Die Geschichte eines Rings
Natürlich war er auch an meinem Finger, als ich die zweite Reise in nur wenigen Wochen antrat: Von München über Los Angeles und die Südsee bis nach Neuseeland. Am Ende der Kiwi Route stand uns ein langer Flug bevor. Von Christchurch über Singapur nach Denpasar. Also ein wenig Zickzack. In der Lounge in Singapur ging ich zum Duschen und weiß bis heute nicht, warum ich den Ring abgezogen habe. Dort auf dem Mamorvorsprung blieb er auch, als wir längst im Flieger nach Bali saßen. Bis ich bemerkte, was ich vergessen hatte, war es eh zu spät. Was mir blieb war eine Email an Singapore Airlines und die Lounge mit der Bitte nach dem Ring zu sehen. Und tatsächlich hat ein ehrlicher Finder den Ring in der Lounge abgegeben. Man versicherte mir, daß er dort zur Abholung verwahrt werden würde. Allerdings gab es das kleine Problem unserer Flugroute, die keinen Zwischenstop in Singapur vorsah, sondern alternativ über Bangkok nach Australien führte.
Die Loungebetreiber, sowohl als auch die Fluglinie waren sehr verständnisvoll und suchten mit mir gemeinsam nach einer Lösung den Ring zu erhalten. Kurzum verfrachtete Singapore Airlines den Ring nach Brisbane, Australien. Am Ende der Reise würden wir dort ankommen und ich könnte den Ring entgegen nehmen. Nur 2 Tage später bestätigte Brisbane Singapore Airlines den Eingang. Auch wenn der Ring keinen wirklich materiellen Wert aufweist, so stellte sich bei mir Erleichterung ein. Er war eine Verbindungsbrücke zu Thailand und damit auf andere Weise wertvoll.
Nachdem Bali hinter uns lag und wir auf dem Weg nach Australien waren, landeten wir auch in Brisbane. Noch voll "high" von den Drogen aus dem Krankenhaus am Flughafen in Bangkok suchte ich nach dem Büro am Flughafen und fand es nur ein Stockwerk tiefer. Leider war der Mitarbeiter aber gerade nicht zugegen. Also weiter zum nationalen Terminal, um den Flieger nach Cairns zu erwischen. Der Ring würde in der Lounge noch auf mich warten, wenn ich in knapp 2 Wochen von hier die finale Heimreise antreten würde.
Nun. Daraus wurde ja bekanntlich nichts. Den Urlaubsabschnitt Australien versaute uns eine kleine Mücke mit dem Virus Dengue Fieber. Wie bekannt, endete der Urlaub jäh in Cairns und wir verließen das Land ziemlich spontan.
Nachdem ich in Deutschland genesen war, nahm ich spaßeshalber Kontakt mit dem Brisbane Büro auf und traf auf einen sehr hilfreichen Angestellten. Er versprach den Ring auf einen Flieger zu packen, damit er in München ausgeliefert werden kann. Nur 3 Tage später meldete sich Singapore Airlines München und bat um meine Adresse. Der Ring sei mit einem Flieger aus Asien gekommen und sollte nun endlich dem Besitzer übergeben werden. An dieser Stelle nochmal ausdrücklichen Dank an Singapore Airlines, die sicher den Wert des Ringes einschätzen konnten, sich aber unbeeindruckt davon querlegten, um mir das Fundstück zukommen zu lassen.
Nur wenige Tage später hielt ich den Brief in Händen mit dem Aufdruck "Singapore Airlines" und konnte mein Glück nicht fassen....bis ich den aufgerissenen Seitenschlitz des Umschlags sah. Der Ring war nicht mehr da. Nach 10tausenden von Kilometern in diversen Flugzeugen, vermutlich unzähligen Händen diverser Mitarbeiter der Fluglinie, gehen meine Erinnerungen auf den letzten Metern verloren.
Bangkok - Einkaufen zum 2.
