso?". Nun Sie sitzen auf 1G und der Platz ist leer. Dort verbrachte ich den Flug nach München, ohne dass ich was vom Essen oder Unterhaltungsprogramm mitbekam. Ich bin auf dem 1. Klasse Bett eingeschlafen und erst kurz vor München wieder aufgewacht.

Ab heute komme ich jetzt immer zu spät, sollte dass die Belohnung von Lufthansa sein. Und die Dame, die mich eincheckte, habe ich noch genau im Gedächtnis. Wenn ich in wenigen Wochen wieder da bin, sage ich danke.
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Städtereise: Barcelona

Die spanische Stadt an der Mittelmeerküste soll das vibrierendste Nachtleben mit kulturellen Höhepunkten sowie architektonischen Meisterleistungen verbinden. Abgesehen vom erstklassigen Essen.
Für 3 Tage haben wir mitten im "Winter" im Olympischen Park ein wenig Sonne getankt, die gaudischen Farbeskapaden betrachtet, die Tapasbars der Altstadt und Gourmettempel am Hafen angefressen und letztlich einen atemberaubenden Sonnenaufgang am Fusse des Tibidabo genossen. Dafür endete die Nacht auch schon um 5:15 Uhr und die Füsse trugen uns nahezu 2 Stunden den Berg hinauf. Das Spektakel lohnte sich, auch weil wir diverse Päarchen beim Knutschen in kleinen Autos erwischten und uns in die Jugend zurückversetzt fühlten. Fast unten angekommen erschreckten wir unbeabsichtigterweise noch ein paar junge Mädchen bei ersten homoerotischen Erfahrungen. Das schallende Lachen hat vermutlich den letzten in Barcelona aufgeweckt.
Im Designhotel OOM und der dazugehörigen Disko/Bar/Lounge haben wir am Samtag gefeiert, bis uns die Augen zufielen.
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Colorado: Zusammenfassung - Sicherheit

Der gemeine Amerikaner hat bekanntlich ein sehr hohes Sicherheitsbedürfnis. Wohin das Auge blickt Warnhinweise, die auf Gefahren hinweisen, die einem durchschnittlichen Mitteleuropäer bis dato noch gar nicht bekannt sind. Die Skigebietskarte gerät relativ klein, damit alle Hinweise dort Platz finden.

Interessanterweise ignoriert die Mehrheit dieser gefährdeten Spezi das Sicherheitsmerkmal "Bügel" im Sessellift und blickt noch obendrein irritiert, wenn man ums Runterklappen bittet. Nein nein, es handelt sich hierbei nicht ausschliesslich um die junge, hormongesteuerte Randgruppe, sondern meist um die sonst so schützenswerte Gruppe der Babyboomer.
Obendrauf sind die back bowls offen. Ein zartes kleines Schild am Grat weist in kleiner Schrift auf mögliche Gefahren hin, während der Blick dem fast senkrechten Hang mit jungfräulichem Schnee entlang wandert. Einsteigen überall wo es beliebt. Auf dem Fall, äh, Weg nach unten keine Richtungsweiser zum Lift. Hier sind Pfadfinder gefragt, die nach Geräusch fahren oder Spuren lesen können.
Herrlich, ein Land der Gegensätze. Geöööil war s trotzdem.

Aspen - Back bowls - fuer jeden offen
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Noch 1 Tag - Copper Mountain, Colorado

Am Donnerstag, den 14. Feb schneit es morgens so stark, wie wir uns das in der Nacht gewuenscht haetten. Trotzdem rauf auf s Brett und zum hinteren Teil des Berges. Gegen 10:30 Uhr wird die Sicht durch den Schneesturm so schlecht, dass an ein Fahren im offenen Gelaende nicht mehr zu denken ist. Die Vorderseite des Berges bietet zwar ebenso schlechte Sicht, aber die Pistenmarkierungen helfen bei der Orientierung.
Nach dem spaeten Mittagessen beim "Flying Burito" in Lionshead - die besten Burritos aller Zeiten - brechen wir aufgrund des Schneefalls auf. Der Vail Pass mit ueber 3300m wartet noch auf uns und die Sommerreifen. Kaum sind wir auf den I-70 aufgefahren, stehen schon die LKW an der Seite und ziehen alle Ketten auf. Je hoeher wir grabbeln desto mehr Schnee liegt auf der Strasse. Am besten einfach wegsehen. Letztlich kommen wir aber gesund und munter in Copper Mountain an. Dieses Dorf gehoert einer anderen Firma. Hier ist alles ein wenig anders, aber das heisst nicht schlechter. Am Eingang - weit weg von jeglichen Haeusern - ist die Rezeption. Dort erhaelt man Schluessel und Infos. Wir sind in Copper One direkt an der Piste untergebracht. Mit Stellplatz in der Tiefgarage. Das Selbstversorger Appartment mit Kueche etc treibt uns sofort in den nahegelegenen Supermarkt im Nachbarort Frisco.
Copper hat z.B. WLAN ueberall, nur mit dem Haken, dass es 9,95 US$ pro Verbindung kostet. Laecherlich. Die Preise im Supermarkt sind auch gesalzen. Sowas nennt man totale Kontrolle oder Monopol(y). Nach zweimal fragen finden wir das Haus Edge, wo die Angestellten untergebracht sind. Dort sind Computer und WLAN gratis :) Gut, dass wir noch so jung aussehen, hehe.

Es ist Freitag, die Sonne lacht vom wolkenlosem Himmel und wir sind puenktlich am Lift fuer das Hinterland. Eine Tiefschneeabfahrt und schon lockt die Pistenraupe mit einer kostenlosen Bergtour auf ungespurtes Terrain. Das Glueck ist mit den Dummen, und wir werden noch auf (!) den Berg gefahren. Als die zwei Letzten springen wir noch auf. Alle nach uns muessen etwa ab der Haelfte laufen.
Es folgt eine jungfraeuliche Abfahrt von einem Bergruecken in eine kleine Schlucht. Anschliessend nochmal Lift fahren und einen Bergkamm entlang krabbeln. Erneut ungespurter Puder. Das Mittagessen schlabbulieren wir im Appartment, tauschen die Bretter und carven den gesamten Nachmittag bis kurz vor vier. Irgendwann ist auch mal gut.
Morgen ist der letzte Skitag fuer uns. Vermutlich wird es wegen President's day am Montag ziemlich voll ueber s Wochenende. Folglich wird das ein Oma/Opa Tag ;-)
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Vail, Colorado

Nach zwei Tagen vor Ort, gilt es Vail auszuprobieren.

Es ist eindeutig das groesste Gebiet entlang des Interstate. Mehrere Bergbahnen erklimmen diverse Gipfel und oestlich sind die back bowls zu finden. Der Betrieb am Montag ist abgeklungen und wir muessen nicht mehr anstehen. Die Wetterbedingungen sind kalt, Schneefall und geringe Sicht - also rauf auf s Carving Brett. Die Erfahrung in A-Basin hat gezeigt, dass erst noch Schnee fallen muss, bevor in den Haengen wieder ausreichend Tiefschnee liegt.


Am folgenden Dienstag hat sich der Schneefall verstaerkt. Ueber Nacht fallen ca 5cm Neuschnee und untertags kommen stetig cm hinzu. Der Schnee ist so weich und pulvrig, dass das Raceboard einfach durch jeden Haufen durchschneidet wie ein warmes Messer durch Butter. Mit einem Amerikaner im Schlepptau, angestochert von einer Frau aus der Gondel, wollen wir die 5min fuer die "born free" knacken. Nach 3min 16 sind die Skifahrer an der Talstation, der boarder braucht ca. 10 Sekunden laenger. Zum Glueck war keine Skischule unterwegs oder lag irgendein "Penner" unter einer Kante. Fuer die Nacht und die kommenden Tage ist Schneefall angesagt - die Voraussetzung fuer einen Tiefschneetag *Stossgebet gen Himmel*


Es ist Mittwoch, die Sonne scheint und Vail's back bowl liegen uns zu Fuessen. Der Schneefall hat nicht ganz ausgereicht, um uns huefttief im Pulver fahren zu lassen. Doch angesichts dieser Vielfalt schnuppern wir in den Wind und entdecken hier und da unberuehrten Schnee. Meist zwischen Baeumen in entlegenen Haengen. Laut Wettervorhersage sollen die kommende Nacht bis zu 25cm Schnee fallen; deswegen haben wir die Teller leergeputzt und waeren morgen "Erster" am Lift.
Die Nachmittagssonne geniesst man am Besten bei "Garf's" in Lionshead auf der Veranda. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages blitzen zwischen den Berggipfeln hindurch und leider ist der Nachthimmel bis jetzt noch immer klar.
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Beaver Creek & A-Basin, Colorado

Vail erstreckt sich auf drei Abfahrten entlang des I-70. Das Hotel liegt sehr zentral mittig zu beiden Liften. Fuer die kommenden sechs Tage ist das unsere Basis. Der Kamin ist schon jetzt zur Buchecke erkoren, falls die Muedigkeit nicht dominiert.
Am Wochenende sind die Gebiete Breckenridge und Vail nach uebereinstimmender Meinung viel zu voll. Daher faellt die Entscheidung fuer Samstag, 09. Feb auf Beaver Creek. Der reine Skiort liegt nahe Avon - nein, die verkaufen keine Kosmetik - etwa 15min von Vail entfernt. Am Eingangstor gibt es schon beim Parken zuviel Varianten fuer den durchschnittlichen Mitteleuropaeer: Valet 30, Exklusiv 20 und Regulaer 0 US$. Auch wenn durch Los Angeles einegewisse Vorbelastung durchaus vorhanden ist, parken wir beim Elch fuer lau. Ein Shuttle Bus bringt uns zum Ressort. Der Ort ist riesig, mit nett angelegten Hotels, der Ortskern bietet alles was man zu Hause vergessen hat. Die verschiedenen Ebenen sind mit Rolltreppen verbunden und die Klientel ist interessanterweise elitaerer als in Aspen. Die Skipaesse sind jedenfalls mit 92 US$ auch nicht gerade Aldi-Klasse. Auf jeden Fall gut, wenn die erstmal da waeren. Unsere Agentur CanUSA hat verbummelt die Paesse zu liefern; niemand weiss wo die Dinger sind. Nach 1.5 Std glueht der Magnetstreifen der Kreditkarte und neben Sonnenschein erwarten uns belebte Autobahnen auf knochenhartem Schnee. Carvingtag. Gegen mittag lockert der Schnee ein wenig auf, Linien ziehen wir aber den ganzen Tag.

Oh, unser Mietwagen steht uebrigens auf Sommerreifen. Das rueckt unsere Rallyefahrt von Denver nach Aspen in ein gany anderes Licht. Unbegreiflich, wie Alamo Leute auf Sommerreifen in die Rockies fahren laesst !

Die Menge an Leuten hat uns fuer Sonntag verschreckt. Einwohner haben uns Arapahoe Basin gegeben. Unser Colorado Ticket (ist noch aufgetaucht) gilt auch am hoechstgelegenen Skigebiet Nordamerikas. Das Gebiet wird auch "The Legend" genannt, wohl vor allem wegen der riesigen Bowl auf der Rueckseite.
Auf dem Weg dorthin passieren wir Keystone und einen riesigen Stau auf der Abfahrt. Die Strasse zirkelt sich alpenaehnlich den Berg hinauf, bis auch wir in einem Stau stehen. In letzter Minute ergattern wir noch einen Platz nahe der Piste. Einfache Doppelsessel ohne Buegel transportieren die Sonntagsfahrer den Berg hinauf. Das Ziel lautet: Such den Tiefschnee, denn wir sind auf freerider unterwegs. Auf dem Kamm bei 12472 Fuss angekommen, ist die Enttaeuschung gross. Total verspurt breitet sich ein leicht zugaenglicher Kessel vor uns aus, in deren Mitte ein Sessellift die freerider wieder nach oben schaufelt. Wenn wir nun mal da sind. Erst die eine Seite, dann die andere. Hier findet sich auch wieder die Gelegenheit zum "tree skiing" und die eine Piste namens Bierstadt ist selbstverstaendlich erste Wahl. Wobei die Fragen berechtigt sind, wieso diese Namensgebung und zum zweiten Piste ? Wir schrauben uns im Unterholz zum Lift.

Ein anderer Kamm des Gebietes bietet angeblich den steilsten Hang mit 77% Gefaelle. Keine Ahnung, ob hier die % anders berechnet werden, doch es gibt nichts vergleichbares in Nordamerika. Was soll ich sagen, wenn wir hier keinen Tiefschnee finden, wo sonst ?

Es ist steil, es blaest wie verrueckt und es wird nie eine Liebe mit den Buckeln. Zum Schutz vor dem Wind fluechten wir wieder in den Wald. Fantastische Eindruecke und die Gewissheit, dass Baeume gar nicht so hart sind.


Auch hier schliessen die Lifte um 15:30 Uhr. Zeit um noch ein wenig einzukaufen. In Silverthorne am I-70 hat Philipp ein outlet entdeckt. Irgendwie muessen wir die Zeit ja rumbekommen bis es dunkel wird. Nach einem Happen statten wir Keystone einen Besuch ab. Der Parkplatz liegt herrlich leer in der Dunkelheit und die beleuchteten Pisten schimmern hell in der sonst stockfinsteren Nacht. Der Sessellift fuehrt unbeleuchtet den Hang hinauf. Oben angekommen bleiben wir der Tradition treu, nicht gross nach Pistenplaenen Ausschau zu halten. Irgendeine Piste fuehrt schon ins Tal.
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Colorado: ...ich bin dann mal weg nach Aspen, Colorado

Denver zeigt sich zart mit Schnee bedeckt. Das Zentrum verfuegt ueber die ueblichen Hochhaeuser und sieht mit den Rocky Mountains im Hintergrund etwas unwirklich aus. Die Stadt macht keinen sympathischen Eindruck, die vielen industriellen Anlagen und Gebaeude tun Ihr uebriges. Jedoch ist dies nur ein Augenblick, soll Denver doch eine enorm hohen Freizeitwert und Lebensqualitaet bieten.
Factory Labs liegt an einer Strasse, deren Gebaeude fast noch einem Western entsprungen sein koennten. Waeren hier nicht die gaengigen Boulevards angelegt, man wuerde fast noch quer mit seiner Kutsche einparken. Die Agentur ist in alte Backsteingebaeude eingezogen und hat sich ueber mehrere Gebaeude hinweg ausgestreckt. Interessante Architektur, noch viel interessantere Leute. Allein die Summe der Apple Cinema displays vor Ort duerfte ein Jahresgehalt locker uebertreffen.

