Saisonabachluss in Hochfügen

Es hatte N8s ein wenig geschneit und die Sonne brannte vom blauen Himmel. Doof nur, wenn man die Vorhersage nicht prüft und mit dem falschen Brett abreist.
In M Punkt 6:15 los und um 8:40 in der Gondel. Die Hänge waren noch unverspurt und so mussten eben die Knie ein wenig leiden. Ab mit dem Raceboard. Feinster Staub. Ein Jammer.

Die Kollegen mit dem Bus kamen erst gegen 11:00 in Kaltenbach an. Stau. Früh aufstehen lohnt sich.
So und nun ab nach Thailand :)
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"freeride" experience in Saalbach/ Zell am See/ Hinterglemm

Zufällig im Internet entdeckt: Voll organisiertes Tiefschneefahren in Zell am See und Umgebung.
Am Donnerstag abend war Anreise und erste Einführung bei einem Abendessen. Dort lernten wir auch einen der Bergführer kennen.
Von Freitag bis Sonntag hieß es dann in drei Gruppen den ganzen Tag dem Bergführer in Tiefschneehänge folgen. Nici, Bengt und Tom haben drei Gruppen eingeteilt und los ging es. Jeder machte auf diese Weise seine eigenen Erfahrungen. Abends ging es dann immer nett essen und die Erfahrungen des Tages wurden rege ausgetauscht.
Der Bergführer fand immer wieder Bereich unverspurten Schnees, wenn wir auch manchmal Slalom im dichten Wald und schwerem Schnee fahren mußten. Das Pulvererlebnis entschädigte dafür. Der Freitag war gut, wenn auch einfach frischer Schnee fehlte. Der kam dann in der Nacht und "leider" auch den ganzen Samstag. Es war nebelig und teilweise vollkommen kontrastlos. Waldabfahrten boten hier Hilfe, machten aber trotzdem nicht unbedingt viel Spaß. Am nachmittag wurde es besser und wir fuhren auch den Puder.
Der Sonntag war der krönende Abschluß. Heiter bis wolkig, gut unter Null Grad und einiges an Neuschnee. Meine Herren hatten wir Spaß. Da fiel die Mittagspause auch gleich ein wenig kürzer aus.

Für Snowboarder sei der Hinweis ernst gemeint, daß "Laufen" einfach dazu gehört; und damit meine ich nun nicht das Aufsteigen am Hang, sondern eher am Ende einer Abfahrt die Rückkehr zu einem Lift. Forstwege sind oft der einzige Weg raus aus dem Tal und es bedarf netter Skikollegen, die einen ziehen, schubsen oder ähnliches. Hier nochmal ausdrücklichen Dank für Hilfe !
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Schnalstal - das erste Mal in Italien zum Skifahren

Die schneeweißen Wochen im Schnalstal wurden uns ans Herz gelegt, samt des Hotel Firn. Es ist die Zeit Ende Januar, in der die meisten nicht an Urlaub denken. Daraus resultieren günstige Preise ( € 47 HP) und leere Pisten.
Kurze Hotelkritik: Das Haus ist absolut weiter zu empfehlen. Das Zimmer war sauber, nett eingerichtet, das Essen tadel.l.o.s und Sauna und Hallenbad erholsam nach einem Skitag.
Der Skigebiet liegt ca 2000m hoch im Tal und von dort geht eine Gondel auf den Gletscher und diverse Lifte in die umliegenden Hänge. Die Pisten sind 1a präpariert, waren aber sehr vereist. Es blies ein konstanter Wind und es war saukalt. Leider hatte es lange nicht mehr geschneit. Aufgrund der riesigen Möglichkeiten neben der Piste wirklich schade.
Die Lifte Hintereis, Teufelseck und Lazaun dürften wohl die mit den größten "freerider" Möglichkeiten sein. Sei es im Wald oder auf großen weiten Hängen, es ist alles vorhanden. Leider war der Schnee ziemlich alt und windgepreßt. Nur selten lag noch Pulver.
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Abseits der Piste in Hochfügen

Das Skigebiet "Hochfügen" im Zillertal ist bekannt für die Hänge abseits der regulären Pisten. Unter exzellenter Führung von Jackson und Sander haben wir zu dritt ziemlich viele Höhenmeter gemacht. Zu Fuß, ohne Schneeschuhe am Kamm entlang. Die Belohnung waren 2 herrliche Abfahrten in feinem Pulverschnee.


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Pitztal zum Ersten

Auf der Suche nach einem freien Hotelzimmer über Sylvester sind wir Pitztal fündig geworden. Das Hotel Hotpiz konnte uns für 4 Nächte noch was anbieten.Das Gletscherskigebiet ist ziemlich groß und mit der U Bahn komfortabel zu erreichen. Oben auf gibt es zahlreiche Variante, auch abseits der Piste. Prompt haben wir unter der Gondel noch unverspurten Schnee gefunden und generalstabsmäßig durchpflügt. Natürlich kamen dann auch die Nachahmer. Man muß dann eben schnell sein.
Aus vier Nächten wurden dann aber nur drei, was einzig an der Unterbringung und dem gebotenen Service lag. Für € 80 / HP wurde ein sauberes - wenn auch kaltes - Zimmer und Essen auf Mensaniveau geboten. Am meisten störte jedoch das Rauchen. Schon am Empfang wurde man von einer rauchenden Dame empfangen und das Frühstücks- und Salatbüffet stand im Raucherbereich.
Das Skigebiet und der tollte Schnee samt Sonne waren super. Es wurde auf der Piste - und auch daneben - nie langweilig.
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Es wird Zeit für Winter

Für diejenigen, die es nicht erwarten können - so wie ich - habe ich mal ein paar Anheizer eingestellt. (hier)
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Premiere in Obertauern

Die diesjährige Wintersaison ist sehr lange und umso überraschender war die Schneesicherheit in Obertauern. Dort angekommen, schneite es bei -12 Grad auf die angeblich bis zu 4m hohe Schneeschicht.
In einer kleinen Pension nicht unweit vom Ortskern entfernt hausten wir für ein langes Wochenende im Schneekessel Österreichs. Das Skigebiet läßt eine Rundfahrt zu. Wie in einer Schüssel fängt man an sich von Lift zu Lift zu hangeln. Viel spannender als diese Tatsache war aber der Anteil unpräparierte Pisten, deren Erreichbarkeit und die Konsistenz des weißen Pulvers. Kälte und Schnee ist eine tolle Kombi und so genossen wir zwei Tage lang fast hüfttiefen Neuschnee, der federleicht war. Da war es leicht zu verschmerzen, daß das Wetter nicht sonnig war. Dafür lag am Samstag morgen wieder eine feine Neuschneeschicht auf dem Berg.
Obertauern ist ein Paradies für freerider. Praktisch jeder Lift bietet hier zig Abfahrten abseits der Pisten, ohne gleich "Lawinengefahr" anzuschlagen. Favoriten war hier klar die Gondel, unter der man bis ins Tal über steile Abhänge rauschen durfte.