Zu gestern Abend kann ich nur sagen: was für eine Plörre! Bier schmeckt einfach nicht und ich habe wirklich 4-5 tiefe Schlücke genommen. Danach mußte ich jedoch mit einer Coke Zero nachspülen.
Als wichtiger Hinweis sei hier allen BKK Reisenden ans Herz gelegt, das Taxi dem Tuk Tuk vorzuziehen. Die Preise des 3rädrigen Transpormittel sind für Touristen versaut und mitunter doppelt so teuer wie ein Taxi. Bei letzterem jedoch immer auf das Taxameter bestehen, auch wenn dies evtl bedeutet nochmal auszusteigen. Die Fahrer schlagen Preise vor, die oft auch doppelt so hoch wie der normale Fahrpreis sind. Alles Schlitzohren. Letztlich ist das Taxi aber sicherer.
Die Demos haben das Regierungsviertel in Griff, leider auch den Königspalast; wie uns an der Rezeption mitgeteilt wird. Folglich sieht das Alternativprogramm "einkaufen" vor. Nach gestern Abend Kao San Rd sind heute MBK und Patpong an der Reihe. Ein wahrer Rausch und der Ami würde sagen: "she melted down the magnetic strip".
Als wir ins Hotel zurückkehren, laufen uns Verena und Nina in die Arme. Beide hatten wir auf Koh Tao kennengelernt. In deren Zimmer können wir uns für den Abend umziehen. Denn...Den krönenden Abschluß für Thailand bildet der Besuch der "skybar" im State Tower - am Ende der Silom Rd. Die Aussicht im 62. Stock ist atemberaubend schön und übertrifft die Erwartungen gänzlich.Die Kleiderordnung paßt zu den Münchner Getränkepreisen. Die Besucher passen wohl in jedes Luxushotel dieser Welt. Aber das macht nix; mit einem Mai tai verabschieden wir uns von der Metropole.
Mitten in der N8 rast anschl. unser Taxifahrer zum Flughafen. Hier gilt es nun 3 Std tot zu schlagen. Gute N8
Koh Phan Gan- Thong Pan Bucht
Schnell sind wir zu Siebt, doch der liebe Taxifahrer beharrt auf 300B / Pers, obwohl laut seiner eigenen Preisliste lediglich 250B anfallen. Letztlich einigen wir uns auf 200. Na also.
Das Resort Longtail Beach liegt am südlichen Ende der Bucht. Unser Bungi ist der dritte vom Meer, doch wir können es zumindest noch sehen. Die Küche ist direkt gegenüber, doch das stellt sich als gar nicht schlimm heraus.
Das Essen ist tadellos. Die Buchf und der Strand sind der Kracher. Ganz so wie vor Jahren, als ich hier war. Das damalige Resort Dreamland hat sich aber leider zum TUI Bunker gewandelt und bietet sogar einen Pool - schrecklich, wo doch die Badewanne direkt vor einem liegt!
Hauptaufgabe hier: Seele baumeln lassen, Farbe bekommen, Bücher lesen. Man glaubt gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht.
Damit ein wenig Abwechslung in den Alltag kommt, leihen wir uns am letzten Tag ein Moped aus. Für 200B kann man den ganzen Tag fahren. Naja und dasgleiche nochmal für Sprit. Den gibt's mittlerweile an jeder Ecke. In Glasflaschen im 1L Format praktisch abgepackt.
Als erstes wollen wir uns die Than Sadet Wasserfälle angucken. Nun, das Moped ist keine Enduro und die Dschungelwege dann doch eine Herausforderung. Man schickt regelmäßig Stoßgebete gen Himmel ob der Bremsen. Die Steigungen und Gefälle sind krass, dagegen sind Alpenpässe ein Kindergeburtstag.
Die Wasserfälle entpuppen sich als zartes Rinnsal und da der Schweiß auch rinnt und das die Mücken lieben, kratzen wir die Kurve. Auf nach Haad Rin.