Der I-70 fuehrt mitten durch die Rocky Mountain und die bekanntesten Skigebiete reihen sich an ihm wie auf einer Perlenkette: Vail, Keystone, Copper, Beaver Creek und letztlich Aspen. Am heutigen Mittwoch ist das Wetter winterlich. Die Strasse ist schneebedeckt, die LKWs tragen Ketten und alle um uns herum schleichen mit 30 Meilen umher. Es laesst sich prima auf der Schneedecke fahren und wenn dem Chevi am Berg nicht die Luft ausgeht, fahren wir deutlich schneller als alle anderen. Ab und an ist die Sicht bei ca 1 Meter, wenn eine Windboe den Schnee aufwirbelt und dieser fein wie Staub, eine regelrechte Wand bildet. Statt 3 Stunden benoetigen wir fast vier.
Philipp und ich sitzen am heutigen Donnerstag beim Fruehstueck und blicken durchs Fenster in einen grauen Himmel. Zum Einfahren nehmen wir den Bus nach Aspen Mountain-das Skigebiet direkt am Ort. Die weitlaeufigen Pisten sind geradezu gemacht fuer s Carven. Leider werden wir die Veranstaltung von http://www.bomberonline.com/ "World Carving session" am Samstag verpassen.
Die Temperatur liegt bei ca. -15 Grad, der Schnee knirscht und quietscht, ist gleichzeitig weich und enorm griffig. Ideale Voraussetzungen zum Linien ziehen. Auf leeren Pisten ballern wir den gesamten Berg ab und Ruecksicht auf andere ist nicht noetig - es ist schlicht keiner da. Unglaublich.
Apres Ski feiern wir im Sky Hotel in der 39 degree Bar. Kein Vergleich zu den Alpen, sitzen hier alle brav auf feinen Ledersofas vorm Lagerfeuer. Zwischen dem aufsteigenden Nebel des beheizten Pools kann man ein paar Leutchen erkennen. Genug Anlass fuer uns, den hoteleigenen Whrilpool auszuprobieren.

Schon beim Fruehstueck zeigt der Himmel vereinzelt blau. Aspen Highland mit dem back bowl auf ueber 11.000 Fuss soll heute dran glauben. Was uns da geboten wird, ist bar jeder Beschreibung. Der weisse Puder liegt in Unmengen zwischen den Baeumen, und wir stuerzen uns im Grunde zwischen jede "Palme".
Der Schneefall laesst nach, die Pisten sind mit ca. 20-30cm Neuschnee bedeckt und schon waehrend der ersten Auffahrt mit dem Hauptsessel ueberqueren wir zahlreiche unpraeparierte Pisten. Die back bowl ist noch geschlossen, folglich nutzen wir das Terrain am Lift. Hinweise wie "Double diamond" oder "Experts only" sehen wir von nun an den ganzen Tag. Der Schnee an diesen Haengen ist huefttief und die Baeume dienen als Slalomstangen.
Gegen 10:30 reisst es mehr oder weniger komplett auf und es gibt blauen Himmel. Leider haben wir nur die SLR dabei - die Videokamera blieb daheim. Nichts desto trotz sind ein paar einmalige Eindruecke festgehalten worden.
Kurz darauf ist die back bowl offen. mit einem weiteren Lift geht es bis auf den Gipfel und von dort mit einer Pistenraupe bis zum Tor - "Himmelstor". Vom Lift bis zu diesem Tor gehen links vom Grat Pisten durch Waelder oder freie Stuecke hinab ins Tal. Alle mit Tiefschnee, der nie eine Raupe sah. Vom Tor aus fuehrt ein Trampelpfad auf den eigentlichen Gipfel. Die erste Runde laufen wir komplett, da beim Taxi zuviele anstehen. Bergsteigen auf 3.500m ist ziemlich antrengend. Trotzdem kaempfen wir uns weiter den Grat entlang, bis eine baumfreie, fast senkrechte Piste mit freier Fahrt lockt. Der Verbindunglift transportiert alle Tiefschneejuenger zurueck auf s Plateu mit der Pistenraupe. Die zweite Abfahrt nehmen wir mit dem Taxi in Angriff. Ueber die Kante, rein ins Vergnuegen und zwischen den Baeumen hindurch auf eine ca 25min Abfahrt. Schneegestoeber und die Sonne bieten hier ein fast gespenstisches Panorama. Das nebenstehende Bild nenne ich "The dark knight", in Anlehnung an Batman.

Nach nur zwei Tagen ist Aspen abgehakt. Buttermelk und snowmass konnten wir nicht testen. Ab nach Vail.














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WEF in Davos

Zum Jahrestreffen des World Economic Forum in Davos, Schweiz sind sie wieder alle zahlreich erschienen.
Leider herrschte nur an einem Tag richtiges "quattro" Wetter, während der Rest der Woche der Himmel blau und die Landschaft weiss war. Dann musste eben auf dem Eis gezeigt werden, was man mit einem Automobil so alles anstellen kann.
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LaLa Land - 24 Std dunkel


Der Urlaub war noch nicht ganz zu Ende, da ging es schon wieder nach Los Angeles.
Diemal kam die LH vor dem Asienbomber an und wir mussten nicht stundenlang bei der Einreise anstehen.

Von Montag bis Donnerstag stand "Schneideraum" auf dem Programm und vom herrlichen kalifornischen Winter konnten wir so gut wie nichts geniessen. Lediglich morgens durften wir ahnen wie es draussen ist. Letztlich hat der Einsatz sich gelohnt. Wir haben mehr Filme/ Trailer gebaut, als wir erwartet haben *Schulterklopf*
Ablenkung stand dann abends auf dem Programm - wenn wir nicht einfach die Bar im Viceroy unsicher machten.

Freitag morgen noch schnell den Sonnenaufgang gefilmt und geknipst, der wie bestellt grandios war. Den PCH gen Norden nach Malibu und in den richtigen Buchten kurz angehalten.
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Sonnenaufgang Lauf - Erinnerungen an Santa Monica

6:30 Uhr, Santa Monica
Vom Hotel über die Strasse entlang der Rampe zum Pier.
Innerhalb von 3min stehe ich barfuss im Sand und laufe in Richtung Wasser.
Die Hügel von Malibu bekommen die ersten Strahlen des anbrechenden Tages ab; das Licht ist besonders intensiv gelb/rot.
Entlang der Brandung, pazifikumspülte Füsse und die Sonne über Venice, laufe ich meine alte Strecke. Vor zwei Jahren lief ich hier zum ersten Mal...

Wenn ein Tag so beginnt, was soll schon schiefgehen ? Nichts ! Genau. Ein Erfolg auf ganzer Linie. Daher, sonnige Grüsse aus Santa Monica an den Rest der Welt.
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Abu Dhabi - Einkaufen in VAE und Asien

Nach der Landung erteilt mir ein "Scheich" Zutritt. Kein Visum oder ähnliches.
Die einzige Möglichkeit in die Stadt zu kommen ist ein Luxustaxi in Form eines grossen Toyota und der Fahrer lässt es krachen - 160km/h auf einer Strasse die mich sehr an das Rennspiel mit dem Ferrari auf der mehrspurigen Autobahn erinnerte.
Am Wegesrand lassen wir Bürogebäude, Einkaufszentren, Moscheen und Wüste liegen. Bei IKEA in der Marina Mall steige ich aus und finde zu meiner Überraschung auch ein Cinestar. Nein, natürlich bin ich nicht (!) ins Kino gegangen. Oakley Jagd war angesagt.

Zu Fuss bei ca 30 Grad stehender Hitze tapere ich durch die Nacht. Entlang an der Hafenstadt und einer beeindruckenden Uferlinie. Irgendwann komme ich nicht mehr weiter und hüpfe an einer Ampel einfach ins Taxi. Das ist wieder herrlich schäbig und ebenso günstig wie einst in KL oder BKK. Mit Mühe weise ich den Fahrer an mir was zu Essen zu besorgen. Der bringt mich irgendwo in die Nähe einer grün beleuchteten Moschee zum Araber.
Nachdem der Kellner feststellt, dass ich Deutscher bin, fahren die grosses Kaliber auf. Lecker Knobi-Sauce, Humus, Salat, Zwiebeln, Oliven und dieses Fladenbrot. Das hatte ich aber gar nicht bestellt. Mein Lamm kam erst später und ich war schon satt. Inkl. der obligatorischen Coke light 5 EUR.

Es ist eben grandios deutsch zu sein und nüchtern betrachtet gibt es ebenso viele Menschen, deren Traum Deutschland ist. Weil das Land für etwas steht - positives sozusagen.
Ami zu sein ist doch ziemlich scheisse; vielleicht wird das nach Bush auch wieder besser ?!


Zu guter Letzt die einzige Enttäuschung des Urlaubs. Weder Abu Dhabi, Bangkok oder Kuala Lumpur bieten Elektronik günstiger als in Deutschland an. Die Preisvergleiche für Lautsprecher, iPod, DigiKamera und Speicherchips gingen immer gleich aus: teurer als zu Hause.
Verwundert habe ich dass versucht mit dem deutlich niedrigeren Einkommen der Bewohner in Asien in Einklang zu bringen. Auch die monströsen Einkaufszentren in hoher Zahl müssten dann eine vorhandene Käuferschicht ansprechen. Hm, sehr seltsam.
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Kuala Lumpur

Der Aufenthalt in Kuala Lumpur wurde dominiert durch die Petronas Towers und dem Nachtbild dieser äusserst sauberen und charmanten Stadt.
Die Einkaufszentren, die über die ganze Stadt verteilt sind, stehen westlichen in nichts nach. Es ist teilweise eher beängstigend wie fortschrittlich und vor allem gross diese Gebäude sind. Das "Times Square" verfügt im achten Stock gar über eine Achterbahn - unfassbar. Alle Nobelmarken reihen sich Geschäft an Geschäft und zwei Kinos buhlen um Kundschaft. Dies ist aber wie bereits erwähnt nur eines dieser Superzentren. Direkt bei den Zwillingen ist ebenfalls ne "mall", zwar nicht so gross, doch stellt sie z.B. vergleichbare Zentren in Los Angeles in den Schatten.
Konträt dazu sind die kleinen Märkte, allen voran der Chinesische Nachtmarkt. Hier kann man von der Uhr bis zum Turnschuh alles kaufen. Natürlich echt und total günstig. Die Händler sind nicht so aufdringlich und geben Mondpreise beim ersten Gebot ab. Bei ca. 50% des erst genannten Preises sollte man anschliessend landen. Ein Paar Puma Sneakers kosten ca. 12 EUR (statt 99 hier).

Der Fernsehturm von KL ist einer der höchsten weltweit und bietet in einem exklusiven Restaurant einen wunderbaren Ausblick, wenn man nicht vergisst ca. 10 Tage vorher eine Reservierung zu machen. Die Preise sind übrigens dementsprechend.
Falls es einem nicht nach Essen ist, bietet die Aussichtsplattform eine Entschädigung. Doch Vorsicht, der Blick auf die Zwillinge ist eingeschränkt, da sie aus diesem Winkel einander verdecken.

Der öffentliche Nahverkehr ist gut ausgebaut und falls Monorail oder U Bahn nicht weiterhelfen, bleibt einem immer noch das Taxi. Für 10-15 RM kommt man eigentlich überall hin. Also nicht abzocken lassen. An manchen Stellen gibt es Taxistände mit einem kleinen Büro. Die Preise sind dort - Überraschung - deutlich günstiger als beim Fahrer direkt. Der Taxameter wird sowieso nie eingeschaltet und Trinkgeld ist auch unüblich. Ok, es fällt schwer bei diesen Preisen nicht grosszügig zu sein. Doch volkswirtschaftlich betrachtet ist es falsch, dass Leute im Tourismus mehr verdienen als z.B. ein Hochschulprofessor; wie soll sich da ein Land entwickeln ?

Wem das Gewimmel zu viel ist, der kann in den Park flüchten. Es ist ein wenig trickreich dorthin zu Fuss zu gelangen, aber das klappt. Vermutlich habt ihr dann nicht so viel Glück wie wir - denn der Park war geschlossen. Doch der Sicherheitsbeamte animierte zum "Zaunsprung" und lachte ein zahnloses Lachen. Na dann.
Eine Oase der Ruhe inmitten der Stadt, letztlich gänzlich als der Schilfhut tragende Gärtner endlich seine Motorsense abschaltete.

Zum N8leben von KL kann ich nicht viel Aussagen treffen. Das Hard Rock Cafe ist einfach gruselig, der Laden "the Beach" wohl eher eine Treffer. Allerdings sollte man sich etwas schicker anziehen - was mir als backpacker etwas schwerer fiel - und auf junge Asiatinnen gefasst machen, die der Keuschheit ein Schnippchen schlagen. Auch Umgebaute sind leicht in der Masse zu erkennen. Ebenso wie in Thailand gibt es ausreichend Besoffene, die das wohl erst am nächsten Morgen erkennen. Hehe.
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Perhentian - Pulau Kecil

Von KL mit Air Asia nach Kota Bharu. Klingt exotisch, ist aber eine Grossstadt an der Grenze zu Thailand und Ausgangspunkt für das Übersetzen auf die Perhentian Islands.
Air Asia bietet ein riesiges Streckennetz mit den drei Drehkreuzen KL, Bangkok und Jakarta. In Kürze sogar bis nach Australien. zu Preisen von 10-40 EUR. Die Maschinen sind neu, der Service sehr einfach und die Abwicklung erfolgt im LowCostCarrierTerminal (LCCT) am int. Flughafen von KL. Air Asia bietet einen Bustransfer für 9 RM vom KL Sentral. Dort gibt es auch andere Anbieter für 8 RM.

Mit einem Taxi geht die Fahrt über Land zum Pier. In dieser Einöde sieht jede Ecke gleich grün aus und ohne Schilder ist es am Ende ein Wunder, dass der Hafen in Sicht kam.
Nach einer knappen Stunde mit dem Speedboat über eine völlig ruhige See komme ich endlich im Paradies an. Weisser Sandstrand, grünes Wasser und eine Bungalow Siedlung im Dschungelhang. Von Seeseite aus kaum auszumachen, liegen 10 geräumige Hütten um das Impiani Restaurant versteckt im Grün.