Einzig die Leihgebühr für Skier und Schuhe ist unverschämt hoch, während die Preise auf den Hütten angemessen sind. 
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Laax Wochenende

Das Skigebiet in Laax wird immer wieder als eines der besten weltweit kategorisiert. Für drei Tagen konnten wir das mal vor Ort überprüfen.
Auf dem Berg im Crap Sogn Gion fanden wir eine kasernenartige Unterkunft. Dafür war es recht praktisch direkt im Skigebiet zu schlafen und morgens der erste auf der Piste zu sein. Eine Entschädigung war auf 
jeden Fall die Verpflegung im Calapri Restaurant. Das Frühstück und Abendessen war reichlich und lecker, zudem gab es vom Veranstalter auch abwechslungsreiche Attraktionen wie "Plastiktütenhalfpiper unterrutschenundmitdemskidoowiederhochfahren".
Der Wettergott meinte es gut mit uns. Während der Freitag uns mit Schnee beglückte, durften wir am Samstag Tiefschnee bei strahlend blauem Himmel genießen. Das Gebiet offeriert leicht zugängliche unpräparierte Pisten und mit Kollegen, die hier schon zum x-ten Mal waren, fiel die Orientierung noch leichter.
Ereignisreich war das Wochenende auf jeden Fall. Ein Klippenspringer, wenn auch unbeabsichtigt, segelte direkt unter dem Lift ca 4m von einer Felskante in den Tiefschnee. Ein Schneetaucher verfing sich irgendwie halstief in einer Spalte und wartete auf Freunde mit Klappschaufeln und leider auch der Bänderriß war zugegen.
Der Sonntag war nur ein halber Skitag, da das Wetter nochmal Wintereinbruch spielte. Wie so oft noch später in diesem Jahr.
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Colorado: Zusammenfassung - Sicherheit

Der gemeine Amerikaner hat bekanntlich ein sehr hohes Sicherheitsbedürfnis. Wohin das Auge blickt Warnhinweise, die auf Gefahren hinweisen, die einem durchschnittlichen Mitteleuropäer bis dato noch gar nicht bekannt sind. Die Skigebietskarte gerät relativ klein, damit alle Hinweise dort Platz finden.

Interessanterweise ignoriert die Mehrheit dieser gefährdeten Spezi das Sicherheitsmerkmal "Bügel" im Sessellift und blickt noch obendrein irritiert, wenn man ums Runterklappen bittet. Nein nein, es handelt sich hierbei nicht ausschliesslich um die junge, hormongesteuerte Randgruppe, sondern meist um die sonst so schützenswerte Gruppe der Babyboomer.
Obendrauf sind die back bowls offen. Ein zartes kleines Schild am Grat weist in kleiner Schrift auf mögliche Gefahren hin, während der Blick dem fast senkrechten Hang mit jungfräulichem Schnee entlang wandert. Einsteigen überall wo es beliebt. Auf dem Fall, äh, Weg nach unten keine Richtungsweiser zum Lift. Hier sind Pfadfinder gefragt, die nach Geräusch fahren oder Spuren lesen können.
Herrlich, ein Land der Gegensätze. Geöööil war s trotzdem.

Aspen - Back bowls - fuer jeden offen
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Noch 1 Tag - Copper Mountain, Colorado

Am Donnerstag, den 14. Feb schneit es morgens so stark, wie wir uns das in der Nacht gewuenscht haetten. Trotzdem rauf auf s Brett und zum hinteren Teil des Berges. Gegen 10:30 Uhr wird die Sicht durch den Schneesturm so schlecht, dass an ein Fahren im offenen Gelaende nicht mehr zu denken ist. Die Vorderseite des Berges bietet zwar ebenso schlechte Sicht, aber die Pistenmarkierungen helfen bei der Orientierung.
Nach dem spaeten Mittagessen beim "Flying Burito" in Lionshead - die besten Burritos aller Zeiten - brechen wir aufgrund des Schneefalls auf. Der Vail Pass mit ueber 3300m wartet noch auf uns und die Sommerreifen. Kaum sind wir auf den I-70 aufgefahren, stehen schon die LKW an der Seite und ziehen alle Ketten auf. Je hoeher wir grabbeln desto mehr Schnee liegt auf der Strasse. Am besten einfach wegsehen. Letztlich kommen wir aber gesund und munter in Copper Mountain an. Dieses Dorf gehoert einer anderen Firma. Hier ist alles ein wenig anders, aber das heisst nicht schlechter. Am Eingang - weit weg von jeglichen Haeusern - ist die Rezeption. Dort erhaelt man Schluessel und Infos. Wir sind in Copper One direkt an der Piste untergebracht. Mit Stellplatz in der Tiefgarage. Das Selbstversorger Appartment mit Kueche etc treibt uns sofort in den nahegelegenen Supermarkt im Nachbarort Frisco.
Copper hat z.B. WLAN ueberall, nur mit dem Haken, dass es 9,95 US$ pro Verbindung kostet. Laecherlich. Die Preise im Supermarkt sind auch gesalzen. Sowas nennt man totale Kontrolle oder Monopol(y). Nach zweimal fragen finden wir das Haus Edge, wo die Angestellten untergebracht sind. Dort sind Computer und WLAN gratis :) Gut, dass wir noch so jung aussehen, hehe.

Es ist Freitag, die Sonne lacht vom wolkenlosem Himmel und wir sind puenktlich am Lift fuer das Hinterland. Eine Tiefschneeabfahrt und schon lockt die Pistenraupe mit einer kostenlosen Bergtour auf ungespurtes Terrain. Das Glueck ist mit den Dummen, und wir werden noch auf (!) den Berg gefahren. Als die zwei Letzten springen wir noch auf. Alle nach uns muessen etwa ab der Haelfte laufen.
Es folgt eine jungfraeuliche Abfahrt von einem Bergruecken in eine kleine Schlucht. Anschliessend nochmal Lift fahren und einen Bergkamm entlang krabbeln. Erneut ungespurter Puder. Das Mittagessen schlabbulieren wir im Appartment, tauschen die Bretter und carven den gesamten Nachmittag bis kurz vor vier. Irgendwann ist auch mal gut.
Morgen ist der letzte Skitag fuer uns. Vermutlich wird es wegen President's day am Montag ziemlich voll ueber s Wochenende. Folglich wird das ein Oma/Opa Tag ;-)
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Vail, Colorado

Nach zwei Tagen vor Ort, gilt es Vail auszuprobieren.