Auch ohne Full Moon Party ist es nett da. Allerdings wirklich nur für einen Tagesausflug. Viel zu touristisch. Am Strand nutzen wir die rauhe See für ein paar Sprünge in den Wellen. Der Hunger wird im Restaurante Monna Lisa - ja, mit 2n - mit einer Pizza gestillt. Der Wirt kommt aus Napoli und das schmeckt man, mmmh. Klare Empfehlung, liegt in der Nähe vom Pier.
Auf dem Weg nach Hause halten wir noch am Markt in Thong Sala und bummeln über die offene Küche. Mit dem Duft von Asien s Gerichten in der Nase und einem leckeren Nachtisch in der Tasche nehmen wir in der Dämmerung die Rückfahrt in Angriff. Ein Wunder das der kleine Motor uns plus Pizza die Berge hochschleppt.
Am letzten Abend muss ich dann auch noch mein Versprechen einlösen. Bier trinken unterm Sternenzelt @würg@ Ich hatte ja gehofft, die charmante Begleitung hätte das vergessen. Mist !
Morgen um 6:00 Uhr holt uns das Taxi ab zur Fähre nach Koh Samui. Falls die vom Alkohol klinischtote Deutsche überhaupt transportieren. Wie das so gelaufen ist, schreibe ich dann (vielleicht) aus Bangkok.
Koh Tao
Im Lose wurde empfohlen von dtac - Thailand s staatlicher Mobilfunker - eine Sim Karte zu kaufen. Auch wenn es hier um kleine Beträge geht, folgender Hinweis:
Ich habe mich für happy entschieden. Für 99 B gibt s eine Nr plus 35B Guthaben. Der Tarif ist mit 1B/ min günstig. Nach D sind es 7B. Wie empfohlen buche ich das Inet Paket mit 2 Std für 30 Tage. Ein Anruf nach D für ca 45Sek und ein paar Mal Emails und Internet; schon ist die Karte leer. Der Trick: das inet Paket läuft ab. Einmal gestartet ticken die 2Std runter. Dann wird vom Telefonguthaben abgerechnet.
Morgens um 4:30 Uhr sitzen wir mit zig Urlaubern am Pier und warten in der Dunkelheit auf das Boot. Um 7 Uhr geht s dann endlich los. Koh Tao kommt 3 Std später in Sicht und nach dem Geldwechsel suchen wir uns ein Allrad Taxi. Die Tanote Bucht liegt im Osten und ist in der Tat schwer erreichbar. Der Toyota - übrigens ohne Brems und Gasprobleme - ächzt und schaukelt mächtig hin und her. Der Wasserweg ging nicht, da die Wellen zu hoch sind.
Das Diamond Resort bietet Stein Bungis in der gewohnt spartanischen Ausstattung. Soweit alles iO. Als Nachbarn haben wir ein spanisches Paar Mitte 40, die abends hier mit zugegebenermaßen guter Musik Disko machen. Das ist alles allerdings nichts gegen Mütterchen Natur. Wenn hier die Zirpen loslegen, macht jede Box schlapp.
Statt des Hahns wecken einen hier die Zirpen um Sechs ! Womit wir bei Ralf s Frage sind, woher das Geräusch vom "Rauchmonster" aus Lost kommt. Es sind Zirpen ! Als ich am Strand lag und es das erste Mal hörte, dachte ich John, Jack oder Kate ;-) kommen gleich um mich zu retten.
Der Strand ist schön gelegen, eingerahmt von schwarzen, runden Felsen. Der Sand ist ein wenig grob und gelb. Heute geht s auf jeden Fall ins Wasser. Gestern konnten wir beide halbwegs noch laufen. Nach 2 Nächten mit insgesamt 4 Std Schlaf waren wir einfach platt.
Sie beginnt gerade mit dem Tauchkurs, während ich s mir auf der Veranda gemütlich mache. Wellenrauschen, Palmen, Sonne und Strand. Oh und ein gutes Buch.