Nach zwei Nächten im Impiani wechsel ich auf die grosse Insel Besar zum Paradise Ressort. Auch hier klimatisierte Hütten, die allerdings in der Sanitäreinrichtung wirklich zu wünschen übrig lassen. Nicht empfehlenswert. Zudem geht der Sandstrand in einen seichten toten Korallengarten über. Um die Ecke ist das Ressort "Coral Bay". Die Bungis sind im Vgl teurer aber viel luxuriöser und die nächste Buch auch zum Baden geeignet. Hier kann man auch Seeschildkröten beim Grasen beobachten.
In der letzten Nacht auf der Insel erwache ich nachts das erste Mal überhaupt wegen eines Sturms. Direkt über uns haust ein Tropensturm, dass es einem mulmig wird. Der Donner hallt in den Wänden bis in die Matratze wider und der Regen nimmt kein Ende. Tagsdrauf scheint die Sonne wieder vom blauen Himmel und leugnet jeglisches Unwetter der Nacht.

Tauchschule "Watercolours"
Mit 5 Sternen ausgezeichnet am Strand des Paradise Ressort bietet die Tauchschule kurze Trips im Motorboot mit "Rolle rückwärts" in die Tauchgebiete. Die Divemaster sind alle sehr nett und ausführlich in der Vorbesprechung.
Das Material ist neuwertig und im Anschluss an jeden Tauchgang gibt s Süsses und Getränke.

Tauchgebiete
Wer auf Korallengärten abfährt, ist mit Long Beach Lagoon und Terumbu Tiga gut bedient. Hier gibt es Barracudas, Stachelrochen und Bumphead Parrot Fish - sowie die üblichen Verdächtigen zu sehen. Etwas weiter draussen liegt das Sugar Ship Wreck. Für mich das erste Wrack überhaupt - 18m tief. Tintenfisch und Fischschwärme riesigen Ausmasses tummeln sich dort. Bei uns herrschte jedoch sehr starke Strömung und nur im "Innern" bot sich davor Schutz.
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Abreise nach KL

Seit meinem letzten Besuch des FLughafens auf Samui hat sich einiges getan. Mittlerweile gibt es sogar 2 Terminals mit mehreren Gates. Das letzte Mal bestand er aus zwei Reetdachhütten (Ankunft und Abflug). Nun, die Zeit steht auch hier nicht und der Service ist klasse, schliesslich gibt es Snacks, Getränke und Computer mit Internet gratis.

Ein heraneilender Tropensturm verzögert die Landung von Berjaya Air nur unbedeutend. Mit zwei Stunden Verspätung komme ich in KL an. Kurz bevor ich mit dem Taxi mein Hotel erreiche sehe ich sie zum ersten Mal. Mein Gott sieht das unwirklich aus ! Zwischen anderen Hochhäusern und in Strassenschluchten sehe ich die leuchtenden Spitzen der Zwillingstürme. Die geschickte Beleuchtung dieser Glas/Stahlkonstruktion lässt die Türme funkeln wie Diamanten umrahmt vom dunklen Samt der Nacht und den Sternen. Atemberaubend.

Von meinem Zimmer im Swiss Inn in Chinatown bleibt mir der Blick jedoch verwehrt. Dafür ist das Hotel mit knapp 28 EUR/ Nacht wirklich ok. Gut, keine eigene Duschwanne, aber ein richtiges Bett, sauber und eine kleine Auswahl am Frühstücksbuffet.
Buchung über HRS.
Der Nachtmarkt in Chinatown ist praktisch um das Hotel gebaut. Die Lärmbelästigung im siebten Stock ist Null, die Lage aber ungemein praktisch.
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Koh Phan Ghan

In der Lobby im Menam Hotel hat man uns das Ressort "High Life" in der Haad Yao Bucht empfohlen, weil der Pool so schön und die Bucht so ruhig ist. Bestätigt. Obwohl die Bucht fast etwas zu ruhig war.
Die Anlage liegt auf einem Felsen am Rand der Bucht. Der Blick auf s Meer und den unter uns liegenden Strand ist herrlich. Die Veranda unseres Bungis mit Jaccuzi (ok, nur ne Badewanne auf ner Terasse) ganz am Abgrund war die Krönung. Allerdings zu dritt in einem Bett...naja :-)

Tauchschule "Haad Yao Divers"
Natürlich 5 Sterne. Doch zu unserer grossen Überraschung war das Boot doch sehr sauber und die Küche lecker. Es gab Frühstück und ein anständiges Mittagessen. Selbst Coke war an Bord. Nur muss man fast den ganzen Tag mit einplanen, da es erst mit dem Pick-up zum Pier geht und dann 1 Std bis zur divesite.
Das Material war einen Ticken neuer und in besserem Zustand als bei BigBubble. Tauchvbesprechung und Freundlichkeit waren auch hier top.

Tauchgebiete
Zugegeben wir haben nur eines ausprobiert, weil teilweise mit dem Boot zu den üblichen Verdächtigen in Koh Tao gefahren wird. Allerdings war "Sail Rock" schon ein Knaller.
Der Felsen liegt mehr oder weniger auf halber Strecke zwischen den beiden Inseln und bietet grossen Fisch in unglaublicher Menge. Schulen ohne Ende.
Die Wand von Ox-Eyed-Scad bewegte sich synchronisch mit uns, teilte sich, umringte uns...lustig.
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Tauchen Koh Tao

Die ganze Bucht von BigBubble wimmelt nur so von Backpackern und ist so einfach in Kontakt zu kommen. Tagsüber hängt man auf den Tauchbooten gemeinsam ab, geht dann nachmittags zum Schwimmen in die seichte Lagune. Abends bieten einige Restaurants frischen Fisch und andere Leckereien an. Der Höhepunkt ist das BBQ der Tauchschule mittig der Bucht - einfach dem Geruch nach. Saucen, Zutaten, frisches Fleisch/ Fisch - herrlich. Wunderbar. Lecker.
BigBubble wirbt damit, den alten Flair der Insel zu erhalten. Vor vier Jahren war ich schon mal hier und viel hat sich nicht geändert. Sogar der Bungi von damals ist noch dort; na und die Hundeplage ist im Griff, was nun kein Verlust ist.

Zum Tauchen(lernen) dürfte das wohl mit das Beste Fleckchen sein - günstig, warm und fischig bunt. Mein Tauchhöhepunkt von diesem Urlaub bleibt die Begegnung mit Haien. Absolut faszinierend wie diese Tiere sich elegant und so überlegen selbstbewusst unter Wasser bewegen. Die Aura grenzt an Arroganz und jede noch so kleine Bewegung sagt: " Das hier ist mein Aquarium und hier bin ich der Boss". Schade eigentlich, dass diesen Tieren so nach dem Leben getrachtet wird. Es sterben jedes Jahr um ein Vielfaches mehr Menschen an Bienenstichen als Haibissen - Steven S hat dieser Spezies einen Bärendienst erwiesen. Ich fand sie vorher schon irgendwie cool, doch eine Begegnung (wenn auch nur auf 5m) verändert den Blickwinkel.


Tauchschule "BigBubble"
Mit 5 Sternen (gibt es irgendwo hier eine mit weniger ?) ausgezeichnet, besticht BigBubble mit fast stoischer Gelassenheit und erzwingt somit sogleich das entspannte Asienurlaubsgefühl. Die Divemaster sind alle sehr nett und ausführlich in der Vorbesprechung.
Das Material ist in Ordnung und die Verplegung an Bord mit Wasser/Tee und Keksen/Suppe sichergestellt. Der Transfer mit dem Longtail ist bei Seegang etwas abenteuerlich und der Umstieg auf s Tauchschiff durchaus eine Herausforderung.

Tauchgebiete
Koh Tao bietet von allen drei Inseln an der Ostseite Thailands die grösste Vielfalt und kürzesten Anfahrtszeiten. Hervorzuheben ist "Chumpon Pinnacle" wo Haie an der Tagesordnung sind. Diesen Fischen zuzuschauen ist nicht nur aufregend, weil einem der Puls bis in die Schläfen schlägt, sondern vor allem weil die Art der Fortbewegung so elegant und schörkellos ist. Faszinierend. Wir tauchen alle wieder auf, ohne dass Blut vergossen wurde.
Ein weiterer schöner Platz zum Tauchen ist "Aok Leuk".
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Melli hat Geburtstag

Der Nachtzug bringt uns von der Hauptstadt ins südliche Chumpon und Melli ins nächste Lebensjahr. Herzlichen Glückwunsch...yes Tortie lässt grüssen (zu unserer Schande müssen wir uns die Show von Corinne stehlen lassen, die wir nur 10min vorher kennenlernten)

Im Ticketpreis ist der Bustransfer sowie auch die Bootsfahrt nach Koh Tao inbegriffen. Nach kleineren Missverständnissen findet man dort auch die Buchung im Viewpoint und checked uns in die "Neuen" Bungis ein. Herrliche Aussicht. Keine Frage. Auf einem Hügel gelegen sieht man dort nachts wunderbar den Sternenhimmel und tagsüber wanken die Palmen im stetigen Wind vom Meer. Die Ausstattung der Hütten ist gut, selbst das Klo mit integrierter Dusche sind annehmbar. Selbst der nackte Beton passt irgendwie zum dunklen Tropenholz. Ob da ein Innendesigner am Werk war ?
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Nach Bangkok mit Etihad

Die neue Fluglinie der Vereinigten Arabischen Emirate "Etihad" bietet auf beiden Teilstrecken (Zwischenlandung in Abu Dhabi) grossen Sitzabstand, sehr freundliches Personal, geniessbares Essen und vor allem hervorragendes Unterhaltungsprogramm.
Über 50 Filme/ TV Serien auf Abruf am Monitor im Sitz.

Der Flughafen in Abu Dhabi hingegen ist eine echte Enttäuschung. Ein Karusell mit ein paar Fingern, das war es auch. Auf dem Rückflug stehen acht Stunden Pause an. Die kann man hier nicht verbringen.
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Premiere in LAX

Wenn ich reise, passiert ja meist irgendwas. Allerdings habe ich noch nie einen Flieger verpasst ! Nicht mal mein Gepäck hat s geschafft, dabei war ich 1.5 Std vorab am Flughafen.
Hier läuft das ja so, dass man nach dem Einchecken das Gepäck noch in die Sicherheitsschleuse bringen muss. Die übliche Prüfstelle wurde mir verwehrt und eine am Ende des Terminals empfohlen. Vermutlich war die Ansage falsch, weil da andere Fluggesellschaften abgefertigt werden. Letztlich kam ich am Gate an, als das Flugzeug gerade angeschoben wurde.

Nach dem Einchecken muss der Fluggast das Gepäck höchstpersönlich zum Röntgen tragen. Warum ? Keine Ahnung. Standrechtliche Erschiessungen habe ich noch nicht erlebt :-)
Neuer Tag, neues Glück. Heute bin ich 2.5 Std früher da. Mann mann mann.
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Heliboarding Usbekistan

Nach 2005 geht es nun erneut in den Osten und die Ausläufer des Himalaya. Der buntgewürfelte Haufen findet sich im Hotel ein und man kann die Vorfreude fömrlich spüren. Im Gegensatz zum letzten Mal liegt nun kein Schnee mehr am See und das Bild ist doch etwas betrübt.
Matthias beteuert jedoch, dass alles iO ist. Schnee in rauen Mengen und eine gute Vorhersage. Dies sollte sich bewahrheiten, denn wir fliegen bis auf Dienstag jeden Tag bei blauem Himmel, eitel Sonnenschein. Donnerstag abend sind bereits die Höhenmeter verbraucht und wir kaufen freitags dazu.


*Film wird geladen, bitte warten*

Auch wenn der Schnee im Tal dann doch eher osterliche Alpenqualität annahm, stiessen wir oben auf feinsten Puder.


*Film wird geladen, bitte warten. Aus rechtlichen Gründen ohne Ton*

Ausführlicher Bericht aus 2005 siehe hier.
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Lake Tahoe/ Reno

Moinsen aus Reno, NV.

Im Rahmen meines Meilenzerknitterprogramms steht auch Lake Tahoe auf dem Tablett. Mein Reiseagent Sven hat im Internet das unglaubliche Angebot von US$ 75 fuer einen Flug mit 3 Uebernachtungen gefunden. Vielleicht sollten wir ein Buch schreiben, wie man in USA guenstig verreist. Andererseits, wer will hier wirklich noch hin ?
Am Flughafen wird man 2 mal durchleuchtet und mindestens 2 mal auf 5m Wegstrecke um Ticket und Reisepass gebeten. Naja und abgesehen von berauschender Natur und ein wenig Glamour...ich empfehle wirklich jedem sozial/ gesellschaftlich interessierten Reisenden den Abstecher nach Reno, NV. Auf dem Weg dahin, kann man ja kurz mal alibimaessig am Lake Tahoe vorbeischauen und sich dem Massentourismus von TUI und LTU anschliessen. Dann aber ab in eines der Kasinos vor Ort, und Augen auf beim Automatenlauf.
Wer Vegas fuer laut, schrill, blinkend und teuer haelt, ist hier genau richtig. Die meisten Gaeste koennen sich kaum aus eigener Kraft fortbewegen, sei es bedingt durch Gehhilfen oder Drogeneinfluss - oder beides. Ganze Strassenzuege sind sind so belebt wie Berlin nach einem Atombombeneinschlag. In den Kasinos arbeiten Eingeborene, die irgendwie nicht weggekommen sind.
Genug gezetert. Die Gegend ist ja beruehmt fuer diese Pfuetze oben in den Bergen. Nach Kartenstudium und Sven s Sieg ueber seinen GPS Handheld/PDA/Navigator konnte es dann auch endlich losgehen. Diamond Peak sollte fuer heute den Anfang geben. Die Schneelage ist bescheiden und betraegt laut "Herstellerangaben" 50-100cm. Gleich vorweg, es wird gelogen, wie es die Schluchtenscheisser aus Deutschlands Sueden nicht besser koennten. Doch Gemach Gemach; obwohl ringsrum alles gruent und blueht, koennen wir uns auf einer guten Piste austoben. Kaiserwetter herrscht auch noch und dieser amerikanische Bodensee ist der Kracher. Umgegben von unzaehligen 2-3 Tausendern mit ueppiger Nadelwaldvegetation liegt marineblau der See Tahoe. Diamond Peak ist eines der vielen Skigebiete um den See herum und teilt sich lediglich mit Homewood die Naehe zum Wasser. Man faehrt praktisch in den See. Fantastisch.