Es ist eindeutig das groesste Gebiet entlang des Interstate. Mehrere Bergbahnen erklimmen diverse Gipfel und oestlich sind die back bowls zu finden. Der Betrieb am Montag ist abgeklungen und wir muessen nicht mehr anstehen. Die Wetterbedingungen sind kalt, Schneefall und geringe Sicht - also rauf auf s Carving Brett. Die Erfahrung in A-Basin hat gezeigt, dass erst noch Schnee fallen muss, bevor in den Haengen wieder ausreichend Tiefschnee liegt.


Am folgenden Dienstag hat sich der Schneefall verstaerkt. Ueber Nacht fallen ca 5cm Neuschnee und untertags kommen stetig cm hinzu. Der Schnee ist so weich und pulvrig, dass das Raceboard einfach durch jeden Haufen durchschneidet wie ein warmes Messer durch Butter. Mit einem Amerikaner im Schlepptau, angestochert von einer Frau aus der Gondel, wollen wir die 5min fuer die "born free" knacken. Nach 3min 16 sind die Skifahrer an der Talstation, der boarder braucht ca. 10 Sekunden laenger. Zum Glueck war keine Skischule unterwegs oder lag irgendein "Penner" unter einer Kante. Fuer die Nacht und die kommenden Tage ist Schneefall angesagt - die Voraussetzung fuer einen Tiefschneetag *Stossgebet gen Himmel*


Es ist Mittwoch, die Sonne scheint und Vail's back bowl liegen uns zu Fuessen. Der Schneefall hat nicht ganz ausgereicht, um uns huefttief im Pulver fahren zu lassen. Doch angesichts dieser Vielfalt schnuppern wir in den Wind und entdecken hier und da unberuehrten Schnee. Meist zwischen Baeumen in entlegenen Haengen. Laut Wettervorhersage sollen die kommende Nacht bis zu 25cm Schnee fallen; deswegen haben wir die Teller leergeputzt und waeren morgen "Erster" am Lift.
Die Nachmittagssonne geniesst man am Besten bei "Garf's" in Lionshead auf der Veranda. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages blitzen zwischen den Berggipfeln hindurch und leider ist der Nachthimmel bis jetzt noch immer klar.
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Beaver Creek & A-Basin, Colorado

Vail erstreckt sich auf drei Abfahrten entlang des I-70. Das Hotel liegt sehr zentral mittig zu beiden Liften. Fuer die kommenden sechs Tage ist das unsere Basis. Der Kamin ist schon jetzt zur Buchecke erkoren, falls die Muedigkeit nicht dominiert.
Am Wochenende sind die Gebiete Breckenridge und Vail nach uebereinstimmender Meinung viel zu voll. Daher faellt die Entscheidung fuer Samstag, 09. Feb auf Beaver Creek. Der reine Skiort liegt nahe Avon - nein, die verkaufen keine Kosmetik - etwa 15min von Vail entfernt. Am Eingangstor gibt es schon beim Parken zuviel Varianten fuer den durchschnittlichen Mitteleuropaeer: Valet 30, Exklusiv 20 und Regulaer 0 US$. Auch wenn durch Los Angeles einegewisse Vorbelastung durchaus vorhanden ist, parken wir beim Elch fuer lau. Ein Shuttle Bus bringt uns zum Ressort. Der Ort ist riesig, mit nett angelegten Hotels, der Ortskern bietet alles was man zu Hause vergessen hat. Die verschiedenen Ebenen sind mit Rolltreppen verbunden und die Klientel ist interessanterweise elitaerer als in Aspen. Die Skipaesse sind jedenfalls mit 92 US$ auch nicht gerade Aldi-Klasse. Auf jeden Fall gut, wenn die erstmal da waeren. Unsere Agentur CanUSA hat verbummelt die Paesse zu liefern; niemand weiss wo die Dinger sind. Nach 1.5 Std glueht der Magnetstreifen der Kreditkarte und neben Sonnenschein erwarten uns belebte Autobahnen auf knochenhartem Schnee. Carvingtag. Gegen mittag lockert der Schnee ein wenig auf, Linien ziehen wir aber den ganzen Tag.

Oh, unser Mietwagen steht uebrigens auf Sommerreifen. Das rueckt unsere Rallyefahrt von Denver nach Aspen in ein gany anderes Licht. Unbegreiflich, wie Alamo Leute auf Sommerreifen in die Rockies fahren laesst !

Die Menge an Leuten hat uns fuer Sonntag verschreckt. Einwohner haben uns Arapahoe Basin gegeben. Unser Colorado Ticket (ist noch aufgetaucht) gilt auch am hoechstgelegenen Skigebiet Nordamerikas. Das Gebiet wird auch "The Legend" genannt, wohl vor allem wegen der riesigen Bowl auf der Rueckseite.
Auf dem Weg dorthin passieren wir Keystone und einen riesigen Stau auf der Abfahrt. Die Strasse zirkelt sich alpenaehnlich den Berg hinauf, bis auch wir in einem Stau stehen. In letzter Minute ergattern wir noch einen Platz nahe der Piste. Einfache Doppelsessel ohne Buegel transportieren die Sonntagsfahrer den Berg hinauf. Das Ziel lautet: Such den Tiefschnee, denn wir sind auf freerider unterwegs. Auf dem Kamm bei 12472 Fuss angekommen, ist die Enttaeuschung gross. Total verspurt breitet sich ein leicht zugaenglicher Kessel vor uns aus, in deren Mitte ein Sessellift die freerider wieder nach oben schaufelt. Wenn wir nun mal da sind. Erst die eine Seite, dann die andere. Hier findet sich auch wieder die Gelegenheit zum "tree skiing" und die eine Piste namens Bierstadt ist selbstverstaendlich erste Wahl. Wobei die Fragen berechtigt sind, wieso diese Namensgebung und zum zweiten Piste ? Wir schrauben uns im Unterholz zum Lift.

Ein anderer Kamm des Gebietes bietet angeblich den steilsten Hang mit 77% Gefaelle. Keine Ahnung, ob hier die % anders berechnet werden, doch es gibt nichts vergleichbares in Nordamerika. Was soll ich sagen, wenn wir hier keinen Tiefschnee finden, wo sonst ?

Es ist steil, es blaest wie verrueckt und es wird nie eine Liebe mit den Buckeln. Zum Schutz vor dem Wind fluechten wir wieder in den Wald. Fantastische Eindruecke und die Gewissheit, dass Baeume gar nicht so hart sind.