Koh Tao - Tauchen
Hier auszugsweise einige Tauchplätze und die gemachten Erfahrungen (subjektiv und eine Momentaufnahme):
Southwest Pinnacle
20m bei mäßiger Sicht; viele Schwebeteilchen und noch mehr Taucher - es lagen 5 Boote vor Anker; Korallen ja, doch farblos; Fische reichlich
King Kong
15m bei guter Sicht; Fischreich und viele Korallen, doch farblos; nettes Trigger Fisch Ehepaar ;-)
Tanote Bay
17m bei guter Sicht; beim Wrack viele Fische. Wenig Korallen
Shark Island
17m bei relativ guter Sicht; ein paar Schwebeteilchen; Trigger Fisch Päarchen mit kleinen Attacken, Baracuda Schule
Hin Nagm
15m bei guter Sicht; großer Korallengarten mit ein wenig Farben; viele Fische
Oh und wieder gibt es eine zertifizierte Sporttaucherin mehr. So langsam sollte ich vom Fremdenverkehrsbüro Prozente erhalten, hehe.
Mal abgesehen vom Tauchen sind die Nächte der Hammer. Da es so gut wie keine Lichtquellen gibt, sieht man die Sterne viel deutlicher. Bei klarem Sternenhimmel kann man die Milchstrasse deutlich erkennen. Beeindruckend.
Im Poseidon Resort kann man auf dem Oberdeck mit Blick über die Bucht und dem Himmel essen. Zudem schmeckt es. Unser Resort Diamond hatte ne gute Küche, auch wenn das Ambiente ein wenig nach Bahnhofshalle aussieht. Blacktip im Gegenzug konnte weder Lassies noch lecker kochen, bietet jedoch morgens um 7:00 Frühstück für die Taucher an.
Am Nachmittag des 16. nehmen wir den Katermaran nach Koh Phan Gan. Trotz der japanischen Version von Fear Factor auf den Bildschirmen, nicken wir sogleich ein. Das Meer ist ruhig, eine entsprechend unspektakuläre Fahrt.
Am Pier geht dann das Schleppen wieder los. Zumindest finden wir noch ein Paar, dass in die gleiche Bucht möchte. Der Fahrer verlangt stoisch 300B / Pers, obwohl auf seiner Preisliste 250 stehen. Als die Gruppe bis auf 7 anwächst landen wir endlich bei den regulären 200B. Quer durch den Dschungel geht es über üble Straßen/ Feldwege nach Osten.
Bangkok EinkaufsFLASH
Mit dem Boot fahren wir in den Norden der Stadt. Die Ernüchterung stellt sich im Reisebüro ein. Der N8zug nach Chumpon ist ausgebucht. Wir müssen stattdessen den Bus nehmen. Also kein Bett auf dem Weg zu den Inseln.
Den Rest des Tages verbringen wir hauptsächlich mit Bummeln oder Geld ausgeben. Der N8markt Patpong direkt um die Ecke vom Hotel, die Khaosan Road oder eben die Zentren MBK bzw Siam Paragon. Die Preise auf dem Nachtmarkt sind trotz 50% unter dem Erstgebot des Händlers teuer. Stoffhosen für den Strand waren nochmal 50% günstiger auf der Khaosan. Naja und das ist schon Tourinepp.
Aber auch die Tauchsäcke (oceanpack) sind in einem offiziellen Laden im Siam Paragon mit 360 Baht um 40 B günstiger als auf der Khaosan. Demnach gilt: In Ruhe einkaufen und vergleichen !
Beim Schneider des Vertrauens lasse ich mir 3 Hemden raus. Eine Bluse für die Dame ist auch noch drin. Alles andere wie zB oakley Sonnenbrille, North Face Rucksack etc im Original ist gleich oder teurer als in D.
Mal schnell nach Thailand - der Hinflug
Abflug mit Qatar Airways von München nach Doha. Na wenigstens gibt es für diese Strecke Meilen bei der Star Alliance, hehe.