Squaw Valley Nachtskilaufen machen wir morgen, falls wir nicht eingeschneit werden - auf dem Wetterradar naehert sich eine Sturmfront. Die kam auch und brachte Schnee, den ganzen Tag lang. Herrlich. Auch wenn das Skigebiet nicht wirklich sichtbar war, so bietet es zahlreiche Varianten und nachher sogar "freeriding". Nach einer Pause ging es am spaeten Nachmittag nochmal raus. Bei Flutlicht zu fahren, kannte ich bereits, doch in einer Gondel ueber eine Schneelandschaft in der Nacht zu schweben ist unwirklich.

Am dritten Tag hatten wir uns Northstar vorgenommen. Abgesehen von der Aussicht bei Diamond das beste Skigebiet von den dreien. Es muss hier wahrlich ein Traum nach tagelangem Schneefall sein. Ein paar Abfahrten werden bearbeitet, waehrend die Masse unberuehrt bleibt. Dazu gesellen sich unzaehlige Abfahrten inmitten von Baeumen und Straeuchern mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.


*Film wird geladen, bitte warten. Aus rechtlichen Gründen ohne Ton*


An der Mittelstation wird gerade ein Ritz-Carlton hochgezogen, womit wir bei den Liftpreisen sind. Mit US$ 65 liegt Northstar fast auf Mammoth Niveau, bietet aber Varianten und moderne Lifte. Es sei nur erwaehnt, dass uns ein "Rasta-man" Coupons fuer US$ 25 verkaufte und wir so Geld sparten. Naja, schliesslich hat der Trip ja bereits schon genug gekostet
An einem Bergkamm kann man sogar den See Tahoe wieder sehen, wenn auch nur sehr begrenzt, aber immerhin. Unterm Strich ist das Gebiet rund um den See auf jeden Fall eine Skireise wert und ich wuensche jedem etwas mehr Glueck mit dem Schnee. Er war ok, aber gerade mit Hinblick auf die "freeriding" Pisten sollte meterweise davon liegen.
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Wochenende Philadelpia

Ueber's Wochenende in die Ostkuestenmetropole.
Zu meinem Erstaunen ist PHL die 5. groesste Stadt der USA, bietet aber gleichzeitig europaeischen Kleinstadtflair. Enge Strassen mit Alleen und Backsteingebaeude in einem strikten Karomuster. Es lohnt sich einfach nur durch die "Altstadt" zu strohnern und dabei in einem der vielen Restaurants zu speisen. Lecker.

9/11 muss als Alibi fuer wirklich jeden Schwachsinn herhalten. So ist ja in PHL die beruehmte Glocke aufgebahrt. Auf einem grossen Platz steht ein Glasgebaeude, dort innen drinnen das Klingelgeraet. Das Glas soll natuerlich den Blick auch von aussen ermoeglichen. Soweit die Theorie.
Mit ca 7m Entfernung steht nun ein huefthohes Absperrgitter und alle 50m ein privater Sicherheitsmann. Das soll Terroranschlaege verhindern. Da staunt der gewaltverschonte Deutsche, wie das einen Anschlag erschweren soll bzw. welcher Terrorist so daemlich sein kann, eine Glocke in die Luft zu sprengen. Naja.
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Hawaii Kreuzfahrt

Am Montag, den 04. Sept beginnt die Reise in Los Angeles mit dem Flug nach Honolulu auf O'ahu. Nach dem Transfer zum Schiff, Einchecken, Durchlaufen der strengen Sicherheitsmassnahmen und letztlich der Notfallprozedur an Bord, lohnt sich kein Ausflug nach Waikiki.
Um 18:00 werden Segel gesetzt, bzw die Turbinen angelassen und Kurs auf Hilo auf Big Island (Hawai'i) genommen. Wir sind etwas ueberfordert und ergeben uns einer vom Reeder angebotenen Tour. Mit dem Bus zu Wasserfaellen, entlang einer Kuestenstrasse, ins Tsunami Museum und schlussendlich zur Schokoladenfabrik von Hawai'i. Die Akaka Wasserfaelle waren interessant, ebenso die Kuestenstrasse. Der Rest, naja.
Eingesperrt in einen Bus mit Rentnern und einem Busfahrer mit Witzen in englisch, die mir mein Vater im Kindesalter erzaehlte, liess uns schnell den Entschluss fassen morgen einen Mietwagen ins Auge zu fassen.
Am Mittwoch in Maui (Kahului) gehen wir auf eigene Faust los.

Mit dem Jeep Wrangler den Hana Highway im Nordosten der Insel entlang. Ein voller Erfolg, sehen wir neben dem schwarzen Sandstrand auch noch diverse Wasserfaelle und den Blue Pool. Dies ist ein kleines Becken am Fusse eines Wasserfalls, in dem man baden kann. Nun an sich nichts besonderes, nur mit der Kleinigkeit, dass keine 10m weiter der Pazifik mit mannshohen Wellen an die Felsen peitscht. Es ist nicht einfach, diesen Wasserfall zu finden, doch der Weg entlang der sehr kurvigen Kuestenstrasse Hwy 360 lohnt sich in jedem Fall.
Der Hwy bietet zudem unzaehlige Aussichtspunkte auf wunderschoene Klippen, Felsen, gruene Vegetation und romatische Wasserfaelle.

Da die Strasse hinter Hana relativ schlecht wird und uns noch laenger Zeit gekostet haette, haben wir in Hana umgedreht. Die Fahrt dauert in eine Richtung ca. zwei Stunden; ein paar Stops an Klippenueberhaengen oder Wasserfaellen eingerechnet. Es handelt sich hierbei lediglich um eine Strecke von ca. 30mi, aber die angeschlagenen 15mi Geschwindigkeitsbegrenzung haben bei den Haarnadelkurven und einspurigen Bruecken durchaus Ihre Daseinsberechtigung.
In der Naehe von Hana liegt auch der Wai'anapanapa State Park, dessen Hauptattraktion ein leicht zugaenglicher Strandabschnitt mit schwarzem Lavasand ist. Weiter westlich am Highway sollte man in die Ulaino Rd einbiegen, um an den sogenannten Blue Pool zu gelangen. Diverse Schilder weisen den Touristen daraufhin, dass dies eine private Strasse ist oder der Zugang zu der Sehenswuerdigkeit gesperrt ist. Allerdings duerfte das ein boeser Streich der Anwohner sein.

Diese sind dann aber wiederum so dreist und kassieren USD 2 fuer s Parken - je nachdem ob man 10 oder 20min laufen will. Der Waldweg fuehrt direkt aus dem Wald hinaus in eine Bucht mit schwarzem Kies. Hier an der Kueste entlang links halten und der Blue Pool taucht auf - ein ca 15m hoher Wasserfall, der sich in eine kleines Becken ergiesst. Dies fliesst direkt in den Pazifik ab. Wie bereits oben beschrieben, ist der vom "Pool" nur durch ein paar schwere schwarze Gesteinsbrocken getrennt. Entlang der Kuestenlinie stemmen sich schroffe Felsformationen gegen die Brandung und laden ein zum Tagtraeumen. Gleiches gilt fuer die Felsen am schwarzen Strand.

An Tag Zwei auf Maui stellen wir mit Staunen fest, dass es eine Walmart Tour gibt. Da fliegen doch tatsaechlich ein paar Amis mind. fuenf Std mit dem Flieger und schaukeln 2 Tage auf See, um sich dann per Bus in einen Wal Mart fahren zu lassen. Nichts gegen diesen Markt, ganz im Gegenteil, nur als Sehenswuerdigkeit ?
Die Miete fuer den Jeep wird glatt um ein paar Stunden verlaengert und die Westseite der Insel erkundet. Auch hier lohnt sich jede Minute. Im krassen Gegensatz zu gestern ist die Landschaft ausgedoerrt und braun. Nicht minder interessant, aber eben doch ungewoehnlich, dass auf einer kleinen Insel solch unterschiedliche Klimas nebeneinander koexistieren koennen. Spaeter auf unserem Trip lernen wir auch noch, dass es auf einer Insel den nassesten Punkt der Erde gibt - doch dazu spaeter.
In Lahaina hat uns der Tourismus wieder. Hier gibt es alles was das (Surfer) Herz begehrt. Sogar ein Hard Rock Cafe. Weiter noerdlich beginnen dann auch prompt die Hotelburgen mit Golfplaetzen. Die sind hier ueberall und ich frage mich wirklich, was in Teufel's Namen mich dazu bringen sollte um die halbe Welt zu fliegen und dann einen kleinen weissen Ball durch die Luft zu dreschen. Aber jedem das seine.

Kurz hinter den Hotels wird die Strasse wieder schmal, die Fahrt langsamer und wir stoppen mehr oder weniger zufaellig genau da, wo wir hinwollten: Olivine Pools. Ja, schon wieder ein Pool. Auf einem Felsvorsprung haben sich kleine Pfuetzen gebildet, in denen man schwimmen kann. Dabei tobt das Meer um einen herum. Das muss man gesehen haben, um es zu glauben.
Die Umrundung des Westzipfels von Maui endet mit der Durchfahrt von dem Doerfchen Kahakuloa und der folgenden engsten aphaltierten Strasse. Hier lautet das Prinzip vor der Ecke zu hupen...

Es ist Freitag und wir wieder auf Big Island - diesmal auf der anderen Seite in einer Stadt namens Kona. Vielleicht liegt es an uns oder an der Motivation und dem fehlendem Enthusiasmus, doch auch hier bleibt das grosse Erlebnis aus. Wir streunern ein wenig in der Stadt herum, finden erneut ein Hard Rock Cafe (nein, wir waren weder in dem einen noch dem anderen). Eigentlich wird die Zeit genutzt um was einzukaufen. Zudem gibt einer unserer Reisefuehrer irgendwie nichts her und deswegen legen wir uns wieder faul auf s Schiff. Die naechsten zwei Tage werden denn auch wieder anstrengender.
Am Abend haben wir um 17:30 im schiffseigenen Steakhaus Cagney's einen Tisch reserviert. Fuer USD 15 pro Person kann die Karte rauf und runter bestellt werden. Das Filet Mignon 6oz, medium mit einer Folienkartoffel soll's sein. Der Abend birgt zwei Ueberraschungen. Zum Einen ist happy hour und das ganze kostet nur 7.50 und zum Anderen ist dieses Stueck Fleisch wohl mit das Beste, was ich je gegessen habe - und ich habe schon viel Steak gegessen. Vom Kellner lernen wir, dass eine Farm in Ohio namens Durahm Ihre Viecher nur Grass fressen laesst und NCL dort das Fleisch bezieht. Natur die man schmeckt !

Wir legen im Hafen von Nawiliwili in Kauai an und werden ganz bequem von einem Bus des Autovermieters direkt am Pier abgeholt.

Erneut sticht die Wal Mart tour ins Auge *kopfschuettel* Vom Flughafen zum Wailua Marine State Park in oestlicher Richtung. Vorbei an Wasserfaellen und Sandstrand bis zum Leuchtturm bei Kilauea. Auf dem Rueckweg zum Hwy sollte ein Halt bei der Island Soap factory eingelegt werden. Aehnlich wie in einer Parfumerie kann man sich hier die Seife in diversen Formen, Farben und Konsistenzen zulegen. Auch ein Surferbalm fuer Hautprobleme, dass das Magazin "Instyle" als Haarpflegemittel zweckentfremdet hat.
Die Grotten nahe der Hanalei bay sind dann doch nicht so aufregend und kurz danach endet auch die Strasse. Hier geht es nur zu Fuss weiter entlang der Na'Pali Kueste. Doch das heben wir uns fuer morgen auf, da ist naemlich der Helikopterflug angesagt.

Mit Blue Hawaiian starten wir, pilotiert von einem Oesterreicher, auf einen 50min Flug ueber die Insel Kauai. Das, obwohl es kurz voher noch in Stroemen regnete. Das stellt sich nun allerdings das entscheidende Vorteil heraus, sieht man doch unzaehlige Wasserfaelle, die durch den Niederschlag genaehrt wurden. Die Bilder des Ueberflug des Waimea Canyons und entlang der Na'Pali Kueste sind einmalig. Einige Fotos durch die Scheibe des Hubschraubers gelingen sogar ohne Spiegelung. In mitten der Insel fliegen wir auch am ??? vorbei. Einem Berg, der immer in Wolken liegt und als nassester Punkt gilt. Hier fallen in einem Jahr pro square feet ca. 11m Regen. Das nennen ich wirklich feucht.
Das letzte Stueck nach O'ahu beginnt bereits am Sonntag gegen 14:00. So zieht bei Tageslicht die Na'Pali Kueste an uns vorbei, bevor die Nacht heranbricht. Zum Abschluss ist nochmal Steakessen angesagt und wir werden erneut ueberrascht. Unglaublich so eine Erfahrung auf einem Kreuzfahrtschiff zu machen.

Gegen 9:50 verlassen wir kurz vor knapp das Schiff in Honolulu, O'ahu und mieten uns einen Wagen. UA 84 startet um 21:00 Uhr und die verbleibende

Zeit nutzen wir fuer einen Ausflug an die Ostseite der Insel. An der Kuestenstrasse finden wir eine kleine atollartige Steinmauer im Wasser. Ja, wir haben es gefunden - das Anwesen wo der Held "der" coolsten Serie fuer Brusthaartraeger wohnte. Eins zu eins wie im Film.
Entlang der Kueste hangeln wir uns an endlosen weissen Straenden vorbei bis zur legendaeren "north shore". Die Wellen sind um diese Jahreszeit natuerlich nicht wie in "Gefaehrliche Brandung", doch es wimmelt nur so von Surfern. Dieser Abschnitt der Insel ist um Lichtjahre schoener und interessanter als das weltberuehmte Waikiki. Dieser Strand koennte im Grunde an jedem anderen Platz der Welt sein, wo die Sonne scheint: Miami, Palma, Phuket. Die Leute liegen wie die Sardinen an einem herrlichen Strand vor blaugruenem Wasser und haben Betonhochburgen im Ruecken. *waaaargh*
Da die Zeit noch ausreicht, nehmen wir Pearl Harbor auch noch mit. Eine weitere Enttaeuschung. Ein altes U Boot mit angeblich - seit Pearl Harbor - der Film und G W Bush glaube ich denn Amis nichts mehr ! - beruechtigtem Erfolg in zweiten WK liegt vor Anker und am Ufer weht eine Flagge mit einer Gedenktafel. Wir finden auf der Seite S-Z mindestens zwei Deutsche die in der Arizona umgekommen sind. Das Schiff liegt noch immer im Hafen; unterm Kiel der Missouri, auf der der Friedensvertrag mit Japan unterschrieben wurde. Dort tuckelt ein Boot hin. Also aufregend ist das nicht.