Auch hier schliessen die Lifte um 15:30 Uhr. Zeit um noch ein wenig einzukaufen. In Silverthorne am I-70 hat Philipp ein outlet entdeckt. Irgendwie muessen wir die Zeit ja rumbekommen bis es dunkel wird. Nach einem Happen statten wir Keystone einen Besuch ab. Der Parkplatz liegt herrlich leer in der Dunkelheit und die beleuchteten Pisten schimmern hell in der sonst stockfinsteren Nacht. Der Sessellift fuehrt unbeleuchtet den Hang hinauf. Oben angekommen bleiben wir der Tradition treu, nicht gross nach Pistenplaenen Ausschau zu halten. Irgendeine Piste fuehrt schon ins Tal.
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Colorado: ...ich bin dann mal weg nach Aspen, Colorado

Denver zeigt sich zart mit Schnee bedeckt. Das Zentrum verfuegt ueber die ueblichen Hochhaeuser und sieht mit den Rocky Mountains im Hintergrund etwas unwirklich aus. Die Stadt macht keinen sympathischen Eindruck, die vielen industriellen Anlagen und Gebaeude tun Ihr uebriges. Jedoch ist dies nur ein Augenblick, soll Denver doch eine enorm hohen Freizeitwert und Lebensqualitaet bieten.
Factory Labs liegt an einer Strasse, deren Gebaeude fast noch einem Western entsprungen sein koennten. Waeren hier nicht die gaengigen Boulevards angelegt, man wuerde fast noch quer mit seiner Kutsche einparken. Die Agentur ist in alte Backsteingebaeude eingezogen und hat sich ueber mehrere Gebaeude hinweg ausgestreckt. Interessante Architektur, noch viel interessantere Leute. Allein die Summe der Apple Cinema displays vor Ort duerfte ein Jahresgehalt locker uebertreffen.

Der I-70 fuehrt mitten durch die Rocky Mountain und die bekanntesten Skigebiete reihen sich an ihm wie auf einer Perlenkette: Vail, Keystone, Copper, Beaver Creek und letztlich Aspen. Am heutigen Mittwoch ist das Wetter winterlich. Die Strasse ist schneebedeckt, die LKWs tragen Ketten und alle um uns herum schleichen mit 30 Meilen umher. Es laesst sich prima auf der Schneedecke fahren und wenn dem Chevi am Berg nicht die Luft ausgeht, fahren wir deutlich schneller als alle anderen. Ab und an ist die Sicht bei ca 1 Meter, wenn eine Windboe den Schnee aufwirbelt und dieser fein wie Staub, eine regelrechte Wand bildet. Statt 3 Stunden benoetigen wir fast vier.
Philipp und ich sitzen am heutigen Donnerstag beim Fruehstueck und blicken durchs Fenster in einen grauen Himmel. Zum Einfahren nehmen wir den Bus nach Aspen Mountain-das Skigebiet direkt am Ort. Die weitlaeufigen Pisten sind geradezu gemacht fuer s Carven. Leider werden wir die Veranstaltung von http://www.bomberonline.com/ "World Carving session" am Samstag verpassen.
Die Temperatur liegt bei ca. -15 Grad, der Schnee knirscht und quietscht, ist gleichzeitig weich und enorm griffig. Ideale Voraussetzungen zum Linien ziehen. Auf leeren Pisten ballern wir den gesamten Berg ab und Ruecksicht auf andere ist nicht noetig - es ist schlicht keiner da. Unglaublich.
Apres Ski feiern wir im Sky Hotel in der 39 degree Bar. Kein Vergleich zu den Alpen, sitzen hier alle brav auf feinen Ledersofas vorm Lagerfeuer. Zwischen dem aufsteigenden Nebel des beheizten Pools kann man ein paar Leutchen erkennen. Genug Anlass fuer uns, den hoteleigenen Whrilpool auszuprobieren.

Schon beim Fruehstueck zeigt der Himmel vereinzelt blau. Aspen Highland mit dem back bowl auf ueber 11.000 Fuss soll heute dran glauben. Was uns da geboten wird, ist bar jeder Beschreibung. Der weisse Puder liegt in Unmengen zwischen den Baeumen, und wir stuerzen uns im Grunde zwischen jede "Palme".
Der Schneefall laesst nach, die Pisten sind mit ca. 20-30cm Neuschnee bedeckt und schon waehrend der ersten Auffahrt mit dem Hauptsessel ueberqueren wir zahlreiche unpraeparierte Pisten. Die back bowl ist noch geschlossen, folglich nutzen wir das Terrain am Lift. Hinweise wie "Double diamond" oder "Experts only" sehen wir von nun an den ganzen Tag. Der Schnee an diesen Haengen ist huefttief und die Baeume dienen als Slalomstangen.
Gegen 10:30 reisst es mehr oder weniger komplett auf und es gibt blauen Himmel. Leider haben wir nur die SLR dabei - die Videokamera blieb daheim. Nichts desto trotz sind ein paar einmalige Eindruecke festgehalten worden.
Kurz darauf ist die back bowl offen. mit einem weiteren Lift geht es bis auf den Gipfel und von dort mit einer Pistenraupe bis zum Tor - "Himmelstor". Vom Lift bis zu diesem Tor gehen links vom Grat Pisten durch Waelder oder freie Stuecke hinab ins Tal. Alle mit Tiefschnee, der nie eine Raupe sah. Vom Tor aus fuehrt ein Trampelpfad auf den eigentlichen Gipfel. Die erste Runde laufen wir komplett, da beim Taxi zuviele anstehen. Bergsteigen auf 3.500m ist ziemlich antrengend. Trotzdem kaempfen wir uns weiter den Grat entlang, bis eine baumfreie, fast senkrechte Piste mit freier Fahrt lockt. Der Verbindunglift transportiert alle Tiefschneejuenger zurueck auf s Plateu mit der Pistenraupe. Die zweite Abfahrt nehmen wir mit dem Taxi in Angriff. Ueber die Kante, rein ins Vergnuegen und zwischen den Baeumen hindurch auf eine ca 25min Abfahrt. Schneegestoeber und die Sonne bieten hier ein fast gespenstisches Panorama. Das nebenstehende Bild nenne ich "The dark knight", in Anlehnung an Batman.

Nach nur zwei Tagen ist Aspen abgehakt. Buttermelk und snowmass konnten wir nicht testen. Ab nach Vail.














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Heliboarding Usbekistan

Nach 2005 geht es nun erneut in den Osten und die Ausläufer des Himalaya. Der buntgewürfelte Haufen findet sich im Hotel ein und man kann die Vorfreude fömrlich spüren. Im Gegensatz zum letzten Mal liegt nun kein Schnee mehr am See und das Bild ist doch etwas betrübt.
Matthias beteuert jedoch, dass alles iO ist. Schnee in rauen Mengen und eine gute Vorhersage. Dies sollte sich bewahrheiten, denn wir fliegen bis auf Dienstag jeden Tag bei blauem Himmel, eitel Sonnenschein. Donnerstag abend sind bereits die Höhenmeter verbraucht und wir kaufen freitags dazu.


*Film wird geladen, bitte warten*

Auch wenn der Schnee im Tal dann doch eher osterliche Alpenqualität annahm, stiessen wir oben auf feinsten Puder.