One night in Bangkok
Eines sticht sofort ins Auge, das andere fuehrt so gehoerloser Stille: Keine Mopeds wuseln auf der Strasse umher, kommen einem in falscher Richtung entgegen und zu unseren grossen Ueberraschung fliesst der Verkehr geraeuschlos. Nur der Wind rauscht ein wenig und der Motor brummt. Doch selbst in der Innenstadt gibt es kein permanentes Gehupe und Geklirre. Dieser Laermteppich ist eine echte Erholung fuer die stressgeplagte mitteleuropaeische Autofahrerseele. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.
Das Century Hotel ist ein echter Kracher. Ab jetzt wird sowieso nicht mehr gewohnt, sondern residiert, hehe. Nach einer kurzen Besichtigung des Pools auf dem Dach bereiten wir uns die eine und einzige N8 in Bangkok vor. Mit der Hochbahn geht es zum Siam Center. Ein Einkaufstempel der seines Gleichen sucht. Da koennen meines Erachtens selbst US-Malls einpacken. Mit einem Mal sieht man den krassen Unterschied zwischen Thailand und Vietnam. Ohne (volks)wirtschaftliches Hintergrundwissen ist klar, dass Thailand im Grunde fast aufgeschlossen hat mit dem Westen. Natuerlich ist hier das Einkommen niedriger als bei uns, aber das "Leben" verlaeuft in aehnlichen Bahnen. Und die, die es sich leisten koennen, konsumieren. In keinem mir bekannten Markt in Deutschland finden sich solche Ansammlungen von Nobelmarken. Max.str in Muenchen, pfff. Selbst der Rodeo Dr in Los Angeles wird blass. Naja und was soll ich sagen, Audi ist mitten drin. Wenn auch nur durch MTM, die hier Tuning am TT und R8 vorstellen.
Der Hoehepunkt und die Kernschmelze des bisher im Urlaub gelebten Einkaufens erfolgt am Nachtmarkt Pat Pong. Flankiert von Sexshops - die wirklich kuriose Darstellungen anbieten wie "Pussy Ping Pong" und "Pussy shooting bananas" ??? - tobt dort der Handel. Uhren, Socken, T-Shirts, Schuhe, Schmuck, CDs etc. Die Uhren - natuerlich alles echt - starten meist um die 4000 Baht (ca 80 EUR). Am Ende sollte man nicht mehr als 1400 bezahlen, und das ist vermutlich noch zu teuer. Die Haendler laufen und schreien einem noch Meter hinterher. Sehr witzitg.
Die gekauften Gegenstaende sichern wir im Hotelzimmer und schnappen uns ein TukTuk zum RCA. Ohne Tacho brezelt der Kamerad durch die Stadt. So wie frueher in der Kindheit, als Kinder noch keine Helme trugen und Menschen sich nicht anschnallten. Adrenalllliin.
Die Rezeption hat uns diese Gegend empfohlen, nachdem wir klar vermittelt hatten, mit Musik und nicht mit Sex unterhalten werden zu wollen. Der Tipp war erstklassig. Ein Viertel fuer die Thaijungnd zum Aus-der-Haut-fahren. Wie in angesagten Dissen in der Welt, muss man sich Tische kaufen, der Johnnie oder Smirnoff fliesst in Stroemen und der eine oder andere hat sich einfach zuviel zugemutet. Mittendrin eine augenreizende Lichtschau und ohrenzerschmetternde Musik. Ich geb s zu, ich werde allmaehlich zu alt fuer diesen Scheiss *seufz*. Allerdings haben wir ziemlich viel Spass bis ca 1:30 und duesen im Taxi nach Hause.
Heute steht packen und eine kurze Stadtrundfahrt auf dem Programm (ohne mich, ich kenn den Palast schon). Gegen nachmittag fliegen wir nach Macau. Der Spass faengt jetzt erst an...
Abreise nach KL
Ein heraneilender Tropensturm verzögert die Landung von Berjaya Air nur unbedeutend. Mit zwei Stunden Verspätung komme ich in KL an. Kurz bevor ich mit dem Taxi mein Hotel erreiche sehe ich sie zum ersten Mal.