Die Inseln von Hawai'i sind definitiv eine Reise wert und die Kreuzfahrt bietet eine gute Gelegenheit einige zu erkunden. Allerdings sollte man die Ausgaben neben Flug und Schiff nicht unterschaetzen. Pro Person kamen nochmal ca. USD 800 hinzu - und der Alkohol floss nicht in Stroemen, im Gegenteil.
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Flugmisere

5:15 Der Wecker geht. Raus aus dem Bett, Koffer einsammeln, Schnellprüfung - alles am Mann. Raus in den lauen noch jungen Julitag in Beverly Hills. Am Horizont tauchen die vertrauten Xenonscheinwerfer des A8 auf und meine Limo rauscht an. Ab zum Flughafen.

Vor Ort in die "Elite Schlange" und Check-in. Nach langem Hin und Her habe ich in allen drei (ja drei !) Maschinen Notausgangssitze. Der Flug nach Houston verläuft reibungslos. Im Flieger nach Newark, NJ docken wir fast pünktlich ab und kommen ganze 10m weit. Dann wieder vorwärts zum Finger. Die Durchsage lässt mein Herz einen Aussetzer machen: Wir fliegen in zwei Stunden weiter, Anschlussfluege werden ggf nicht erreicht. Sturm in Newark.
Na, klingelt's ? Ich fliege wieder.
Es geht dann schon früher (1.5 Std) weiter. In Newark angekommen die gute Nachricht. Mein Flieger nach Frankfurt ist noch da. Nur ein Gate nebendran steht die 757 und wartet nicht nur auf mich. Nach über einer Stunde am Gate geht s dann los. Auf dem Taxi stehen wir dann weitere 60min rum. Ich schicke kurz vor Ablfug noch eine SMS nach D wegen Abholen. In der Summe drei Std. plus Verspätung.

Es ist ein wenig holprig beim Start und in der ersten Stunde, aber letztlich landen wir in Frankfurt um 12:25 Uhr statt um 9:25. Selbst meine Koffer sind alle da. Inkl der von Sven. Der flog mit LH direkt nach Frankfurt und mein Papa hat ihn im Terminal 1 abgepasst. Gegen 14:30 sind wir in Fulda - 5:30 Uhr in Los Angeles. Perfekt.
Eigentlich bin ich ganz fit. Was mich wundert. Habe zwar vorm Notausgang auf dem Boden für ne Std geratzt, aber das war s auch schon.
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Zwischenmenschliches

Nach über neun Monaten vor Ort in Los Angeles und einigen Erfahrungsberichten kommen bei mir ernste Zweifel auf, ob nicht alles doch den Bach heruntergeht ?!

Betrachtet man das Ganze mal relativ gelassen und mit Abstand, läuft es doch auf diese Frage hinaus: Wie funktioniert doch gleich nochmal eine Beziehung zwischen zwei Menschen ?
Der voreilige Leser mag dies als rudimentaere oder gar hypothetische Frage abtun, doch Gemach. Wenn es denn so einfach wäre, dann frage ich mich ob der vielen Singlehaushalte. Wohl kein isoliertes L.A. Problem, nehmen die Alleinstehenden-Haushalte doch auch in deutschen Städten rapide zu. Evolutionieren wir zu Alleingängern, die sich manchmal - kleiner Hinweis auf die rückläufigen Geburtenraten - zur Fortpflanzung treffen/ verabreden ? Dann doch aber lieber getrennt die Welt erleben, erforschen und letztlich nichts neues mehr entdecken.

An der Stelle möchte ich mich einer Zeile aus einem Film bedienen: "Mama wartet immer auf einen Besseren, der vielleicht um die Ecke kommen mag". Wie im Film so auch im richtigen Leben; hoffentlich wartet jemand nicht sein Leben lang und verpasst was Entscheidendes.
Doch hängt es mit dieser Stadt zusammen, die geradezu als Sinnbild des Egoismus und Narzismus gelten darf, dass Menschen einfach einsam sind. Natürlich gibt dies keiner offen zu, weil man dann ja eine Schwäche preigäbe oder gar offen ausspricht, was einem das Herz schon lange zuruft: "Mag auch jeden Tag die Sonne scheinen, das Meer so nahe sein und der lifestyle so toll, hör auf Dich zu belügen. Lieber Wochen voller Regen mit nur einer Schulter zum Anlehnen"

Es gibt ja viele Sagen, Geschichten und Gerüchte, die um die alles verschlingenden Stadt der Engel ranken und im Kern sind sie alle wahr. In dieser Stadt der Illusion ist kein Platz für menschliche Wärme und Geborgenheit. Hier zählt nur Schein und Schwein, kein Sein.
Entweder Du kommst als solches bereits an oder wirst früher oder später in diesem Sog gefangen. Zurückgebliebene lächeln über diejenigen, die früher gehen. Doch auch hier gilt wieder eine sehr alte Weisheit. Wer zuletzt lacht, lacht am Besten.

Ich werde gehen, dass ist sicher und keinen Tag länger bleiben als nötig. Doch bis dahin... Laugh
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Das Land der unbegrenzten Dämlichkeiten, Teil 2

Es ist Karfreitag.
Wenn ich das nicht zufällig aus Deutschland mitbekommen hätte, Ostern wäre dieses Jahr glatt an mir vorbeigerauscht ohne es zu merken. Ok, im Sand Osterhasenohren zu tragen und grüne Nester zu verstecken macht offensichtlich wenig Sinn. Aber sonst ist hier alles relativ "normal", wenn ich den Vergleich zum Weihnachts"bohei" ziehe. Aber vielleicht findet Ostern dieses Jahr in USA nicht statt, weil die Industrie aus Furcht vor Klagen unserer jüdischen Mitbürger keine Alternative zu "Happy Easter" gefunden hat. Schon wieder "Happy Holiday" ist ja ein bisschen inflationär, oder ? Winking
[die Bemerkung über Menschen jüdischen Glaubens ist weder rassistisch noch antisemitisch, sondern beruht auf der Information, dass "Merry X-mas" wegen Bemerkungen aus eben diesem Glaubenslager abgeändert wurde]
[[ Eigentlich ist es ziemlich traurig, dass ich den ersten Kommentar überhaupt schreiben musste, oder Sad Also ich nehme ihn zurück. Ich scheisse auf politische Korrektheit. Es ist wie s ist, basta]]

Natürlich kann ich nur für Kalifornien, Florida und Georgia (da war ich 1998) sprechen, doch hier scheint es niemanden zu geben, der auch nur ein bisschen religiös ist.
Komisch, oder? Darf man doch auch hier nicht oben ohne am Strand liegen, weil die Puritaner eine Gefährdung Ihrer kleinen halslosen Monster fürchten. Auch der Alkohol wird verteufelt, als käme das Gesöff direkt aus der Hölle und nicht z.B. aus Lynchburg, TN Gasp

Warum ? Nun, alle Geschäfte haben auf. Von morgens bis abends. Doch begehen wir heute nicht den traurigsten Tag in der christlichen Religionslehre - die Kreuzigung Christi ? Wenn das mal nicht ein Tag der Ruhe für einen Gläubigen sein sollte, dann weiss ich aber nicht.
Nur der sonst so bibeltreue Amerikaner macht hier eine Ausnahme, weil dies da ja seine sonst so gepriesene Bequemlichkeit beeinträchtigen könnte. Nicht das Sie, werter Leser, glauben, ich würde mich über einen fehlenden Feiertag echauffieren - oh Nein, auch bei AoA ist dieser hl Tag ein freier Tag. Auch will ich hier nicht behaupten, äusserst gläubig zu sein. Nur diese Doppelmoral ist doch mindestens ebenso bestechend wie alles zum Thema Sex und Alkohol.

Zum Thema Sex & Alkohol
Nun denn, also abends wieder ins LAX auf Hollywood/Las Palmas (hat das schon jemand gegoogled - [wie schreibt man das eignetlich richtig?]?) Dort feiern wir mit Ifti, meinem alten und ersten Bekannten aus LA kräftig bis zum Schluss - also 1:45 Uhr. Doch bevor die Lichterleins im Club angehen, sehe ich ein Päarchen engumschlungen tanzen, an dem noch ein männliches Klammeräffchen hinten an der Frau dranhängt. Naja, so was gibt s auch in D, oder? Als ich aber sehe, dass der werte Herr seinen halben Arm im Minirock von Frauchen versenkt hat, wird mir dann doch etwas anders - neugierig starrt die halbe Tanzfläche auf dieses Trio, dessen Sandwich überhaupt nichts mitbekommt, weil sie abwechselnd die Zunge des einen oder des anderen im Hals stecken hat. Um für Ausgleich zu sorgen, wird natürlisch auch der Tanzpartner gewechselt, damit jeder einmal in den Rock greifen darf Gasp
Als die Tussi dann fast zusammenbricht - nein nein, kein Organismus ! - rettet ein Dritter das arme Dinge und hält sie mit seiner Zunge aufrecht. Ein echter Ritter also. Aber so ein Stück Frau wiegt schon ein wenig was und irgendwann klappt sie dann doch zusammen. Die Türsteher haben nun endlich Mitleid und schleifen sie raus auf die Gasse. Als wir dann unseren Wagen holen steht sie an der Ecke von der Disse, umringt von notgeilen Typen und kotzt sich die Seele aus dem Leib. Eine der letzten Zungen - oh, äh Vodkas - war wohl schlecht.

In diesem Sinne: Prost und falls für mich irgendwer den Respekt vor Frauen wiederfindet, meine Adresse ist bekannt. Ich geh jetzt bitterlich weinen.

Zum Thema Führerschein
Tränen vergiesse ich auch öfters mal des Nachts auf US Strassen. Was mir hier immer wieder auffällt ist die erschreckend hohe Anzahl von Nichtskönnern. Damit meine ich jetzt nicht Fahrerinnen, die in schnellen 20 Zügen einparken können. Nein, ich rede von Nichtskönnern. Fahrerinnen die die sprichwörtliche Schubkarre oder Eselskarre geführt haben und nun hinter dem Steuer eines Automobils sitzen.
Auch wenn das hier rassistische Ausmasse annimmt, so lade ich jeden ein, hier mal herzukommen - die schlimmsten Fahrer kommen meist aus den Ländern, wo man wahrscheinlich aufgrund dauernden Sonnenscheins immer die Augen zusammenkneifen muss. Wenn es dann noch eine Frau ist, die den Sitz so weit vorne ans Lenkrad gestellt hat, dass es sogar mit A Körbchen mit dem Atmen eng und der Gurt zu kurz wird, dann heisst s besser rechts ran - und ein Stossgebet zum Himmel.
Naja und wenn man dann soweit vorne sitzt, ist es mit der Bedienung des Automobils auch nicht so einfach. Einige Schalter kann man dann vermutlich gar nicht mehr sehen. Kein Hersteller wird einem Aussenspiegel diesen Winkel angedeihen lassen, damit da noch was gesehen wird - ausser Audi natuerlich: Habe ich neulich zufällig beim Waschen entdeckt. Da dreht man am Schalterchen und schwups sind die Spiegel angeklappt. Ist auch gut für enge Parklücken oder eben Fahrerinnen, die die Nähe zum Lenkrad lieben. Ein Hoch auf unsere TE - super Jungs.
Äh wo war ich ? Ach ja richtig, die Erreichbarkeit der Schalter. Ein bestimmter Schalter scheint da, unabhängig von Modell und Marke, regelmässig betroffen zu sein. Der Lichtschalter. Ich glaube dass man nach 2 Stunden nächtlichen Herumdüsens mehr Totalversager ohne Licht sieht, als in D in einem gesamten Autofahrerleben.

Beim Thema Auto gebe ich noch was hinsichtlich Führerschein zum Besten:
Nachdem ich mich bereits Tage vorher für die Prüfung angemeldet hatte, bin ich morgens um 08:30 zur DMV gegangen. Tja und ich durfte sogar rechts raustreten und eine Abbkürzung nehmen - war fast so wie bei der Telekomwerbung mit der Arche Noah "Wir haben reserviert, telefonisch" Winking
Reisepass, Post von den E Werken (ID, dass ich da auch wirklich wohne), alter Georgia license, Social Sec No und 26 US$ habe ich am Mann. Noch einen Wisch ausfuellen und schon darf ich an Fesnter 6.
Kurzer Sehtest - kein Wunder, dass die hier alle ohne Licht fahren Winking und dann meine Ansage: "Hallo liebe DMV Angestellte, ich habe meinen dt. FS verloren (höhö) und bräuchte dringend Ersatz. Aber ich hatte mal in 1998 in Georgia einen US FS und vielleicht kann ich mir so die praktische Pruefung sparen ?" *lieb blinzel, herzlich lachend*
Falls ich weiterkommen will, soll ich unterschreiben und der FS aus US ist in 2002 abgelaufen. Ok, somit war klar, ich muss zur Praxis. Von Fenster 6 zum Fenster Foto. Lächeln, Mütze ab, Fingerabdruck (!!!) und dann zum schriftlichen Test. Hier wird mir gesagt, dass ich keinen Termin für die Praxis brauche - grosses ? bei mir.
Beim Schriftl Test hockt ein Aufpasser russischer Herkunft und liest einen Roman. Er ist genervt, dass wieder irgend so ein Trottel einen Test machen will und er aus seiner Geschichte gerissen wird.
Ich also 36 Fragen angekreuzt und wieder zu ihm hin. 6 Fehler von 6, ich hab s geschafft. Als ich eine Antwort wirklich nicht verstehe, frage ich Wladimir, der aber nur grunzend mit den Schultern zuckt und sich dem PC widmet. Ok, dann mache ich eben genau das ab heute immer falsch Gasp Hilfe.
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Die Christen gehen auf die Strasse

Nach getaner Arbeit (einem Plattenlabel VP und A8 Kunden ein wenig den Bauch gestreichelt) beschliessen Sven und ich, "DaVinci Code" anzusehen. Heute ist weltweit Premiere und den Gedanken haben auch andere. Die ersten zwei Kinos sind im Internet bereits ausgebucht und auch persoenliches Erscheinen aendert nichts.
Also ab in den Apple Store in "The Grove" und online Verfuegbarkeiten pruefen / und tatsaechlich haben wir in Westl Hollywood Glueck. Dos Kartos und ab ins Auto. Dort angekommen stehen die Leute bereits um einen Block an, weil es in US keine Platzvergabe gibt. Ja ja, so ist das hier Das Land des Fortschritts.
Wir bekommen trotzdem noch einen guten Platz und werden dort sogar mit leichtem Christengemurmel musikalisch und moralisch auf den Film eingestimmt. Wie ich gelesen habe, drehen auch die Kirchenoberhaeupter in Europa ein wenig am Rad. Naja, was ist denn eigentlich dabei, wenn Jesus auch mal Spass haben wollte und den Kondom vergessen hat ? Macht das irgendwie die coole Nummer vom Brot und dem Wein, oder die Copperfield action mit dem "gehen ueber Wasser" weniger einzigartig ?
Also ehrlich...