*Film wird geladen, bitte warten. Aus rechtlichen Gründen ohne Ton*

Ausführlicher Bericht aus 2005 siehe hier.
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Lake Tahoe/ Reno

Moinsen aus Reno, NV.

Im Rahmen meines Meilenzerknitterprogramms steht auch Lake Tahoe auf dem Tablett. Mein Reiseagent Sven hat im Internet das unglaubliche Angebot von US$ 75 fuer einen Flug mit 3 Uebernachtungen gefunden. Vielleicht sollten wir ein Buch schreiben, wie man in USA guenstig verreist. Andererseits, wer will hier wirklich noch hin ?
Am Flughafen wird man 2 mal durchleuchtet und mindestens 2 mal auf 5m Wegstrecke um Ticket und Reisepass gebeten. Naja und abgesehen von berauschender Natur und ein wenig Glamour...ich empfehle wirklich jedem sozial/ gesellschaftlich interessierten Reisenden den Abstecher nach Reno, NV. Auf dem Weg dahin, kann man ja kurz mal alibimaessig am Lake Tahoe vorbeischauen und sich dem Massentourismus von TUI und LTU anschliessen. Dann aber ab in eines der Kasinos vor Ort, und Augen auf beim Automatenlauf.
Wer Vegas fuer laut, schrill, blinkend und teuer haelt, ist hier genau richtig. Die meisten Gaeste koennen sich kaum aus eigener Kraft fortbewegen, sei es bedingt durch Gehhilfen oder Drogeneinfluss - oder beides. Ganze Strassenzuege sind sind so belebt wie Berlin nach einem Atombombeneinschlag. In den Kasinos arbeiten Eingeborene, die irgendwie nicht weggekommen sind.
Genug gezetert. Die Gegend ist ja beruehmt fuer diese Pfuetze oben in den Bergen. Nach Kartenstudium und Sven s Sieg ueber seinen GPS Handheld/PDA/Navigator konnte es dann auch endlich losgehen. Diamond Peak sollte fuer heute den Anfang geben. Die Schneelage ist bescheiden und betraegt laut "Herstellerangaben" 50-100cm. Gleich vorweg, es wird gelogen, wie es die Schluchtenscheisser aus Deutschlands Sueden nicht besser koennten. Doch Gemach Gemach; obwohl ringsrum alles gruent und blueht, koennen wir uns auf einer guten Piste austoben. Kaiserwetter herrscht auch noch und dieser amerikanische Bodensee ist der Kracher. Umgegben von unzaehligen 2-3 Tausendern mit ueppiger Nadelwaldvegetation liegt marineblau der See Tahoe. Diamond Peak ist eines der vielen Skigebiete um den See herum und teilt sich lediglich mit Homewood die Naehe zum Wasser. Man faehrt praktisch in den See. Fantastisch.

Squaw Valley Nachtskilaufen machen wir morgen, falls wir nicht eingeschneit werden - auf dem Wetterradar naehert sich eine Sturmfront. Die kam auch und brachte Schnee, den ganzen Tag lang. Herrlich. Auch wenn das Skigebiet nicht wirklich sichtbar war, so bietet es zahlreiche Varianten und nachher sogar "freeriding". Nach einer Pause ging es am spaeten Nachmittag nochmal raus. Bei Flutlicht zu fahren, kannte ich bereits, doch in einer Gondel ueber eine Schneelandschaft in der Nacht zu schweben ist unwirklich.

Am dritten Tag hatten wir uns Northstar vorgenommen. Abgesehen von der Aussicht bei Diamond das beste Skigebiet von den dreien. Es muss hier wahrlich ein Traum nach tagelangem Schneefall sein. Ein paar Abfahrten werden bearbeitet, waehrend die Masse unberuehrt bleibt. Dazu gesellen sich unzaehlige Abfahrten inmitten von Baeumen und Straeuchern mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.


*Film wird geladen, bitte warten. Aus rechtlichen Gründen ohne Ton*


An der Mittelstation wird gerade ein Ritz-Carlton hochgezogen, womit wir bei den Liftpreisen sind. Mit US$ 65 liegt Northstar fast auf Mammoth Niveau, bietet aber Varianten und moderne Lifte. Es sei nur erwaehnt, dass uns ein "Rasta-man" Coupons fuer US$ 25 verkaufte und wir so Geld sparten. Naja, schliesslich hat der Trip ja bereits schon genug gekostet
An einem Bergkamm kann man sogar den See Tahoe wieder sehen, wenn auch nur sehr begrenzt, aber immerhin. Unterm Strich ist das Gebiet rund um den See auf jeden Fall eine Skireise wert und ich wuensche jedem etwas mehr Glueck mit dem Schnee. Er war ok, aber gerade mit Hinblick auf die "freeriding" Pisten sollte meterweise davon liegen.
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Mammoth Lake, CA

Der Wecker klingelt um 4:45 Uhr. Auf geht’s nach Mammoth Lakes. Um 5:15 Uhr zeigt mein Navi als Ankunft 11:51 Uhr an – lustig, denn ich schaffe es inkl. Fruehstueckspause irgendwo im Hinterland bis um 10:00 Uhr. Eine Fruehstueckspause wird in Mojave eingelegt, wo ich auch einen Flugzeugfriedhof finde.



In Mammoth Lakes am Ortsschild stehen Warnhinweise, dass man nur mit Ketten weiterfahren darf. Natuerlich haelt sich jeder Ami daran – mit meinem quattro werde ich einfach durchgewunken. Na und welch Ueberraschung, auf der Strasse liegt ungefaehr eine festgefahrene Schneeschicht von 2-3cm inkl. Rollsplit.
Gegen mittag ist der Schnee geraeumt.
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Die vorbeifahrenden Autos rasseln trotzdem alle, weil die natuerlich immer noch die Ketten drauf haben. Vor allem lustig, wenn man bedenkt, dass 80% aller Fahrzeuge hier Jeeps sind. Ohne Worte.

Das Skigebiet ist riesig und die drei Meter glaube ich sofort. Unglaublich. Die Pisten bieten eine grosse Vielfalt und das Panorama auf den ueber 3000m hohen Gipfeln ist atemberaubend.
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Mein Renntiger faehrt sich nach einem Tag Gewoehnungsphase auch exzellent. Guter Kauf smiley_smile Zudem war s ne gute Idee mir eine Parka-innenseite in die Skihose naehen zu lassen. Jetzt ist s hier trotz eisiger -10 schoen kuschelig am Hintern.