Von meinem Zimmer im Swiss Inn in Chinatown bleibt mir der Blick jedoch verwehrt. Dafür ist das Hotel mit knapp 28 EUR/ Nacht wirklich ok. Gut, keine eigene Duschwanne, aber ein richtiges Bett, sauber und eine kleine Auswahl am Frühstücksbuffet.
Buchung über HRS.
Der Nachtmarkt in Chinatown ist praktisch um das Hotel gebaut. Die Lärmbelästigung im siebten Stock ist Null, die Lage aber ungemein praktisch.
Koh Phan Ghan
Tauchschule "Haad Yao Divers"
Natürlich 5 Sterne. Doch zu unserer grossen Überraschung war das Boot doch sehr sauber und die Küche lecker. Es gab Frühstück und ein anständiges Mittagessen. Selbst Coke war an Bord. Nur muss man fast den ganzen Tag mit einplanen, da es erst mit dem Pick-up zum Pier geht und dann 1 Std bis zur divesite.
Das Material war einen Ticken neuer und in besserem Zustand als bei BigBubble. Tauchvbesprechung und Freundlichkeit waren auch hier top.
TauchgebieteZugegeben wir haben nur eines ausprobiert, weil teilweise mit dem Boot zu den üblichen Verdächtigen in Koh Tao gefahren wird. Allerdings war "Sail Rock" schon ein Knaller.
Der Felsen liegt mehr oder weniger auf halber Strecke zwischen den beiden Inseln und bietet grossen Fisch in unglaublicher Menge. Schulen ohne Ende.
Die Wand von Ox-Eyed-Scad bewegte sich synchronisch mit uns, teilte sich, umringte uns...lustig.
Tauchen Koh Tao
BigBubble wirbt damit, den alten Flair der Insel zu erhalten. Vor vier Jahren war ich schon mal hier und viel hat sich nicht geändert. Sogar der Bungi von damals ist noch dort; na und die Hundeplage ist im Griff, was nun kein Verlust ist.
Zum Tauchen(lernen) dürfte das wohl mit das Beste Fleckchen sein - günstig, warm und fischig bunt. Mein Tauchhöhepunkt von diesem Urlaub bleibt die Begegnung mit Haien. Absolut faszinierend wie diese Tiere sich elegant und so überlegen selbstbewusst unter Wasser bewegen. Die Aura grenzt an Arroganz und jede noch so kleine Bewegung sagt: " Das hier ist mein Aquarium und hier bin ich der Boss". Schade eigentlich, dass diesen Tieren so nach dem Leben getrachtet wird. Es sterben jedes Jahr um ein Vielfaches mehr Menschen an Bienenstichen als Haibissen - Steven S hat dieser Spezies einen Bärendienst erwiesen. Ich fand sie vorher schon irgendwie cool, doch eine Begegnung (wenn auch nur auf 5m) verändert den Blickwinkel.
Tauchschule "BigBubble"Mit 5 Sternen (gibt es irgendwo hier eine mit weniger ?) ausgezeichnet, besticht BigBubble mit fast stoischer Gelassenheit und erzwingt somit sogleich das entspannte Asienurlaubsgefühl. Die Divemaster sind alle sehr nett und ausführlich in der Vorbesprechung.
Das Material ist in Ordnung und die Verplegung an Bord mit Wasser/Tee und Keksen/Suppe sichergestellt. Der Transfer mit dem Longtail ist bei Seegang etwas abenteuerlich und der Umstieg auf s Tauchschiff durchaus eine Herausforderung.
TauchgebieteKoh Tao bietet von allen drei Inseln an der Ostseite Thailands die grösste Vielfalt und kürzesten Anfahrtszeiten. Hervorzuheben ist "Chumpon Pinnacle" wo Haie an der Tagesordnung sind. Diesen Fischen zuzuschauen ist nicht nur aufregend, weil einem der Puls bis in die Schläfen schlägt, sondern vor allem weil die Art der Fortbewegung so elegant und schörkellos ist. Faszinierend. Wir tauchen alle wieder auf, ohne dass Blut vergossen wurde.