Zumindest sind keine Schreihaelse zugegen, die einem ins Ohr plaerren, wie schlimm Hollywood ist und man nur einen anbeten duerfe, naemlich Gott. So geschehen bei den Golden Globes und Oscars. Diese Fanatiker sind auch ohne Gürtel mit länglichen Paketen und Schnüren unglaublich laestige Gesellen.

Da Vinci Code ist mit Tom Hanks als Kunstexperten besetzt. Interessanterweise habe ich keine negativen noch positiven Gefuehle fuer den Film. Da ich das Buch vorab gelesen habe, konnte ich natuerlich einiges vorausahnen, fand dies aber gut umgesetzt. Auf jeden Fall nette Kinounterhaltung.

Wert an der Kinokasse: 6 von 10 Euro
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Vielflieger und Ihre Probleme

04.07.05
Bereits auf meinem ersten Flug nach Detroit war das Gepaeck nicht da - kenne ich aus meinen Urlaubstrips nach Kanada - jedesmal fehlte irgendetwas. Das Lustige an diesem Trip war, dass wir (2 Kollegen) alle unser Gepaeck vermissten. Grandiose Leistung der Fluggesellschaft Northwest.
Mein Koffer kam 24 Stunden spaeter, ein weiterer 36 und der letzte exakt 6 Stunden vor Rueckflug im Hotel an

25.12.05
Morgens geht s in Richtung Flughafen Muenchen. Der Flieger von US Airways hebt sogar puenktlich in Richtung PHL ab, doch ueber dem Aermelkanal ereilt uns die Meldung von einer "Not"landung auf Gatwick, London.
Beim Start ist uns ein Vogel ins Triebwerk geknallt und das laeuft nun nicht mehr richtig. Dort herrscht grosser Bahnhof mit Feuerwehrlastzuegen entlang der Landebahn etc. Am Gate ausgestiegen erwartet uns die Nachricht, dass wir alle den 1. Weihnachtsfeiertag im Hilton verbringen duerfen.
Die Organisation ist grundsaetzlich iO und fuer Nahrung etc wird bestens gesorgt. Allerdings nagt die Ungewissheit, wie s am naechsten Morgen weitergehen soll.
Letztlich fliege ich mit BA direkt von London Heathrow nach LAX.

18.01.06
Es warten Termine in Deutschland auf mich.
Also mit BA Business nach Muenchen. Da ich noch einiges mitbringen soll herrscht hier totale Hektik und ich schaffe es gerade noch mit 1.5 Stunden vor Abflug an den Schalter. Der Blick auf die Anzeigetafel laesst nichts Gutes erahnen. 2 Stunden Verspaetung.
Super !
Die Muehle hebt dann endlich ab und ich bange um meinen Anschlussflug nach Muenchen. Der naechste wuerrde naemlich erst 3 Stunden spaeter gehen und so langsam mag ich London wirklich nicht leiden - konnte ich ja irgendwie nie.

In LHR angekommen, renne ich aus dem Flieger durch das halbe beschissene Gebaeude, draengel mich beim Sicherheitscheck (der ist bevor man das Gebaeude fuer die Anschlussfluege betritt) vor und erreiche einen Schalter von BA. Nein, der Flug nach MUC ist schon zu. "Guck nach, Getrud !" Aha, auf einmal geht s dann doch. Wieder rennen.
Am Gate hocke ich dann 10 Minuten rum bevor s weitergeht. Wer sagte eigentlich, ich solle mich beeilen ?

In MUC angekommen ist natuerlich nur meinereiner. Das Gepaeck liegt noch in LHR. Jajaja
Was habe ich eigentlich getan ? Wieso geht bei mir immer mit der Fliegerei was schief !? Ich sehe mich schon auf irgend so einer Suedseeinsel gestrandet mit 20 halbnackten Frauen Bacardi saufen und den ganzen Tag Langnese Eis aus Bauchnaebeln lecken, nur weil so n Depp im Cockpit wieder zuviel gesoffen hat. Mann !

17.02.06
Eine kleine Anekdote beim Sicherheitscheck muss ich loswerden: Mein Laptop habe ich nicht aus der Laptoptasche genommen. Also Durchfahrt durch s Roentgengeraet und bei der Ausfahrt leichte Sorgenfalten auf dem Gesicht der Sicherheitsbeamtin. Sie ruft laut „Bag check for laptop“ und wiederholt das mehrmals. Bis neben mir dann ein anderer ploetzlich in ein Funkgeraet kreischt „bag check at row 4“. Nach 30 Sekunden etwa trabt ein Dritter Kamerad an und fuehrt mich samt all meiner Taschen zu einem separaten Tisch. Ich biete an, das Laptop fuer s Roentgen herauszuholen, aber aus Sicherheitsgruenden darf nur er die Tasche beruehren. Also stehe ich da und gucke zu, wie die mit aeussester Vorsicht die Tasche oeffnen, das Laptop aufklappen usw. Ohne Worte.

04.04.06
So, nach einem WE mit wenig Schlaf - so um die 3 Std/ Nacht komme ich ziemlich geraedert am Flughafen in M an. Den ersten Flug verpasse ich fast, weil diesmal ich scheisse baue.
check-in 9:32 Uhr, Abflug 10:00 nach Amsterdam. Das war knapp. In NL dackel ich in die Lounge und doese so vor mich hin. Da beide Handys alle sind habe ich keine Uhr und frage vorne am Empfang mal hoeflich nach, wann denn KL 601 losfliegt. In 10 Minuten, ich sollte mal lieber rennen.
Herrlich, fast das zweite Mal den Flug verpasst. Okok, dafuer dass man mit mir schon alles getrieben hat, darf ich auch mal ein wenig spaet kommen Letztlich musste aber kein Flieger nur wegen mir warten !
Normalerweise ist der Tagflug ja der blanke Horrror. Laenger und ohne Dunkelheit hat man keine Lust auf Schlafen. Ich bin so muede und penne 8 Stunden am Stueck durch. Herrlich. Endlich mal ausschlafen. Frischer Kaffeegeruch weckt mich am nachmittag beim Anflug auf LA.

In Los Angeles schuettet es. Aber ab Donnerstag soll s besser werden. So, muss weg auf ne Party...hab nen Anruf bekommen. Hach, immer dieser Stress
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Mammoth Lake, CA

Der Wecker klingelt um 4:45 Uhr. Auf geht’s nach Mammoth Lakes. Um 5:15 Uhr zeigt mein Navi als Ankunft 11:51 Uhr an – lustig, denn ich schaffe es inkl. Fruehstueckspause irgendwo im Hinterland bis um 10:00 Uhr. Eine Fruehstueckspause wird in Mojave eingelegt, wo ich auch einen Flugzeugfriedhof finde.



In Mammoth Lakes am Ortsschild stehen Warnhinweise, dass man nur mit Ketten weiterfahren darf. Natuerlich haelt sich jeder Ami daran – mit meinem quattro werde ich einfach durchgewunken. Na und welch Ueberraschung, auf der Strasse liegt ungefaehr eine festgefahrene Schneeschicht von 2-3cm inkl. Rollsplit.
Gegen mittag ist der Schnee geraeumt.
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Die vorbeifahrenden Autos rasseln trotzdem alle, weil die natuerlich immer noch die Ketten drauf haben. Vor allem lustig, wenn man bedenkt, dass 80% aller Fahrzeuge hier Jeeps sind. Ohne Worte.

Das Skigebiet ist riesig und die drei Meter glaube ich sofort. Unglaublich. Die Pisten bieten eine grosse Vielfalt und das Panorama auf den ueber 3000m hohen Gipfeln ist atemberaubend.
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Mein Renntiger faehrt sich nach einem Tag Gewoehnungsphase auch exzellent. Guter Kauf smiley_smile Zudem war s ne gute Idee mir eine Parka-innenseite in die Skihose naehen zu lassen. Jetzt ist s hier trotz eisiger -10 schoen kuschelig am Hintern.

Habe dann auch noch einen Raceboarder (Aaron) getroffen, was hier schon eher einem Wunder gleichkommt. Wir sind dann auch schoen gemeinsam durch die Kurven gesegelt. Am letzten Tag wird June Mtn ausprobiert. Liegt etwa 25min von Mammoth entfernt, gehoert aber dazu - also gleiches Liftticket. Aaron kennt sich ziemlich gut aus und ist wohl jeden freien Tag im Winter hier am rumduesen. June ist kleiner, aber bietet fett-breite Autobahnen und es ist eine Frechheit. Pro Abfahrt muessen wir 2 anderen Skifahrern ausweichen -
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man, immer dieses Gedraenge. Auch heute lacht die Sonne vom Himmel, als waer s Ostern. Ist aber nur Weiberfasching - davon merkt man hier allerdings nischt.

Die Preise sind allerdings beachtlich. Ein Tagespass kostet um die 70 US$ smiley_sad , waehrend der Saisonpass mit 460 US$ zu Buche schlaegt. Jaja, nach sieben Tagen lohnt sich schon der Saisonpass. Diese Logik soll mal einer verstehen ?!
Fuer ein guenstigeres Ticket wuerde ich mein Brett auch selber in die Gondelhalterung stellen oder mir den Sessel eigenhaendig sanft an den Hintern stossen lassen. Das will ja alles bezahlt werden.

Auf der Rueckfahrt legen ich in der Wueste eine kleine Pause ein und tanke den Wagen voll. Es ist herrlich still, nur ein paar Voegel zwitschern unter dem Dach der Tanke, waehrend der Tag sich langsam dem Ende neigt. Kennt ihr das, wenn es nach Fruehling riecht ?
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Genau dieser Duft liegt hier in der 18 Grad warmen Luft. Ich fuehle mich gefangen zwischen zwei Welten - gerade noch bis zum Ellebogen am Carven waehrend Bene und Florian gerade am Telefon sagten, dass sie noch schnell die eine oder andere Welle surfen. Mein Fruehlingsgefuehl 2006 muss ich mir also komprimiert an einer Tanke in der Mojave Wueste einsaugen... smiley_wink
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Usbekistan: Rückflug

Morgens um 4:50 Uhr ging unser Flug von Tashkent zurück nach München über Moskau. Die Ablughalle des Flughafens in Tashkent war entgegen der tristen Ankunftshalle sehr modern gehalten. Es gab sogar "Duty-free" Geschäfte hinter der Zollabfertigung.
Bevor wir jedoch bis dahin gelangten, erpresste uns ein Aeroflot Mitarbeiter mit 25 EUR Strafgebühr wegen Überlänge des Gepäcks. Bei Weigerung würden wir eben hier bleiben. Es wurde gestritten und argumentiert. Letztlich flog das Gepäck gratis mit, da der nette Herr keinen Paragraphen finden konnte, der seine Forderung bestätigte. Der Flug verlief reibungslos, wenn man von der unbequemen Sitzposition mal absieht.
In Moskau wiederholte sich das Spielchen von der Einreise. Vom Flugzeug in eine Abfertigungshalle gebracht, begaben wir uns zum Transitschalter. Somit endete unsere Bewegungsfreiheit erneut zwischen Flugfeld und den Zollhäuschen. Pass und Ticket waren erneut weg. Diesmal passten insgesamt drei nette Damen in olivgrüner Uniform auf uns auf. Wir, das waren ein Häuflein gestrandeter Fluggäste mit Zielen westlich von Moskau.
Carsten schlief auf einer Bank ein, Nick döste im Sitzen während ich mein zweites Buch beendete.
Wie aus dem Nichts herrschte plötzlich Betriebsamkeit und man drückte mir einen Reisepass in die Hand. Trotz meines Hinweises, dass es sich nicht um meinen handelte, agierte Olga unbekümmert weiter und teilte andere Pässe aus. Mir wurde gedeutet, ich solle anhand des Bildes den richtigen Fluggast finden - eine vertrauensbildende Massnahme. Durch Glück sah ich meinen Ausweis und griff danach. Für den zweiten Pass fand ich auch schnell einen Abnehmer.
Ausser mir und Jakob erhielt niemand von unserer Gruppe einen Ausweis. Erst als Olga wild umherwuchtelnd nach zwei weiteren Passagieren suchte, merkten Jakob und ich, dass wir wohl von den anderen getrennt werden. Die durften noch weitere 6 Stunden in der Bude hocken. Der Bus fuhr an ausgeschlachteten Flugzeugwracks vorbei, die unter der Schneelast sicher Rost ansetzten. Dieser Flugzeugfriedhof mitten auf dem Flughafen nährte die Vermutung, dass ein Flug mit einem neuen Airbus doch einfach sicherer ist.
Im internationalen Terminal von Moskau herrschte dann die gewohnte hektische Betriebsamkeit und die Geschäfte prangerten das Übliche an.
Der Airbus 321 brachte uns ruhig und bequem nach München. Selbst das Gepäck kam, obwohl wir Angst hatten, dass uns der Aeroflot Heini in Tashkent ärgern würde, indem er die Sachen einmal um die Welt schickte.
Abends kam auch noch der Anruf von Mathias, dass alle gesund und mit Gepäck in Berlin gelandet sind. Nach diesen aufregenden Tagen habe ich beschlossen, dieses Abenteuer im kommenden Jahr erneut anzugehen.
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Usbekistan: Endlich Sternenhimmel