Habe dann auch noch einen Raceboarder (Aaron) getroffen, was hier schon eher einem Wunder gleichkommt. Wir sind dann auch schoen gemeinsam durch die Kurven gesegelt. Am letzten Tag wird June Mtn ausprobiert. Liegt etwa 25min von Mammoth entfernt, gehoert aber dazu - also gleiches Liftticket. Aaron kennt sich ziemlich gut aus und ist wohl jeden freien Tag im Winter hier am rumduesen. June ist kleiner, aber bietet fett-breite Autobahnen und es ist eine Frechheit. Pro Abfahrt muessen wir 2 anderen Skifahrern ausweichen -
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man, immer dieses Gedraenge. Auch heute lacht die Sonne vom Himmel, als waer s Ostern. Ist aber nur Weiberfasching - davon merkt man hier allerdings nischt.

Die Preise sind allerdings beachtlich. Ein Tagespass kostet um die 70 US$ smiley_sad , waehrend der Saisonpass mit 460 US$ zu Buche schlaegt. Jaja, nach sieben Tagen lohnt sich schon der Saisonpass. Diese Logik soll mal einer verstehen ?!
Fuer ein guenstigeres Ticket wuerde ich mein Brett auch selber in die Gondelhalterung stellen oder mir den Sessel eigenhaendig sanft an den Hintern stossen lassen. Das will ja alles bezahlt werden.

Auf der Rueckfahrt legen ich in der Wueste eine kleine Pause ein und tanke den Wagen voll. Es ist herrlich still, nur ein paar Voegel zwitschern unter dem Dach der Tanke, waehrend der Tag sich langsam dem Ende neigt. Kennt ihr das, wenn es nach Fruehling riecht ?
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Genau dieser Duft liegt hier in der 18 Grad warmen Luft. Ich fuehle mich gefangen zwischen zwei Welten - gerade noch bis zum Ellebogen am Carven waehrend Bene und Florian gerade am Telefon sagten, dass sie noch schnell die eine oder andere Welle surfen. Mein Fruehlingsgefuehl 2006 muss ich mir also komprimiert an einer Tanke in der Mojave Wueste einsaugen... smiley_wink
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Usbekistan: Rückflug

Morgens um 4:50 Uhr ging unser Flug von Tashkent zurück nach München über Moskau. Die Ablughalle des Flughafens in Tashkent war entgegen der tristen Ankunftshalle sehr modern gehalten. Es gab sogar "Duty-free" Geschäfte hinter der Zollabfertigung.
Bevor wir jedoch bis dahin gelangten, erpresste uns ein Aeroflot Mitarbeiter mit 25 EUR Strafgebühr wegen Überlänge des Gepäcks. Bei Weigerung würden wir eben hier bleiben. Es wurde gestritten und argumentiert. Letztlich flog das Gepäck gratis mit, da der nette Herr keinen Paragraphen finden konnte, der seine Forderung bestätigte. Der Flug verlief reibungslos, wenn man von der unbequemen Sitzposition mal absieht.
In Moskau wiederholte sich das Spielchen von der Einreise. Vom Flugzeug in eine Abfertigungshalle gebracht, begaben wir uns zum Transitschalter. Somit endete unsere Bewegungsfreiheit erneut zwischen Flugfeld und den Zollhäuschen. Pass und Ticket waren erneut weg. Diesmal passten insgesamt drei nette Damen in olivgrüner Uniform auf uns auf. Wir, das waren ein Häuflein gestrandeter Fluggäste mit Zielen westlich von Moskau.
Carsten schlief auf einer Bank ein, Nick döste im Sitzen während ich mein zweites Buch beendete.
Wie aus dem Nichts herrschte plötzlich Betriebsamkeit und man drückte mir einen Reisepass in die Hand. Trotz meines Hinweises, dass es sich nicht um meinen handelte, agierte Olga unbekümmert weiter und teilte andere Pässe aus. Mir wurde gedeutet, ich solle anhand des Bildes den richtigen Fluggast finden - eine vertrauensbildende Massnahme. Durch Glück sah ich meinen Ausweis und griff danach. Für den zweiten Pass fand ich auch schnell einen Abnehmer.
Ausser mir und Jakob erhielt niemand von unserer Gruppe einen Ausweis. Erst als Olga wild umherwuchtelnd nach zwei weiteren Passagieren suchte, merkten Jakob und ich, dass wir wohl von den anderen getrennt werden. Die durften noch weitere 6 Stunden in der Bude hocken. Der Bus fuhr an ausgeschlachteten Flugzeugwracks vorbei, die unter der Schneelast sicher Rost ansetzten. Dieser Flugzeugfriedhof mitten auf dem Flughafen nährte die Vermutung, dass ein Flug mit einem neuen Airbus doch einfach sicherer ist.
Im internationalen Terminal von Moskau herrschte dann die gewohnte hektische Betriebsamkeit und die Geschäfte prangerten das Übliche an.
Der Airbus 321 brachte uns ruhig und bequem nach München. Selbst das Gepäck kam, obwohl wir Angst hatten, dass uns der Aeroflot Heini in Tashkent ärgern würde, indem er die Sachen einmal um die Welt schickte.
Abends kam auch noch der Anruf von Mathias, dass alle gesund und mit Gepäck in Berlin gelandet sind. Nach diesen aufregenden Tagen habe ich beschlossen, dieses Abenteuer im kommenden Jahr erneut anzugehen.
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Usbekistan: Endlich Sternenhimmel