Ein weiterer schöner Platz zum Tauchen ist "Aok Leuk".
Melli hat Geburtstag
Im Ticketpreis ist der Bustransfer sowie auch die Bootsfahrt nach Koh Tao inbegriffen. Nach kleineren Missverständnissen findet man dort auch die Buchung im Viewpoint und checked uns in die "Neuen" Bungis ein. Herrliche Aussicht.
Nach Bangkok mit Etihad
Über 50 Filme/ TV Serien auf Abruf am Monitor im Sitz.
Der Flughafen in Abu Dhabi hingegen ist eine echte Enttäuschung. Ein Karusell mit ein paar Fingern, das war es auch. Auf dem Rückflug stehen acht Stunden Pause an. Die kann man hier nicht verbringen.
Thailand zum ersten mit drei Inseln im Osten
Am 03.03.03 flogen wir mit Thai Airways von Frankfurt nach Bangkok im Direktflug.
Dort angekommen bot uns das Hotel Narai schon um 0800 morgens ein Zimmer an, indem wir dann total uebermuedet ein paar Stunden Schlaf finden konnten, bevor wir die Stadt ein wenig erkundeten. Nach nur einer Nacht ging es am folgenden Tag mit dem Nachtzug nach Chumpon weiter - das Ticket war eine Kombination aus Zug-Bus-Fähre nach Koh Tao, unserer ersten Station. (Weitere Stationen: Koh Phangan und Koh Samui).
Nach unserer Rueckkehr nach Bangkok stand dann der Koenigspalast und eine Flussfahrt auf dem Programm. Leider ;-) auch das totale Einkaufserlebnis in der Metropole. Da freute man
sich wirklich, wieder nach Hause ins Teuroland zu kommen, weil die Lauferei einfach nur anstrengend war.
Die "Schildkröteninsel" Koh Tao ist mit 21qkm die kleinste des Archipels. Mit dem Kombiticket (Zug von Bangkok, Bus zum Pier bei Chumpon und dann mit dem Speedboat nach Ban Mae Hat) erreichen wir Koh Tao und alleine schon Mae Hat Beach begrüßt uns mit palmenübersähten Hängen und darin versteckten Bambushütten.
Mit einem Pick-up geht s in Richtung Calok Ban Kao Bay. Als Ressort haben wir uns für Big Bubble entschieden - eine Tauchbasis am westlichen Rand der Bucht gelegen und unter deutscher Leitung. Die totale Entspannung empfängt uns, als man uns ohne Ausweis oder Bezahlung sofort einen Bungalow zuteilt und mich für s Tauchen anmeldet. Erst beim Ausstellen des Zertifikates ist Zahlen angesagt.
Mehrere Restaurants und das abendliche BBQ in der Bucht sind absolut empfehlenswert. Der kleine Sandtrand am Ressort bietet sogar geschützte Ecken und seichtes Wasser. Nur die Hundeplage ist allerorts zu sehen und nervt "ein wenig". Nach vier Nächten und einem Tauchschein wird die Reise nach Koh Phangan fortgesetzt.
Die Überfahrt wurde mit einem Katermaran bewältigt und wer mal Leute in Klarsichthüllen kotzen sehen möchte, dem sei diese Fahrt bei Seegang strik angeraten. Wahrlich ein tolles visuelles Vergnügen und ganz ohne stechenden Geruch, denn der wird durch die vorsorglich installierten Duftspender an den Wänden wohlriechend übertrumpft.
In Thong Sala sauber und gesund angekommen, begann die Suche nach einem Transfer in die Bucht Thong Nai Pan Yai. Nach einer dreiviertel Stunde führte uns wieder ein japanischer Pickup Wagen durch den Urwald auf unbefestigten Straßen. Die Fahrt ein blankes Abenteuer. Am Strand angekommen, wurde man für den Adrenalin Kick belohnt: eine traumhafte langgezogene Bucht mit kleine
n, dezenten Ressorts. Dreamland war unsere Wahl - super Essen, wenn auch etwas "teurer" als andere Restaurants am Platz und sogar Steinbungalows mit Waschbecken.