Schon nachts, als ich die Toilette aufsuchte, konnte ich die Sterne sehen. Im Mittelstrahl habe ich s die ganze Zeit über gewusst: Wir fliegen noch mal.
Alle waren pünktlich früh beim Essen und blickten mit fast feuchten Augen hinaus in den blauen Himmel und die aufgehende Sonne. Heute wird ein geiler Tag, heute wird unser Abschlusstag. Das Frühstück schmeckte besser als je zuvor und auf dem Sprung zurück ins Zimmer zum Umziehen erwischte uns noch Timoa. "Die Piloten fliegen nicht", war eine Aussage, die wir irgendwie selbst nach dreifacher Wiederholung in englisch nicht verstanden. In meinem Kopf brachte ich das Wetter draussen nicht mit den Informationen meines Gehörs in Einklang.
Die entgeisterten Gesichter meiner Reisegruppe liessen mich erschauern. Alle Sinnesinformationen stimmten, nur die Logik irgendwie nicht.
Die Erklärung war einfach - für usbekische Verhältnisse. Da die Piloten aufgrund der Wettervorhersage von gestern dem Präsidenten zum Flug abgeraten hatten, durften sie heute auch nicht fliegen, um Ihr Gesicht zu wahren. Zudem wurde plötzlich das Wetter in Tashkent als Grundlage für Flugverbot oder -erlaubnis herangezogen. Als Folge probten wir eine Revolution, nur 13 Jahre nach der Unabhängigkeit, war das Land wohl nicht bereit für uns. Dem Hauen folgte ein Stechen, dann Kratzen und Wimmern und um 10:30 Uhr sollte ein endgültige Entscheidung plötzlich doch noch Hoffnung geben.
Alle standen in voller Montur an der Rezeption, als plötzlich das Kommando kam "Ab Marsch zum Heli !". Tja, so schnell waren wir wohl noch nie beim Fluggerät. Die 1.5 Stunden von heute morgen waren unwiederbringlich verloren, doch immerhin durften wir bis 13:00 Uhr fliegen - ab dann bewegte sich nämlich der Staatslenker vom Palast zur Datscha. Geplant waren 2 Abfahrten in Chimgan. Durch unsere Motivation wurden letztlich vier daraus. Wir verzichteten dann sogar auf den komfortablen Heimflug und warteten auf den Armeelaster als Taxi.
Einzig der letzte "run" hätte nicht unbedingt die gewählte Route sein müssen. Zum Einen kippte das Wetter und es kamen Wolken, Wind und Schneefall auf, zum Anderen sind wir an einem zugefrorenen Wasserfall abgefahren. Also nicht unbedingt ein Untergrund, worauf Schnee super Halt findet.
Es ist alles gut gegangen. An der Liftstation des Skigebietes kehrten wir ein auf eine Tasse Tee und anschliessend ging es flux ins Hotel zum Packen. Zu unserer Überraschung gab s denn auch noch ein Mittagessen und einen Reisebus statt Lastwagen als Transportmittel nach Tashkent.
Bein Einbruch der Dunkelheit erreichten wir unser Hotel. Schon die Suche nach der passenden Seitenstrasse liess uns das Schlimmste befürchten, da wir an allen namenhaften internationalen Hotelketten vorbei und in eine ungeteerte Seitenstrasse fuhren. Wir hoppelten bis zur Eingangstür in einem schlecht beleuchteten Viertel, wo sich um die Ecke Menschen an offenem Feuer auf der Strasse die Finger wärmten.
Die Rezeption und die Zimmer waren zwar dann nicht so schlimm wie es von aussen aussah, jedoch muffelte es seltsam. Die Einladung zu einem leckeren Essen im Restaurant des Hotels konnte das Bild nicht unbedingt geraderücken.
Anschliessend erhielten wir dann noch eine kleine Stadtführung vom Chef der Agentur und landeten schlussendlich in einer Bar. Der dortige hohe Frauenanteil war innerhalb von Minuten durchschaut, als die nämlich spärlich bekleidet wahre Kunststücke an der Eisenstange aufführten. Im Programm war auch noch ein Mann, der sehr seltsame Dinge mit Nadeln und einer Bohrmaschine machte. Aber das ist genauso wenig etwas für hier, wie die Erlebnisse einiger Hartgesottenen, die es länger in der Bar aushielten.
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Usbekistan: Immer noch Schnee - Sessellifte in Usbekistan

Au weia, schon wieder Schneefall. Für heute hatten wir beschlossen an der Expedition in das nahegelegene Skigebiet Beldersey teilzunehmen. Nach einem gemütlichem Frühstück fuhren wir mit dem Armeelaster durch das verschneite Usbekistan. Vorbei am Skigebiet in Chimgan - dem Hausberg der Helistation - immer weiter in die Berge hinein.
Nachdem der Laster neben einer Blechhütte angehalten hatte, herrschte leichte Irritierung. Doch ein riesiges Stoffbanner pries uns die Freuden des Wintersports. Die hintere Seite der Hütte erwies sich denn auch als Lift. Bezahlt wurde pro Mann und Fahrt in Bar auf die Hand - Minimum 20 Personen, weil sonst der Strom teurer ist als die zu erzielenden Einnahmen. Naja, wer s glaubt.
Am Gipfel des Sessellifts sollte ein Schlepper auf uns warten. Doch den Sessellift musste man geniessen. Auf alten hölzernen Campingstühlen, die auf einer Metallquerstrebe verschraubt waren, zuckelte man in Richtung Berg. Muss es extra erwähnt werden, dass keinerlei Bügel vor dem Absturz schützten oder das Wintersportgerät in den Händen gehalten werden musste ? Nein, ich denke, dass war klar.
Der Schlepper am Berg entsprach bekanntem. Aber bei Nullsicht und starkem Schneefall sank die Begeisterung für den Sport mit jedem Mal, wenn das Board sich in einen nicht zu sehenden Schneehügel frass und die Fahrt abrupt stoppte.
Unsere 6er Gruppe beschloss die Abfahrt zur Talstation. Abgesteckte Pisten darf man jedoch nicht erwarten, präpariert sowieso nicht. Also folgten wir einfach der Schneise im Wald, die mehr oder weniger konstant gen Tal führte. In der Blechhütte am Fusse des Berges verbarg sich sogar eine Apres Ski Bar. Doch aufgrund des enormen Andrangs im Gebiet waren wir uns nicht so sicher, ob der Wodka vielleicht doch schon abgelaufen sein könnte. Darum löschten wir den Durst mit mitgebrachten Tee und spielten am Computer Solitaire.
Die tchechischen Kollegen hatten max. 40 Minuten länger Spass im Schnee und stürmten dann auch die Bar. Die Vorräte unseres Picknickkorbes waren sodann schnell aufgebraucht. Der Laster signalisierte uns mit laufendem Motor, dass die Heimreise angetreten wird.
Im Hotel stand wieder Entspannungsprogramm bis zum Abendbrot auf dem Plan. Das wurde nämlich erst um 20:00 Uhr serviert. Anschliessend gingen alle brav zum Beten. Am letzten Tag sollte es doch noch möglich sein zu fliegen.
Die Hiobsbotschaft lautete dann "Geburtstag vom Präsidenten". Der Usbeke liess sich nicht nur Feiern, sondern litt wie viele seiner Landsleute unter einer gewissen Paranoia. Anders ist das generelle Flugverbot während einer "Reise" des Präsidenten nicht zu erklären.
Am gegenüberliegenden Ufer hatte er seine Residenz und pflegte diese zu seinem Ehrentag aufzusuchen. Und der war morgen, Freitag. Daraus folgt: Flugverbot für den Tag und den Tag drauf. Letzteres hat für uns überhaupt keinen Sinn gemacht, aber es lohnt sich vermutlich nicht wirklich darüber nachzudenken.
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Usbekistan: Wieder nur Schnee - Paintball

Der Draht zum lieben Gott erwies sich leider als nicht störungsfrei. Erneut meinte es Frau Holle gut mit uns und schüttelte kräftig die Betten aus. Nicht das man sich über Schnee beschweren sollte - gerade mit dem bis dahin schlechten Winter in den Alpen - aber 250cm sind selbst für s Heliskiing mehr als ausreichend.
Nach einem ruhigen Vormittag, den wir nicht im nahegelegenen Skigebiet verbringen wollten, kam uns eine andere Alternative in den Sinn: "Paintball" Die Werbung stand auf einem Plakat an der Rezeption und es war nicht wie gedacht eine Ankündigung für einen Wettbewerb.
Die Aktion erwies sich als sehr sehr lustig. In der Nähe des Hotels befanden sich mehr oder weniger zerfallene Datschas, die den richtigen Flair zum Häuserkampf lieferten. Auch wenn die Tarnanzüge in oliv-braun nicht unbedingt im Schnee sehr wirksam waren, machten wir uns in Zweier Teams auf in den Kampf. Am Ende hatte jeder mindestens eine Erfahrung mit einer Farbkugel auf einem nicht gepanzerten Körperteil gemacht. Hinzu kam das tolle Prickeln tausender Nadeln, wenn Leben in die kalten Finger zurückkehrt.
Im Hotel wartete wieder das spannende Buch "Das Sakrileg" und das leckere Abendessen. Der Abend verlief erneut wie gehabt - selbst die angekündigte Geburtstagsfeier eines Tchechen lockte mich nicht aus dem Bett.
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Usbekistan: Ausflug nach Tashkent

Die Wettervorhersage bewahrheitete sich und wir beschlossen einen Trip nach Tashkent zu unternehmen. Unser Reiseführer Timoa im Hotel organisierte uns Natascha.
Die Hauptstadt mit entweder 2.5 oder 3.5 Mio Einwohnern - da wollte sich keiner so recht festlegen - präsentierte sich auch im Tageslicht als ziemlich trostlos. Einzig die Regierungsgebäude und internationalen Hotels hoben sich modern und architektonisch intakt aus der grauen Masse der anderen Gebäude bzw. Überreste ab. Das Intercontinental beherbergt denn auch eine Landesbank zum Tausch in usbekische Sum. Zum Kurs 15US$= 15.000 Sum erhält man dann 200er. In Banderolen abgepackt gleicht das Tauschen einem Bankraub - zumindest was die Dicke der Geldbündel angeht.
Die Fahrt auf den Fernsehturm wurde uns versagt, doch der Besuch auf dem Basar entschädigte voll und ganz. Hier konnte man im Grunde alles kaufen: handgefertigte Babybetten, Dolche, Ofenrohre, Schränke, Gewürze, Obst, Gemüse, abgeschnittene Schafsköpfe und andere Sorten Fleisch. Ein buntes, exotisch duftendes Allerlei in mitten der Stadt. Der Basar ist auf einem riesigen Gelände in und um gigantische igloförmige Kugelgebäude angelegt.
Gegen Abend suchten wir noch einen internationalen Supermarkt auf und deckten uns mit dem Nötigsten ein - bei mir war das Honig. Damit endete dann auch unsere Führung und der Fahrer brachte uns innerhalb von zwei Stunden wieder zurück zum Hotel in den Bergen.
Nach dem Abendessen stand wieder die Alternative "Wodka an der Bar" oder Lesen auf dem Programm. Ach so, und Beten. Für besseres Wetter.
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Usbekistan: Diesig - no risk no fun

Heute verdiente sich Albert seinen Titel "Crashtestdummy". Die Wächte runter, weg war er. Bange Sekunden später dann der Funkspruch, wie wir nicht fahren sollten. Ob da einer gewisse Erfahrungen gemacht hatte ? Nun denn, dass die Tchechen ihm zum Abschied einen Helm geschenkt haben, spricht Bände.


Das Wetter hatte sich verschlechtert und die Sicht war nicht mehr ganz so optimal. Doch Meter haben wir trotzdem gemacht. Nach 2 Tagen waren wir bei über 10.000m. Es hätten mehr sein können, aber die Skifahrer sind nun mal nicht so schnell.
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Erster Heli Tag

Nach dem reichhaltigen Frühstück eilten wir in die Zimmer, um uns für den eigentlichen Zweck unserer Reise vorzubereiten: Heliskiing. Der ehemalige Armeehubschrauber MI-8 in den Farben der Republik Usbekistan stand am Ufer des Sees für uns, eine 10köpfige tchechische Reisegruppe und einem russischen Ehepaar bereit. Mit samt der Bergführer und der dreiköpfigen Besatzung waren wir 24 Personen.


Der Himmel war blau, alles andere weiss und der Heli sollte nun endlich abheben. Vorab aber noch eine Sicherheitseinweisung und die obligatorische Überprüfung der Lawinensuchgeräte. Eine 50cm lange Stichflamme aus dem Ofenrohr der Turbine kündigte nun endlich den Beginn des Abenteuers an. In gebückter Haltung bestiegen wir der Reihe nach den Heli. Nach nur 20min Flug sprangen wir aus der Tür in den Schnee auf einem Bergrücken; Seehöhe 2800m.
Nach dem Schneetest durch Albert, unserem russichen Bergführer, ging s in die erste Rinne voller Tiefschnee. Puderzucker soweit das Auge reicht. Weitere Flüge führten uns bis auf 3300m und zwangen die Teilnehmer durch enge Felsschluchten hinab zu den breiten weitläufigen Rinnen zu fahren.