Schon nachts, als ich die Toilette aufsuchte, konnte ich die Sterne sehen. Im Mittelstrahl habe ich s die ganze Zeit über gewusst: Wir fliegen noch mal.
Alle waren pünktlich früh beim Essen und blickten mit fast feuchten Augen hinaus in den blauen Himmel und die aufgehende Sonne. Heute wird ein geiler Tag, heute wird unser Abschlusstag. Das Frühstück schmeckte besser als je zuvor und auf dem Sprung zurück ins Zimmer zum Umziehen erwischte uns noch Timoa. "Die Piloten fliegen nicht", war eine Aussage, die wir irgendwie selbst nach dreifacher Wiederholung in englisch nicht verstanden. In meinem Kopf brachte ich das Wetter draussen nicht mit den Informationen meines Gehörs in Einklang.
Die entgeisterten Gesichter meiner Reisegruppe liessen mich erschauern. Alle Sinnesinformationen stimmten, nur die Logik irgendwie nicht.
Die Erklärung war einfach - für usbekische Verhältnisse. Da die Piloten aufgrund der Wettervorhersage von gestern dem Präsidenten zum Flug abgeraten hatten, durften sie heute auch nicht fliegen, um Ihr Gesicht zu wahren. Zudem wurde plötzlich das Wetter in Tashkent als Grundlage für Flugverbot oder -erlaubnis herangezogen. Als Folge probten wir eine Revolution, nur 13 Jahre nach der Unabhängigkeit, war das Land wohl nicht bereit für uns. Dem Hauen folgte ein Stechen, dann Kratzen und Wimmern und um 10:30 Uhr sollte ein endgültige Entscheidung plötzlich doch noch Hoffnung geben.
Alle standen in voller Montur an der Rezeption, als plötzlich das Kommando kam "Ab Marsch zum Heli !". Tja, so schnell waren wir wohl noch nie beim Fluggerät. Die 1.5 Stunden von heute morgen waren unwiederbringlich verloren, doch immerhin durften wir bis 13:00 Uhr fliegen - ab dann bewegte sich nämlich der Staatslenker vom Palast zur Datscha. Geplant waren 2 Abfahrten in Chimgan. Durch unsere Motivation wurden letztlich vier daraus. Wir verzichteten dann sogar auf den komfortablen Heimflug und warteten auf den Armeelaster als Taxi.
Einzig der letzte "run" hätte nicht unbedingt die gewählte Route sein müssen. Zum Einen kippte das Wetter und es kamen Wolken, Wind und Schneefall auf, zum Anderen sind wir an einem zugefrorenen Wasserfall abgefahren. Also nicht unbedingt ein Untergrund, worauf Schnee super Halt findet.
Es ist alles gut gegangen. An der Liftstation des Skigebietes kehrten wir ein auf eine Tasse Tee und anschliessend ging es flux ins Hotel zum Packen. Zu unserer Überraschung gab s denn auch noch ein Mittagessen und einen Reisebus statt Lastwagen als Transportmittel nach Tashkent.
Bein Einbruch der Dunkelheit erreichten wir unser Hotel. Schon die Suche nach der passenden Seitenstrasse liess uns das Schlimmste befürchten, da wir an allen namenhaften internationalen Hotelketten vorbei und in eine ungeteerte Seitenstrasse fuhren. Wir hoppelten bis zur Eingangstür in einem schlecht beleuchteten Viertel, wo sich um die Ecke Menschen an offenem Feuer auf der Strasse die Finger wärmten.
Die Rezeption und die Zimmer waren zwar dann nicht so schlimm wie es von aussen aussah, jedoch muffelte es seltsam. Die Einladung zu einem leckeren Essen im Restaurant des Hotels konnte das Bild nicht unbedingt geraderücken.
Anschliessend erhielten wir dann noch eine kleine Stadtführung vom Chef der Agentur und landeten schlussendlich in einer Bar. Der dortige hohe Frauenanteil war innerhalb von Minuten durchschaut, als die nämlich spärlich bekleidet wahre Kunststücke an der Eisenstange aufführten. Im Programm war auch noch ein Mann, der sehr seltsame Dinge mit Nadeln und einer Bohrmaschine machte. Aber das ist genauso wenig etwas für hier, wie die Erlebnisse einiger Hartgesottenen, die es länger in der Bar aushielten.
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Usbekistan: Immer noch Schnee - Sessellifte in Usbekistan

Au weia, schon wieder Schneefall. Für heute hatten wir beschlossen an der Expedition in das nahegelegene Skigebiet Beldersey teilzunehmen. Nach einem gemütlichem Frühstück fuhren wir mit dem Armeelaster durch das verschneite Usbekistan. Vorbei am Skigebiet in Chimgan - dem Hausberg der Helistation - immer weiter in die Berge hinein.
Nachdem der Laster neben einer Blechhütte angehalten hatte, herrschte leichte Irritierung. Doch ein riesiges Stoffbanner pries uns die Freuden des Wintersports. Die hintere Seite der Hütte erwies sich denn auch als Lift. Bezahlt wurde pro Mann und Fahrt in Bar auf die Hand - Minimum 20 Personen, weil sonst der Strom teurer ist als die zu erzielenden Einnahmen. Naja, wer s glaubt.
Am Gipfel des Sessellifts sollte ein Schlepper auf uns warten. Doch den Sessellift musste man geniessen. Auf alten hölzernen Campingstühlen, die auf einer Metallquerstrebe verschraubt waren, zuckelte man in Richtung Berg. Muss es extra erwähnt werden, dass keinerlei Bügel vor dem Absturz schützten oder das Wintersportgerät in den Händen gehalten werden musste ? Nein, ich denke, dass war klar.
Der Schlepper am Berg entsprach bekanntem. Aber bei Nullsicht und starkem Schneefall sank die Begeisterung für den Sport mit jedem Mal, wenn das Board sich in einen nicht zu sehenden Schneehügel frass und die Fahrt abrupt stoppte.
Unsere 6er Gruppe beschloss die Abfahrt zur Talstation. Abgesteckte Pisten darf man jedoch nicht erwarten, präpariert sowieso nicht. Also folgten wir einfach der Schneise im Wald, die mehr oder weniger konstant gen Tal führte. In der Blechhütte am Fusse des Berges verbarg sich sogar eine Apres Ski Bar. Doch aufgrund des enormen Andrangs im Gebiet waren wir uns nicht so sicher, ob der Wodka vielleicht doch schon abgelaufen sein könnte. Darum löschten wir den Durst mit mitgebrachten Tee und spielten am Computer Solitaire.
Die tchechischen Kollegen hatten max. 40 Minuten länger Spass im Schnee und stürmten dann auch die Bar. Die Vorräte unseres Picknickkorbes waren sodann schnell aufgebraucht. Der Laster signalisierte uns mit laufendem Motor, dass die Heimreise angetreten wird.
Im Hotel stand wieder Entspannungsprogramm bis zum Abendbrot auf dem Plan. Das wurde nämlich erst um 20:00 Uhr serviert. Anschliessend gingen alle brav zum Beten. Am letzten Tag sollte es doch noch möglich sein zu fliegen.
Die Hiobsbotschaft lautete dann "Geburtstag vom Präsidenten". Der Usbeke liess sich nicht nur Feiern, sondern litt wie viele seiner Landsleute unter einer gewissen Paranoia. Anders ist das generelle Flugverbot während einer "Reise" des Präsidenten nicht zu erklären.
Am gegenüberliegenden Ufer hatte er seine Residenz und pflegte diese zu seinem Ehrentag aufzusuchen. Und der war morgen, Freitag. Daraus folgt: Flugverbot für den Tag und den Tag drauf. Letzteres hat für uns überhaupt keinen Sinn gemacht, aber es lohnt sich vermutlich nicht wirklich darüber nachzudenken.
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Usbekistan: Wieder nur Schnee - Paintball