Dieses Fleckchen ist einfach herrlich zum Abspannen. Mit dem Mietmotorrad haben wir dann die Insel erkundet - nur um festzustellen, dass wir eine gute Wahl getroffen haben. Zwar gab es den einen oder anderen schöneren Strand, aber die Kombi aus Bucht, Infrastruktur, Strand und Wasser war einmalig. Zumal die Nachbarbucht Thong Nai Pan Noi mehr Wellen bot - für alle Surf- oder Buggyboardler.
Hier trafen wir auch wieder auf die drei Mädchen von Koh Tao. Eine litt permanent unter Fieber und Übelkeit. Die Diagniose Malaria lag nicht fern, jedoch stellte es sich in Deutschland als negativ heraus. Nur der Urlaub der Drei war ziemlich durcheinandern. Aus Spargründen Ressortwechsel, dann Krankenhaus Koh Samui und dann Bangkok mit Heimflug. Toll.
Zur FullMoon Party in Hat Rin ging es per Taxiboot und es ist sehr beruhigend den Kapitän vor Abfahrt Thaiwhiskey trinken zu sehen. Doch die Hinfahrt verlief ohne Zwischenfa
ll. Allen Warnungen zum Tortz feiern die Leute sehr ausgelassen, es wimmelt von Nutten und Alkohol fließt in Strömen. Die Drogenproblematik konnten wir nicht beobachten, aber vom Kauf ist strikt abzuraten.
Die Heimfahrt gegen 02:00 Uhr war lustig. Erst reiherte ein besoffener Thai ins Boot, als Motor Nummer eins ausfiel. Nur wenige Minuten später fiel auch Maschine 2 aus und wir dümpelten vom Vollmond beschienen 500m vom Ufer entfernt im Meer. Da ist man mit einem Mal wieder hellwach. Aber ich könnte das hier nicht schreiben, wenn die Maschinen nicht irgendwann wieder angesprungen wären.
Das Übersetzen nach Koh Samui war auch wieder durch einen kleinen Zwischenfall mit ausserordentlicher Action versehen. Im Longtail sitzend verloren wir nach ca. 15 Min Fahrt die Schraube. Ja wirklich, die Schraube ist von der langen Kurbelwelle abgefallen und im Meer versunken.
Die Thais verfielen wieder in ihr typisches Gekicher und finden an, ruhig und besonnen einzelnen Dielen und Verschlage im Boot abzusuchen. Nach ein paar Minuten fand sich dann auch ein Schraube unter einer Planke im Boden des Bootes.
Der Motor wurde gedreht und somit die Kurbelwelle über unsere Köpfe hinweg gen Bug ausgerichtet. Am Ende der Welle wurde dann die Schraube mit einem Seil - ja, das glaubt mir wieder keiner - befestigt. Mehrere Knoten später tuckerten wir wieder los.
Der Strand in Koh Samui war schön, allerdings nicht so breit wie auf den vorangegangenen Inseln. Die Preise deutlich teurer und überall leider die Touristenhotelburgen. Hinter hohen Mauern, am Eingang bewacht von Sicherheitsdiensten, fröhnen da einige an Privatstränden dem "Thailandgefühl", doch das bezweifel ich. Hier besteht doch absolute Verwechselungsgefahr mit jedem anderen Land, wenn ich mich nur innerhalb der Hotelanlage bewege. Zumal keine Angst vor Übergriffen ein Einsperren erfordert.
Lustig sind dann auch die Bars in den belebteren Vierteln, wenn umgebaute Männer in sonorer Stimme vorbeifahrende und -laufende Männer auf ein Tete a Tete einladen. Waaaarrrgh. Wie besoffen musst Du sein, dass Du das nicht merkst. Nun denn, mir soll s egal sein. Als Attraktion kann eindeutig der Flughafen gelten, dessen Ankunfts- und Abflughalle ein Bambushüttchen ist. Sonst ist Samui im Grunde Mallorca nur mit Thais.