Nur ein Spray mit dem Board ist schon die Reise wert. Das kann man einfach nicht beschreiben, vielleicht durch das Video oder die Bilder annähernd rüberbringen. Wer jedoch wissen möchte, wie man als Mann ganz ohne zur Hilfenahme einer Frau "stundenlang kann", der sollte nächstes Jahr einfach mitkommen. Kalter, trockener 2m tiefer weisser Pulverschnee liess sich mit einer Leichtigkeit entjungfern, so dass man sich wie auf Wolken fühlte...
Mit der Dunkelheit ging der erste Tag zu Ende und der Abend klang bei einem leckeren Essen und geselligem Beisammensein aus.
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Usbekistan: Ankunft in Tashkent und erste Probleme

Morgens um 3:15 Uhr erreichten wir Tashkent, die Hauptstadt von Usbekistan. Am Flugfeld standen mehrere Personen herum, die allerdings teilweise den Eindruck erweckten, als wären sie nicht unbedingt beim Flughafen angestellt.
Das Land steht ja unserem grossen Freund den USA sehr nahe, ist doch z.B. auch eine Station der US-Armee hier errichtet worden, um den Auftrag in Afghanistan zu erfüllen. Diese Nähe führte wohl auch zu ähnlichen Einreiseformalitäten. Auch hier besticht ein total sinnloses, auf billigem Papier krumm kopiertes, Formular, auf dem man alles mit NEIN ankreuzen sollte und neben Namen usw. auch die eingeführten Währungen hinterlassen muss !
Mit Gepäck und Formular geht es dann zum Röntgengerät - jaja, hier wird das Gepäck auch durchleuchtet, bevor es ins Land gelassen wird. Schliesslich könnte es ja etwas geben, was dem Flugzeug nichts anhaben könnte, in Usbekistan aber grossen Schaden anrichtet. Hierunter fällt ganz bestimmt die Video- oder Fotokamera. Während die bei der Einfuhr toleriert wird, ist es mit der Nutzung in der Öffentlichkeit allerdings etwas knifflig. Mehr dazu später.
Unser Führer empfing und lotste uns an den Heerscharen von Taxifahrern vorbei über einen riesigen verlassenen Parkplatz zu einem Reisebus, der auch als solcher sofort erkennbar war. An Bord erfuhren wir, dass das Hotel in Tashkent gestrichen wurde und wir stattdessen direkt nach Chimgan fahren. Die Begeisterung hielt sich nach 10 Stunden plus in Grenzen.
Die Fahrt führte vom Flughafen durch die Stadt und wieder hinaus, vorbei an zerfallenen 70er Jahre Betonplattenbauten und Polizeisperren. Auf der Landstrasse hiess es dann Umsteigen in einen alten Armeelaster. Statt einer Laderampe trug er eine Art Kabine Huckepack, in der nicht nur das Gepäck sondern auch wir auf ausrangierten Flugzeugsitzen verfrachtet wurden. Die Fahrt muss holprig - manchmal sogar eher ein Flug - gewesen sein. Das weiss ich nicht im Detail, denn ich habe geschlafen wie ein Baby.
Vor dem Hotel angekommen präsentierte sich die nächste Überraschung: eine marmorgeflieste Lobby mit Aufzügen, Loungeecke und einer holzgetäfelten Rezeption ! Die Zimmer, das Essen und auch die komplette Anlage fügten sich ins Bild - perfekt, sauber, angenehm.
Bereits am nächsten Morgen konnte man beim Gang zum Frühstück den Ausblick über den angelegten - aber zugeschneiten - Park bis runter zum See geniessen. Am gegenüberliegenden Ufer strahlten die Berge im Sonnenaufgang. Ein wunderschönes Fleckchen Erde an der Grenze zu Kasachstan im Tien-Shan Gebirge.
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Heliskiiing in Usbekistan - Das Abenteuer beginnt

Die Reise von Jakob und mir beginnt in einem Airbus 320 der Aeroflot auf dem Weg von München nach Moskau Sheremetyevo; und schon das erste Kuriosum: Bei der Fluggastkontrolle durfte ich meine Schuhe ausziehen, George W sei Dank. Neben gutem Essen und gewohnter Innengestaltung des Flugzeugs verlief der Flug ruhig. Planmässig ging s dann in den Anflug auf Moskau. Eine beinharte Landung in atemberaubender Schräglage auf dem linken Fahrwerk überzeugte mich erneut, dass wir Europäer einfach tolle Flugzeuge bauen.
Aus der Röhre ausgespuckt fanden wir auch relativ schnell unsere vier Reisekollegen aus Berlin (Carsten, Nick, Sander und Mathias). Zum einen trugen sie nicht die typischen Fellmützen, und hatten stattdessen Helme an die Rucksäcke gehängt.
Das knifflige bestand uns jedoch noch bevor. Mit Überraschung hatten Jakob und ich in München erfahren, dass kein Boardingpass für beide Strecken ausgestellt wird, sondern wir mit dem Ticket an "irgendeinen" Schalter gehen sollen, wo man uns freundliche weiterhilft. Der erste Weg war dann doch der zur Toilette. Kaum wieder draussen kam plötzlich Hektik auf. Eine Menschentraube trieb uns zu einer Tür vor der alle Ihren Boardingpass vorzeigen mussten. Tja, die russischen Flughafenangestellten waren alles andere als kommunikativ oder zuvorkommend ob unserer unvollständigen Unterlagen. Prompt wurden wir unserer Pässe samt Ticket beraubt. Wirres Russisch von allen Seiten und ein Lächeln vom Reiseorganisator Mathias beruhigten mich "Staatenlosen" nun auch nicht gerade. Doch letztlich gab es alle Dokumente zurück und wir durften endlich durch diese ominöse Tür auf das Vorfeld zum wartenden Bus. In einer 15 min holprigen Fahrt durch einen Schneesturm fanden wir uns in einem Wartesaal auf dem nationalen Teil des Flughafens wieder.
Die Räumlichkeiten versprühten ungefähr soviel Charm wie ein zum Tode Verurteilter vor seiner Hinrichtung. Die grimmig dreinschauende Polizisten und Soldaten - wer weiss das schon so genau - unterstrichen den Flair. Immerhin gab es einen Kiosk mit dem Nötigsten. Nach ca. zwei Stunden waren wir erlöst - aufgeschreckt durch erneutes wirres Russisch und hektische Betriebsamkeit. Nun gingen wir wieder in die nur eine mögliche Richtung zum einzig lichtspendenden Glastürausgang. Die dort befindlichen Durchleuchtungsgeräte kamen dann zum Einsatz. Erneut "Schuhe aus" und das andere Prozedere. Nie konnten wir die Frage klären, wieso wir erneut überprüft wurden, hatten wir doch im Grunde keinen Kontakt zur Aussenwelt; mal abgesehen von Olga der Pass-entreisserin und Iwan dem Busfahrer.
Auf dem Flugfeld zwischen Schneeflocken und einer undurchsichtigen Anstehpolitik vor dem Flugzeug wurde Sichtkontakt mit dem Rückgrat der Aeroflot Flotte aufgenommen: der Tupolev 154 M. Es wurde einem ausreichend Gelegenheit gegeben das Fluggerät in Augenschein zu nehmen, musste man am Fuss der Treppe in der Kälte verharren, bis ein Uniformierter die nächsten 10 oder 15 Passagiere die Gangway hinauf gehen liess.
Die TU sah eigentlich in Ordnung aus. Gleich vorneweg: Offensichtlich ging alles gut ! Im Innenraum machte sich aber relativ schnell Stirnrunzeln breit. Schon alleine die Tatsache, dass viele Sitze vorn über geklappt waren - so wie bei einem 2 türigen Auto beim Besteigen der Rücksitzbank - sorgte für grosse Fragezeichen. Dass die Lehnen jedoch nicht verstellbar waren führte dann zu Ausrufezeichen. Am schlimmsten war jedoch der Sitzabstand. So konnte ich mit 186cm nur mit gekrümmten Beinen sitzen, da meine Oberschenkellänge wohl jegliche russische Vorstellungskraft während der Entwicklungsphase des Flugzeugs sprengte.
Die gereichten Mahlzeiten schmeckten in beiden Fliegern wirklich lecker. Der Gang zur Toilette allerdings führte fast zum Rückwärtsgang des Essen, denn selbst das "kleine Geschäft" war nur unter höchster Konzentration auf irgendetwas typisch sauberes, wie z.B. eine Bahnhofstoilette Berlin Bahnhof Zoo, zu verrichten.
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Thailand zum ersten mit drei Inseln im Osten

Am 03.03.03 flogen wir mit Thai Airways von Frankfurt nach Bangkok im Direktflug.

Dort angekommen bot uns das Hotel Narai schon um 0800 morgens ein Zimmer an, indem wir dann total uebermuedet ein paar Stunden Schlaf finden konnten, bevor wir die Stadt ein wenig erkundeten. Nach nur einer Nacht ging es am folgenden Tag mit dem Nachtzug nach Chumpon weiter - das Ticket war eine Kombination aus Zug-Bus-Fähre nach Koh Tao, unserer ersten Station. (Weitere Stationen: Koh Phangan und Koh Samui).

Nach unserer Rueckkehr nach Bangkok stand dann der Koenigspalast und eine Flussfahrt auf dem Programm. Leider ;-) auch das totale Einkaufserlebnis in der Metropole. Da freute man

sich wirklich, wieder nach Hause ins Teuroland zu kommen, weil die Lauferei einfach nur anstrengend war.


Die "Schildkröteninsel" Koh Tao ist mit 21qkm die kleinste des Archipels. Mit dem Kombiticket (Zug von Bangkok, Bus zum Pier bei Chumpon und dann mit dem Speedboat nach Ban Mae Hat) erreichen wir Koh Tao und alleine schon Mae Hat Beach begrüßt uns mit palmenübersähten Hängen und darin versteckten Bambushütten.

Mit einem Pick-up geht s in Richtung Calok Ban Kao Bay. Als Ressort haben wir uns für Big Bubble entschieden - eine Tauchbasis am westlichen Rand der Bucht gelegen und unter deutscher Leitung. Die totale Entspannung empfängt uns, als man uns ohne Ausweis oder Bezahlung sofort einen Bungalow zuteilt und mich für s Tauchen anmeldet. Erst beim Ausstellen des Zertifikates ist Zahlen angesagt.

Mehrere Restaurants und das abendliche BBQ in der Bucht sind absolut empfehlenswert. Der kleine Sandtrand am Ressort bietet sogar geschützte Ecken und seichtes Wasser. Nur die Hundeplage ist allerorts zu sehen und nervt "ein wenig". Nach vier Nächten und einem Tauchschein wird die Reise nach Koh Phangan fortgesetzt.


Die Überfahrt wurde mit einem Katermaran bewältigt und wer mal Leute in Klarsichthüllen kotzen sehen möchte, dem sei diese Fahrt bei Seegang strik angeraten. Wahrlich ein tolles visuelles Vergnügen und ganz ohne stechenden Geruch, denn der wird durch die vorsorglich installierten Duftspender an den Wänden wohlriechend übertrumpft.

In Thong Sala sauber und gesund angekommen, begann die Suche nach einem Transfer in die Bucht Thong Nai Pan Yai. Nach einer dreiviertel Stunde führte uns wieder ein japanischer Pickup Wagen durch den Urwald auf unbefestigten Straßen. Die Fahrt ein blankes Abenteuer. Am Strand angekommen, wurde man für den Adrenalin Kick belohnt: eine traumhafte langgezogene Bucht mit kleine

n, dezenten Ressorts. Dreamland war unsere Wahl - super Essen, wenn auch etwas "teurer" als andere Restaurants am Platz und sogar Steinbungalows mit Waschbecken.

Dieses Fleckchen ist einfach herrlich zum Abspannen. Mit dem Mietmotorrad haben wir dann die Insel erkundet - nur um festzustellen, dass wir eine gute Wahl getroffen haben. Zwar gab es den einen oder anderen schöneren Strand, aber die Kombi aus Bucht, Infrastruktur, Strand und Wasser war einmalig. Zumal die Nachbarbucht Thong Nai Pan Noi mehr Wellen bot - für alle Surf- oder Buggyboardler.

Hier trafen wir auch wieder auf die drei Mädchen von Koh Tao. Eine litt permanent unter Fieber und Übelkeit. Die Diagniose Malaria lag nicht fern, jedoch stellte es sich in Deutschland als negativ heraus. Nur der Urlaub der Drei war ziemlich durcheinandern. Aus Spargründen Ressortwechsel, dann Krankenhaus Koh Samui und dann Bangkok mit Heimflug. Toll.

Zur FullMoon Party in Hat Rin ging es per Taxiboot und es ist sehr beruhigend den Kapitän vor Abfahrt Thaiwhiskey trinken zu sehen. Doch die Hinfahrt verlief ohne Zwischenfa

ll. Allen Warnungen zum Tortz feiern die Leute sehr ausgelassen, es wimmelt von Nutten und Alkohol fließt in Strömen. Die Drogenproblematik konnten wir nicht beobachten, aber vom Kauf ist strikt abzuraten.

Die Heimfahrt gegen 02:00 Uhr war lustig. Erst reiherte ein besoffener Thai ins Boot, als Motor Nummer eins ausfiel. Nur wenige Minuten später fiel auch Maschine 2 aus und wir dümpelten vom Vollmond beschienen 500m vom Ufer entfernt im Meer. Da ist man mit einem Mal wieder hellwach. Aber ich könnte das hier nicht schreiben, wenn die Maschinen nicht irgendwann wieder angesprungen wären.


Das Übersetzen nach Koh Samui war auch wieder durch einen kleinen Zwischenfall mit ausserordentlicher Action versehen. Im Longtail sitzend verloren wir nach ca. 15 Min Fahrt die Schraube. Ja wirklich, die Schraube ist von der langen Kurbelwelle abgefallen und im Meer versunken.

Die Thais verfielen wieder in ihr typisches Gekicher und finden an, ruhig und besonnen einzelnen Dielen und Verschlage im Boot abzusuchen. Nach ein paar Minuten fand sich dann auch ein Schraube unter einer Planke im Boden des Bootes.

Der Motor wurde gedreht und somit die Kurbelwelle über unsere Köpfe hinweg gen Bug ausgerichtet. Am Ende der Welle wurde dann die Schraube mit einem Seil - ja, das glaubt mir wieder keiner - befestigt. Mehrere Knoten später tuckerten wir wieder los.

Der Strand in Koh Samui war schön, allerdings nicht so breit wie auf den vorangegangenen Inseln. Die Preise deutlich teurer und überall leider die Touristenhotelburgen. Hinter hohen Mauern, am Eingang bewacht von Sicherheitsdiensten, fröhnen da einige an Privatstränden dem "Thailandgefühl", doch das bezweifel ich. Hier besteht doch absolute Verwechselungsgefahr mit jedem anderen Land, wenn ich mich nur innerhalb der Hotelanlage bewege. Zumal keine Angst vor Übergriffen ein Einsperren erfordert.

Lustig sind dann auch die Bars in den belebteren Vierteln, wenn umgebaute Männer in sonorer Stimme vorbeifahrende und -laufende Männer auf ein Tete a Tete einladen. Waaaarrrgh. Wie besoffen musst Du sein, dass Du das nicht merkst. Nun denn, mir soll s egal sein. Als Attraktion kann eindeutig der Flughafen gelten, dessen Ankunfts- und Abflughalle ein Bambushüttchen ist. Sonst ist Samui im Grunde Mallorca nur mit Thais.


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