Der Draht zum lieben Gott erwies sich leider als nicht störungsfrei. Erneut meinte es Frau Holle gut mit uns und schüttelte kräftig die Betten aus. Nicht das man sich über Schnee beschweren sollte - gerade mit dem bis dahin schlechten Winter in den Alpen - aber 250cm sind selbst für s Heliskiing mehr als ausreichend.
Nach einem ruhigen Vormittag, den wir nicht im nahegelegenen Skigebiet verbringen wollten, kam uns eine andere Alternative in den Sinn: "Paintball" Die Werbung stand auf einem Plakat an der Rezeption und es war nicht wie gedacht eine Ankündigung für einen Wettbewerb.
Die Aktion erwies sich als sehr sehr lustig. In der Nähe des Hotels befanden sich mehr oder weniger zerfallene Datschas, die den richtigen Flair zum Häuserkampf lieferten. Auch wenn die Tarnanzüge in oliv-braun nicht unbedingt im Schnee sehr wirksam waren, machten wir uns in Zweier Teams auf in den Kampf. Am Ende hatte jeder mindestens eine Erfahrung mit einer Farbkugel auf einem nicht gepanzerten Körperteil gemacht. Hinzu kam das tolle Prickeln tausender Nadeln, wenn Leben in die kalten Finger zurückkehrt.
Im Hotel wartete wieder das spannende Buch "Das Sakrileg" und das leckere Abendessen. Der Abend verlief erneut wie gehabt - selbst die angekündigte Geburtstagsfeier eines Tchechen lockte mich nicht aus dem Bett.
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Usbekistan: Ausflug nach Tashkent

Die Wettervorhersage bewahrheitete sich und wir beschlossen einen Trip nach Tashkent zu unternehmen. Unser Reiseführer Timoa im Hotel organisierte uns Natascha.
Die Hauptstadt mit entweder 2.5 oder 3.5 Mio Einwohnern - da wollte sich keiner so recht festlegen - präsentierte sich auch im Tageslicht als ziemlich trostlos. Einzig die Regierungsgebäude und internationalen Hotels hoben sich modern und architektonisch intakt aus der grauen Masse der anderen Gebäude bzw. Überreste ab. Das Intercontinental beherbergt denn auch eine Landesbank zum Tausch in usbekische Sum. Zum Kurs 15US$= 15.000 Sum erhält man dann 200er. In Banderolen abgepackt gleicht das Tauschen einem Bankraub - zumindest was die Dicke der Geldbündel angeht.
Die Fahrt auf den Fernsehturm wurde uns versagt, doch der Besuch auf dem Basar entschädigte voll und ganz. Hier konnte man im Grunde alles kaufen: handgefertigte Babybetten, Dolche, Ofenrohre, Schränke, Gewürze, Obst, Gemüse, abgeschnittene Schafsköpfe und andere Sorten Fleisch. Ein buntes, exotisch duftendes Allerlei in mitten der Stadt. Der Basar ist auf einem riesigen Gelände in und um gigantische igloförmige Kugelgebäude angelegt.
Gegen Abend suchten wir noch einen internationalen Supermarkt auf und deckten uns mit dem Nötigsten ein - bei mir war das Honig. Damit endete dann auch unsere Führung und der Fahrer brachte uns innerhalb von zwei Stunden wieder zurück zum Hotel in den Bergen.
Nach dem Abendessen stand wieder die Alternative "Wodka an der Bar" oder Lesen auf dem Programm. Ach so, und Beten. Für besseres Wetter.
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Usbekistan: Diesig - no risk no fun

Heute verdiente sich Albert seinen Titel "Crashtestdummy". Die Wächte runter, weg war er. Bange Sekunden später dann der Funkspruch, wie wir nicht fahren sollten. Ob da einer gewisse Erfahrungen gemacht hatte ? Nun denn, dass die Tchechen ihm zum Abschied einen Helm geschenkt haben, spricht Bände.


Das Wetter hatte sich verschlechtert und die Sicht war nicht mehr ganz so optimal. Doch Meter haben wir trotzdem gemacht. Nach 2 Tagen waren wir bei über 10.000m. Es hätten mehr sein können, aber die Skifahrer sind nun mal nicht so schnell.
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Usbekistan: Ankunft in Tashkent und erste Probleme

Morgens um 3:15 Uhr erreichten wir Tashkent, die Hauptstadt von Usbekistan. Am Flugfeld standen mehrere Personen herum, die allerdings teilweise den Eindruck erweckten, als wären sie nicht unbedingt beim Flughafen angestellt.
Das Land steht ja unserem grossen Freund den USA sehr nahe, ist doch z.B. auch eine Station der US-Armee hier errichtet worden, um den Auftrag in Afghanistan zu erfüllen. Diese Nähe führte wohl auch zu ähnlichen Einreiseformalitäten. Auch hier besticht ein total sinnloses, auf billigem Papier krumm kopiertes, Formular, auf dem man alles mit NEIN ankreuzen sollte und neben Namen usw. auch die eingeführten Währungen hinterlassen muss !
Mit Gepäck und Formular geht es dann zum Röntgengerät - jaja, hier wird das Gepäck auch durchleuchtet, bevor es ins Land gelassen wird. Schliesslich könnte es ja etwas geben, was dem Flugzeug nichts anhaben könnte, in Usbekistan aber grossen Schaden anrichtet. Hierunter fällt ganz bestimmt die Video- oder Fotokamera. Während die bei der Einfuhr toleriert wird, ist es mit der Nutzung in der Öffentlichkeit allerdings etwas knifflig. Mehr dazu später.
Unser Führer empfing und lotste uns an den Heerscharen von Taxifahrern vorbei über einen riesigen verlassenen Parkplatz zu einem Reisebus, der auch als solcher sofort erkennbar war. An Bord erfuhren wir, dass das Hotel in Tashkent gestrichen wurde und wir stattdessen direkt nach Chimgan fahren. Die Begeisterung hielt sich nach 10 Stunden plus in Grenzen.
Die Fahrt führte vom Flughafen durch die Stadt und wieder hinaus, vorbei an zerfallenen 70er Jahre Betonplattenbauten und Polizeisperren. Auf der Landstrasse hiess es dann Umsteigen in einen alten Armeelaster. Statt einer Laderampe trug er eine Art Kabine Huckepack, in der nicht nur das Gepäck sondern auch wir auf ausrangierten Flugzeugsitzen verfrachtet wurden. Die Fahrt muss holprig - manchmal sogar eher ein Flug - gewesen sein. Das weiss ich nicht im Detail, denn ich habe geschlafen wie ein Baby.
Vor dem Hotel angekommen präsentierte sich die nächste Überraschung: eine marmorgeflieste Lobby mit Aufzügen, Loungeecke und einer holzgetäfelten Rezeption ! Die Zimmer, das Essen und auch die komplette Anlage fügten sich ins Bild - perfekt, sauber, angenehm.
Bereits am nächsten Morgen konnte man beim Gang zum Frühstück den Ausblick über den angelegten - aber zugeschneiten - Park bis runter zum See geniessen. Am gegenüberliegenden Ufer strahlten die Berge im Sonnenaufgang. Ein wunderschönes Fleckchen Erde an der Grenze zu Kasachstan im Tien-Shan Gebirge.
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